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	<title>Live Beyond The Spheres &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Blind Guardian &#8211; André Olbrich im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Aug 2017 17:52:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[André Olbrich]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ihr ja schon in den Genuss unseres zweiteiligen Interviews mit <strong>Marcus Siepen</strong> von <strong>Blind Guardian</strong> gekommen seid, wollen wir euch unser <strong>Gespräch mit Leadgitarrist André Olbrich</strong> nicht vorenthalten. Die Zeit reichte zwar nicht mehr für ein ausführliches Gespräch, aber dafür sind die Antworten von André erstaunlich offen und direkt. Aber lest selbst, was er über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Überflutung des Marktes und nationale Unterschiede zu sagen hat. Zur Einstimmung aber vorab das <strong>Live-Video &#8222;Twilight Of The Gods&#8220;</strong> aus dem aktuellen Live-Album &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;:</p>
<div class="video-container"><iframe title="BLIND GUARDIAN - Twilight Of The Gods" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Tr43r_lr4Bs?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Blind Guardian &#8211; Dreißig lange Jahre</h3>
<p>metal-heads.de (MH): <strong>Dreißig Jahre Blind Guardian</strong> sind eine lange Zeit. Da gab es doch mit Sicherheit mal Streitigkeiten uns Auseinandersetzungen?</p>
<p>André Olbricht (AO): Gab es, aber alles in Maßen. Also, wir haben uns eigentlich von Anfang an gut verstanden. Und <strong>nach dreißig Jahren ist das Klima bei uns jetzt so gut</strong>, wie man es sich besser eigentlich nicht wünschen kann. Es kommen alle miteinander richtig gut aus. Wir haben uns über die Jahre auch eine Crew zusammengestellt, die sind alle richtig nett. <strong>Ich gehe richtig gerne mit denen auf Tour</strong>. Da kann man, wie soll ich sagen&#8230; da kann man stolz drauf sein, auf so eine Truppe. Da gibt es keinen Streit, wir sind jetzt zweimal um die ganze Welt gereist. Wir haben über 120 Konzerte gespielt und es gab in der Band keinen einzigen Streit.</p>
<h3>Touren und Familie</h3>
<p>MH: Großen Respekt dafür, das schaffen viele ja im privaten schon nicht. Was mich zur nächsten Frage bringt: <strong>Touren und Familie</strong>, wie bringt ihr das unter einen Hut, so lange von Kindern und Familie getrennt zu sein?</p>
<p>AO: <strong>Es ist schwierig, superschwierig</strong>. Da muss man sich wohl dran gewöhnen. Alle von uns haben Kinder. Und natürlich kann man sich vorstellen, wenn man gerade Papa geworden ist und dann auf Tour <a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-47419" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich-300x169.jpg" alt="Blind Guardian André Olbrich" width="300" height="169" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich-300x169.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich-768x432.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich-1200x675.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-André-Olbrich-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>soll,&#8230; das ist schon richtig hart. Aber auch das haben wir alle hinter uns und geschafft. Jeder muss halt seinen Job machen und sein Päckchen tragen. Das gehört dann dazu und wenn man professionell sein will, muss man auch die Familie verhackstückelt kriegen. <strong>Die Familie muss natürlich auch ein gewisses Verständniss mitbringen</strong> für das, was man macht.</p>
<h3>Vor- und Nachteile</h3>
<p>Man hat natürlich den Nachteil, dass man auf Tour einen langen Zeitraum ganz weg ist. Dafür hat man aber auch den Vorteil, dass man in der Studiophase viel mehr zuhause ist, als jemand der acht Stunden arbeiten geht. Also, es hat alles Vor- und Nachteile. <strong>Ich kann mich in der Zeit, in der ich zuhause bin noch intensiver mit meinen Kindern befassen</strong>. Ich kann meine Zeit da auch flexibel einteilen. Ich kann nachts arbeiten und Songs schreiben. Was ich auch mache, ich bin Nachtarbeiter und habe dann den ganzen Nachmittag um mich mit den Kindern zu beschäftigen. Das geht alles und liegt letztendlich an jedem selber, wie er sich den Tag organisiert. <strong>Bei uns, bei Blind Guardian, funktioniert das gut</strong>. Wir haben unsere Touren und unsere Studiophasen immer so geplant, dass wir nie länger als zwei Monate am Stück weg sind. Also, wir haben immer nach zwei Monaten ein Break, wo wir dann wieder ein paar Wochen zuhause sind. Ansonsten würde das auch keiner schaffen. Wir wollen ja nicht vor die Hunde gehen und in irgendwelchen Hotels vereinsamen.</p>
<p>MH: Ist es nach einer Zeit dann auch nicht alles gleich? Immer dieselben Hotels und die Städte gleichen sich dann irgendwann auch alle?</p>
<p>AO: Das würde ich nicht sagen. Aber man will natürlich irgendwann einfach wieder nach Hause und <strong>in seinem eigenen Bett schlafen</strong>. Das braucht man schon zwischendurch. Aber das haben wir eigentlich ganz gut im Griff.</p>
