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	<title>Matt &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Zwischen Reggae Metal und Gewitter: Green Juice Festival 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Das <strong>Green Juice Festival </strong>ist kein reines Metal-Festival. Dennoch bot das kleine Open Air im Bonner Park Neu-Vilich auch 2026 einige gute Gründe, den Blick über den Rand der einschlägigen Genreveranstaltungen zu wagen. Vor allem der Freitag setzte mit dem Headliner Skindred <strong>deutliche rockige Akzente</strong> &#8211; wahrscheinlich der musikalische Höhepunkt für das Metal-Publikum unter den Gästen. Skindreds Crossover aus Metal, Punk, Reggae und elektronischen Elementen funktionierte auch in der vergleichsweise kleinen und entspannten Green-Juice-Kulisse hervorragend.</p>



<p>Zunächst machte allerdings das <strong>Wetter </strong>dem geplanten Ablauf einen Strich durch die Rechnung. Wegen eines herannahenden Unwetters wurde das Gelände am Freitag vorsorglich geräumt und das Festival unterbrochen. Dass der Abend anschließend fortgesetzt werden konnte und dass <strong>alle Bands noch mit verkürzten Sets</strong> auftraten, verhinderte, dass die Wetterlage den gesamten Festivaltag überschattete. Die Räumung zeigte zugleich, wie schnell auch ein überschaubares Open Air auf veränderte Bedingungen reagieren muss. Alles lief professionell und reibungslos ohne organisatorische Komplikationen. Und geräuschlos ohne Kritik aus dem Publikum, dafür mit viel Verständnis für die Situation.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="720" height="501" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-3.jpg" alt="Blick auf die Bühne mit Skindred" class="wp-image-200717" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-3.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-3-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Am Samstag hielten vor allem Adam Angst und Deine Cousine die <strong>Gitarrenfraktion </strong>bei Laune. Adam Angst kombinierten Punkrock mit gewohnt bissigen Texten und gesellschaftspolitischer Schärfe, während Deine Cousine geradlinigen deutschsprachigen Rock mit viel Bühnenenergie präsentierte. Auch The Wombats boten zum Abschluss zwar keinen Metal, aber einen <strong>tanzbaren und gitarrengetragenen </strong>Ausklang.</p>



<p>Bemerkenswert war darüber hinaus das <strong>Gesamtbild des Festivals</strong>. Zahlreiche Non-Profit-Organisationen waren mit eigenen Ständen und Themen auf dem Gelände vertreten. Auch die beteiligten Unternehmen beschränkten sich nicht auf das Platzieren ihrer Logos, sondern präsentierten sich mit <strong>aufwendig gestalteten und zur lockeren Festivalatmosphäre passenden Aktionen</strong>. Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung war die erkennbare Bereitschaft zum Engagement ungewöhnlich hoch.</p>



<p>Ähnlich vielfältig zeigte sich das <strong>gastronomische Angebot</strong>. Neben einer großen Getränkeauswahl gab es Speisen unterschiedlichster Art und nationaler Herkunft – deutlich mehr als die andernorts noch immer übliche Kombination aus Pommes, Pizza und Bratwurst. Zusammen mit den kurzen Wegen und der grünen Kulisse entstand so <strong>eine sehr entspannte, zugleich aber ausgelassene Atmosphäre</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="720" height="476" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-2.jpg" alt="Blick auf die Bühne mit Skindred" class="wp-image-200716" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-2.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/08/Skindred-live-Green-Juice-2026-2-300x198.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Das Green Juice bleibt damit vor allem ein Indie-, Pop- und Rockfestival. Wer sich als Metalhead jedoch nicht ausschließlich innerhalb enger Genregrenzen bewegt, findet in Bonn ein <strong>sympathisches kleines Open Air</strong>, das harte Gitarren mit einem vielseitigen Rahmenprogramm und einer auffallend angenehmen Grundstimmung verbindet. <strong>Und ein gewisses Maß an Metal ist eigentlich jedes Jahr im Line-up zu finden&#8230; </strong>Nächster Termin: 6. und 7. August 2027 &#8211; der Vorverkauf läuft bereits.</p>



<p></p>
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		<title>Green Juice Festival 2026: Skindred, Heisskalt und Adam Angst bringen Härte nach Bonn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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<p><strong>Das Green Juice Festival ist kein Metal-Festival – dürfte mit seinem diesjährigen Programm aber dennoch für zahlreiche Freunde härterer Klänge interessant sein. Am 31. Juli und 1. August 2026 verwandelt sich der Park Neu-Vilich in Bonn erneut in ein vergleichsweise familiäres Festivalgelände für bis zu 7.500 Fans pro Tag. Insgesamt stehen 22 Bands und Solo-Acts zwischen Indie, Rock, Punk und Pop auf den beiden Bühnen.</strong></p>



<p>Das stärkste Argument für ein Metal-Publikum liefert zweifellos <strong>Skindred</strong>. Die Waliser sind seit Jahren für ihren explosiven Crossover aus Metal, Punk, Reggae und elektronischen Elementen bekannt und dürften am Freitagabend für den <strong>härtesten und bewegungsintensivsten Auftritt </strong>des Festivals sorgen. Um 21.35 Uhr beschließen sie das Programm der Hauptbühne.</p>



<p>Zuvor wird es bereits bei <strong>Heisskalt </strong>intensiv. Die Stuttgarter bewegen sich zwischen <strong>Alternative Rock, Post-Hardcore und emotionaler Wucht</strong>. Nach längerer Pause kehrte die Band zuletzt mit neuem Material und ausverkauften Clubshows zurück. Am Green-Juice-Freitag stehen Heisskalt um 16.30 Uhr auf der Hauptbühne. Bereits 2024 hatte die Band eines ihrer ersten Comeback-Konzerte auf dem Bonner Festival gespielt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-1200x800.jpg" alt="Bandofot von ADAM ANGST" class="wp-image-200631" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-2048x1365.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb-1320x880.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Auch <strong>Van Holzen </strong>gehören zu den Programmpunkten, bei denen sich der Blick über die Grenzen klassischer Metal-Festivals lohnt. Das Trio verbindet druckvollen <strong>Alternative Rock mit dunkler Atmosphäre </strong>und einer zeitgemäßen Produktion. Sein Auftritt beginnt am Freitag bereits um 13.50 Uhr. Damit entwickelt sich der erste Festivaltag mit Van Holzen, Heisskalt und Skindred zur deutlich härteren Hälfte des Wochenendes.</p>



