New Urban Bluesrock made in the Ruhrgebiet – Jimmy Steeltown live

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Just Blues & Rock – unter diesem Motto stand der Gig der Duisburg-Rheinhausener Combo JIMMY STEELTOWN am 06.11.2015 im Gleis 3 in Duisburg-Großenbaum.

Man könnte auch sagen: volle Fahrt voraus! Denn im ehemaligen Bahnhofsgebäude direkt an der Schnellzugstrecke Duisburg-Düsseldorf ging mächtig die Post ab. Ein gut aufgelegtes Publikum, ein voller Saal und vorbeibrausende ICE-Züge, die den Raum das ein und andere Mal vibrieren ließen. Musiker-Herz, was willst du mehr?

Groovenden Blues Rock wollten die Zuschauer – und bekamen ihn in Gestalt von Jens Skorwider (Gesang). Mikel Bluni (Gitarre), Roger Good (Bass) und David Jung (Schlagzeug) geboten. Und wie!

12 Takte, Slaptechnik und Wah Wah

JIMMY STEELTOWN offenbarten an diesem Abend pure Spielfreude: die Jungs wirkten locker und symphatisch und die Musik bot hohe handwerkliche Qualität. JIMMY STEELTOWN bedienen sich nämlich gerade nicht stur dem klassischen 12-Takte-Blues-Schema sondern werfen die geltenden Standards ordentlich durcheinander. So wurde auch bei diesem Gig der Bass wieder ordentlich geslapt, der Rhythmus durch zarte bis harte Schläge auf Becken und Toms konsequent aufrecht erhalten und mit klarer Stimme geshuffelt und geswingt, was das Zeugs hielt. Verspieler suchte man in den 20 dargebotenen Songs da umsonst.

Getreu ihrer musikalischen Vorbilder Sean Costello oder Tab Benoit besangen JIMMY STEELTOWN an diesem Abend wieder alle großen Gefühle: schmerzhafte Trennungen, Sehnsüchte („I Want You So Bad“), Trauer und Schmerz („The Loss“) aber auch die große Liebe. Zumeist von Gitarrist Mikel Bluni wurde der Entstehungsprozess bei der Wahl des Songtitels charmant vorgetragen. Beispielsweise kam die Band deshalb auf den Titel „Skyburn“ , weil der junge Sohnemann des zupfenden Barden im letzten Jahr beim Blick aus dem Flugzeugfenster auf den dramatischen Sonnenuntergang meinte, das sähe aus, als wenn die Sonne gerade verbrennen würde. Wah, wah (um das an diesem Abend viel bemühte Pedal nicht unerwähnt zu lassen).

Das Gesamt-Paket JIMMY STEELTOWN passt und wirkt einfach stimmig. Umso verwunderlicher ist es, dass noch keine Plattenfirma ihre Fühler nach der erst im Jahr 2007 gegründeten Band ausgestreckt hat.
Aber es war ja auch nicht alles Gold, was an dem Abend glänzte. Denn JIMMY STEELTOWN hatten Probleme. Und zwar mit den Brettern, die der Band eigentlich die Welt bedeuten. Warum? Weil die Bühne einfach zu klein war. So winzig klein nämlich, dass Sänger Jens sein cooles Retro-Mikro einfach mitten ins Publikum stellte und somit vor der winzigen Bühne sonorte.

EP „TransFOURmation“ folgt auf Eigenproduktion „Cut, Cry, Smile“

JIMMY STEELTOWN präsentierten ihrem Publikum  nicht nur sämtliche Stücke ihres (noch) aktuellen ersten Silberlings mit dem Titel „Cut, Cry, Smile„.

Es wurden auch neue Songs – einer davon sogar zum allerersten Mal vor Publikum – gespielt, die weniger Blues aber dafür mehr Rock und ein wenig Pop in sich hatten. Man darf daher gespannt sein auf die voraussichtlich Ende Januar 2016 erscheinende EP „TransFOURmation“ mit 5 neuen Titeln und einer etwas anderen musikalischen Ausrichtung der Band als bisher.

Nächster Auftritt am 03.12.15 im SOL in MÜLHEIM/RUHR

Auch für Technik-Freaks bot dieser Abend einen echten Hingucker. Denn extra für Fans aus den USA und Kanada wurde der Gig per Webcam live via Periscope übertragen. Und dies wird auch am 03.12.2015 wieder der Fall sein, wenn nämlich unsere Blues-Brüder (kleiner Indianer-Witz) im SOL in Mülheim an der Ruhr auftreten werden. Das nächste Mal dann sogar mit Vorgruppe: und zwar mit der bezaubernden Sängerin/Songwriterin LEA. Die metal-heads-Redaktion wird sicherlich auch wieder vor Ort Flagge (und Rückenaufdrucke mit dem neuen Logo) zeigen – so viel ist gewiss!

Zur eigenen Ehrenrettung sei zu guter Vor-Vorletzt noch gesagt: Ja, wir wissen, das „Ruhrgebiet“ auf Englisch „German Steel Belt“ heißt – aber wir wollten die Überschriftenzeile nicht überstrapazieren!

Als besonderes Schmankerl gibt es hier nun zu guter Vorletzt noch eine Retro-Bildauswahl in schwarz-weiß für Euch:


Und zu guter Letzt noch die Tracklist des Abends:

  1. Daft Punk Intro
  2. Two Face
  3. When The Lights
  4. The Loss
  5. Endless Emotion
  6. In want you so bad
  7. Falling
  8. Bad Deed Blues
  9. The Lie
  10. Speed of Life
  11. Find Another You
    – Pause –
  12. Dancing The Night Away
  13. Love May Be Fading
  14. Higher
  15. Devil
  16. You Say
  17. Cherry Red
  18. Skyburn
  19. Born And Raised
  20. Stop

Reicht es euch immer noch nicht? Na gut, einen haben wir von metal-heads.de dann doch noch: der Link zu mehr Infos über JIMMY STEELTOWN – und zwar hier im Netz!

Begleitet wurde ich von unserem stellvertretenden Chefredakteur Ralfi Ralf. Danke Ralfi Ralf.

Bildquelle: alle Fotos (c) metal-heads.de / Doerni

 

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Doerni

Doerni

Meine erste Kassette war AC/DC – For Those About To Rock – damit hat alles angefangen. Zu meinen Lieblingsbands gehören Metallica, Paradise Lost, Iron Maiden und Manowar.

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