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	<title>Progrock &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Saga 28.04.17 Kantine Köln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chipsy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 10:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ian Crichton]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Saga</h3>
<p>Als vor einiger Zeit durch die Band bekanntgegeben wurde, dass die Tour zu ihrem 40-jährigen Bestehen nicht nur eine <strong>Jubiläumstour</strong>, sondern auch eine <strong>Abschiedstour </strong>werden sollte, wusste ich, was ich zu tun hatte. Ich musste <strong>Saga</strong> live erleben. Seit Mitte der 80er Jahre höre ich Saga, war aber nie ein so großer Fan, dass ich sie bisher live auf dem Schirm hatte. Das sollte sich jetzt endlich ändern, bevor es zu spät ist. Als vor einigen Jahren Sänger <strong>Michael Sadler</strong> die Band verließ, hatte ich sie bereits abgeschrieben. Sadler kam nach einiger Zeit jedoch wieder zurück und es wurden fleißig neue Sachen veröffentlicht, die jedoch selten an die Songs aus den <strong>glorreichen Zeiten</strong> heranragen konnten.</p>
<h3>Vorfreude</h3>
<p>Der heutige Abend in der Kantine steht voll im Zeichen der <strong>Kanadier</strong>. Es wird keine Supportband geben. Man kann sich also ganz beruhigt auf die Band freuen, für die man den Weg in die Kölner Kantine gefunden hat. Die Hütte ist voll und ich darf auch heute Fotos machen. Zu meinem Bedauern gibt es keinen Fotograben, so dass ich mich in die ersten Reihen unter die Fans mischen darf. Zum Glück stellt das<strong> kein großes Problem</strong> dar, denn die überwiegend ältere Kundschaft drängelt sich nicht in der vordersten Front. Viele Fans aus Saga Fanclubs sind anwesend und jüngere Teenies, die mit ihren Eltern zu Saga kommen. <strong>Fanliebe</strong> wird oft vererbt. Man merkt bereits jetzt, dass die Anwesenden eine große <strong>Familie</strong> unter Sagas Flagge sind (nein, nicht Satan), kann man doch vor Beginn der Show noch Geschichten aus früheren Konzerten lauschen, die sich im Publikum erzählt werden.</p>
<h3>Los geht’s</h3>
<p>Um ungefähr 20.20 Uhr betreten Saga<strong> unter viel Beifall die Bühne</strong>. Als erstes wird „Take a Chance“ vom Behavior Album gespielt. Geiler Opener. Ein etwas <strong>härterer Song</strong> aus den eher poppigen Achtzigern. Von Beginn an herrscht eine <strong>klasse Stimmung</strong> in der Kantine. Alle sind glücklich, Saga auf ihrer letzten Tour zu begleiten. Auch der Sound ist spitze heute. Nicht zu laut und alle sind<strong> gut und differenziert zu hören.</strong> Michael Sadlers Stimme ist absolut nicht in die Jahre gekommen. Ich bin fasziniert, wie gut er live klingt. Die ganze Band spielt <img decoding="async" class="size-medium wp-image-40787 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4316-300x135.jpg" alt="Saga 28.04.17 Kantine Köln" width="300" height="135" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4316-300x135.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4316-768x346.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4316-600x271.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4316.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />wahnsinnig tight (sagt man heute so). Auch hier gibt es in den vierzig Jahren des Bandbestehens <strong>keine Abnutzungs- bzw. Schwächeerscheinungen</strong>.</p>
<p>Michael Sadler agiert unheimlich gut mit dem Publikum. Er lacht viel, macht Witze und fragt das Publikum, welche Songs es denn heute hören möchte. Das Ganze oft in <strong>fast perfektem Deutsch</strong>. Woher kann er das so gut? Während der Songs<strong> tänzelt er in seiner unnachahmlichen Art</strong> über die Bühne und verhält sich wie ein <strong>Dirigent,</strong> indem er Fans sowie auch Mitmusiker immer wieder durch seine Gesten zum Singen oder Spielen auffordert. Ein Frontmann aller erster Güte, bei dem man sich als Zuschauer einfach willkommen fühlt.</p>
