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	<title>Berdreyminn-Tour &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Interview mit Aðalbjörn Tryggvason von Sólstafir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2017 18:53:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Aðalbjörn Tryggvason]]></category>
		<category><![CDATA[Berdreyminn-Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor dem Konzert von Sólstafir am 13.12.2017 in der Kantine in Köln (hier der Bericht dazu!) hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Sänger Aðalbjörn Tryggvason zu unterhalten. Es wurde ein interessantes Gespräch über&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Konzert von Sólstafir am 13.12.2017 in der Kantine in Köln (hier der <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/solstafir-auf-berdreyminn-tour-in-der-kantine-in-koeln/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bericht</strong></a> dazu!) hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Sänger Aðalbjörn Tryggvason zu unterhalten. Es wurde ein interessantes Gespräch über Menschen in schwierigen Situationen, die Unterschiedlichkeit des Publikums auf den Touretappen und schließlich noch über Weihnachtsmänner.</p>
<p><strong>Im Juni habt ihr das Album &#8222;Berdreyminn&#8220; heraus gebracht. Kannst du bitte erklären, was &#8222;Berdreyminn&#8220; bedeutet, da es dafür kein deutsches Wort gibt.</strong><strong> </strong></p>
<p>Berdreyminn – das ist wirklich schwierig zu erklären. Ein Berdreyminn ist jemand, der von Personen träumt und sie dann – manchmal Jahre später – tatsächlich irgendwo trifft. Du träumst von einer Person und dann begegnest du ihr tatsächlich. Das ist manchmal richtig krass. Ich bin so ein Berdreyminn. Es ist daher eine persönliche Geschichte. Es war nicht meine Idee, das Album so zu nennen, aber es passte zu den Themen und daher war es für mich in Ordnung.</p>
<p>Das Album handelt von Themen wie Missbrauch in der Familie, psychischen Erkrankungen, Suizid. Eben von all den schwierigen Situationen, in die Menschen kommen. Um den Kampf mit den eigenen Schwierigkeiten und gegen die eigenen Dämonen. Es geht darum, diese Themen anzusprechen. Man muss darüber reden. Es trifft dich hart, wenn du von Menschen aus deiner Familie, im Freundeskreis oder deiner näheren Umgebung hörst, dass sie jahrelangen Missbrauch erlebt haben, psychisch große Probleme oder einen Suizidversuch hinter sich haben. Da darf man nicht schweigen. Und in Island sprechen wir viel darüber. Gerade bei nahe stehenden Personen trifft es einen sehr. Ich komme aus einem kleinen Fischerort. Bei einem Lawinenunglück sind  viele Menschen ums Leben gekommen. Das trifft dich, wenn du ihnen so nahe bist.</p>
<p><strong>Wird in Island mehr über solche Themen gesprochen, weil ihr eine kleinere Bevölkerung habt als die anderen europäischen Länder?</strong></p>
<p>Ja, ich denke schon, dass in Island viel mehr über diese Themen gesprochen wird als in andern Ländern. Die Menschen sind sich näher und wenn etwas Schlimmes passiert, dann trifft es alle. Außerdem ist uns die Natur mit ihrer Kraft und Intensität sehr nah.</p>
<p><strong>Ist das etwas, was eure Musik stark beeinflusst? Gibt es deshalb einen typisch isländischen Klang in der Musik? Die isländische Musik wird oft als atmosphärisch düster beschrieben. Hat das mit dem zu tun, was du gerade erzählt hast?</strong></p>
<p>Wir sind alle geprägt von dem, woher wir kommen. Ja, ich denke unser Sound ist ein isländischer Sound. Und auch die anderen isländischen Bands haben einen  Sound, der sich von anderer Metal-Musik unterscheidet. Sicher sind wir auch beeinflusst z.B. von Ennio Morricone, englischer Rockmusik oder norwegischem Black-Metal. Aber trotzdem ist unser Sound isländisch.</p>
