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	<title>Simone Buchholz &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Zwischen Moshpit und Mord – Autorin Simone Buchholz über Metal als Tatort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit „Vollmetallkreuz – Mörderische Metal-Kreuzfahrt“ bringt der ARD-Radio-Tatort am 19. April, 19 Uhr, NDR Kultur, einen Schauplatz ins Spiel, der selbst innerhalb der Szene noch als Nische gilt: eine Metal-Kreuzfahrt als schwimmender Mikrokosmos zwischen&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>Mit „Vollmetallkreuz – Mörderische Metal-Kreuzfahrt“ bringt der ARD-Radio-Tatort am 19. April, 19 Uhr, <a href="https://www.ndr.de/kultur/epg/ARD-Radio-Tatort-Vollmetallkreuz,sendung-68704.html">NDR Kultur</a>, einen Schauplatz ins Spiel, der selbst innerhalb der Szene noch als Nische gilt: eine Metal-Kreuzfahrt als schwimmender Mikrokosmos zwischen Eskapismus, Gemeinschaft und – in diesem Fall – Ritualmord. Die <a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e1904748182d33e0/">Folge</a> verbindet klassische Krimi-Elemente mit überraschend viel Gespür für die Eigenlogiken der Metal-Welt: von liebevoll platzierten Insider-Anspielungen bis hin zu einer Darstellung, die bewusst mit Klischees spielt, sie aber zugleich unterläuft. </strong></p>



<p>Hinter dem Drehbuch steht mit <strong>Simone Buchholz </strong>eine vielfach ausgezeichnete Krimiautorin, die seit Jahren für dichte Atmosphäre und präzise Milieuschilderungen steht. <em>Metal-Heads.de</em> hat mit ihr <strong>über die besondere Herausforderung gesprochen, Metal und Mord im Hörspiel zusammenzubringen </strong>– und darüber, wie viel Realität in einem Setting steckt, das für viele zunächst nach Fiktion klingt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;This is Spinal Tap&#8220; diente der Recherche</h2>



<p><em>MH: Metal-Kreuzfahrt, Ritualmorde und erstaunlich viel Szene-Authentizität: Ihr Radio-Tatort „Vollmetallkreuz“ bewegt sich in einem Setting, das selbst für viele Metal-Fans noch Neuland ist. Wie nähert man sich einem solchen Stoff, ohne in Klischees zu verfallen?</em></p>



<p>SB: Eigentlich wie jedem anderen Stoff auch – ich versuche, die Geschichte konsequent über die Figuren zu erzählen, also <strong>mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen für andere Menschen</strong>, das schützt meistens schon sehr gut vor den Klischeefallen. Und es war bestimmt auch nicht schlecht, <strong>vorher zweimal „This is Spinal Tap“ anzuschauen</strong>. Da sind die Klischees dermaßen lustig ausgewalzt, dass man sie danach echt alle parat hat.</p>



<p><em>MH: Ihr Hörspiel wirkt ungewöhnlich nah an der Metal-Szene. Wie tief sind Sie selbst in der Szene verwurzelt – und wo beginnt für Sie Recherche, wo persönliche Erfahrung?</em></p>



<p>SB: Ich selbst höre komplett andere Musik, Yacht Rock, R &amp; B, Country, französische Chansons, finde Metal aber echt faszinierend und <strong>habe riesige Sympathien für die Szene</strong>. Außerdem habe ich eine Freundin, die eine glühende Leidenschaft für Metal hat, sich also super auskennt und selbst schon mal auf Metal-Kreuzfahrten war. Sie hat mir viel erzählt, mir <strong>Bilder und Videos gezeigt</strong>, und sie stand mir permanent beratend zu Seite, das war wirklich toll. Dann habe ich noch einen Freund, der quer durch die Republik für wirklich schräge und mir komplett unbekannte Metal-Subgenre-Konzerte fährt, an den musste ich auch oft denken und hab mich dann immer gefragt, <strong>wie er sich auf so einem Schiff verhalten würde</strong>.</p>



<p><em>MH: Metal-Kreuzfahrten zeichnen sich u. a. durch eine besondere Nähe zwischen Bands und Fans aus. Wie wichtig war Ihnen diese soziale Dynamik für die Geschichte?</em></p>