<h3>Instrumente</h3>
<p>Jim Gilmour kann man kaum hinter seinem riesigen rundum <strong>Keyboardturm</strong> sehen. Als er dann aber eines seiner kleinen drahltlosen Keyboards aus seiner Halterung nimmt und sich vorne auf der Bühne mit <strong>Gitarrist Ian Crichton</strong> ein Duell liefert, sieht ihn jeder. Coole Aktion. Bei „<strong>Book of Lies</strong>“ hat Ian Crichton seinen kleinen Solospot. Für mich ist Crichton einer der <img decoding="async" class="size-medium wp-image-40802 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4451-300x155.jpg" alt="Saga 28.04.17 Kantine Köln" width="300" height="155" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4451-300x155.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4451-768x396.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4451-600x309.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4451.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>unterbewertesten</strong> Musiker in der Gitarristenlandschaft. Er hat einen einzigartigen Stil. Die meisten seiner Riffs sind Single-Note-Riffs und rhythmisch sehr vertrackt. Auch seinen <strong>Gitarrensound</strong> erkennt man unter tausenden. Ian spielt eine <strong>Lado Gitarre</strong> aus den 80er Jahren. Diese Marke wird wohl kaum jemand kennen. Die Gitarre wurde von Joseph Kovacic <img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-40790 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4367-300x200.jpg" alt="Saga 28.04.17 Kantine Köln" width="300" height="200" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4367-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4367-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4367-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/DY6A4367.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />gebaut. Der Jugoslawe ist Gründer der Firma. Schöne Gitarre mit durchgehendem Hals.</p>
<p>Als zweite Gitarre hat er noch eine Music Man Silhoutte mit aktiven EMG Pickups dabei. Das ganze geht durch einen <strong>Diezel Herbert Amp</strong>. Jedenfalls stand dieser auf der Bühne. Da ich aber keine Lichter daran habe brennen sehen, bin ich mir nicht sicher ob nicht doch hinter der Bühne ein Kemper oder ähnliches zum Einsatz kommt. Was auch immer, dem Sound hat es nicht geschadet. Unbeirrt spielt sich Ian Crichton durch seine Läufe und Solos.</p>
<p>Ians Bruder <strong>Jim Crichton</strong> bedient den Bass und ein kleines Keyboard vorne an der Bühne. Er stellt er den Ruhepol dar und spielt lässig die Tieftöne. Zwischen den Songs kommt es immer wieder zu „<strong>Don&#8217;t be late</strong>“-Sprechchören, doch darauf müssen wir noch ein wenig warten. Nach dem großartigen „Careful where you step“ bekommt <strong>Mike Thorne</strong> am Schlagzeug seine Chance den Leuten zu zeigen, was er an den <strong>Drums</strong> so drauf hat. Das Schlagzeugsolo ist kurzweilig und macht nicht nur Mike Spaß. So soll es sein. Als Mike Thorne bei einem der nächsten Songs während des Anzählens eine Stick verliert, lacht Michael Sadler und sagt „That&#8217;s <img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40809 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3462-300x200.jpg" alt="Saga 28.04.17 Kantine Köln" width="300" height="200" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3462-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3462-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3462-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3462.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />why we still call him the new guy“. Das Publikum lacht und Mike lacht mit. War ja auch nicht böse gemeint.</p>
<h3>Endspurt</h3>