<h3>Konzerte im Wandel der Zeit</h3>
<p>MH: Auch an dich die Frage: <strong>Konzerte und Touren haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert</strong>. Ich habe heute das Gefühl, dass einige nur auf Konzerte gehen, um sich dann auf Facebook und Co. zu präsentieren. Wie erlebst du das auf der Bühne?</p>
<p>AO: Es hat sich in der Tat verändert. Ich fand es vor drei / vier Jahren aber schlimmer. Es ist schon wieder besser geworden. Also, als das alles neu war mit Facebook und YouTube, da haben die Leute tatsächlich die Shows nur noch durch Handys geguckt. <strong>Die sind also zu einem Konzert gegangen, um es dann auf so einem 4 x 10 cm Display zu gucken</strong>. Das fand ich auch so ein bisschen kurios. Inzwischen ist es aber wieder <strong>viel besser geworden</strong>. Ich sehe nur noch vereinzelt Handys. Die Leute haben da schon wieder zurückgefunden und ich hoffe auch, dass das in Zukunft besser wird.</p>
<h3>Die Überflutung des Marktes</h3>
<p><strong>Was mich mehr stört ist eigentlich die Überflutung des Marktes</strong>. Es gibt Bands, die aufgrund der eingebrochenen CD-Verkäufe jetzt meinen, sie müssten dreimal im Jahr auf Tour gehen. Und so eigentlich den ganzen Markt kaputt machen. Denn die Leute haben ja nicht mehr Geld. Es ist ja nicht so, dass jemand auf einmal dreimal so viel Geld verdient und dann auch zu allen Konzerten gehen kann. Und dadurch ist der Markt halt überflutet. Leider nicht nur mit guten Sachen, sondern eben auch mit unglaublich viel Müll. <strong>Es ist langsam an der Zeit, dass die Leute da auch wieder selektiver werden</strong> und den Markt mal wieder reinigen von der ganzen Scheiße, von dieser ganzen Überschwemmung. Das ist etwas, was mir persönlich total auf den Sack geht. Ich sehe lieber&#8230; ich würde es besser finden, wenn eine Band nur alle zwei / drei Jahre mal zu sehen ist. Aber dann auch wirklich was Gutes bringt.</p>
<h3>Nationale Unterschiede</h3>
<p>MH: Ja stimmt, man hat gar nicht die Zeit auf alle Konzerte zu gehen, die da so stattfinden. Was mich noch interessieren würde, gibt es denn <strong>nationale Unterschiede</strong>? Songs die woanders besser ankommen? Oder das Verhalten der Fans allgemein?</p>
<p>AO: Es gibt in der Tat Unterschiede zwischen den Reaktionen auf Songs. <strong>Es sind immer wieder andere Songs, die in einigen Ländern besser ankommen</strong> oder besonders abgefeiert werden, was ich persönlich sehr<a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Band.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-41270" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Band-300x199.jpg" alt="Blind Guardian Live Band" width="300" height="199" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Band-300x199.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Band-600x398.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Band.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> geil finde. Es gibt Länder, da sind die Leute einfach euphorischer und total crazy bei einer Show, wie zum Beispiel in Südamerika, was ich auch sehr interessant finde. Dann gibt es andere Länder, da wird das alles eher etwas ruhiger beobachtet was passiert. <strong>Da kommt es tatsächlich auf die Mentalität der Menschen an</strong>. Bewerten will ich das jetzt gar nicht als positiv oder negativ. Aber es gibt die Unterschiede. Je nachdem wo man spielt, verhält sich auch das Publikum ein bisschen anders.</p>
<h3>And the Story Ends&#8230;</h3>
<p>Damit endet dann auch unser großer Blind Guardian Interviewkomplex. Und wenn es auch nationale Unterschiede gibt, so sind wir letztendlich doch alle eine große Metal-Familie, geeint durch die Liebe zur Musik. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an André für seine offenen Worte, denen ich mich durchaus anschließen kann. Mehr zu Blind Guardian findet ihr natürlich auf ihrer <a href="http://www.blind-guardian.com/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> oder bei <a href="https://www.facebook.com/blindguardian" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>. Wer das aktuelle Album &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; noch nicht haben sollte, kann es über den Link unten direkt ordern. Wer sich noch unsicher ist, ob das lohnt, kann sich <a href="https://metal-heads.de/reviews/blind-guardian-live-beyond-the-spheres/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> im Review von unserem Redakteur Uwe überzeugen lassen. Play it loud!</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B071ZH21C2&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Live Beyond the Spheres&#8220;]</p>
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		<title>Blind Guardian &#8211; Marcus Siepen im Interview Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 17:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[André Olbricht]]></category>
