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	<title>The Mysterious Ways Of Repetitive Art &#8211; metal-heads.de</title>
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	<description>distortion is our passion</description>
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		<title>CHAPEL OF DISEASE &#8211; zweiter Teil des Interviews</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 08:59:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[As We Have Seen The Storm]]></category>
		<category><![CDATA[Chapel of Disease]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Waeik]]></category>
		<category><![CDATA[The Mysterious Ways Of Repetitive Art]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Ketola]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern gab es den ersten Teil des Interviews mit CHAPEL OF DISEASE zu lesen, in dem es neben Musik und Songwriting vor allem um Texte und Literatur ging. Heute stehen Artwork und die Verbindung&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern gab es den ersten Teil des Interviews mit CHAPEL OF DISEASE zu lesen, in dem es neben Musik und Songwriting vor allem um Texte und Literatur ging.</p>
<p>Heute stehen Artwork und die Verbindung zur bildenden Kunst im Vordergrund. Das Stichwort „repetitive Kunst“ war hier der Ausgangspunkt. Heißt doch auch das Album von 2015 <strong>„The Mysterious Ways of Repetitive Art“</strong>.</p>
<h3>„Wir wollen den Fans mehr bieten als &#8222;nur&#8220; die Musik“</h3>
<p><strong><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-82515 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover-300x300.jpg" alt="chapel of disease as we have seen the storm cover" width="248" height="248" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-as-we-have-seen-the-storm-cover.jpg 436w" sizes="(max-width: 248px) 100vw, 248px" />MH:</strong> Interessant finde ich auch das Artwork eurer Alben. Cover und Booklets sind aufwändig gestaltet, es werden viele Symbole (künstlerisch, sprachlich) verwendet. Doch alles ist so angelegt, dass es offen für eigenen Interpretationen bleibt. Was ist das Verbindende zwischen Musik, Artwork, Videos? Gibt es so etwas wie ein Gesamtkonzept dazu?</p>
<p><strong>CT:</strong> Der visuelle Aspekt ist eine Erweiterung unserer Musik. Es bietet sich wunderbar an, um<br />
durch das Betrachten der Bilder und Lesen der Texte, tiefer in die Musik einzutauchen und die ein oder andere Botschaft der einzelnen Lieder zu erkennen. Egal ob Musik, Film oder eben Artworks, es ist alles Kunst. Und all dies kann, wenn es mit Bedacht und Sorgfalt kombiniert und angewendet wird, auf diese Weise weitere Sphären eröffnen. Wir haben uns auch diesmal bewusst dazu entschieden, die Bilder sehr subtil und offen zu lassen, um eben Interpretationen mit einfließen zu lassen. Jedoch haben Laurent und ich uns sehr viele Gedanken bei jedem einzelnen Bild gemacht und waren sehr eng im Austausch mit <strong>Rebecca Waeik</strong>, die für die Illustrationen im Booklet zuständig war. Ich glaube, dass wir uns als auch dem Hörer mehr bieten wollen als eben „nur“ die Musik. Zumal wir ja auch selbst als Fans auf so ein Gesamtkonzept, dem Zusammenspiel zwischen Ton und Bild, stehen.</p>
<p><strong>MH:</strong> Welche Künstler/Kunstrichtung (außerhalb der Musik) haben dich/euch beeinflusst und<br />
inspiriert?</p>