<p><strong>Wie würdest du die isländische Metal-Szene beschreiben. Wodurch unterscheidet sie sich zum Beispiel von der deutschen Szene?</strong></p>
<p>In Island ist jeder in einer Band. Und eigentlich spielt jeder Musiker in verschiedenen Bands. Wie du weißt, habe ich Songs mit Skálmöld eingespielt und mit anderen in einer Metallica-Cover-Band gespielt. Und so gibt es immer Verbindungen und Zusammenarbeit mit anderen Musikern.</p>
<p>[Dies konnte man auch beim Konzert in Köln sehen: Hallgrímur Jón Hallgrímson spielte im Set von Árstiðir Schlagzeug und Ragnar Ólafsson, der Keyboarder von Árstiðir spielte im Set von Sólstafir.]</p>
<p><strong>Ihr seid in diesem Jahr lange auf Tour gewesen. Gab es große Unterschiede darin, wie das Publikum in den verschiedenen Ländern auf eure Musik reagiert hat?</strong></p>
<p>Ja, da gibt es große Unterschiede. In manchen Ländern sind die Leute hungrig nach der Musik, weil sie nicht so viele Möglichkeiten haben, Konzerte zu hören. In manchen Städten spielen täglich so viele Bands, dass es nichts Besonderes mehr ist. Manchmal merkt man das. Wir haben in Städten wie London oder Berlin tolle Konzerte gespielt. Ich glaube aber, dass die Leute andere Erwartungen an die Konzerte haben und etwas anderes mitnehmen.</p>
<p><strong>Wenn du jetzt nach der Tour zurück nach Island kommst, was wirst du als erstes tun, das nur in Island möglich ist?</strong></p>
<p>Als erstes werde ich mit meiner Tochter einen Weihnachtsbaum kaufen und ihn schmücken. Das machen wir immer erst kurz vor Weihnachten, da unsere Katze einen Riesenspaß mit so einem geschmückten Baum hat und der das wohl nicht lange aushalten würde. (lacht)</p>
<p><strong>Seit gestern sind ja auch die Jólasveinar wieder auf ihrem Weg zu den Häusern. Ich liebe diese Geschichte ….. Hast du einen Lieblings-Jólasveinn?</strong></p>
<p><em>(Jólasveinar sind so etwas wie Weihnachtsmänner. Die Isländer haben 13!)    </em></p>
<p>(lacht) Ja, das ist dann wohl Hurðaskellir (der Türzuschläger, der die Leute mit Türenknallen ärgert). Es ist lustig, dass du danach fragst, weil ich mich vor kurzem noch mit anderen Leuten darüber unterhalten habe, dass man die meisten Jólasveinar wohl ins Gefängnis stecken würde. Vor allen Dingen Gluggagægir (der Fensterglotzer, der bei den Leuten in die Zimmer guckt) und Gáttaþefur (der unter den Türschlitzen schnüffelt).</p>
<p><strong>Ist es tatsächlich so, dass in Island Bücher ein sehr beliebtes Weihnachtsgeschenk sind?</strong></p>
<p>Ja, wir schenken gerne Bücher, weil wir Geschichten mögen. Wir Isländer hören gerne Geschichten, reden viel miteinander, erzählen Geschichten – auch in der Musik. Das ist vielleicht typisch für Island.</p>
<p><em>(Er verweist auf mein T-Shirt, auf das der Titel des Buches, das Snæbjörn Ragnarsson von Skálmöld geschrieben hat, gedruckt ist.)</em></p>
<p>Das ist auch ein tolles Buch. Es handelt von unseren Anfangszeiten. Als wir keinen vernünftigen Proberaum hatten, ausprobiert und diskutiert haben.</p>
<p>Das ist sicher nicht typisch isländisch, aber der Weg, den die meisten Metalbands gegangen sind. Mit Sólstafir spielen wir inzwischen in vielen Ländern und auf großen und kleinen Bühnen. Hier in Köln sind wir auch schon in kleinen Locations aufgetreten.</p>
<p><strong>Ihr wart ja in den letzten Tagen krank. Geht es jetzt allen wieder besser?</strong></p>
<p>Ja, wir sind wieder ok und werden nachher keine Probleme haben.</p>