<p>Am Samstag übernimmt <strong>Adam Angst </strong>den Punkrock-Part. Die Band um Felix Schönfuss verbindet <strong>bissige Gesellschaftskritik mit treibenden Gitarren und eingängigen Refrains</strong>. Nach neun Jahren kehrt sie zum Green Juice Festival zurück und spielt um 18 Uhr. Später folgt <strong>Deine Cousine</strong>, deren <strong>deutschsprachiger Rock mit viel Energie, klarer Haltung und gelegentlicher Punkkante </strong>ebenfalls gut in ein härteres Magazinprofil passt. Den Abschluss übernehmen anschließend die <strong>britischen Indie-Rocker The Wombats</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sieben Newcomer-Acts auf der zweiten Bühne</h2>



<p>Neben der Hauptbühne bietet die Rookie Stage <strong>sieben Newcomer-Acts</strong>. Das Spektrum reicht dort vor allem von Indie und Pop bis Hip-Hop. Besonders interessant könnte <strong>Carli </strong>werden, deren Musik <strong>Rockelemente, eine raue Stimme und eine deutlich rebellische Haltung </strong>verbindet. Die Auftritte auf der zweiten Bühne finden überwiegend während der Umbaupausen der Hauptbühne statt.</p>



<p>Mit seiner Lage <strong>in einem kleinen Anwohnerpark </strong>unterscheidet sich das seit 2008 veranstaltete Green Juice deutlich von den großflächigen Metal-Open-Airs. Statt kilometerweiter Wege und mehrerer parallel bespielter Großbühnen wartet in Bonn ein <strong>kompaktes Festival mit überschaubarer Kapazität und stilistisch weit geöffnetem Programm</strong>. Für Metalheads, die neben harten Gitarren auch Punk, Post-Hardcore, Alternative und Indie schätzen, könnte das Green Juice damit eine <strong>reizvolle Abwechslung im Festivalsommer </strong>darstellen.</p>



<p></p>
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		<title>DONG Open Air 2026: Große Metalwelt auf kleinem Gipfel – und Stillstand neben der Bühne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 13:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[ALESTORM]]></category>
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					<description><![CDATA[Das DONG Open Air ist ein Festival der Gegensätze. Es ist klein genug, um überschaubar und beinahe familiär zu bleiben, holt aber Bands aus aller Welt auf die Halde Norddeutschland. Es besitzt nur eine&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>Das DONG Open Air ist ein Festival der Gegensätze. Es ist klein genug, um überschaubar und beinahe familiär zu bleiben, holt aber Bands aus aller Welt auf die Halde Norddeutschland. Es besitzt nur eine Bühne, bildet darauf jedoch eine erstaunliche Bandbreite des Metal ab. Und während das musikalische Programm auch 2026 neugierig über die üblichen Genre- und Ländergrenzen hinausblickte, wirkte manches abseits der Bühne, als sei die Zeit stehen geblieben.</strong></p>



<p>Über drei Tage führte das <strong>Line-up vom regionalen Nachwuchs bis zu international etablierten Namen</strong>. Am Donnerstag standen unter anderem die finnischen Melodic-Death-Veteranen Amorphis und Subway to Sally an der Spitze des Programms. Der Freitag spannte einen <strong>besonders weiten Bogen:</strong> von Hardcore und Black Metal über Folk, Melodic Death und Gothic Rock bis zum Reggae Metal von Skindred. Mit Satyricon war zudem eine der prägenden norwegischen Black-Metal-Bands vertreten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026-1.jpg" alt="Blick seitwärts auf die Bühne mit der Frontperson von GAEREA, links im Hintergrund sind die Verstärkeranlagen zu sehen." class="wp-image-200338" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026-1.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026-1-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Der Samstag setzte diese <strong>Offenheit </strong>fort. Zwischen Stoner Rock, Hard Rock, Thrash, Deathcore und Post-Black Metal standen Bands, <strong>die ihre jeweiligen kulturellen Hintergründe nicht hinter einer international vereinheitlichten Metalästhetik versteckten. </strong>Gangrena Gasosa verbanden Thrash und Hardcore mit afrobrasilianischen Rhythmen und religiösen Bezügen. Impureza brachten Brutal Death Metal, Flamenco und spanische Folklore zusammen. Und dann war da noch eine Band, die für mich zum besonderen Höhepunkt des Festival wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Synsnake: KPop-Core aus Südkorea</h2>



<p>Synsnake aus Südkorea gehörten nicht nur wegen ihrer Herkunft <strong>zu den ungewöhnlichsten Verpflichtungen des Festivals</strong>. Die Band bezeichnet ihre Musik selbst als „KPop-Core“ und verbindet modernen <strong>Metalcore mit elektronischen Elementen </strong>und einer deutlich <strong>von der koreanischen Popkultur beeinflussten Ästhetik.</strong></p>



<p>Was zunächst nach einem etwas gezwungenen Genre-Etikett klingen könnte, <strong>erwies sich live als schlüssiges Gesamtkonzept</strong>. Harte Breakdowns, Screams und metallische Wucht trafen auf melodische Passagen, klare Gesangslinien und elektronische Klangflächen. <strong>Gerade diese Kontraste machten den Auftritt so reizvoll.</strong> Synsnake wirkten nicht wie eine weitere Band, die lediglich bekannte Metalcore-Formeln reproduziert, sondern wie ein Act mit einer eigenen musikalischen und visuellen Identität.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Festivalshirt.jpg" alt="Ein Mensch trägt ein Festivalhoody des Dong 2026, im Hintergrund ist unscharf die Bühne zu sehen." class="wp-image-200342" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Festivalshirt.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Festivalshirt-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Damit standen sie exemplarisch für eine der großen Stärken des diesjährigen DONG: <strong>Das Festival präsentierte Metal als internationale Sprache, die überall anders gesprochen werden kann. </strong>Nicht allein die Nationalität einer Band schafft Vielfalt, sondern die Frage, ob unterschiedliche musikalische Traditionen, Szenen und kulturelle Prägungen tatsächlich hör- und sichtbar werden. Bei Synsnake war genau das der Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Line-up zwischen Ruhrgebiet und Weltreise</h2>



<p>Überhaupt fiel auf, <strong>wie konsequent das Programm regionale Verankerung und internationale Ausrichtung verband</strong>. Bands aus Duisburg, Essen, Lünen, Voerde, Castrop-Rauxel und dem übrigen Ruhrgebiet beziehungsweise Nordrhein-Westfalen standen neben Acts aus Finnland, Norwegen, Dänemark, Portugal, Frankreich, Spanien, Israel, Mexiko, Brasilien, Südkorea und den USA.</p>



<p><strong>Das DONG braucht dafür nicht mehrere Bühnen und keine kaum noch zu überblickende Masse an Acts. </strong>Gerade die Konzentration auf eine Bühne sorgt dafür, dass sich das Publikum nicht permanent entscheiden und über das Gelände hetzen muss. <strong>Jede Band bekommt zumindest grundsätzlich die Chance, vom gesamten Festival wahrgenommen zu werden.</strong></p>