<p><strong>CT: </strong>Ich selbst bin ein großer Freund des Films, insbesondere des Horror Genres. Natürlich haben mich Filme wie „<strong>Suspiria</strong>“, der ja ebenfalls mit Licht, Farben und Musik unglaubliches heraufbeschwört, beeinflusst. Ich muss jedoch gestehen, dass ich dies jetzt nicht als Inspiration für die Musik auffassen würde. Ebenso gab es keine genauen Vorstellungen oder Vorgaben gewisser Künstler unsererseits, was die Illustrationen anging. Wir hatten nur die klare Vision, dass das Frontcover ein Gemälde sein sollte und die Illustrationen im Booklet sehr roh wirken sollten, quasi im Ink and Paper Stil. Uns war aber auch bewusst, dass wir sowohl mit <strong>Rebecca Waeik</strong> als auch mit <strong>Timo Ketola</strong> zwei Künstler an unserer Seite haben, die unsere Visionen genauso umsetzen können. Es wäre wohl gelogen, wenn ich sagen würde, dass wir nicht von anderen Kunstformen beeinflusst wären, jedoch kann ich für mich sprechen, dass dies eher im Unterbewusstsein stattfindet.</p>
<h3>Minimalistische Mittel, Wiederholungen – repetitive Formen in der Musik</h3>
<p><strong>MH:</strong> Euer Album von 2015 hat den Titel <strong>„The Mysterious Ways of Repetitive Art“</strong>. Ihr verwendet in euren Songstrukturen wiederkehrende Themen. Und „The Mysterious Ways of Repetitive Art“ zelebriert das Repetitive in epischer Weise.<br />
Was bedeutet für dich ‚repetitive Art‘? Haben euch repetitive Ansätze in der Kunst interessiert und vielleicht auch inspiriert? Oder eher die Philosophie von Utopien, die über repetitive, modulare Aspekte dem Prinzip von Homogenität und Gerechtigkeit näherkommen möchte?</p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignnone wp-image-82516 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way-300x300.jpg" alt="chapel of disease the mysterious way ... cover" width="251" height="251" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/07/chapel-of-disease-the-mysteriious-way.jpg 436w" sizes="(max-width: 251px) 100vw, 251px" />CT:</strong> Repetitive Kunst hat für mich mehrere Bedeutungen. Zum einen wörtlich, die Kunst, etwas zu wiederholen, so dass ein mantraartiges Feeling herauskommt, in dem man sich verlieren kann. Ich denke hierbei an Bands wie SUNN O))) oder auch Doom Bands wie WARNING. Mit minimalistischen Stilmitteln ein großes Gefühl auslösen, sei es Ruhe, Unbehagen oder Trauer. Das ist für mich eine Kunst, die sehr schwer zu beherrschen ist. Wie schaffe ich den Spagat zwischen meditativen Abläufen ohne zu langweilen und das Gegenteil, Spannung, zu kreieren. Ich sehe aber auch immer wiederkommende Strömungen verschiedener Musikstile (um mal bei dieser Kunstform zu bleiben) als repetitive Kunst. Sei es das Interesse an Death Metal der 90er, Heavy Metal der 80er oder Post Punk: es kommt immer wieder. Und das mit einer großen Leidenschaft und Interesse von Leuten, die, wie ich ja auch, diese Zeit gar nicht miterlebt haben. Doch es steckt eine Menge Seriosität dahinter. Die meisten dieser Musiker, würde ich jetzt mal behaupten, sind sehr stolz und fokussiert auf ihre Musik. Sie zollen einerseits ganz klar Tribut an Musiker und Zeiten, die sie meist nur durch Erzählungen und Interviews kennen. Sie kopieren aber nicht einfach, sondern lassen diese Einflüsse in ihr Songwriting einfließen. Und auch daraus entsteht wunderbare Musik, die für mich authentisch und lebendig wirkt, aber ganz klar auch ein Muster wiederkehrender Elemente aus einer schon vergangenen Epoche beinhaltet. Und darunter müssen wir uns ja auch zählen. Die Idee hinter dem Titel entstand jedoch dadurch, dass Laurent im Rahmen seines Studiums <strong>„Unverhofftes Wiedersehen“</strong> von <strong>Johann Peter Hebel</strong> gelesen hat und sehr angetan war von den dort anzutreffenden immer wiederkehrenden Elementen. Dies wurde auch von den anderen Bandmitgliedern als spannend empfunden. Daher haben wir uns näher damit beschäftigt und ein wenig mit wiederkehrenden Strukturen bei den Songs gespielt.</p>
<h3>Strukturen, repetitive Elemente und die Vermeidung von Monotonie</h3>
<p><strong>MH:</strong> Welche &#8218;Module&#8217;/modularen Strukturen verwendet ihr?</p>
<p><strong>CT</strong>: Ich würde mal behaupten, dass wir hier gewissermaßen von Song zu Song anders<br />