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					<description><![CDATA[So liebe Leute, hier nun der versprochene zweite Teil unseres Interviews mit Marcus Siepen von Blind Guardian, der wirklich lange und ausführlich erzählt hat. Ich hoffe ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So liebe Leute, hier nun der versprochene zweite Teil unseres Interviews mit <strong>Marcus Siepen</strong> von <strong>Blind Guardian</strong>, der wirklich lange und ausführlich erzählt hat. Ich hoffe ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Interview selber. Los geht&#8217;s:</p>
<h3>Blind Guardian auf dem Rage Against Racism?</h3>
<p>metal-heads.de (MH): Wir von metal-heads.de haben ja letztens als Medienpartner das „<strong>Rage Against Racism</strong>“ bei euch um die Ecke in Duisburg präsentiert. Ein tolles Festival, umsonst und draußen und das auch noch zwei Tage lang. Natürlich etwas kleiner. Ist so etwas für eine Band wie Blind Guardian mittlerweile ausgeschlossen oder könntet ihr euch vorstellen auch solche Gigs zu spielen?</p>
<p>Marcus Siepen (MS): Ich würde gar nichts ausschließen, nein. Das kommt drauf an, wenn es vom Zeitpunkt und allen anderem her passt. <strong>Ich habe überhaupt kein Problem damit, auch kleinere Gigs zu <a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-47351" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-169x300.jpg" alt="Köln Rock Pit Lemmy" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy.jpg 1836w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>spielen</strong>. Es muss nicht alles irgendwas großes sein. Die Größe des Konzerts oder des Events sagt ja nichts über die Qualität oder den Spaßfaktor aus. Du kannst ne kleine Club-Show spielen und am nächsten Tag in Wacken vor über 100.000 Leuten und es kann beides gleich geil sein. Die Größe des Publikums hat für mich exakt gar nichts mit der Qualität des Konzertes zu tun. <strong>Ich persönlich bin sogar ein Freund von kleineren Festivals</strong>, denn das ist die Art von Festival mit der wir aufgewachsen sind. Also <strong>Dynamo Open Air</strong> bevor es auf dem Flugplatz mit 150.000 Leuten war, sondern wirklich noch als es auf dem Marktplatz war, kein Eintritt, eine Bühne, sechs Bands und zwischen jeder Band ist auch mal Ruhe. Mag ich, ich mag auch das <strong>Rock Hard Festival und das Dong Open Air</strong> finde ich total geil. Klein, gemütlich und überschaubar. Das ist so mein Ding.</p>
<h3>Ist der Metal wirklich tot?</h3>
<p>MH: Wenn man so lange dabei ist wie ihr&#8230; <strong>Da hieß es ja schon wiederholt &#8222;der Metal ist tot&#8220;</strong>, was ich persönlich gar nicht finde&#8230;</p>
<p>MS: <strong>Metal war nie tot!</strong> Also, ich weiß nicht, wo der Spruch herkam. In den 90ern haben sie alle gesagt, der Metal ist tot, weil Grunge da war. Wenn ich jetzt uns als Beispiel nehme: in den 90ern haben wir die Tales From The Twilight World, Somewhere Far Beyond, Imaginations From The Other Side und die Nightfall In Middle-Earth rausgebracht. <strong>Da kann ich nicht sagen, dass der Metal tot war</strong> und es gab ja noch genug andere Bands, die in den 90ern durchgestartet sind. Von Dream Theater über In Flames bis hin zu was weiß ich nicht was.</p>
<p>MH: Die alten Heroen sterben aber langsam aus. Die letzte Tour von Black Sabbath ist gerade durch.</p>
<p>MS: Ja, das ist aber altersbedingt, nicht weil der Metal tot ist.</p>
<h3>Neue Bands und Innovationen</h3>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-27196" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-300x191.jpg" alt="Blind Guardian Band" width="300" height="191" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-300x191.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-600x383.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>MH: Gibt es denn <strong>noch Innovationen </strong>künstlerischer Art? Technisch ist klar, da hat sich viel weiter entwickelt.</p>
<p>MS: Es gibt nach wie vor hervorragende Bands. <strong>Es wird schwieriger, Bands zu entdecken</strong>. Obwohl schwieriger kann ich noch nicht mal sagen. Es gibt halt sehr, sehr viele Bands. Ich glaube, dass es für neue Bands heute schwieriger ist, sich durchzusetzen, weil alleine über YouTube Clicks funktioniert es nicht. Überhaupt müssen die Leute erst einmal auf deinen YouTube-Channel aufmerksam werden. Aber ich entdecke immer wieder Sachen, die ich vorher noch nicht kannte. Zum Beispiel war ich, glaube ich, letztes Jahr auf einem Amorphis Gig und die hatten zwei Support Bands. Einmal <a href="http://texturesband.com/en/news" target="_blank" rel="noopener">Textures</a> aus Holland, die ich schon länger kenne und sehr mag und dann noch <a href="https://www.facebook.com/PoemOfficial" target="_blank" rel="noopener">Poem</a> aus Griechenland. <strong>Die kannte ich überhaupt nicht, aber die haben mich total weggeblasen</strong>. Unglaublich geile Band, leicht progressiv, modern, aggressiv. Die fand ich total geil. Vielleicht eine kleine Tool Schlagseite ab und zu, aber ansonsten sehr eigenständig. <strong>Von daher, ja es gibt immer noch hervorragende, neue Bands zu entdecken</strong>.</p>