<p>Nach dem balladeskem, von <strong>Jim Gilmoure gesungenem „Scratching the Surface</strong>“, folgt ein Hit nach dem anderen. Erst „You&#8217;re not alone“ und dann das immer wieder geforderte „Don&#8217;t be late“. Die ganze Halle singt mit und kennt die Texte in und auswendig. Wow. Da kann man nur staunen. Als erste Zugabe folgen dann noch der <strong>Radiohit „The Flyer“</strong> und „Wind him up“. Das <strong>Mitsingen</strong> nimmt kein Ende. Nachdem die Band kurz von der Bühne verschwunden ist, kommt sie auch zur zweiten und letzten Zugabe nochmal raus. „Mouse in a Maze“ setzt das Ende der Show. Ungefähr <strong>140 Minuten hat das Spektakel gedauert</strong>. Value for Money.</p>
<h3>Abschied</h3>
<p>Michael Sadler hat sich für die 40-jährige Unterstützung bei den Fans bedankt, ohne die seiner Meinung nach Saga nicht so lange und gut existiert hätten. Da hat man schon mal &#8217;ne<strong> Träne im Knopfloch</strong>. Soll das jetzt wirklich das letzte Mal gewesen sein? Gerade jetzt, als ich Saga auch live für mich entdeckt habe? Eine Chance gibt es noch. Im November diesen Jahres treten die fünf nochmal in der Kantine auf. Ich glaube ich werde <strong>nochmal den Abschied feiern</strong>. Dann wahrscheinlich leider wirklich zum letzten Mal.</p>
<p><strong>Take a chance and be there.</strong></p>
<p><strong>Setlist:</strong><br />
Take a Chance<br />
Will It Be You? (Chapter 4)<br />
On the Loose<br />
Give &#8218;Em the Money<br />
The 13th Generation<br />
The Learning Tree<br />
Help Me Out<br />
Time&#8217;s Up<br />
Keep It Reel<br />
On the Air<br />
Book of Lies<br />
Careful Where You Step<br />
Drum Solo<br />
Someone Should<br />
Humble Stance<br />
Scratching the Surface<br />
You&#8217;re Not Alone<br />
Don&#8217;t Be Late (Chapter 2)<br />
Zugabe:<br />
The Flyer<br />
Wind Him Up<br />
Zugabe 2:<br />
Mouse in a Maze</p>
<p>Hier gibt es noch die visuellen Eindrücke des Abends</p>
<p><strong><div class="flexslider ewic-slider-lite is_on_" id="ewic-con-40815690323352d826"><style>#ewic-con-40815690323352d826 { max-width: 720px;}</style><style>#ewic-con-40815690323352d826, #ewic-con-40815690323352d826 .ewic-wid-imgs { max-height: 960px;}</style><style>#ewic-con-40815690323352d826 .flex-direction-nav .flex-next, #ewic-con-40815690323352d826 .flex-direction-nav .flex-prev {opacity: 1;} #ewic-con-40815690323352d826 .flex-direction-nav .flex-next {right: 10px !important; text-align: right !important;} #ewic-con-40815690323352d826 .flex-direction-nav .flex-prev {left: 10px !important;}</style><div id="preloader-40815690323352d826" class="sliderpreloader"></div><ul style="display:none;" class="slides flexslider-40815690323352d826"><li class="ewic-slider"><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/05/IMG_3553.jpg" title="Saga 28.04.17 Kantine Köln" rel="ewicprettyPhoto[40815690323352d826]"><img decoding="async" title="Saga 28.04.17 Kantine Köln" 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		<title>Dream Theater &#8222;The Astonishing&#8220; &#8211; VÖ: 29.01.2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Blues Mike]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 08:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DREAM THEATER]]></category>
		<category><![CDATA[James LaBrie]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht das größte Meisterwerk seit der Erfindung des Konzeptalbums Mit 34 Songs entführen uns die bescheidenen Großmeister des Progressive Rocks auf &#8222;The Astonishing&#8220; in eine retromoderne Welt – inhaltlich und klanglich. Das Fieber der&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;">Vielleicht das größte Meisterwerk seit der Erfindung des Konzeptalbums</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit 34 Songs entführen uns die bescheidenen Großmeister des Progressive Rocks auf &#8222;<strong>The Astonishing</strong>&#8220; in