arbeiten. Jedoch haben wir schon ein, ich nenne es mal ‚Rockschema‘, was wir einsetzen. Sprich, wir arbeiten mit einer Strophe, Refrain und Bridge oder Mittelteil. Diese können natürlich variieren und einen unterschiedlichen Stellenwert haben, jedoch nutzen wir diese als Struktur, an der wir uns im Song entlanghangeln. Dieses Schema bietet uns auch große Sicherheit beim Schreiben neuer Songs.</p>
<p><strong>MH:</strong> Wie verhindert ihr, dass aus dem Repetitiven Monotonie wird?</p>
<p><strong>CT:</strong> Ich würde mal behaupten, dass dies geschieht, indem wir uns bei Proben intensiv mit den Songs auseinandersetzen und diese immer wieder spielen, darüber diskutieren und auch mal Parts verwerfen. Du merkst ja selbst sehr schnell, wenn dich etwas langweilt, anödet oder nervt. Diese Passagen werden genau betrachtet und es wird diskutiert, ob es an der Struktur liegt, an der Spielweise oder tatsächlich am Riff. Dies erfordert Zeit, Fingerspitzengefühl und auch das Vertrauen in einander.</p>
<p><strong>MH:</strong> In welcher Weise spielt das Repetitive auf <strong>„As We Have Seen The Storm…“</strong> eine Rolle?</p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignnone wp-image-78389 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-1-300x200.jpg" alt="Chapel Of Disease Köln Essigfabrik" width="254" height="169" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-1-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-1-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-1.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 254px) 100vw, 254px" />CT:</strong> Ich empfinde dies in Bezug auf das letzte Album als eher untergeordnet. Natürlich könnte ich argumentieren, dass auch diesmal wieder Riffs vorkommen, die über einen längeren Zeitraum gespielt werden. Jedoch passiert darüber eine ganze Menge, so dass es sich, zumindest für mich, sich nicht repetitiv anhört. Das letzte Album ist meiner Meinung nach viel straighter, wenn auch verspielt, so dass die Elemente aus dem zweiten Album gar nicht viel Platz einnehmen konnten. Es ist zudem auch viel durchdachter und mit mehr Präzision ausgeführt.</p>
<p><strong>MH:</strong> Hast du auf dem Album einen Lieblingssong? Wenn ja: was macht gerade diesen Song  dazu?</p>
<p><strong>CT:</strong> Schwierig. Ich bin sehr stolz auf „<strong>Null“</strong> und den Text, den ich dazu verfasst habe. Er ist darüber<br />
hinaus auch schön zu spielen und die Band zeigt innerhalb von 9 Minuten verschiedene Stile. Aber auch die restlichen Songs sind mir sehr ans Herz gewachsen. Dieses Album ist eine Herausforderung für mich was das Spielen angeht und das genieße ich.</p>
<p><strong>MH:</strong> Welche Band oder welches Album haben dich in letzter Zeit beeindruckt?</p>
<p><strong>CT:</strong> Ich bin immer auf der Suche nach Neuem und finde ständig spannendes. Zurzeit feiere ich <strong>„Gates Ajar“</strong> von SABIRE ab, ein Heavy Metal Album, das wirklich unglaubliche Hooks hat. Ebenso REVERSED aus Kanada, die mit <strong>„Widow Recluse“</strong> einen fiesen Death Metal Bastard erschaffen haben. Die letzte FUNEREAL PRESENCE ist fantastisch, ebenso wie die <strong>„Sulphur Soul“</strong> von GEVURAH. Aber auch die erste SAVIOR MACHINE habe ich für mich entdeckt und in den letzten Wochen intensiv gehört. Wundervolle Gitarrenarbeit und eine Stimme zum Niederknien. Und die letzte NOCTURNAL WITCH LP ist ja mal unglaublich. Diese rohe Energie, Wahnnsinn. Worauf ich mich grad am meisten freue ist die neue DRAB MAJESTY, die ja noch im Juli rauskommen soll. Ich kann es kaum noch abwarten.</p>
<h3>Köln als Zuhause erkoren</h3>
<p><strong>MH:</strong> Wie seid ihr eigentlich auf den Bandnamen gekommen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Gute Frage, das weiß keiner von uns mehr so genau. Irgendwann stand er einfach im<br />