<h3>Blind Guardian und die Suche nach Inspiration</h3>
<p>MH: Vielleicht auch eine Möglichkeit selber nochmal neue Inspirationen zu bekommen?</p>
<p>MS: Also, Inspirationen kannst du von allem kriegen. Das kann ein Stück sein, dass du im Radio hörst oder ne Band sein, die du live irgendwo entdeckst. Das kann ein Buch sein oder auch irgendwas sein, was in den Nachrichten kommt. <strong>Inspirationen gibt es von überall</strong>. Irgendwas triggert einen Prozess in deinem Gehirn. Das kann logischerweise auch einfach sein, wenn ich zuhause auf dem Sofa sitze, die Gitarre in der Hand und vor mich hindaddele. Irgendwann spielst du irgendwas und denkst, oh das ist aber cool. <strong>Diesen Moment musst du halt möglichst schnell einfangen</strong>, weil sowas vergißt du auch unglaublich schnell wieder und dann ist es weg.</p>
<p>MH: Das geht natürlich heute dann auch dank Handy viel einfacher.</p>
<p>MS: Oh ja, viele Ideenschnipsel habe ich auf dem Handy. Denn das hast du immer dabei. Im Zweifelsfall summst du halt eine Melodie da rein oder spielst mit der Gitarre. Heute kann man die Sachen viel bequemer festhalten. Zum Glück! Die Technik muss ja für irgendwas gut sein.</p>
<h3>Früher war es einfacher</h3>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-47303" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg" alt="Blind Guardian Marcus Siepen" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg 1836w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>MH: Ist es denn für neue Bands heute wirklich so viel schwerer, Aufmerksamkeit zu bekommen, respektive dann zu behalten?</p>
<p>MS: Ich glaube, die Szene hat sich insofern verändert, dass <strong>Plattenfirmen anders agieren als damals</strong>. Als wir angefangen haben in den 80ern hatten die Plattenfirmen wirklich langfristige Pläne und wollten eine Band über mehrere Jahre etablieren und aufbauen. Und so wie ich das sehe, bekommst du heute als Newcomer <strong>eine</strong> Chance. Du kriegst ein paar Scheine in die Hand gedrückt, darfst dann ein möglichst günstiges Debütalbum aufnehmen und wenn das funktioniert, darfst du es nochmal versuchen. Und wenn das nicht funktioniert, bist du weg vom Fenster. Das heißt, du hast <strong>genau eine Chance</strong>. Das hat sich geändert und das macht es definitv nicht einfacher für neue Bands. Aber wie gesagt, dieses Gesunde über einen längeren Zeitraum wachsen, sehe ich heute bei vielen Bands nicht mehr.</p>
<h3>Masse an Konzerten</h3>
<p>MH: Ich finde auch es ist schwieriger geworden. Als ich angefangen habe Musik zu hören, zu Konzerten zu gehen, gab es <strong>eine Handvoll Konzerte im Monat</strong>. Und jetzt könnte ich an einem Tag zu drei oder vier verschiedenen Konzerten gehen.</p>
<p>MS: Ja, du wirst fast schon totgeschlagen und die Leute können logischerweise nicht jeden Tag auf ein Konzert gehen und eine Karte kaufen. Wer hat denn dafür schon das Geld? Das ist auch das nächste Ding. <strong>Dieser Mythos, Bands verdienen durch Konzerte und Merchandise Geld. Das stimmt so nicht</strong>. Denn Konzerte kosten Geld und wenn du eine unbekannte Band bist, kommen keine Leute zu deinem Konzert und dann verdienst du auch nichts. Beim Merchandise gibt es teilweise Klauseln. Da verdient noch die Plattenfirma mit und die Hallen wollen teilweise auch noch Prozente und da bleiben einer Band teilweise nur noch 20% vom Shirt übrig und das ist meistens noch unter dem Herstellungspreis.</p>
<p>MH: Und neben dem Geld, muss man als Fan auch erst einmal die Zeit haben so viele Konzerte zu besuchen. Job, Familie&#8230; Da suchen sich viele schon genau aus, wo sie hingehen oder kommen gar nur zum Headliner. Was Neues zu entdecken, wird so schon schwer.</p>
<p>MS: Dabei ist das doch auch Teil des Spaßes, das ganze Drumherum. <strong>Das Interessante ist doch auch das Beiwerk</strong>. Wer spielt da sonst noch, gibt es was Neues zu entdecken.</p>
<h3>Blind Guardian und die Suche nach der Vorband</h3>
<p>MH: Ist das für euch denn auch <strong>ein Kriterium eine Vorband auszusuchen</strong>?</p>
<p>MS: <strong>Wir sind da sehr wählerisch</strong>. Beim letzten Mal <strong>Orphaned Land</strong>, war sogar mein Vorschlag. Wir hatten uns zusammengesetzt und überlegt, wen können wir denn mitnehmen. Ich habe sofort Orphaned Land auf den Tisch gebracht. Zum einem, weil ich die musikalisch sehr mag und die meiner Meinung nach sehr gut zu uns passen. Auch wenn sie was anderes machen, aber es gibt viele Überschneidungen. Und zum anderem kenne ich die Jungs seit vielen Jahren, wir sind miteinander befreundet und ich wusste, dass sie menschlich gut reinpassen. <strong>Und das ist auf Tour durchaus auch wichtig</strong> und nicht unangenehm, wenn du nette Leute um dich herum hast.</p>