<p><strong>Vielen Dank an Aðalbjörn Tryggvason für das nette und sehr ausführliche Interview!</strong></p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B06XDB9K3H&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Berdreyminn (Ltd.Fanbox)&#8220;]</p>
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		<title>Sólstafir auf Berdreyminn-Tour in der Kantine in Köln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2017 18:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Árstíðir]]></category>
		<category><![CDATA[Berdreyminn-Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Myrkur]]></category>
		<category><![CDATA[Solstafir]]></category>
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					<description><![CDATA[Sólstafir mit Árstiðir und Myrkur am 13.12.2017 in der Kantine in  Köln Nun war es endlich soweit: Sólstafir kamen mit Árstiðir und Myrkur zur Berdreaminn-Tour nach Köln. Gespannt darauf, wie diese Zusammenstellung (Árstiðir: Folk,&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Sólstafir mit Árstiðir und Myrkur am 13.12.2017 in der Kantine in  Köln</h3>
<p>Nun war es endlich soweit: Sólstafir kamen mit Árstiðir und Myrkur zur Berdreaminn-Tour nach Köln.</p>
<p>Gespannt darauf, wie diese Zusammenstellung (Árstiðir: Folk, Myrkur mit Black Metal Elementen und der atmosphärische &#8222;Icelandic Heathen Metal&#8220; von Sólstafir) ankommen würde, fuhr ich nach Köln.</p>
<p style="text-align: left;">Die Bühne war in gedämpftes blaues Licht getaucht, als Árstiðir die Bühne betraten. Gitarre, Baritongitarre und ein Keyboard machten direkt klar, <strong>dass zunächst nicht mit lauten Klängen zu rechnen war</strong>. Árstiðir begannen das Konzert mit dem Song &#8222;Himinhvel&#8220; (was Hemisphäre bedeutet) von ihrem letzten Album &#8222;Hvel&#8220;.</p>
<p>Die Halle füllte sich mit fast sakralen Klängen, die an Gesänge von Mönchen erinnern. Dann setzten Gitarre und die klare Stimme von Gunnar Már Jakobsson ein und erzählten davon, wie Geschichten uns in eine andere Welt versetzen können.</p>
<p>Es ist den drei Isländern schon mit den ersten Songs gelungen, das Publikum in ihre Welt mitzunehmen. Die Gespräche ebbten ab und man konnte immer mehr verträumte Gesichter sehen.</p>
<h3>Eine mystische Atmosphäre entsteht</h3>
<p>Árstiðir schufen eine Atmosphäre von Mystik und Melancholie in einer Klarheit und Natürlichkeit, die beruhigend wie beängstigend ist.</p>
<p>Dann setzte sich  Hallgrímur Jón Hallgrímson, der Schlagzeuger von Sólstafir, ans Drumset. Er begleitete die weiteren Songs zurückhaltend, gab ihnen aber durch die weichen Schläge auf die Toms<strong> eine Tiefe, die die Melancholie noch intensivierte</strong>. Das Schlagzeug verstärkte <strong>die Wirkung der gefühlvollen Gesangsstimmen</strong>, die sich wie Sonnenstrahlen von den dunklen Klängen abhoben.</p>
<p>Gerne ließ ich mich durch diese <strong>geheimnisvolle Musik und wunderschönen Klänge</strong> in eine dunkle und stille Welt entführen, die niemals düster wurde.</p>
<p>Vielleicht muss man in einer Welt mit Gletschern und Vulkanen, Wasserfällen und rauen Felsen aufgewachsen sein, um solch eine Musik zu machen.</p>
<p>Árstiðir spielten nicht nur Songs vom neuen Album sondern auch<strong> drei neue und bisher unveröffentlichte Songs</strong>.</p>
<div class="video-container"><iframe title="Himinhvel" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/d3C6_8JYGDw?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Setlist Árstiðir</h3>
<ol>
<li>Himinhvel</li>
<li>Shine</li>
<li>Passion*</li>
<li>Mute*</li>
<li>Things You Said</li>
<li>While This Way*</li>
<li>Shades</li>
</ol>
<p>*(new song, un-released)</p>
<p><strong>Árstiðir sind:</strong></p>