Raum. Es wurde ja schon öfters gesagt, dass es ein Zusammenspiel von den beiden MORBID ANGEL Songs <strong>„Chapel of Ghouls“</strong> und <strong>„Angel of Disease“</strong> ist, was auch nicht abwegig wäre. Jedoch kann ich das auch nicht bestätigen und muss somit jeden weiter spekulieren lassen.</p>
<p><strong>MH:</strong> Ihr werdet ja als Kölner Band geführt. Wohnt ihr alle in Köln?</p>
<p><strong>CT:</strong> Ja, wir wohnen alle in Köln. Manche von uns sogar recht nah beieinander. Auch der<br />
Proberaum ist bei uns in der Nähe. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, woanders zu wohnen. Es ist schön hier.</p>
<p><strong>MH:</strong> Seid ihr auch aus Köln? Oder aus welchem Grund seid ihr nach Köln gezogen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Nun, unser Schlagzeuger kommt aus Leverkusen und unser Basser ursprünglich aus<br />
dem bergischen Land. Das ist beides ja nicht weit von Köln entfernt. Mein Bruder und ich sind jedoch vor einiger Zeit hierhingezogen. Zuvor sind wir relativ viel rumgekommen, was jetzt den Rahmen sprengen würde. Aber wir haben beide hier eine sichere Basis gefunden und Köln als unser Zuhause erkoren. Ich persönlich würde mich mittlerweile als Kölner bezeichnen, auch wenn ich hier nicht aufgewachsen bin.</p>
<h3>&#8230;ein letztes Wort</h3>
<p><strong>MH:</strong> Danke für die ausführlichen Antworten und vielfältigen Anregungen! Das Schlusswort gehört wie immer dem Interviewten: Gibt es etwas, das du unseren  Lesern sagen/mit auf den Weg geben möchtest?</p>
<p><strong>CT:</strong> Ich möchte mich im Namen der Band aufrichtig bei jedem bedanken, der uns in irgendeiner Weise unterstützt hat! Glaubt mir, ihr habt meinen tiefsten Respekt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zuletzt habe ich CHAPEL OF DISEASE in der Kölner Essigfabrik zusammen mit DOWNFALL OF GAIA und MATAR erlebt. Den Konzertbericht könnt ihr <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mantar-mit-downfall-of-gaia-chapel-of-disease-in-koeln/">HIER</a> noch einmal lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B07K138YH9&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;And As We Have Seen the Storm (Digipak)&#8220;]</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B00PH83WN2&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;The Mysterious Ways of Repetitive Art&#8220;]</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>CHAPEL OF DISEASE im Interview</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/chapel-of-disease-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2019 07:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[As We Have Seen The Storm]]></category>
		<category><![CDATA[Chapel of Disease]]></category>
		<category><![CDATA[Edgar Allen Poe]]></category>
		<category><![CDATA[H.P. Lovecraft]]></category>
		<category><![CDATA[The Mysterious Ways Of Repetitive Art]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview Teil 1 Heute präsentiere ich euch ein Interview mit CHAPEL OF DISEASE, einer Band aus Köln, der es gelungen ist, mit unglaublicher Leichtigkeit Genregrenzen zu überschreiten. Über eine Death Metal &#8211; Grundstruktur  legen&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Interview Teil 1</h3>
<p>Heute präsentiere ich euch ein Interview mit <a href="http://chapelofdisease.de/">CHAPEL OF DISEASE</a>, einer Band aus Köln, der es gelungen ist, mit unglaublicher Leichtigkeit Genregrenzen zu überschreiten. Über eine Death Metal &#8211; Grundstruktur  legen sich teilweise fast zerbrechlich wirkende Melodien. Und dabei werden die Songs durch groovende Rhythmen vorangetrieben. <strong>Cedric Teubl</strong>, der zusammen mit seinem Bruder Laurent hauptsächlich für das Songwriting verantwortlich ist, hat mir nicht nur auf Fragen zur Band und den Songs geantwortet, sondern auch zur Literatur als Inspiration für Songtexte, den Umgang mit Sprachlosigkeit sowie über Repetitives in der Kunst und der Musik von CHAPEL OF DISEASE. Da es ein umfangreiches Interview geworden ist, das viele interessante Aussagen und Denkanstöße enthält, habe ich es ausnahmsweise in zwei Teile aufgeteilt. Lest also heute den ersten und morgen den zweiten Teil.</p>
