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	<title>Mazzy Star &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>MANTAR: Grungetown Hooligans II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 15:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Babes in Toyland]]></category>
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		<category><![CDATA[The Modern Art of Setting Ablaze]]></category>
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					<description><![CDATA[MANTAR mit der coolsten Wartezeitverkürzungs-EP des Jahres (VÖ 26.6.2020) MANTAR klingen auf ihrem letzten Album „The Modern Art Of Setting Ablaze“ härter als so manche 5er-Formation. Hanno Klänhardt und Erinç Sakarya spielen wild und&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">MANTAR mit der coolsten Wartezeitverkürzungs-EP des Jahres (VÖ 26.6.2020)</h3>



<p>MANTAR klingen auf ihrem letzten Album „The Modern Art Of Setting Ablaze“ <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mantar-mit-downfall-of-gaia-chapel-of-disease-in-koeln/">härter als so manche 5er-Formation.</a> <strong>Hanno Klänhardt </strong>und <strong>Erinç Sakarya</strong> spielen wild und wuchtig, rockig, mit Djent, rifflastig und mit boshaften Vocals. Dennoch haben MANTAR komplexe Songstrukturen, in die sie immer wieder Überraschungen einbauen. MANTAR kommen aus dem Punk. Dennoch klingen sie wie eine Metalband. Oder wie Hanno sagte: &#8222;Aber wir haben trotzdem ein Metal-Publikum und so sind wir eine Metal-Band, denke ich!&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover.jpg" alt="mantar grungetown hooligans II cover" class="wp-image-96390" width="250" height="250" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover.jpg 500w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/06/mantar-grungetown-hooligans-II-cover-320x320.jpg 320w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></figure></div>



<p>Seit <strong>„The Modern Art
Of Setting Ablaze“</strong> sind inzwischen fast zwei Jahre vergangen. Daher ist es irgendwie
klar, dass ein neues Album sehnsüchtig erwartet wird. Doch anstatt neue Songs
zu veröffentlichen, haben MANTAR acht Cover-Songs rausgehauen. Und da haben sie
sich nicht irgendwelche herausgesucht. Sie covern Songs, von denen sie sagen,
dass diese sie musikalisch am stärksten beeinflusst haben. <br>
Damit sind sie also an ihre Anfänge bzw. noch weiter davor gegangen. Ausgewählt
haben sie Songs von Noise-Bands wie <strong>The
Jesus Lizard</strong> und Riot Grrrl Bands wie <strong>L7</strong>
und <strong>Babes in Toyland</strong> sowie Rockbands
wie <strong>Mazzy Star</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit der Auswahl der Songs/Bands total überrascht</h3>



<p>Wie ich schon erwähnte, haben sich MANTAR zunächst nicht als
Metal-Band verstanden. Wohl aber waren sie immer offen für Experimente. Dafür stehen
auch die Bands, deren Songs MANTAR gecovert haben. Während Noise-Rock mit
Disharmonien spielt und manchmal atonal klingt, haben die Riot Grrl – Bands selbstischer
und ‚aufrührerisch‘ ihr eigenes Punk-Ding gemacht und feministische Perspektiven
eröffnet. &nbsp;</p>



<p>Obwohl ich bei MANTAR immer mit irgendeiner Überraschung
rechne, haben sie mich damit, dass sie offensichtlich ausgemachte Fans von
Riot-Grrl-Bands sind, doch wieder erwischt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Songs zu covern ist ein Risiko</h3>



<p>Cover-Songs sollten keine Kopie, aber dennoch wiederzuerkennen
sein. Wie gut es einer Band gelingt, die Essenz eines Songs im eigenen Stil auszudrücken,
ist einerseits vom Original aber auch von der Fähigkeit der Band abhängig, beides
miteinander zu verschmelzen. Um es schon vorweg zu sagen: MANTAR haben das hinbekommen.
</p>