<p>MH: Bei mir zumindest hat es geklappt. Ihr hattet Anfang der 90er mal Depressive Age als Vorgruppe und die haben mich damals auch echt überzeugt. Konzept ist also aufgegangen.</p>
<p>MS: Ja, siehst du. Es gibt viele gute Packages da draußen.</p>
<h3>Neue Tourpläne?</h3>
<p>MH: Abschließend dann noch die Frage, ob ihr schon Pläne für eine neue Tour habt?</p>
<p>MS: Für eine Tour nicht. Wir spielen diesen Sommer insgesamt zwölf Shows, über die Hälfte davon haben wir schon gespielt. Wir waren fast zwei Jahre für die letzte Platte auf Tour. <strong>Jetzt wollen wir uns aufs Songwriting konzentrieren</strong>, damit irgendwann auch ein neues Album kommt und dann geht es wieder von vorne los. Also mehr ist erst einmal nicht geplant.</p>
<p>Und so endet unser Interview mit Marcus Siepen von Blind Guardian. Abschließend nochmal ein großes Dankeschön für die ausführlichen Antworten und interessanten Einblicke. Viele Konzerte wird es die nächste Zeit ja leider nicht mehr geben, wie uns Marcus am Schluss mitgeteilt hat. Die Wartezeit auf die nächste Tour können wir aber  mit dem tollen Album zur letzten Tour  „Live Beyond The Spheres“ verkürzen. Den Link findet ihr unten oder ihr besucht Blind Guardian mal auf ihrer <a href="http://www.blind-guardian.com/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> oder bei <a href="https://www.facebook.com/blindguardian" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> für Neuigkeiten. <strong>Stay tuned!</strong></p>
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		<title>Blind Guardian &#8211; Marcus Siepen im Interview Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[soundchaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2017 17:44:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen eines Medien Tages zur Veröffentlichung ihres neuen Live-Albums &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; standen Blind Guardian im Kölner Rock Pit der Presse Rede und Antwort. Da unser Redakteur Uwe sich dem Album schon&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen eines Medien Tages zur Veröffentlichung ihres <strong>neuen Live-Albums &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;</strong> standen <strong>Blind Guardian</strong> im Kölner <a href="http://www.rock-pit.club/" target="_blank" rel="noopener">Rock Pit</a> der Presse Rede und Antwort. Da unser Redakteur Uwe sich dem Album schon ausführlich in seinem <a href="https://metal-heads.de/reviews/blind-guardian-live-beyond-the-spheres/" target="_blank" rel="noopener">Review</a> gewidmet hat, habe ich meine Fragen etwas allgemeiner gehalten. <strong>Gitarrist Marcus Siepen</strong> hat sich sehr viel Zeit genommen und das Ganze ist etwas länger und ausführlicher geworden. Deshalb an dieser Stelle noch einmal ein <strong>großes Dankeschön für dieses nette und unterhaltsame Gespräch</strong>. Teil 1 gibt es jetzt hier zu lesen und Teil 2 folgt in Kürze. Viel Spaß!</p>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-47301" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg" alt="Blind Guardian im Rock Pit Köln" width="720" height="405" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln-300x169.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a></p>
<h3>Privat-Adressen und die Kommunikation</h3>
<p>metal-heads.de (MH): Hallo Marcus, vielen Dank schon mal, dass du dir Zeit nimmst, meine Fragen für metal-heads.de zu beantworten. Ich will erst einmal weit zurück in der Zeit gehen. Ich habe hier eure ersten Alben. Da ist <strong>im Booklet noch eine Adresse</strong> abgedruckt, unter der man euch erreichen konnte. Heutzutage wohl eher undenkbar, oder?</p>
<p>Marcus Siepen (MS): Das hat sich auch damals schon sehr schnell als schlechte Idee entpuppt. <strong>Wir waren naiv und blauäugig</strong> und haben uns gedacht, wenn uns jemand kontaktieren möchte, dann bitteschön. Das ist dann aber auch irgendwann so ausgeartet, dass dann <strong>nachts um vier dein Telefon läutete</strong> und jemand aus Australien Blind Guardian in den Hörer brüllte und dann auflegte. Und du stehst dann da und denkst „Dankeschön, gut das wir mal drüber gesprochen haben&#8230;“. Mit der Tales sind wir dann davon wieder abgegangen, unsere privaten Adressen zu veröffentlichen. Es gab halt Leute, die rufen zu den unmöglichsten Zeiten an, <strong>um zu sagen, dass ihre Schwester ne blöde Kuh ist, weil sie kein Blind Guardian mag&#8230;</strong></p>
<h3>Die sozialen Medien und Downloads</h3>