<h3>Uns war schon bewusst, dass wir Grenzen sprengen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-81395 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6923-300x200.jpg" alt="Chapel of Disease 07.06.19 RHF 2019 Gelsenkirchen" width="248" height="165" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6923-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6923-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6923-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6923.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" /><strong>MH:</strong> Ich habe euch zuletzt in der Essigfabrik <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mantar-mit-downfall-of-gaia-chapel-of-disease-in-koeln/">live</a> erlebt und war begeistert von eurer leichten und selbstverständlichen Art, Death Metal mit ordentlichem Drive zu spielen.  Besonders auffallend sind die klassischen Rockelement, Heavy Metal Riffs in den Songs und der Klang der Gitarren.<br />
Wie ist es dazu gekommen, dass ihr Hard-Rock-Melodien und Heavy Metal Elemente in ein Death Metal Gerüst eingearbeitet habt? War das ein Kalkül, die Elemente zu verbinden, um einen neuen Klang zu schaffen oder hat sich das aus dem entwickelt, was ihr gerne hört/in anderen Bands gespielt habt?</p>
<p><strong>CT:</strong> Eine gute Frage, die gar nicht mal so leicht zu beantworten ist. Wir empfanden den Prozess als sehr natürlich und aus kreativer Sicht sehr befriedigend. Ich bin<br />
geneigt zu sagen, dass es weniger Kalkül war und mehr ein natürlicher Flow an Kreativität, gepaart mit mehr Selbstsicherheit als Band und Songwriter. Jedoch muss ich auch eingestehen, dass uns schon sehr bewusst war, dass wir Grenzen sprengen, was das Genre Death Metal angeht und wir dies auch angestrebt haben. Uns war bewusst, dass wir mit den neuen Stücken andere Terrains betreten werden und auch wollen. Im Endeffekt kann ich sagen, dass der Entwicklungsprozess schon lange vor der dritten Platte angefangen hat und sich über die Jahre natürlich bei allen Bandmitgliedern entwickelt hat. Und natürlich haben da auch die Hörgewohnheiten, welche sich ja immer weiterentwickeln, eine große Rolle gespielt.</p>
<h3>„Das war gut, aber jetzt müssen wir neue Wege gehen“</h3>
<p><strong>MH:</strong> Auf euren Alben sind die Death Metal Wurzeln stark ausgeprägt und sorgen für Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen und aufreiben kann. Und denn dennoch strahlen z.B. die Songs auf auf <strong>„The Mysterious Ways of Repetitive Art“  </strong>eine Ruhe und Gelassenheit aus, über die sich jeweils ein dynamischer Spannungsbogen zieht. Auf <strong>„&#8230;And As We Have Seen The Storm, We Have Embraced The Eye“</strong> sind die Songs abwechslungsreich, vielschichtig und dabei unglaublich groovend und spannend.<br />
Was hat es euch möglich gemacht, den klassischen Death-Metal- Rahmen zu sprengen, einen neuen ganz eigenen Weg zu gehen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Ich sehe die Aufnahme und den Release des ersten Albums als wichtigen Meilenstein darin. Als wir die Songs herausbrachten, von denen wir einige bereits vier Jahre lang geprobt hatten, wirkte das auf<br />