<p>Dabei setzt das <strong>Booking </strong>zunehmend auf stilistische Hybride. Neben klassischen Subgenres wie Thrash, Black Metal, Melodic Death und Hard Rock standen Verbindungen mit Reggae, K-Pop, Flamenco, brasilianischen Rhythmen, nordischer Mythologie oder orientalischen <strong>Klangwelten</strong>. Metal erschien auf der Halde nicht als abgeschlossenes Genre, sondern als musikalisches System, das Einflüsse aufnehmen, verändern und in neue Zusammenhänge überführen kann.</p>



<p>Diese <strong>Offenheit </strong>gehört inzwischen zu den überzeugendsten Eigenschaften des Festivals.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="466" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026.jpg" alt="GAEREA mit großen Gesten auf der Bühne." class="wp-image-200339" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Gaerea-live-Dong-2026-300x194.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Alte Sprüche statt neuer Impulse</h2>



<p>Dass Internationalität und musikalische Vielfalt allein noch <strong>keine zeitgemäße Festivalkultur </strong>garantieren, zeigte allerdings der Auftritt von Overkill. Die US-amerikanischen <strong>Thrash-Veteranen </strong>lieferten musikalisch das Erwartbare: schnörkellosen, druckvollen Old-School-Thrash mit jahrzehntelanger Bühnenroutine.</p>



<p>Weniger gut gealtert waren einige der Ansagen. Aufforderungen wie „Don’t be a pussy“ mögen als Teil eines betont rauen Thrash-Metal-Habitus gemeint sein. Im Jahr 2026 wirken solche <strong>Altherrensprüche </strong>jedoch weniger rebellisch als schlicht aus der Zeit gefallen. <strong>Härte muss sich nicht dadurch beweisen, dass Weiblichkeit weiterhin als Chiffre für Schwäche verwendet wird.</strong></p>



<p>Das mag für manche nur eine beiläufige Bühnenphrase sein. <strong>Sprache prägt jedoch auch die Atmosphäre eines Festivals </strong>– besonders dann, wenn sich dieses durch sein Booking gleichzeitig als international und vielfältig präsentiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alestorm lassen die Halde überschäumen</h2>



<p>Den Abschluss übernahmen Alestorm. Dass die Schotten längst weniger für historische Piratenromantik als für eine <strong>vollkommen überdrehte Metalparty</strong> stehen, dürfte niemanden überrascht haben.</p>



<p>Zum großen Finale wurde die Halde zum <strong>Schaumbad</strong>. Schaum schoss in den hinteren Teil des Publikums, während eine riesige Badeente über den Köpfen thronte beziehungsweise durch die Menge wanderte. Spätestens hier war jede Restdistanz zwischen Bühne und Publikum aufgelöst. Aus dem Konzert wurde <strong>eine kollektive, herrlich alberne Abschlussfeier</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Alestorm-live-Dong-2026-1.jpg" alt="Blick auf die entfernte Bühne mit hell beleuchteter, riesiger Badeente, während im Vordergrund Menschenmassen im Schaumbad feiern." class="wp-image-200340" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Alestorm-live-Dong-2026-1.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Alestorm-live-Dong-2026-1-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Ganz unbeschwert ließ sich der Effekt allerdings nicht betrachten. <strong>An den Toiletten warnten Schilder davor, dass es infolge der Schaumparty zu Wasserknappheit kommen könne.</strong> Das Wasser muss für das Festival aufwendig auf die Halde gepumpt werden. Vor diesem Hintergrund wirkte das Spektakel zwar visuell eindrucksvoll, <strong>in Zeiten von Trockenheit und Klimawandel aber zugleich erstaunlich aus der Zeit gefallen.</strong></p>



<p>Man kann Alestorm musikalisch mögen oder ihre konsequent betriebene Selbstparodie anstrengend finden. Als letzter Act eines dreitägigen Festivals erfüllen sie dennoch eine klare Funktion: Sie schicken das Publikum nicht andächtig, sondern <strong>grinsend, durchnässt und mit Bildern nach Hause, die sich deutlich von einem gewöhnlichen Konzertabend unterscheiden</strong>. Gerade der Widerspruch zwischen ausgelassener Schlussinszenierung und fragwürdigem Ressourcenverbrauch blieb dabei als ebenso prägnanter wie ambivalenter Eindruck zurück.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Wasserknappheit.jpg" alt="Infoschild mit Aufschrift: &quot;Ab 22:15 Uhr könnte es zu Wasserknappheit kommen! #Schaumparty im Infield&quot;." class="wp-image-200344" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Wasserknappheit.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Wasserknappheit-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Organisatorischer Stillstand</h2>



<p>So überzeugend die Musik und die besondere Lage des Festivals bleiben, so ernüchternd fällt der Blick auf einige organisatorische und inhaltliche Begleitangebote aus. Bereits im vergangenen Jahr war die <strong>geringe Vielfalt neben der Bühne </strong>aufgefallen. Daran hat sich 2026 wenig erkennbar geändert.</p>



<p>Die Essensauswahl blieb <strong>weitgehend im bekannten Festivalstandard </strong>gefangen. Wer Pizza, Burger, Döner oder Fleisch im Brötchen suchte, wurde fündig. Wer abwechslungsreiche, gesündere oder konzeptionell interessantere Angebote erwartete, eher weniger. Gerade bei einem Festival, das musikalisch so gern über Grenzen blickt, <strong>wäre etwas mehr Neugier auch auf der Speisekarte wünschenswert.</strong></p>



<p><strong>Ebenso fehlten erneut Non-Profit-Organisationen, Initiativen und inhaltliche Stände. </strong>Festivals waren historisch nie ausschließlich Orte des Musikkonsums. Sie waren zugleich Räume gesellschaftlicher Begegnung, politischer Kommunikation, kultureller Auseinandersetzung und gemeinschaftlichen Engagements.</p>



<p>Es geht nicht darum, ein Metal-Festival in einen Infomarkt zu verwandeln oder dem Publikum pädagogische Programme aufzudrängen. <strong>Einige passend ausgewählte Organisationen könnten das Festival jedoch sinnvoll ergänzen</strong>: etwa Initiativen gegen Rechtsextremismus, Seenotrettungs- oder Menschenrechtsorganisationen, lokale Kulturprojekte oder Vereine aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Awareness und soziale Teilhabe.</p>



<p>Auch eine Kooperation beim Becherpfand wäre denkbar. Statt nicht eingelöstes Pfand faktisch im System versanden zu lassen, <strong>könnte eine Non-Profit-Organisation Becher sammeln </strong>oder die Möglichkeit erhalten, Pfandbeträge als Spenden entgegenzunehmen. So kennt man das von vielen anderen Festivals.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pfand mit Gebrauchsanweisung</h2>