eine retromoderne Welt – inhaltlich und klanglich. Das Fieber der Fans stieg rapide an, als die ersten Informationen, dass <strong>Dream Theater</strong> an einem neuen Konzeptalbum arbeiten, durchsickerten. Die <strong>metal-heads.de</strong> hatten bereits im Dezember 2015 die exklusive Gelegenheit zu einem Interview mit dem Tastenhexer <strong>Jordan Rudess</strong> (<a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/exklusives-interview-mit-jordan-rudess-von-dream-theater-zum-neuen-album-astonishing/" target="_blank"><strong><span style="text-decoration: underline;">hier nachzulesen auf metal-heads.de</span></strong></a>). Als dieser uns dann einen Einblick in die Story und die musikalische Umsetzung gab, war es schon absehbar: Mit „<strong>The Astonishing</strong>“ liefern <strong>Dream Theater</strong> ein <strong>episches Konzeptalbum</strong> ab, welches nicht im Schatten von „<strong>Metropolis Part 2: Scenes From A Memory</strong>“ stehen wird, sondern für sich gesehen ein ganz neuer Meilenstein der Band sein wird. Als wir dann im Voraus die Möglichkeit erhielten, das Werk in seiner Gänze zu hören, gab es kein Halten mehr. Wenn man bei der obligatorischen instrumentalen Einleitungs-Suite bereits zweimal eine <strong>Gänsehaut</strong> bekommt (Kenner wissen, dass hier eigentlich immer schon alle tragenden Melodiebögen des Albums vorgetragen werden), dann ist das schlicht und ergreifend grandios! Wir verzichten hier bewusst auf Story Spoiler, schließlich wollt Ihr die Geschichte ja noch selbst erkunden und kennenlernen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Beseelte Klänge in neuem Gewand</h3>
<p style="text-align: justify;">Lasset uns dankbar sein dafür, dass diese Band nicht krampfhaft versucht, das Rad der eigenen Musik neu zu erfinden. Nein, <strong>John Petrucci &amp; Co</strong> ziehen ihre besten Trümpfe und entfernen sich gekonnt von untauglichen Sound-Eskapaden. Das heißt zum einen, dass der Härtegrad reduziert wird sowei die Melodien in den Vordergrund gespielt werden, und andererseits, dass man konsequent auf unnötig lange instrumentale Passagen verzichtet. Solche hat „<strong>The Astonishing</strong>“ auch gar nicht nötig, denn die Mannen des <strong>Traumtheaters</strong> zelebrieren ihre Songs auf allerhöchstem Niveau – besser und beseelter als je zuvor! Die gesamte Performance wirkt <strong>authentisch</strong> und ergreift den Hörer direkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Endlich zu Hause bei der Tour De Force</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Werk wirft ein besonders helles Licht auf <strong>Mike Mangini</strong> und <strong>James LaBrie</strong>. Fassen wir hier mal kurz zusammen: <strong>Mangini</strong> trommelt sich massiv aus <strong>Mike Portnoys</strong> Schatten, liefert einfühlsame, eigenständige Passagen, ohne dem Vorgänger in irgendeiner Weise nachzueifern. Sänger <strong>James LaBrie</strong> liefert mit „<strong>The Astonishing</strong>“ seine<strong> persönliche Tour de Force</strong> ab. <strong>LaBrie</strong> hatte schon immer die große Fähigkeit, Emotionen zu transportieren, er war aber nie der größte Shouter oder die rauheste Rockröhre. Und endlich machen es <strong>Dream Theater</strong> richtig: Alle Songs wirken wie maßgeschneidert für den Stimmbandakrobaten. Seine Melodiebögen sind erstklassig, die Tonlagen perfekt gewählt und die Inhalte der einzelnen Songs hätte wahrscheinlich kein anderer Sänger dieses Planeten besser interpretieren können als <strong>Mr James LaBrie</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es geht los</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Alarm schwirrt uns um die Ohren, Maschinen justieren sich, die <strong>Nomacs</strong> kommen und scannen die Umgebung. Es vergehen nur wenige Momente, bis wir mit der <strong>„Dystopian Overture“</strong> durch die Melodien des Albums geführt werden. Es dauert keine 48 Sekunden und <strong>John Petrucci</strong> spielt die erste herzzerreißende Melodie, während <strong>Jordan Rudess</strong> elegant über die Tasten fliegt. Hier fällt schon auf, dass die orchestralen Elemente zu echten <strong>Ear Catchern</strong> werden, denn die zweite tragende Melodielinie wird von den Winds dargeboten, und dann hören wir ihn zum ersten Mal – diesen himmlischen <strong>ECHTEN Chorgesang!