mich befreiend und kreativ beflügelnd. Ich weiß noch, dass mein Bruder und ich quasi gleichzeitig sagten „Das war gut, aber jetzt müssen wir neue Wege gehen“. Und das meine ich überhaupt nicht abwertend dem Debut gegenüber, da ich es immer noch liebe und alles darauf schätze. Für uns war danach nur klar, dass wir unser Statement mit den Songs gegeben haben, uns aber nicht wiederholen sondern ausprobieren wollen. Daher kommen wohl auch die von dir angesprochene Gelassenheit und die Spannungsbögen. Wir haben zu dem Zeitpunkt viel Zeit damit verbracht, zu jammen und zu sehen, was passiert, wenn wir Strukturen wiederholen, ziehen oder durch den Rhythmus abändern. Durch all diese Prozesse und die Zufriedenheit, die wir daraus gezogen haben, konnten wir uns stetig weiterentwickeln. Beim letzten Album konnten wir schon während der Songwritingphase sagen, dass es anders wird. Dass es Genres vermischt, Grenzen überschreitet. Es war auch klar, dass wir all unsere Energie und Sorgfalt in die Songs stecken. Und dass wir mit gesunder Selbstkritik an die Arbeit gehen. Das Ergebnis ist überwältigend, auch wenn die Zeit dahin nicht immer einfach war.</p>
<h3>Erwachsene Experimentierfreude</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-81391 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6877-300x200.jpg" alt="Chapel of Disease 07.06.19 RHF 2019 Gelsenkirchen" width="251" height="167" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6877-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6877-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6877-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/06/DY6A6877.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /><strong>MH:</strong> Ist darin auch so etwas wie das Reifen/&#8217;Erwachsenwerden&#8216; der Band zu erkennen?  Oder spielt eher das &#8218;kindliche&#8216; Experimentieren eine Rolle?</p>
<p>CT: In der Tat würde ich hier sagen, dass beides eine Rolle gespielt hat. Natürlich werden wir alle älter, lernen neue Dinge und verändern auch gewisse Ansichten.<br />
Ebenso verbessern wir uns auch an unserenInstrumenten und der Kunst des Songschreibens. Dies ist definitiv ein Kernelement, das das Album so klingen lässt, wie es jetzt ist. Das Experimentieren, Ausprobieren und die gewisse Naivität sind jedoch auch noch vorhanden. Was nicht heißt, dass wir ohne Nachdenken an die neuen Lieder gegangen sind. Wir haben eben immer wieder probiert, wie sich die Songs verändern, wenn der Rhythmus anders ist oder das Riff langsamer gespielt wird.</p>
<p><strong>MH:</strong> In welcher Hinsicht war es für euch eine Herausforderung, die Genregrenzen aufzulösen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Uns war und ist schon bewusst, dass wir uns nicht „nur“ im Death Metal Lager aufhalten. Das wollen wir auch gar nicht. Daher fiel es uns leicht, über Genregrenzen hinwegzusehen und die Songs einfach als gut geschriebene Stücke anzuerkennen. Es ist auch nicht so, dass wir uns nicht zu den extremeren Stilen hingezogen oder angehörig fühlen. Wir möchten uns jedoch die Freiheit lassen, das zu spielen, worauf wir Lust haben. Eine Herausforderung war es, die Songs zu lernen und wirklich wirklich tight zu spielen. Es wurden unzählige Stunden damit verbracht, genau darauf zu achten, dass alle Instrumente so gut wie möglich zusammenspielen und es keine losen Enden gab. Drumfills wurden auf Gitarrenläufe angepasst, neue Gesangsstile ausprobiert und die Fußorgel kam zum Einsatz. Das war für uns die Herausforderung, die wir gemeistert haben und die uns gestärkt hat.</p>
<h3>Komplex und dennoch geerdet</h3>
<p><strong>MH:</strong> Trotz der Komplexität, in der ihr euch manchmal fast verliert, klingen die Songs geerdet. Was hält euch in stürmischen Zeiten am Boden, so dass ihr das Auge des Sturms umarmen und solche Songs<br />
schreiben könnt?</p>