<p>Das <strong>Pfandsystem selbst erwies sich nämlich als unnötig kompliziert</strong>. Beim Kauf eines Getränks wurden Pfandmarken ausgegeben, eine Erstattung der Marken war aber nicht möglich, folglich erfolgte eine Erstattung des Pfandes auch nicht im üblichen Sinne. Wer seinen letzten Becher zurückgeben wollte, musste wissen, dass dies ausschließlich außerhalb des Infields möglich war.</p>



<p><strong>Diese Information war zumindest vor Ort nicht so deutlich kommuniziert</strong>, dass sich das Verfahren ohne Weiteres erschloss. Wer den Becher zuvor innerhalb des Infields abgab, stand anschließend ohne Becher da und musste im ungünstigsten Fall erneut Getränkemarken einsetzen, um noch einmal an einen Becher zu kommen, der dann draußen zurückgegeben werden konnte.</p>



<p>Ein Pfandsystem sollte Müll vermeiden und Rückläufe fördern. <strong>Sobald Gäste erst dessen innere Logik entschlüsseln müssen</strong>, verfehlt es einen Teil seines Zwecks. Eine klare <strong>Beschilderung </strong>an den Ausgaben, Rückgabestellen und Ausgängen wäre das Mindeste. Noch sinnvoller wäre ein Verfahren, bei dem der letzte Becher <strong>unkompliziert </strong>gegen Geld, eine digitale Gutschrift oder eine Spende eingetauscht werden kann. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Buehne.jpg" alt="Blick auf die Bühne des Dong 2026 am hellen Tag." class="wp-image-200341" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Buehne.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Buehne-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Problematische Symbolik im Publikum</h2>



<p>Deutlich schwerer wiegt eine andere Beobachtung. Auf dem Gelände waren wiederholt Shirts und Patches von Bands beziehungsweise Projekten zu sehen, <strong>die aufgrund rechtsextremer Bezüge einzelner Mitglieder, nationalsozialistischer Symbolik oder anderer schwerwiegender Kontroversen seit Jahren kritisch diskutiert werden. </strong>Dazu gehörten unter anderem Burzum und Nargaroth; auch Motive weiterer zumindest stark umstrittener Bands wie Dissection und Co. waren präsent.</p>



<p><strong>Nach Rückfrage bei den Veranstaltenden ist so etwas ganz klar nicht erwünscht. </strong>Sichtbare Konsequenzen oder eine konsequente Ansprache der betreffenden Gäste waren allerdings nicht systematisch erkennbar (zumindest eine Person mit Burzum-Shirt wurde nach Metalheads-Recherchen des Platzes verwiesen). Der Eindruck entstand, dass man das Problem zwar nicht gutheißt, ihm aber auch keine besondere Priorität einräumt. </p>



<p>Natürlich kann kein Festival jeden einzelnen Patch bereits am Eingang musikwissenschaftlich und politisch überprüfen. Wo <strong>einschlägige Symbolik </strong>oder eindeutig bekannte rechtsextreme Bezüge sichtbar werden, braucht es jedoch eine klare Haltung und ein handhabbares Vorgehen. Dazu gehören transparente <strong>Regeln</strong>, geschultes Einlass- und Sicherheitspersonal sowie die Bereitschaft, Gäste zumindest anzusprechen und im eindeutigen Fall den Zutritt zu verweigern oder sie des Geländes zu verweisen.</p>



<p>Ein Festival, das auf seiner Bühne kulturelle Vielfalt aus Mexiko, Brasilien, Israel, Südkorea und zahlreichen europäischen Ländern feiert, darf gegenüber rechtsextremer Selbstinszenierung im Publikum nicht gleichgültig wirken. <strong>Vielfalt im Booking und Haltung auf dem Gelände gehören zusammen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Musikalisch weltoffen, daneben ausbaufähig</h2>



<p>Das DONG Open Air ist und bleibt zweifellos ein <strong>besonderes Festival</strong>. <strong>Die Halde Norddeutschland ist eine der markantesten Metal-Festivallocations der Region</strong>. Die Konzentration auf eine Bühne schafft Übersichtlichkeit, Nähe und ein gemeinsames <strong>Konzerterlebnis</strong>. Das Booking verbindet regionale Nachwuchsförderung, internationale Szenegrößen, klassische Metaltraditionen und überraschende kulturelle Hybridformen.</p>



<p><strong>Doch die Offenheit des Line-ups findet im organisatorischen und gesellschaftlichen Rahmen noch immer zu wenig Entsprechung. </strong>Die Gastronomie stagniert, Non-Profit-Organisationen fehlen, das Pfandsystem ist <strong>unnötig verwirrend </strong>und der sichtbare Umgang mit problematischen Bandmotiven bleibt zu passiv.</p>



<p>Das DONG schaut musikalisch weit über die Halde hinaus. <strong>Nun wäre es an der Zeit, diesen Blick auch auf das Drumherum zu richten.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Ente-im-Schaumbad.jpg" alt="Fliegende Riesen-Gummmiente über dem Schaumbad vor der Dong-Bühne mit Alestorm." class="wp-image-200347" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Ente-im-Schaumbad.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/07/Dong-2026-Ente-im-Schaumbad-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p></p>
<div class="isc_image_list_box"><p class="isc_image_list_title">Bildquellen</p>			<ul class="isc_image_list">
		<li>Gaerea &#8211; live Dong 2026 &#8211; 1: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Dong 2026 &#8211; Festivalshirt: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Gaerea &#8211; live Dong 2026: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Alestorm &#8211; live Dong 2026 &#8211; 1: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Dong 2026 &#8211; Wasserknappheit: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Dong 2026 &#8211; Bühne: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Dong 2026 &#8211; Ente im Schaumbad: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li><li>Dong 2026 &#8211; Titelbild: (c) 2026 Matt / metal-heads.de</li>		</ul>
		</div>
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			</item>
		<item>
		<title>356 Tage, 365 verschiedene Bandshirts</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/356-tage-365-verschiedene-bandshirts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Bandshirts]]></category>
		<category><![CDATA[Challange]]></category>
		<category><![CDATA[Lego]]></category>
		<category><![CDATA[Merch]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Tag ein anderes Bandshirt – für viele Metalheads wäre das ein Traum, für Jan aus Hannover wurde es zur selbst verhängten Challenge: Der 50-Jährige trug bis heute ein ganzes Jahr lang 365 Tage&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Jeden Tag ein anderes Bandshirt – für viele Metalheads wäre das ein Traum, für Jan aus Hannover wurde es zur selbst verhängten Challenge: Der 50-Jährige trug bis heute ein ganzes Jahr lang 365 Tage in Folge kein Shirt doppelt und dokumentierte seine Reise für die Community auf seinem <a href="https://www.instagram.com/jan_1313_/">Insta-Account</a>. Doch wer ihn kennt, weiß: Die Leidenschaft für Heavy Metal endet bei ihm nicht im Kleiderschrank. Mit detailverliebten <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/metal-bands-aus-lego-fan-baut-seine-lieblingsbands-auf-miniaturbuehne-nach/">LEGO-Nachbauten </a>von Bands, Bühnen und Festivals begeistert er seit Jahren Fans auf der ganzen Welt. Auf seinem Instagram-Kanal teilt er regelmäßig seine außergewöhnlichen Kreationen und den Alltag eines Metal-Fans. Kurz vor dem Ende seiner Challenge haben wir mit ihm über Bandshirts als Teil der Metal-Kultur, seine Liebe zu LEGO und die Geschichten gesprochen, die hinter beidem stecken.</strong></p>