<p>MH: Ist es denn heute mit Internet und den sozialen Medien wie Facebook etc. anders?</p>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-47303" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg" alt="Blind Guardian Marcus Siepen" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg 1836w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>MS: Es ist anders, weltweit. <strong>Internet ermöglicht dir natürlich Kommunikation mit allen Leuten, überall</strong>. Was als Promo-Tool natürlich wunderbar ist. Auf der anderen Seite gibt es auch die illegalen Download-Geschichten, was nicht so optimal ist. Wir bauen aber drauf, dass der Fan ein loyaler Fan ist und kapiert, dass wenn man alles runterlädt, die Band irgendwann nicht mehr existieren kann. Bei uns klappt das aber ganz gut.</p>
<p>MH: Hat sich denn <strong>die Art der Kommunikation mit den Fans geändert</strong>? Der Kontakt über E-Mail oder Facebook ist ja schneller und direkter, ob Lob oder Kritik. Anonym übers Internet ist da die Scheu ja oft geringer beleidigend zu werden.</p>
<p>MS: Das Ding ist, durch Geschichten wie Facebook oder Foren <strong>ist jeder irgendwie zum Kritiker geworden</strong>. Viele Leute meinen, zu jedem Scheiss ihren Senf beitragen zu müssen. Manchmal ist es gut, manchmal ist es weniger gut. Ich versuche auch meistens, mich aus solchen Geschichten rauszuziehen. Ich bin nicht jemand, der jetzt den ganzen Tag online ist und Reviews von uns sucht. Die Zeit habe ich gar nicht. Wenn wir eine neue Platte draußen haben, bin ich anfangs immer noch sehr neugierig und lese mir ein paar Sachen durch. Aber dann reicht es mir auch relativ schnell.</p>
<h3>Das Blind Guardian-Konzertfeeling</h3>
<p>MH: Hat sich denn auch <strong>das Konzert-Erlebnis für euch verändert</strong>? Ihr seid ja auch schon ein paar Jahrzehnte im Geschäft, stammt auch noch aus der Prä-Handy-Ära.</p>
<p>MS: Feuerzeuge statt Handy-Display? Nee, das Konzertfeeling für uns ist eigentlich relativ gleich. Das Publikum ist größer geworden über die Jahre. Geht aber eigentlich genau so ab wie damals. Was interessant ist, dass wir nach wie vor Leute zu unseren Konzerten ziehen, die ich schon vor dreißig Jahren gesehen habe. Der Old-School Fan ist also mit uns alt geworden, mit uns gewachsen. Wir haben aber bei jeder Tour auch neue, junge Fans mit dabei stehen. Was natürlich perfekt ist. Was sich geändert hat, wie du schon gesagt hast: früher beim Bard&#8217;s Song gingen die Feuerzeuge hoch und jetzt hast du halt in der ersten Reihe die Handys und es wird gefilmt. Das kann nervig sein. <strong>Deswegen immer wieder der Aufruf.</strong> Steckt die Handys weg, guckt das Konzert mit euren eigenen Augen, es ist 3D, hat tolle Farben.</p>
<p>MH. Ihr seid ja auch für eine <strong>gute Live-Show</strong> (siehe auch das Video unten) bekannt. Mich nervt das auch immer. Selfies hier und da, es wird getippt. Leute, wofür seid ihr da?</p>
<p>MS: Ja eben. Wofür besuche ich denn ein Konzert? Ich gehe ja nach wie vor selber zu Konzerten von meinen Lieblings-Bands und das letzte wodran ich denken würde, wäre mein Handy auszupacken und einen Song zu filmen. Die ganzen verwackelten YouTube-Videos sehen eh alle scheiße aus, klingen auch scheiße. Mein Handy ist nun mal nicht darauf ausgelegt bei Konzert Lautstärke einen vernünftigen Film zu machen. <strong>Also ich gucke das Konzert und genieße es und gut</strong>.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN - The Ninth Wave (OFFICIAL LIVE VIDEO)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Fn3-uhU6AyY?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Das 1. Live Album mit dem neuen Schlagzeuger</h3>
<p>MH: <strong>Stichwort Live-Album: ist das heutzutage nötig</strong> oder sagt man sich nicht lieber, wir bringen eine Blu-Ray oder DVD raus, wo man das Konzert dann auch noch in Farbe und bunt hat?</p>
<p>MS: Ich sehe es getrennt voneinander. Auch damals das letzte Live-Album war ja getrennt von der DVD. <strong>Wir haben jetzt die Chance genutzt und fast jedes Konzert der Tour aufgenommen</strong>. Das kannst du filmtechnisch nicht machen. Die DVD damals haben wir glaube ich mit fünfzehn Kameras gefilmt. Und du kannst kein Kamerateam mit fünfzehn Leuten und Equipment noch mit auf Tour schleppen. Du bräuchtest mehr Nightliner, mehr Trucks und mehr alles. Das heißt filmen: <strong>wir werden mit Sicherheit irgendwann wieder eine DVD / Blu-Ray machen. Aber das wird dann halt bei einem speziellen Event passieren</strong>. Und Live-Album: wir mögen es. Das war jetzt für uns <strong>das erste Mal, dass wir uns live mit Frederik am Schlagzeug auf einem Album präsentieren konnten</strong>. Wir haben seit dem letzten Live-Album drei neue Studio-Alben rausgebracht. Da war es einfach an der Zeit. 2003 war glaube ich das letzte Live-Album. Nach vierzehn Jahren kann man da nochmal was machen.</p>
<h3>Alte Songs in neuer Version</h3>
<p>MH: Was ich daran gut finde, ist, <strong>die alten Songs nochmal in einer aktuellen Version</strong> zu bekommen. Die Sachen klingen dann ja doch anders.</p>
<p>MS: Absolut, der Schlagzeuger ist ein anderer, wir haben uns als Musiker natürlich entwickelt. Du spielst auch alte Sachen heute anders, als du es damals gemacht hast. Das ist immer <strong>ein Einfangen des jetzigen Zustandes der Band</strong>.</p>