<p><strong>CT:</strong> Eine schön formulierte Frage. Ich denke mal, dass es in der Tat einfach die Liebe zur Musik ist. Neue Klänge kreieren, sich von anderer Musik inspirieren lassen, die Zusammenarbeit und dann die Momente,         in denen man erkennt, dass der Song wächst und Form annimmt. Das kann in schweren Zeiten in der Tat befriedigend und erleichternd wirken. Aber auch einfach das Beisammensein und die Sicherheit, dass wir uns aufeinander verlassen können. Wir machen diese Musik nun schon seit 11 Jahren und kennen uns noch länger. Da ist natürlich ein sehr enger und persönlicher Bund entstanden.</p>
<p><strong>MH:</strong> Wie sieht Songwriting bei euch aus?</p>
<p><strong>CT:</strong> Für den Großteil der Songs ist mein Bruder Laurent verantwortlich. Oft beginnt er damit, eine Idee zu entwickeln. Dann präsentiert er uns das Grundgerüst. Wenn wir alle damit einverstanden sind, arbeiten<br />
wir die Idee gemeinsam aus. Dabei spielen die einzelnen Ideen und Vorschläge der Bandmitglieder eine große Rolle. Somit ist es am Ende ein gemeinsamer Prozess. Jedes Bandmitglied bringt seine Kreativität mit in den Prozess. Es kommt auch vor, dass Laurent und ich uns gegenseitig Ideen und Songfragmente vorspielen, die dann als Grundgerüst dienen. Es ist ein sehr lebendiger Prozess und ich behaupte, dass die Band so klingt, wie sie klingt, da jedes Bandmitglied seine Rolle innerhalb dieses Gefüges wunderbar einnimmt.</p>
<h3>Von Lovecraft über Poe zu Rollins</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-78392 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-4-300x200.jpg" alt="Chapel Of Disease Köln Essigfabrik" width="243" height="162" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-4-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-4-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-4.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-4-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px" />MH: Woher oder von wem kommen die Texte? Wie weit haben sie mit euch persönlich zu tun? Oder sind sie eher als Texte entstanden, die die Atmosphäre der Songs auf einer anderen Ebene übermitteln?</p>
<p>CT: Die Texte stammen auch von Laurent und mir. In der Vergangenheit nahm ich eine größere Rolle bei dem Schreiben von Texten ein, jedoch haben wir bei dem neuen          Album das Schreiben der Texte genau aufgeteilt, sodass 3 Stücke von Laurent und 3 von mir geschrieben worden sind. Es ist auch das erste Mal, dass wir uns von literarischen Quellen lösten und uns diesmal auf persönliche Erlebnisse, Gedanken und Gefühle konzentrierten. Zumindest für mich war es eine Herausforderung, die ich aber gern angenommen habe. Auf poetische Art umschrieben habe ich diesmal mein Inneres geöffnet. Das bereue ich auch nicht. Sondern begrüße es als eine Facette unserer Weiterentwicklung. Zudem die Songs musikalisch die Emotionen der Texte perfekt widerspiegeln. Wir fanden es auch spannend, den Hörern Raum zu geben, die Texte selbst zu interpretieren. Da wir nicht viel dazu &#8218;erklärt&#8216; haben, gab es gute Gespräche über unsere Texte und wir haben spannende Interpretationen gehört.</p>
<p><strong>MH</strong>: Ihr habe ja anfangs Fantasy/frühe Horror-Literatur als Vorbild genommen. Wer von euch ist denn Fantasy- oder Horror Fan?</p>
<p><strong>CT:</strong> Das wäre dann ich. Das Lesen von guter Literatur sowie das Suchen und Finden neuer, mir noch unbekannter Schriftsteller und Büchern ist für mich auch sehr wichtig im Leben. Ich fühle mich hingezogen<br />
zu düsteren Geschichten und liebe es, mich in diesem Feld auszutoben.</p>
<h3>Phantastische Literatur</h3>
<p><strong>MH:</strong> Welche Autoren haben eine besondere Rolle gespielt?</p>
<p><strong>CT</strong>: Was die Band dabei betrifft, so stand zu Beginn ganz klar <strong>H.P. Lovecraft</strong> Pate und „<strong>Summoning Black Gods“</strong> ist, bis auf zwei Ausnahmen, komplett von seinen Werken und denen seiner damaligen<br />