<p><strong>MH: Du hast es tatsächlich fast geschafft: 365 Tage lang jeden Tag ein anderes Metal-Shirt. Wie ist diese verrückte Idee überhaupt entstanden?</strong></p>



<p>Jan: Ich glaube, der Anfang war im Juni 2025. Ich musste mir eine andere Lösung zur Lagerung meiner Shirts überlegen. Beim Überschlagen, wie viele Shirts ich denn unterbringen muss, dachte ich spontan, dass ich ja fast ein Jahr lang jeden Tag ein neues Shirt anziehen könnte. Und dann war der Weg zu einem täglichen Instagram-Post nicht weit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="407" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Paradise-Lost-Longsleeve-720px.jpg" alt="Ein Longsleeve vor einem Gebäude aufgehängt." class="wp-image-200016" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Paradise-Lost-Longsleeve-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Paradise-Lost-Longsleeve-720px-300x170.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Shirts und Longsleeves: Abhakliste für den Überblick</h2>



<p><strong>MH: Wann hast Du gemerkt, dass die Challenge tatsächlich funktionieren könnte – und gab es unterwegs Momente, in denen Du dachtest: „Jetzt wird&#8217;s eng“?</strong></p>



<p>Jan: Ich wusste von Anfang an, dass ich nicht 365 Kurzarm-Shirts habe. Bei den fehlenden Shirts wollte ich einfach den Begriff „Shirt“ auf Langarmshirts ausweiten. Und dann war klar, dass ich es problemlos schaffe. Nur mit dem korrekten Zählen hatte ich manchmal Schwierigkeiten, da kamen manche Nummern doppelt vor oder fehlten. Und den Überblick zu behalten, welche Shirts noch nicht dran waren, ging auch nur mit einer Abhakliste.</p>



<p><strong>MH: Wie groß ist Deine Bandshirt-Sammlung inzwischen eigentlich? Sind während der Challenge sogar noch neue Shirts dazugekommen?</strong></p>



<p>Jan: Ich habe momentan etwas mehr als 350 T-Shirts und ca. 45 Langarmshirts. Seit dem Beginn der Challenge sind natürlich noch einige dazugekommen. An einem schön designten Urisk-Shirt kann ich dann einfach nicht vorbeigehen und &#8211; vielleicht eher kleinere &#8211; Bands durch den Kauf von Merch zu unterstützen, finde ich eine wichtige Sache. Ich habe aber auch ein paar verkauft, weil in erster Linie der Platz im Schrank schon wieder zu wenig ist und ich manche Shirts nicht mehr so schön finde und von der Band dann auch mehrere habe, zum Beispiel das Pallbearer-Shirt Nummer 306.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="407" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Urisk-Longsleeve-720px.jpg" alt="Ein Shirt im Sonnenuntergang auf einer Brücke aufgehängt." class="wp-image-200019" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Urisk-Longsleeve-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Urisk-Longsleeve-720px-300x170.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p><strong>MH: Bandshirts sind im Heavy Metal oft viel mehr als nur Kleidung. Welche Bedeutung haben sie für Dich persönlich?</strong></p>



<p>Jan: Ich möchte gerne meine &#8211; innere &#8211; Leidenschaft auch nach außen sichtbar machen. Mir war das Design oder die Aussage meiner &#8211; auch nicht Metal- &#8211; Shirts schon immer wichtig. Einfach nur einfarbige Shirts ohne Aufdruck gibt es bei mir nicht, das finde ich langweilig. Da tummeln sich dann von früher auch noch ein paar Batman-, Nicht Lustig- und Film-Shirts in meinem Schrank.</p>



<p><strong>MH: Gibt es ein Shirt in Deiner Sammlung, das Dir besonders viel bedeutet – vielleicht wegen eines besonderen Konzerts, einer Erinnerung oder einer Geschichte dahinter?</strong></p>



<p>Jan: Ich bin mal so frech und nenn mehrere Shirts&#8230; Auf jeden Fall mein ältestes Shirt: Das Langarmshirt von Paradise Lost besitze ich seit den 1990ern. So sieht es aber mittlerweile auch aus. Und vor etwa zwei Jahren war ich sehr froh, dass ich bei eBay das Jingo de Lunch-Shirt gefunden habe, dass ich als Jugendlicher hatte, aber leider verkauft habe. Ansonsten hat mein Shirt von Amon Amarth/Machine Head noch eine besondere Bedeutung. Ich war mit meinem Sohn 2022 beim Konzert in Berlin und beim Einlass haben wir uns den Merch angeguckt und fanden das Kooperations-Shirt sehr schick. Nach dem Konzert war es in meiner Größe leider ausverkauft. Da habe ich mich sehr geärgert. Ich habe sogar versucht, mir von einem späteren Termin der Tour ein Exemplar organisieren zu lassen, das hat aber auch nicht geklappt. Aber zweieinhalb Jahre später habe ich doch noch eins secondhand bekommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="407" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Amon-Amarth-Machine-Head-Shirt-720px.jpg" alt="Ein Shirt auf einer Brücke aufgehängt" class="wp-image-200017" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Amon-Amarth-Machine-Head-Shirt-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Amon-Amarth-Machine-Head-Shirt-720px-300x170.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p><strong>MH: Du bist vielen Metal-Fans vor allem durch Deine detailverliebten LEGO-Nachbauten von Bands und Bühnen bekannt. Wie passt dieses Hobby mit Deiner Leidenschaft für Bandshirts zusammen? Gibt es da eine gemeinsame Idee oder Philosophie?</strong></p>



<p>Jan: Eigentlich gar nicht. Also ich sehe da keine Verbindung.</p>



<p><strong>MH: Welche Deiner LEGO-Kreationen hat bislang die größte Resonanz ausgelöst – und gibt es noch eine Band, die Du unbedingt einmal nachbauen möchtest?</strong></p>