<p>So Leute, hier endet Teil 1 unseres Interviews mit Marcus Siepen von Blind Guardian. Im zweiten Teil, der ebenfalls in Kürze bei metal-heads.de erscheinen wird, widmen wir uns den Themen <strong>Innovationen</strong> <strong>und</strong> <strong>Inspirationen</strong> und gehen kurz der Frage nach, ob der Metal jemals tot war. Und warum es heute für neue Bands schwieriger ist, erfahrt ihr auch. Die Wartezeit könnt ihr euch ja mit dem tollen Album &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; verkürzen. Den Link findet ihr unten oder ihr besucht Blind Guardian mal auf ihrer <a href="http://www.blind-guardian.com/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> oder bei <a href="https://www.facebook.com/blindguardian" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>. Stay tuned!</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B071ZH21C2&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Live Beyond the Spheres&#8220;]</p>
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		<title>BLIND GUARDIAN &#8211; Live Beyond The Spheres</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2017 18:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Kürsch]]></category>
		<category><![CDATA[Live Beyond The Spheres]]></category>
		<category><![CDATA[Livealbum]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Siepen]]></category>
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					<description><![CDATA[14 Jahre ist es her, dass die Krefelder Heavy Metal Institution BLIND GUARDIAN ihr letztes Live-Album veröffentlicht hat. Da wird es wahrlich Zeit für ein neues Live-Album einer Band, deren letzte Alben durchaus unterschiedliche&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>14 Jahre ist es her, dass die Krefelder Heavy Metal Institution <strong>BLIND GUARDIAN</strong> ihr letztes Live-Album veröffentlicht hat. Da wird es wahrlich Zeit für ein neues Live-Album einer Band, deren letzte Alben durchaus unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen haben, die aber ganz unbestritten zu den besten Live-Bands gehört, die es im Heavy Metal Sektor gibt.  Ob es gelungen ist, die Faszination eines BLIND GUARDIAN Konzerts einzufangen, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.</p>
<h3>BLIND GUARDIAN &#8211; Masse und klasse</h3>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-41269" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>22 Songs hat BLIND GUARDIAN auf 3 CD&#8217;s bzw. 4 Schallplatten gepackt. Quantitativ wird also wieder einmal eine ganze Menge geboten. Wie schon beim letzten Album hat die Truppe entschieden, nicht ein einziges Konzert zu präsentieren. Ihrem bekannten Hang zum <strong>Perfektionismus</strong> entsprechend, wurde jedes Konzert der &#8222;Beyond The Red Mirror&#8220;-Tour aufgenommen. Das aufgenommene Material wurde aufs Genaueste gesichtet, um daraus die besten Titel für das Live-Album auszuwählen. Keine leichte Aufgabe, denn bekanntlich ist nahezu jeder Auftritt der Band von bestechender Qualität.</p>
<h3>Kluge Songauswahl</h3>
<p>Auch wenn seit dem letzten Live-Album eine lange Zeit vergangen ist, sind seitdem nur 3 neue Studioalben von Blind Guardian erschienen. Es bestand also durchaus die Gefahr für reichlich Überschneidungen zum letzten Werk. Auf einige Klassiker der Band trifft dies sicherlich zu, aber man hat viele aktuelle und einige selten gespielte Songs ausgewählt, so dass reichlich &#8222;neues&#8220; Live Matarial vorhanden ist. Dass sich die neuen Songs live mit den alten Klassikern messen können, beweist dabei bereits der Opener <strong>&#8222;The Ninth Wave&#8220;.</strong></p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN - The Ninth Wave (OFFICIAL LIVE VIDEO)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Fn3-uhU6AyY?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Live Atmosphäre perfekt eingefangen</h3>
<p>Die Qualität der Aufnahme kann man ohne Übertreibung als nahezu perfekt bezeichnen. Es ist gelungen die Live-Atmosphäre hervorragend einzufangen. Auch wenn es natürlich aufffällt, dass die einzelnen Songs aus verschiedenen Konzerten stammen, sind die Übergänge sehr gut gelungen. Dabei stört es auch nicht, dass die Ansagen von Frontmann <strong>Hansi Kürsch</strong> in verschiedenen Sprachen erklingen. Der BLIND GUARDIAN Fronter ist stimmlich immer noch in <strong>Bestform</strong>. Im Lauf der Zeit ist seine Stimme eher noch ausdrucksstärker geworden. Aber auch seine Mitmusiker &#8211; und hier vor allen der geniale Gitarrist <strong>Marcus Siepen</strong> &#8211; sind absolute Meister ihres Fachs. Zusammen mit den Fans, die nahezu jeden Titel von Anfang bis zum Ende mitsingen und gerne auch mal den Gesang alleine übernehmen, wird eine Metal-Party gefeiert, die ihresgleichen sucht.</p>
<h3>Ein Meisterwerk aus deutschen Landen</h3>