<p><strong>Grungetown Hooligans
II</strong> ist also inspiriert vom Sound der experimentellen Bands der 90er Jahre
und zeigt ganz deutlich, wie eng <strong>Hanno
Klänhardt</strong> und <strong>Erinç Sakarya</strong> dem
Punk verbunden sind. Denn ich denke, ohne diese Verbundenheit&nbsp; wäre es ihnen nicht gelungen, den Kern und
das Anliegen der Songs aufzunehmen und in Songs ‚umzuwandeln‘, die eindeutig
MANTAR-Songs sind. Einerseits ist das Experimentelle der Originale erhalten
geblieben, andererseits sind die Songs ‚hörbarer‘ geworden. Dazu trägt im
Wesentlich bei, dass sie Songs sowas von nach vorne gehen und grooven. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Acht Songs in spannender Neuauflage</h3>



<p>Schon der Opener <strong>„The
Bomb“</strong> (L7 vom Album Hungry For Stink)) wirft uns direkt ins Geschehen. Bereits
bei diesem Song zeigt sich, was sich durch alle Songs der EP zieht: Hannos
Gesang, dreckig und spröde, verschafft den Songs eine enorme Direktheit und
Konkretheit. </p>



<p><strong>„Puss“</strong> hat die düsteren
aber groovigen Blueselemente ebenso beibehalten wie die Anklänge von
Industrial-Rock. </p>



<p><strong>„100%“</strong> (ursprünglich
von Sonic Youth) ist 100% großartig geworden. Vor allen Dingen, wenn man sich
das Video anschaut, das einfach nur Spaß macht. </p>



<p>Spätestens bei <strong><a href="https://youtu.be/VrmDSicXgL4">„Ghost Highway“</a></strong> (Mazzy Star) reißt es einen aus dem Sessel. Der Song &nbsp;groovt und rockt. </p>



<p><strong>„Can I Run“</strong> ist
der ruhigste Song der EP und bekommt durch Hannos Stimme einen wunderbar rauen
Charakter. </p>



<p>Mit ihrer Version von <strong>„Bruise
Violet“</strong> (Babes in Toyland), <strong>„Who You
Drivin‘ Now“</strong> (Mudhoney) und <strong>„Knot“</strong>
(7 Year Bitch) zeigen MANTAR deutlich, dass Grunge seine ihm zugeschriebene
hässliche Ästhetik nicht nur aus dröhnenden Gitarren besteht, sondern auch rockig
ziemlich ‚hässlich‘ sein kann. </p>



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<div class="video-container"><iframe title="MANTAR - &quot;100%&quot; (Sonic Youth Cover)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Zb9OHJlW1aw?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Krachende Grunge-Punk-Rock-Songs</h3>



<p>Es ist schon krass, was MANTAR hinbekommen haben: Songs, die
von einer Vierer- bzw. Fünferbesetzung gespielt wird, mit zwei Leuten noch mehr
Nachdruck und Wucht zu verleihen. </p>



<p>Aufgenommen wurden <strong>Grungetown
Hooligans II</strong> übrigens in Hannos Wohnzimmer in Florida und (die Drums) in
Hamburg im Studio. </p>



<p>Schade, dass die EP nach 8 Songs schon vorbei ist. Ich hätte
gerne noch mehr gehört. Aber dann lasse ich die Scheibe eben noch einmal laufen</p>



<p>Zum Schluss noch etwas zum Artwork: während das Cover von <strong>„The Modern Art Of Setting Ablaze“</strong> vom
(umstrittenen) Relief <strong>„Der Lichtbringer“</strong>
des Bremer Bildhauers Berhard Hoetger geziert wird, erblicken wir auf dem Cover
von <strong>Grungetown Hoolingans II</strong> einen Maskierten
mit Pistole im Schnee und im Innern ein Kinderfoto. Kein Booklet, keine
Erklärung, kein Bandlogo. Reduziert auf die Songs, auf die Musik. </p>



<p><strong>Grungetown Hooligans II</strong> ist eine grandiose Erinnerung an eine spannende Zeit in der Musik: experimentell, politisch und feministisch. Und auch ohne diesen ‚historischen‘ Zusammenhang ein Album mit mantarmäßig krachenden Songs. </p>



<p>Tracklist:</p>



<p>1. The Bomb (L7) <br>
2. Puss (The Jesus Lizard) <br>
3. 100% (Sonic Youth) <br>
4. Ghost Highway (Mazzy Star) <br>
5. Can I Run (L7)<br>
6. Bruise Violet (Babes in Toyland)<br>
7. Who You Drivin‘ Now (Mudhoney) <br>
8. Knot (7 Year Bitch) </p>
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