<p>Jan: Die meisten Aufrufe mit etwa 5.700 und auch die meisten Likes hat meine Legoversion von Machukha erhalten, das liegt wohl auch in erster Linie daran, dass ich jetzt die Kollaboration bei Insta nutze. Ich habe im Mai 2026 nach einer anderthalbjährigen Pause, in der ich mich mehr auf Konzertphotographie konzentriert habe, wieder mit den Lego-Bands angefangen und vorher habe ich die Bands nur markiert, dass generiert natürlich viel weniger Reichweite. Eine Wunschband habe ich nicht. Ich entscheide, ob ich eine Band als Legoversion baue oder nicht, danach, ob ich sie live gesehen habe und ob ich sie musikalisch toll finde. Manchmal &#8211; eher selten &#8211; werde ich auch von einer Band gefragt, ob ich sie bauen kann, zum Beispiel von Aeonyzhar.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="540" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/03/Jan-mit-Lego-Band.jpg" alt="Jan mit einer Lego-Bühne in der Hand vor seinen CD-Regalen stehend" class="wp-image-142831" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/03/Jan-mit-Lego-Band.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/03/Jan-mit-Lego-Band-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p><strong>MH: Wie hat die Metal-Community auf Deine Shirt-Challenge reagiert? Gab es Begegnungen oder Reaktionen, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?</strong></p>



<p>Jan: Es gibt vereinzelte Leute, die hin und wieder auf meine Story reagieren. Häufig finden sie die Band oder das Shirtdesign toll, manchmal erinnern sie sich an ein bestimmtes Album oder Konzert. Auf einem Konzert wurde ich mal begeistert von einer Person ungefähr in meinem Alter auf mein altes Jingo de Lunch-Shirt &#8211; das hatte ich an jenem Tag an &#8211; angesprochen. Die Person hat sich sehr gefreut, so ein mittlerweile relativ seltenes Shirt live zu sehen.</p>



<p><strong>MH: Hast Du während der Challenge selbst neue Bands entdeckt oder gemerkt, dass manche Shirts viel häufiger Gespräche ausgelöst haben als andere?</strong></p>



<p>Jan: Da ich auf relativ viele Konzerte gehe und mir gerne auch junge, noch unbekannte Bands angucke, landen danach auch – wie von Zauberhand – wieder neue Shirts in meinen Schrank, wie zum Beispiel von der tollen, polnischen Band Asteriæ, die ich im Urlaub in Prag gesehen habe. Dass bestimmte Shirts viel Gesprächsanlass geliefert haben, kann ich nicht sagen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="407" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Might-Shirt-720px.jpg" alt="Ein shirt an einem Bauzaun." class="wp-image-200018" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Might-Shirt-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Might-Shirt-720px-300x170.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p><strong>MH: Mal eine organisatorische Frage: Wie behält man bei 365 verschiedenen Shirts überhaupt den Überblick? Hängt alles fein sortiert im Schrank oder herrscht kreatives Chaos?</strong></p>



<p>Jan: Ich bin eher jemand, der im Kleiderschrank Ordnung mag. Vor 2025 lagen die T-Shirts übereinander gestapelt im Schrank. Jetzt stecken sie leicht aufgerollt in Ikea-Boxen. Damit ich weiß, welche Shirts in welcher Box sind, sind die Boxen nummeriert und in der Schranktür hängt eine Liste. Und ich habe die Angewohnheit, die Shirts eher der Reihe nach anzuziehen, damit nicht einzelne Shirts ständig von der Waschmaschine malträtiert werden.</p>



<p><strong>MH: Die vermutlich wichtigste Frage zum Schluss: Was wäre eigentlich passiert, wenn Du die Challenge in einem Schaltjahr begonnen hättest? Hättest Du noch ein 366. Shirt in der Hinterhand gehabt?</strong></p>



<p>Jan: Naja, ein paar Longsleeves sind noch im Schrank&#8230; </p>



<p><strong>MH: Nach fast einem Jahr täglicher Challenge – was kommt als Nächstes? Erst einmal Pause oder spukt schon die nächste verrückte Idee in Deinem Kopf herum?</strong></p>



<p>Jan: Ich habe gerade keine &#8211; grundsätzlich &#8211; neue Idee. Ich werde mit den Legobands noch etwas experimentieren: ein bisschen Beleuchtung und vielleicht auch Nebel. Es wurde aber auch schon die Idee an mich herangetragen, einfach mit den restlichen Longsleeves &#8211; und vielleicht auch Hoddys &#8211; weiterzumachen&#8230;</p>
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		<title>Traumzeit-Festival kann auch rocken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 12:31:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Florence Road]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Traumzeit Festival]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer sonst vor allem zwischen staubigen Infields, schwarzen Shirts und drückenden Gitarrenwänden zu Hause ist, musste beim Traumzeit Festival in Duisburg vielleicht kurz die inneren Genre-Scheuklappen ablegen. Gelohnt hat es sich unbedingt. Denn dieses&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wer sonst vor allem zwischen staubigen Infields, schwarzen Shirts und drückenden Gitarrenwänden zu Hause ist, musste beim Traumzeit Festival in Duisburg vielleicht kurz die inneren Genre-Scheuklappen ablegen. Gelohnt hat es sich unbedingt. Denn dieses Festival ist kein klassisches Rock- oder Metal-Event, aber gerade deshalb eine reizvolle Alternative für alle, die Livemusik nicht nur laut, sondern auch atmosphärisch erleben wollen.</strong></p>



<p>Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist dabei weit <strong>mehr als nur irgendeine Kulisse</strong>. Zwischen Hochöfen, Stahl, Backstein, Industrienatur und Lichtinstallationen entfaltet die Traumzeit eine <strong>Atmosphäre</strong>, wie man sie auf den großen Metal-Festivals nur selten findet. Nicht umsonst zählte der britische <a href="https://www.theguardian.com/culture/2015/aug/07/10-best-parks-urban-green-spaces-high-line-new-york-hampstead-london-park-guell-barcelona"><em>Guardian</em> </a>den Park einmal zu den zehn schönsten urbanen Grünräumen der Welt. Beim Traumzeit Festival wurde wieder deutlich, warum: Hier wirkt nichts beliebig, nichts austauschbar. Jede Bühne, jeder Weg, jede rostige Wand trägt zur Stimmung bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Traumzeit: Klasse statt Masse</h2>



<p>Genau darin liegt die Stärke dieses <strong>Boutique-Festivals</strong>. Statt Masse, Dauerbeschallung und höher-schneller-weiter setzt die Traumzeit auf Kuratierung, Nähe und Entdeckung. Das Gelände bleibt überschaubar, die Wege kurz, die Stimmung entspannt. Man hetzt nicht von Mainstage zu Mainstage, sondern lässt sich treiben – und entdeckt dabei Musik, die vielleicht nicht im eigenen Plattenschrank steht, live aber umso stärker funktioniert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-720px.jpg" alt="Blick auf das Gelände des Traumzeit Festival 2026 mit Industriekulisse." class="wp-image-200025" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-720px-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Auch für Metalheads gab es diesmal <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/fjort-rockten-das-traumzeit-festival-ein-abend-voller-energie-und-widerstand/">wie in den vergangenen Jahren</a> genug Anknüpfungspunkte: <strong>Marathon</strong> brachten Energie, Druck und eine post-punkige Kante mit, die deutlich näher am verschwitzten Club als am harmlosen Indie-Picknick lag. <strong>Florence Road</strong> überzeugten mit jugendlicher Direktheit, starken Gitarrenmomenten und Songs, die live deutlich mehr Biss entwickelten, als man es auf dem Papier erwarten würde. Und <strong>White Lies</strong> lieferten mit ihrem dunklen, hymnischen Alternative Rock ohnehin einen der Momente, in denen sich auch schwarz gekleidete Gitarrenmenschen sofort zu Hause fühlen konnten.</p>