<p>Gunnar Már Jakobsson (Baritongitarre), Daniel Auðunsson (Gitarre) und Ragnar Ólafsson (Keyboard)</p>
<h3><strong>Und dann gab es richtig was auf die Ohren</strong></h3>
<p>Amalie Bruun begann das Set von Myrkur mit ihrem <strong>psychedelischen Gesang, der von dunklen Klängen begleitet wurde</strong>. Dieser Gegensatz zeigte sich auch optisch. Während Sängerin Amalie sich eher <strong>elfenhaft mit wehenden Haaren</strong> (einem riesigen Ventilator zu verdanken) bewegte, zeigten die maskierten bzw. in ihren Kapuzen versteckten Musiker einen eher martialischen Auftritt.</p>
<p>Zunächst stand eher <strong>skandinavisch geprägter Folk</strong> im Vordergrund. Die helle Stimme hob sich vom düsteren Klangteppich ab und blieb auch in den Höhen kräftig und intensiv.</p>
<p><strong>Das Publikum zeigte sich zunächst erwartungsvoll</strong> aber auch von den später hinzukommenden heftigen Bass- und Schlagzeugattacken überrascht. Viele wussten wohl nicht, was auf sie zukommt, <strong>wenn Amalie Bruun alle Register zieht</strong>.</p>
<p>Meist hob sich ihre Stimme hell vom düsteren Klangteppich ab und klang <strong>sowohl zerbrechlich als auch finster</strong>.</p>
<p>Dann steigerte sich das Ganze sowohl rhythmisch als auch stimmlich. Es kamen immer mehr Black-Metal-Elemente hinzu, <strong>der Gesang klang immer wütender, bis er in einem fast irren Geschrei endete</strong>, bei dem ich an die Hexen aus Polanskis Macbeth-Verfilmung denken musste.</p>
<p>Zwischendurch <strong>griff Amalie Bruun auch zur Gitarre, was aber irgendwie seltsam wirkte</strong>, zumal sie diese nach einigen wenigen Akkorden schon wieder zur Seite stellte.</p>
<p>Passender wirkte es, als sie den Song &#8222;De Tre Piker&#8220; (ein nordisches Traditional) lediglich mit einer <strong>Schamanentrommel</strong> begleitete.  Ein fast versöhnlicher Abschluss des Sets.</p>
<p>In der Ankündigung des Konzertes hatte ich mich gefragt, ob Amalie Bruun die Gegensätze ausspielen und ihre vielfältigen stimmlichen Möglichkeiten zeigen kann. Das ist ihr gelungen.</p>
<p><strong>Auch wenn es einige irritieren Momente gegeben hat, kann ich nur empfehlen, sich Myrkur live anzusehen.</strong></p>
<div class="video-container"><iframe title="MYRKUR - Måneblôt (Official Audio)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/_eS2zbtUFzU?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Setlist Myrkur</h3>
<ol>
<li>Mareridt</li>
<li>The Serpent</li>
<li>Ulvinde</li>
<li>Onde børn</li>
<li>Vølvens spådom</li>
<li>Jeg er guden, i er tjenerne</li>
<li>Måneblôt</li>
<li>Elleskudt</li>
<li>Skøgen skulle dø</li>
<li>Skaði</li>
<li>De Tre Piker</li>
</ol>
<h3>Der Höhepunkt des Abends: die  &#8222;Antichristian Icelandic Heathen Bastards&#8220; von Sólstafir</h3>
<p>Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die meisten Zuschauer wegen Sólstafir gekommen waren.  Denn bei etlichen Leute prangte das &#8222;Antichristian Icelandic Heathen Bastards&#8220;  auf dem Rücken oder sie trugen Shirts zu den verschiedenen Sólstafir-Alben. Und schon die ersten Tönen von &#8222;Silfur-Refur&#8220;, die ein wenig nach Filmmusik von Ennio Morricone klingen, wurden mit Applaus begrüßt.</p>
<p>Von Anfang an waren sie da: <strong>die Intensität der Musik und die Präsens von Sänger Aðalbjörn Tryggvason</strong>, die über das gesamte Set bestehen blieben und dem Publikum einen emotionalen, mitreißenden aber auch aufbauenden Abend bescherten.</p>
<h3>Sólstafir lassen ihre Musik auf die Zuhörer wirken</h3>