</strong> Nein, so klingt kein Plug-In dieser Welt, so wird nie ein Plug-In klingen. Die Herren <strong>Dream Theater</strong> tischen fett auf in diesem ersten Instrumental, das mit 4:50 Minuten eine absolut entspannte und kurzweilige Unterhaltung und Einführung bietet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Geschenk der Musik, die Leidenschaft großartiger Musiker</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Fans haben die erste Vorab-Single natürlich schon längst gehört. <strong>„The Gift Of Music“</strong> kommt fantastisch positiv durch die Lautsprecher. Es erinnert ein wenig an <strong>„Solitary Shell“</strong> vom Album <strong>&#8222;Six Degrees Of Inner Turbulence&#8220;,</strong> ist aber kompositorisch intelligenter aufgebaut. <strong>James LaBrie</strong> weiht uns direkt ein, die Menschen haben keinen Bezug mehr zur Musik, doch es gibt ihn, den <strong>Erlöser „Gabriel“,</strong> der diese außergewöhnliche Gabe besitzt…nein wir verraten nicht zu viel! Mit dem darauf folgenden <strong>„The Answer“</strong> zeichnet die Band diesen unbefangenen Sound, den man aus manchem amerikanischen Film kennt: verträumt, ein fröhlicher Storyteller, der nach knapp zwei Minuten mit wunderschönen Geigen ausklingt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Charakterspiel mit sanften Klängen</h3>
<p style="text-align: justify;">Musikalisch muss man es sich so vorstellen, dass <strong>James LaBrie</strong> praktisch jeden Charakter annimmt und den Gesangsstil dementsprechend anpasst. So liegt ihm die Vorstellung von <strong>„Lord Nafaryus“</strong> im gleichnamigen Song sicherlich sehr am Herzen, tobt er sich hier doch nach Herzenslust gesanglich aus. Hier geht es von Tango bis Metal! Die Band schafft es perfekt, die Szenerien zu jedem Song aufzubauen. Die Ankunft des Lords klingt natürlich majestätisch und mysthisch zugleich und solche Parts tragen die Handschrift eines musikalischen Masterminds namens <strong>David Campbell,</strong> dem Erfolgsproduzenten, der schon Künstlern wie <strong>Adele</strong> eine musikalische Handschrift verlieh. Mit der Wahl von <strong>Campbell</strong> haben <strong>Dream Theater</strong> alles richtig gemacht. Immer wieder bilden eingängige Refrains perfekte Brücken zu Atmosphärenwechseln. Man nimmt sich in regelmäßigen Abständen Zeit, die Geschichte seicht begleitet von Klavier und Streichern zu erzählen und elegante Übergänge zu bilden.</p>
<p style="text-align: justify;">Schnell ist man als aufmerksamer Zuhörer in der Lage, die einzelnen Protagonisten alleine am Stil der Musik zu unterscheiden. Der einzige <strong>„witzige“ Ausflug</strong> wird auf <strong>„Three Days“</strong> unternommen, wenn die Musik wenige Sekunden vor Ende des Stücks in diesen Gimmick-artigen Saloon-/Jahrmarktsound ausbricht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir</strong> <strong>können dich hören, Bruder!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">„<strong>Brother Can You Hear Me</strong>“ liefert uns die erste <strong>bombastische Hymne.