<p>Die Traumzeit ist damit <strong>kein Ersatz sondern eher ein Gegenmodell </strong>zu den großen Festivals: kleiner, schöner, entspannter, stilistisch offener. Ein Festival für alle, die zwischendurch nicht nur Härte suchen, sondern Atmosphäre, Neugier und diesen seltenen Moment, in dem ein Ort, ein Abend und eine Band plötzlich perfekt zusammenpassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-Giesshalle-720px.jpg" alt="Blick im Weitwinkel in die Gießhalle des Landschaftsparks Duisburg beim Traumzeit Festival 2026." class="wp-image-200026" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-Giesshalle-720px.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Landschaftspark-2026-Traumzeit-Giesshalle-720px-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p></p>
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		<title>Vainstream 2026: Hitze, Härte, Halfpipe – und ein Festival, das Verantwortung übernimmt</title>
		<link>https://metal-heads.de/konzertberichte/vainstream-2026-hitze-haerte-halfpipe-und-ein-festival-das-verantwortung-uebernimmt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Architects]]></category>
		<category><![CDATA[Deliquent Habits]]></category>
		<category><![CDATA[Dog eat Dog]]></category>
		<category><![CDATA[FUTURE PALACE]]></category>
		<category><![CDATA[HOLLYWOOD UNDEAD]]></category>
		<category><![CDATA[Landmvrks]]></category>
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		<category><![CDATA[Rise Against]]></category>
		<category><![CDATA[Social Distortion]]></category>
		<category><![CDATA[Vainstream]]></category>
		<category><![CDATA[Vainstream Rockfest]]></category>
		<category><![CDATA[We Came As Romans]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Vainstream Rockfest 2026 hat in Münster eindrucksvoll gezeigt, warum dieses Festival seit inzwischen 20 Jahren einen festen Platz im Kalender der Rock-, Punk-, Hardcore- und Metal-Szene hat. Zwei Tage lang wurde am Hawerkamp&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Vainstream Rockfest 2026 hat in Münster eindrucksvoll gezeigt, warum dieses Festival seit inzwischen 20 Jahren einen festen Platz im Kalender der Rock-, Punk-, Hardcore- und Metal-Szene hat. Zwei Tage lang wurde am Hawerkamp gefeiert, geschwitzt, gemosht und gesungen – mit einem Line-up, das deutlich breiter und auch diverser aufgestellt war als bei vielen klassischen Rock- und Metal-Festivals. Während andere Großveranstaltungen an diesem extrem heißen Wochenende abgesagt werden mussten, hielt das Vainstream lange dagegen: mit starker Organisation, funktionierender Wasserversorgung und einem erkennbaren Bewusstsein dafür, dass Festivalvergnügen unter solchen Bedingungen nur mit Verantwortung funktioniert.</strong></p>



<p>Musikalisch bot die Jubiläumsausgabe ein Brett, das <strong>von Punkrock über Hardcore und Metalcore bis hin zu Hip-Hop und Crossover </strong>reichte. Zu den großen Namen gehörten Rise Against, Architects und Social Distortion, daneben standen unter anderem Hollywood Undead, Suicidal Tendencies, Pennywise, Landmvrks, We Came As Romans, Future Palace, Dog Eat Dog und Delinquent Habits im Programm. Gerade diese Mischung machte das Vainstream 2026 so stark: Hier wurde nicht nur Szene-Tradition verwaltet, sondern ein vergleichsweise diverses Line-up auf die Bühnen gebracht – ein Punkt, der in einer Zeit, i<strong>n der viele Rock- und Metal-Festivals wegen allzu vorhersehbarer oder einseitiger Bookings in der Kritik stehen,</strong> durchaus bemerkenswert ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei in eins: Vainstream Rockfest x Münster Monster Mastership</h2>



<p>Eine besondere Rolle spielte in diesem Jahr die <strong>Verbindung mit der Münster Monster Mastership</strong>. Das Vainstream kombinierte sein Jubiläum mit einem Skateboard-Event, das an die große Skate-Historie der Stadt Münster anknüpfte. Damit wurde das Festivalgelände nicht nur zum Treffpunkt für Hardcore-, Punk- und Metal-Fans, sondern auch zur nostalgisch aufgeladenen Bühne für <strong>Skate-Kultur</strong>. Passend dazu standen dort besonders skate-affine Acts im Fokus. Eine der auffälligsten Programmfarben setzten dabei <strong>Delinquent Habits</strong>: Als Hip-Hop-Band waren sie im Vainstream-Kontext eine Besonderheit, passten aber mit ihrem Crossover-Spirit, ihrem neuen Material und natürlich den Hits aus den 1990ern erstaunlich gut ins Gesamtbild. Spätestens als die Menge kollektiv zu bouncen begann, war klar: Auch solche Ausflüge können einem Festival guttun, wenn sie organisch zur Geschichte und Haltung der Veranstaltung passen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="458" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Deliquent-Habits-Vainstream-2026.png" alt="Deliquent Habits auf dem Vainstream 2026." class="wp-image-200032" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Deliquent-Habits-Vainstream-2026.png 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Deliquent-Habits-Vainstream-2026-300x191.png 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Zu den absoluten Höhepunkten gehörten <strong>Rise Against</strong>. Die Band lieferte nicht einfach nur einen souveränen Headliner-Auftritt ab, sondern suchte permanent den Kontakt zum Publikum. Immer wieder wurde die Menge zum Mitsingen, Mitgehen und Mitfühlen aufgefordert – und Münster nahm diese Einladung dankbar an. Der Auftritt lebte nicht allein von den Songs, sondern von der Interaktion: Diese Band weiß, wie man politische Haltung, große Melodien und Festival-Euphorie zu einem gemeinsamen Moment verdichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vainstream: Es gibt immer neue Highlights zu entdecken</h2>



<p>Ebenfalls stark: <strong>Future Palace</strong>. Sängerin Maria Lessing stellte einmal mehr unter Beweis, wie viel Ausdruckskraft zwischen glasklarer Clean-Stimme und rebellischen Shouts liegen kann. Future Palace wirkten dabei nicht wie ein weiterer moderner Core-Act im Tagesprogramm, sondern wie <strong>eine Band, die mit Nachdruck ihren eigenen Platz behauptet</strong>. Emotional, druckvoll, direkt – und mit einer Frontfrau, die stimmlich deutlich herausragt.</p>