<p>Sólstafir lassen ihre Musik zunächst auf die Zuhörer wirken. &#8222;Silfur-Refur&#8220;, &#8222;Ótta&#8220; und &#8222;Lágnættti&#8220; versetzen einige im Publikum in einen<strong> tranceähnlichen Zustand</strong>. Die durch die Wiederholungen <strong>eindringlichen Klangsequenzen</strong>, das ruhige Tempo mit den sich steigernden Schlagzeug- und Bassanteilen schaffen dafür die Grundlage. Umso mehr trifft dann <strong>der fast zerbrechliche Gesang</strong>.</p>
<p>Immer wieder kommt einem die <strong>Klanggewalt,</strong> die von Bass und Schlagzeug geprägt und durch die weichen Gitarren verstärkt wird, entgegen. Dies führte im Publikum zu <strong>unterschiedlichen Reaktionen</strong>: die einen lassen dies mit geschlossenen Augen auf sich wirken, andere nehmen den Rhythmus headbangend oder mähneschwingend auf. <strong>Aber unberührt lässt die Musik niemanden</strong>. Vielleicht ist es gerade die Ambivalenz, die die Musik von Sólstafir so anziehend macht. Wild mit dynamischen Wechseln und dann wieder <strong>diese Verletzlichkeit, die in einem verzweifeltem Schrei endet</strong>.</p>
<p>Betont wurde die Konzentration auf den Sänger durch die Bühnenbeleuchtung. Wabernder Nebel und eine Ausleuchtung, die sowohl den Schlagzeuger als auch den Keybordspieler (Ragnar Ólafsson von Árstiðir) weitgehend im Dunkeln ließ.</p>
<p>Aðalbjörn Tryggvason hat auf Ansagen zu den Songs verzichtet. Aber <strong>er war immer im Kontakt mit den Zuschauern</strong>. Er hat ihnen zugenickt, auf einzelne gezeigt: ich sehe dich. Später hat mit den Handys einzelner Fans Fotos gemacht und eine Frau zu einem Foto auf die Bühne geholt.</p>
<h3>Ein eindringlicher Appell an das Publikum</h3>
<p>Ein besonders eindringlicher Moment entstand fast am Ende des Konzertes, als Aðalbjörn davon sprach, <strong>dass sich viele Menschen in schwierigen Situationen befinden</strong>, weil sie mit Abhängigkeit oder psychischen Erkrankungen zu tun haben, Missbrauch erleben oder jemanden kennen, der einen Suizidversuch unternommen hat. Er forderte die Zuhörer auf, <strong>mit diesen Menschen im Gespräch zu bleiben und ihnen zuzuhören</strong>.</p>
<blockquote><p>&#8222;Talk to them, you might be the only hold and help&#8220;.</p></blockquote>
<p>Den letzten Song <strong>&#8222;Bláfjall&#8220; widmete er den Menschen in schwierigen Lebenssituationen</strong>. Er verließ die Bühne und lief, so weit das Mikrofonkabel es zuließ, ins Publikum.</p>
<p>Sólstafir ist es wieder einmal gelungen, in dem Kontrast zwischen ruhigen, melodischen Sequenzen und wilden, heftigen Momenten, Gefühle in Klänge umzusetzen.</p>
<h3>Ein gelungener Dreierpack nordisch-atmosphärischer Klänge</h3>
<p>Es war ein Abend der Kontraste: wunderbarer Gesang begleitet von fast archaischen Rhythmen und Klängen, verträumte und melancholische Abschnitte genauso wie metallische Ausbrüche, eingängige Passagen und dann wieder irritierende fast verstörende Momente.</p>
<div class="video-container"><iframe title="Sólstafir - Silfur-Refur (Official Music Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/QX0UaXd4Yis?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Setlist Sólstafir</h3>
<ol>
<li>Silfur-Refur</li>
<li>Ótta</li>
<li>Ísafold</li>
<li>Köld</li>
<li>Hula</li>
<li>Fjara</li>
<li>Bláfjall</li>
</ol>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B00SU7D3DQ&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Hvel&#8220;]</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B073GN6V3H&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Mareridt (Digipak CD)&#8220;]</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B06XDB9K3H&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Berdreyminn (Ltd.Fanbox)&#8220;]</p>
<p>&nbsp;</p>
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