</strong> Man kann jetzt schon antizipieren, wie das Publikum diese Stelle feiern wird. Der Auftakt erinnert ein wenig an das Finale von „<strong>The Spirit Carries On</strong>“. Eine wunderschöne Ballade, mit tollem analogen Piano, und exzellenten Lyrics. Mit tiefer gestimmten Instrumenten legen Gitarrist <strong>John Petrucci</strong> und Bassist <strong>John Myung</strong> einen rhythmisch akzentuierten Teppich. Wie solche musikalischen Puzzleteile verschiedener Stile sinnvoll zusammengeführt werden, wird wohl <strong>Dream Theaters</strong> Geheimnis bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gelungene Reise an neue musikalische Ufer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es fällt besonders auf, dass Keyboarder <strong>Jordan Rudess</strong> so gar nicht in gewohnte Spielmuster verfällt. Gleiches gilt für <strong>John Petrucci</strong>, der mit tollem Sound spielt. Wie eingangs beschrieben, erfinden die Musiker sich nicht neu! Sie passen sich eher soundmäßig den weichen Soundcharakteristika der anderen Instrumente an. Am perfektesten gelingt dieses bei <strong>„Chosen“</strong> und „<strong>A Tempting Offer</strong>“, welche von den Soundsamples fast schon ein wenig an &#8222;<strong>Scenes From A Memory</strong>&#8220; erinnern.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Höchster Hörgenuss bis ans Ende</h3>
<p style="text-align: justify;">&#8222;<strong>The Astonishing</strong>&#8220; führt uns durch alle seelischen Ups und Downs der Figuren, der drastischste Break allerdings erwartet uns beim 27. Song mit <strong>„The Walking Shadow“.</strong> Versetzte Rhythmen, emotional aufgeladener Gesang und <span style="color: #000000;">dann passiert es…</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">„<strong>My Last Farewell</strong>“</span>, eine treibende Nummer, die durch <strong>Manginis</strong> punktgenaues Spiel auf einen instrumentalen Peak getrieben wird. Dem steht der 32. Song <strong>„Our New World“</strong> in nichts nach. Eine wahnsinnig geniale Nummer, die von Popmelodien untermauert wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Man braucht nicht immer einen Stürmer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auf „<strong>The Astonishing</strong>“ haben Dream Theater es geschafft, ohne jegliche persönliche Spotlights und Stürmer-Egos auszukommen. Das Werk klingt so unfassbar offen und frisch, das Zusammenspiel der Musiker so homogen, dass es eine wahre Freude ist, diesen musikalischen Opus in seiner Gesamtheit zu genießen. Alles wird von der schönen Geschichte getragen, die jedem Musikliebhaber ans Herz gehen dürfte. In jeder Note spürt man die Leidenschaft der Musiker. Bei Konzeptalben ist der Zusammenhang der Nummern untereinander natürlich immer größer als auf einem regulären Album. Dennoch werden sicherlich einige der Songs ihren Weg ins reguläre Programm der Band schaffen, wenn die Tour, auf welcher die Band das Album in seiner Gesamtheit spielt, erst einmal vorbei ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos Tour: Schon bald kommen Dream Theater nach Deutschland und werden sicherlich auch eine abgepasste Bühnenshow zu „<strong>The Astonishing</strong>“ mitbringen. Lasst Euch die Gelegenheit nicht entgehen, die Komplettdarbietung um die Geschichte des Auserwählten &#8222;<strong>Gabriels</strong>&#8220; live zu sehen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zum Schluss gibt es von metal-heads.de auch eine Schulnote für das Album</h3>
<p style="text-align: justify;">&#8222;<strong>The Astonishing</strong>&#8220; setzt neue Maßstäbe, wir sind gespannt, wie es weitergehen wird&#8230;.für dieses Album gibt es jedenfalls erstmal die <strong>Schulnote 1+</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;">Tourdates:</p>
<p style="text-align: justify;">Hannover – 04.03.2016<br />
Berlin – 09.03.2016<br />
Bochum – 10.03.2016<br />
Nürnberg – 14.03.2016<br />
Frankfurt a.M. – 15.03.2016<br />
Stuttgart – 22.03.2016</p>
<p style="text-align: justify;">http://www.dreamtheater.net/<br />
https://www.facebook.com/dreamtheater<br />
http://de.roadrunnerrecords.com/</p>
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