<p>Blind Guardian ist es erneut gelungen, ein <strong>Meisterwerk</strong> zu produzieren. Für die Fans der Band geht am Erwerb von <strong>&#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;</strong> kein Weg vorbei. Auch diejenigen, die den neueren Alben der Band eher skeptisch gegenüberstehen, sollten unbedingt einmal ein Ohr riskieren. Stücke wie &#8222;&#8220;And Then There Was Silence&#8220; sind live noch um einiges stärker als in der Studioversion. Wer noch eine Anregung braucht, der kann sich hier gerne noch den <strong>Albumtrailer</strong> anschauen.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres: Live Album (OFFICIAL INTERVIEW)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/P41YoDamAJE?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B071ZH21C2&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Live Beyond the Spheres&#8220;]</p>
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		<title>BLIND GUARDIAN kündigt Live-Album für Juli an</title>
		<link>https://metal-heads.de/news/blind-guardian-kuendigt-live-album-fuer-juli-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 17:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Hansi Kürsch]]></category>
		<category><![CDATA[Live Beyond The Spheres]]></category>
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					<description><![CDATA[3-CD/4-LP &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; erscheint im Juli Es gibt große Neuigkeiten aus dem Hause BLIND GUARDIAN. Die Progressive Power Metal Pioniere verkünden die Veröffentlichung ihres lang erwarteten Live Albums &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;!&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>3-CD/4-LP &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; erscheint im Juli</h3>
<p>Es gibt große Neuigkeiten aus dem Hause <strong>BLIND GUARDIAN</strong>. Die Progressive Power Metal Pioniere verkünden die Veröffentlichung ihres lang erwarteten Live Albums <strong>&#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;</strong>! Die neue Dreifach-Live-CD enthält fantastische Live Versionen der größten BLIND GUARDIAN Klassiker, offenbart aber auch viele bisher noch nicht veröffentlichte Live-Perlen aktueller Songs aus vielen verschiedenen Shows, die während der <strong>Europatour 2015</strong> aufgenommen wurden.</p>
<h3>Hürden zu überwinden</h3>
<p>Sänger <strong>Hansi Kürsch</strong> erzählt von den Hürden, die es bei der Zusammenstellung eines solch ambitionierten Live Albums, zu überwinden gilt:</p>
<blockquote><p>Insgesamt muss ich sagen, dass wir einen sehr guten Run hatten, bei dem wir aus meiner Sicht an fast jedem Abend dieser Tour in Spitzenform gewesen sind. Am Ende des Tages, nachdem jeder die einzelnen Songs und Konzerte wieder und wieder überprüft hatte, sind bei den ca. 30 Konzerten vielleicht von jeder Nummer zwei, maximal drei Versionen übrig geblieben, die der gesamten Band albumwürdig erschienen. Aus den dann noch verbliebenen Versionen musste im Anschluss die eine herausgefiltert werden, die uns am eindrucksvollsten erschien. Ein schier endloses Unterfangen.</p>
<h3>BLIND GUARDIAN steht für Perfektionismus</h3>
<p>Die letztendlich ausgewählten Nummern haben aber eine solche Energie, dass die kleinen Fehler überhaupt keine Rolle bei der finalen Bewertung gespielt haben. Wenn man die Songs hört, wird man wissen, was ich meine! Am Ende lohnt es sich aber eben doch, sich all diese Mühe zu geben. Manchmal entsteht bei einer Show irgendwas, ich nenne es jetzt mal &#8218;MAGIE&#8216;, was uns allen auf der Bühne eine Gänsehaut beschert. Wir sind zufrieden, wenn die Leute mitsingen, eine gute Zeit haben und glücklich nach Hause gehen. Dasselbe Glücksgefühl, dass wir und unsere Fans bei einer Show erleben dürfen, sollte nun auch den Hörer beim Erleben von &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; überkommen. Wieder und wieder.&#8220;</p></blockquote>
<h3>Cover und Tracklist<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41269 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-300x300.jpg" alt="Blind Guardian Live Cover" width="300" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/Blind-Guardian-Live-Cover.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>CD1<br />
01. The Ninth Wave<br />
02. Banish From Sanctuary<br />
03. Nightfall<br />
04. Prophecies<br />
05. Tanelorn<br />
06. The Last Candle<br />
07. And Then There Was Silence</p>
<p>CD2<br />
01. The Lord Of The Rings<br />
02. Fly<br />
03. Bright Eyes<br />
04. Lost In The Twilight Hall<br />
05. Imaginations From The Other Side<br />
06. Into The Storm<br />
07. Twilight Of The Gods<br />
08. A Past And Future Secret<br />
09. And The Story Ends</p>
<p>CD3<br />
01. Sacred Worlds<br />
02. The Bard’s Song (In The Forest)<br />
03. Valhalla<br />
04. Wheel Of Time<br />
05. Majesty<br />
06. Mirror Mirror</p>
<p>&#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; erscheint am<strong> 7. Juli</strong> als 3-CD und 4-LP Box.</p>
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