Brieffreundschaften beeinflusst. Es war bei weitem keine Innovation, diese Texte im Metal zu verwenden, jedoch fanden wir dies für uns sehr passend. Auf dem zweiten Album haben wir uns an älterer Literatur aus dem eher phantastischen Spektrum orientiert. Wie z.B. <strong>Edgar Allen Poe</strong>, <strong>Johann Peter Hebel</strong> oder <strong>Gustav Meyrink</strong>. Uns war klar, dass wir nicht weiter über das Lovecraft-Universum schreiben wollen. Sondern dass wir uns auch bei den Texten ohne Limitierungen weiter austoben wollten.</p>
<p><strong>MH:</strong> Und was liest du zurzeit?</p>
<p><strong>CT:</strong> Zurzeit lese ich viel von <strong>Philip K. Dick</strong>, <strong>Thomas Ligotti</strong> und <strong>Henry Rollins</strong>, um mal einen Auszug zu geben. Ich bin aber immer auf der Suche nach Neuem. Daher bin ich dankbar für jede Empfehlung, die ich<br />
kriege. Gerade bin ich in den letzten Zügen eines Sammelbandes der Kurzgeschichten aus dem ‚Cthulhu Mythos’ von <strong>Clark Ashton Smith</strong>. Was ich jedem empfehlen kann, der auf subtile, sehr dunkle Horror Literatur steht, sind die Werke von Thomas Ligotti. <strong>„Theatro Grotesssco“</strong> hat bei mir Alpträume ausgelöst. Eine bizarre Mischung aus Kafka, David Lynch, Poe und Lovecraft.</p>
<h3>Sprachlosigkeit &#8211; und wie Musik ihr begegnen kann</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-78396 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-8-300x200.jpg" alt="Chapel Of Disease Köln Essigfabrik" width="251" height="167" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-8-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-8-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-8.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/Chapel-Of-Disease-Köln-Essigfabrik-8-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /><strong>MH:</strong> Ich möchte jetzt auf euer letztes Album „&#8230;And As We Have Seen The Storm, We Have Embraced The Eye“ zu sprechen kommen. Auf diesem Album geht es viel um             die Suche nach Antworten, Umgang mit schwierigen Situationen, Sprachlosigkeit… Wie weit sind da persönliche Erlebnisse oder Eindrücke mit eingeflossen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Jeder einzelne Text ist direkt beeinflusst von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Wie bereits angesprochen, möchten wir diesbezüglich nicht viel zu den                  Inhalten sagen, wobei manche auch sehr deutlich sind. Ich kann nur nochmal betonen, dass es eine neue und herausfordernde Erfahrung für mich war.</p>
<p><strong>MH:</strong> In welcher Weise kann Musik der Sprachlosigkeit begegnen?</p>
<p><strong>CT:</strong> Musik spricht auf vielen Ebenen an und hat eine beruhigende und sichernde Wirkung. Für jemanden, der Schwierigkeiten hat, seine Emotionen oder seine                             Gefühlslage zu verbalisieren, kann Musik eine Ausdrucksform sein. Sei es Trauer, Freude oder auch Niedergeschlagenheit: Musik transportiert diese Gefühle. Jeweils auf eine andere und individuelle Weise. Und dadurch kann es vorkommen, dass man sich nicht mehr missverstanden fühlt oder sogar gehört, ohne dass man beurteilt oder bewertet wird. Ich würde mal behaupten, dass, selbst wenn es einem danach nicht besser geht, das Gefühl verstanden zu werden, trotzdem da ist. Sei es nur durch die Musik oder die Texte.Ich persönlich möchte Platten wie die von TYPE O NEGATIVE oder JOY DIVISION nicht mehr missen. Oder die von IRON MAIDEN. Alles Bands und Scheiben, die mich und meine Gefühlswelt schon lange begleiten und maßgeblich beinflussen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier beende ich den ersten Teil. Im zweiten Teil, den ihr morgen hier auf metal-heads.de lesen könnt, geht es um Kunst, Artwork, die Rolle repetitiver Strukturen aber auch um Lieblingssongs vom neuen Album und ein paar eher persönlich-informative Dinge.</p>
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