<p>SB: Extrem wichtig, weil das ja quasi <strong>der Kern der Geschichte </strong>ist, ohne wäre es eine völlig andere Story geworden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Autorin Simone Buchholz: &#8222;Klischees sind der Satan&#8220; </h2>



<p><em>MH: Viele fiktionale Formate greifen bei Metal schnell auf Klischees zurück. Ihr Hörspiel umgeht das erstaunlich souverän – war das eine bewusste Abgrenzung?</em></p>



<p>SB: Jede ernstzunehmende Autorin sollte sich darüber im Klaren sein, <strong>dass klischeehaftes Erzählen grundsätzlich schlechtes Erzählen ist</strong>. <strong>Klischees sind der Satan </strong>und müssen unbedingt gemieden werden. Auch wenn Metal Fans das mit dem Satan wahrscheinlich eher anders sehen.</p>



<p><em>MH: Wie haben Sie entschieden, welche Insider-Elemente (z. B. Subgenres wie „Depressive Suicidal Black Metal“) Sie einbauen – und wo Sie bewusst vereinfachen?</em></p>



<p>SB: Da bin ich <strong>intuitiv vorgegangen </strong>und habe mich einfach gefragt: Was interessiert mich, was will ich erzählen, und was finde ich eher langweilig? Und Depressive Suicidal Black Metal und Viking Metal sind doch <strong>einfach echt aufregend </strong>– dass es sowas gibt, wow!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Liebe zu den Figuren &#8211; und gleichzeitig mit Humor auf sie schauen</h2>



<p><em>MH: Die Szene wird stellenweise auch augenzwinkernd auf die Schippe genommen. Wie finden Sie die Balance zwischen Wertschätzung und Ironie?</em></p>



<p>SB: Ich hoffe, dass genau das mein Schreiben immer von vielen anderen unterscheidet: Liebe zu den Figuren &#8211; und gleichzeitig mit Humor auf sie schauen. <strong>Nur so lässt sich all das, was der Mensch ist, doch überhaupt ertragen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Dreifaltigkeit des Bösen: Patriarchat, Religion, Kapitalismus</h2>



<p><em>MH: Die Geschichte greift mit den philippinischen Seeleuten und den Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrten eine klare sozialkritische Ebene auf. Wie wichtig war Ihnen dieser Aspekt im Vergleich zur Krimihandlung?</em></p>



<p>SB: Ist mir immer wichtig, fast wichtiger als der Spannungsaspekt. Weil <strong>jede gute Kriminalgeschichte auch immer eine Gesellschaftserzählung und damit Gesellschaftskritik ist</strong>. Die Strukturen, in denen wir leben, sind gewalttätig, ich spreche da gern von der <strong>Dreifaltigkeit des Bösen – Patriarchat, Religion, Kapitalismus</strong>. Und wenn wir weniger gewalttätig leben wollen, müssen wir erstmal da ran. Das versuche ich mit allem, was ich schreibe, zu zeigen.</p>



<p><em>MH: Sehen Sie Metal – gerade in solchen Settings – auch als geeigneten Raum, um gesellschaftliche Widersprüche sichtbar zu machen?</em></p>



<p>SB: Die Metal-Szene scheint mir eine sehr friedliche und freie Gesellschaft zu sein, zumindest sind die Metal-Fans, die ich kenne, irre liebe und fürsorgliche Menschen, <strong>die unkonventionelle Arten zu leben, nicht großartig bewerten</strong>, ich sehe da ganz viel „leben und leben lassen“, das finde ich entzückend, das kann eine richtige Vorbildfunktion haben. Ich hoffe, das konnte ich ein bisschen zeigen!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/04/Radiotatort_04_2026_Vollmetallkreuz.jpg" alt="Zeichnung einer Mumie auf einer Bühne eines Festivalschiffs, die gehörte Hände ins Publikum zeigt, das die Geste erwidert." class="wp-image-198052" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/04/Radiotatort_04_2026_Vollmetallkreuz.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/04/Radiotatort_04_2026_Vollmetallkreuz-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>
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