<p><strong>We Came As Romans </strong>wiederum mussten trotz ihrer Popularität vergleichsweise früh am Nachmittag ran. Andere Bands hätten sich davon vielleicht bremsen lassen; diese Band nicht. Stattdessen wurde der Slot maximal genutzt. Die Show war energiegeladen, präzise und mitreißend – ein Auftritt, der bewies, <strong>dass Festivaldramaturgie nicht nur von Uhrzeiten lebt</strong>. Wer an diesem Nachmittag vor der Bühne stand, bekam eine Band zu sehen, die auch ohne späten Abendbonus alles in die Waagschale warf.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="405" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Wasser-Packs-Vainstream-2026.png" alt="Gebrandetes Wasser-Pack auf dem Vainstream 2026." class="wp-image-200033" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Wasser-Packs-Vainstream-2026.png 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/06/Wasser-Packs-Vainstream-2026-300x169.png 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure>



<p>Überhaupt war die <strong>Organisation </strong>einer der großen <strong>Pluspunkte des Wochenendes</strong>. Bei Temperaturen, die andernorts zu Absagen führten, war das Vainstream erkennbar vorbereitet. Viele, viele Trinkwasserstellen, palettenweise verteilte Wasser-Paks, Schatten- und Abkühlungsmöglichkeiten sowie eine insgesamt gut funktionierende Besucherführung sorgten dafür, dass das Festival trotz extremer Bedingungen stattfinden konnte. Natürlich blieb die Hitze eine Belastung. Aber sie wurde nicht ignoriert, sondern aktiv gemanagt – und genau das verdient <strong>Anerkennung</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vainstream 2026: Abbruch dann noch noch kurz vor Ende</h2>



<p>Dass das Festival kurz vor Ende dann doch noch <strong>vorzeitig abgebrochen </strong>werden musste, war bitter. Die Enttäuschung vieler Fans ist nachvollziehbar, zumal gerade die letzten Auftritte eines Festivaltages oft zu den emotionalen Fixpunkten gehören. Trotzdem muss man deutlich sagen: <strong>Wenn eine Unwetterwarnung im Raum steht, geht die Sorge um Leib und Leben vor</strong>. Festivalromantik endet dort, wo Sicherheit konkret gefährdet sein könnte. Ein Abbruch ist dann keine organisatorische Schwäche, sondern <strong>Ausdruck von Verantwortung</strong>.</p>



<p>So bleibt das <strong>Vainstream 2026 </strong>als Festival in Erinnerung, das vieles richtig gemacht hat: ein starkes, breit aufgestelltes Line-up, eine spannende Verbindung von Rockfest und Skateboard-Kultur, herausragende Auftritte von Rise Against, Future Palace und We Came As Romans – und ein <strong>professioneller Umgang mit einem Wetterwochenende</strong>, das Veranstalter bundesweit vor enorme Herausforderungen stellte. Am Ende war es vielleicht nicht für alle ein perfektes Festivalwochenende. Aber vielleicht gerade deshalb eines, das zeigte, worauf es in Zukunft ankommen wird: gute Musik, gute Organisation, Diversität im Programm – und die Bereitschaft, Sicherheit höher zu gewichten als den letzten Song.</p>
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		<title>GRAVE INTENTIONS: Live-Video vom Rage Against Racism</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 10:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Grave Intentions]]></category>
		<category><![CDATA[Rage against Racism]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer den brachialen Festivalauftakt von GRAVE INTENTIONS beim diesjährigen Rage Against Racism Festival noch einmal erleben möchte, bekommt jetzt Gelegenheit dazu: Die Melodic-Death-Metaller aus Datteln haben ein Live-Video zu ihrem Song „Succession“ veröffentlicht. Der&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>Wer den brachialen Festivalauftakt von <strong>GRAVE INTENTIONS</strong> beim diesjährigen Rage Against Racism Festival noch einmal erleben möchte, bekommt jetzt Gelegenheit dazu: Die Melodic-Death-Metaller aus Datteln haben ein Live-Video zu ihrem Song <strong>„Succession“</strong> veröffentlicht. Der Mitschnitt entstand während ihres Auftritts als Slot-Battle-Gewinner auf der Hauptbühne des Festivals und fängt die intensive Atmosphäre der Show eindrucksvoll ein.</p>



<p>Schon das Intro des Songs macht damals deutlich, wohin die Reise gehen wird, ehe die Band ihre <strong>volle Wucht und Wut </strong>entfesselt. Das Video transportiert die Energie des gesmten Auftritts überzeugend und zeigt, warum sich GRAVE INTENTIONS den Sieg beim Slot Battle und den Festivalauftritt verdient hatten.</p>



<p>Wer auf <strong>melodischen Death Metal mit ordentlich Groove, brutalen Growls und gesellschaftskritischer Haltung </strong>steht, sollte sich diesen Live-Mitschnitt nicht entgehen lassen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Grave Intentions - Succession - live at Rage Against Racism 2026 Duisburg" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/RlCw4zV0pFc?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>We Came As Romans: Drei Shows und mehrere Festivalstopps im Juni 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 09:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tourdates]]></category>
		<category><![CDATA[We Came As Romans]]></category>
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					<description><![CDATA[We Came As Romans kommen im Juni 2026 für mehrere Shows in die Region – und Metalcore-Fans dürfen sich nicht nur auf einzelne Club- und Hallentermine, sondern auch auf einige Festivalauftritte freuen. Für Düsseldorf&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>We Came As Romans kommen im Juni 2026 für mehrere Shows in die Region – und Metalcore-Fans dürfen sich nicht nur auf einzelne Club- und Hallentermine, sondern auch auf einige Festivalauftritte freuen.</strong></p>



<p>Für <strong>Düsseldorf </strong>steht eine eigene Headline-Show auf dem Plan: Am Montag, 22. Juni 2026, spielt die Band <strong>im zakk</strong>. Beginn ist um 20 Uhr, als Support ist The Pretty Wild angekündigt. </p>



<p>Darüber hinaus sind <strong>zwei weitere Shows </strong>angekündigt, bei denen We Came As Romans gemeinsam mit Catch Your Breath auftreten: Am 16. Juni geht es ins westand nach Braunschweig, am 25. Juni in den Schlachthof Wiesbaden. Damit liegen die drei Termine kompakt in einer starken Festival- und Tourwoche, in der die Band ohnehin intensiv in Europa unterwegs ist.</p>



<p>Neben den drei Shows sind weitere <strong>Festivalauftritte </strong>gelistet: We Came As Romans sind unter anderem beim Nova Rock 2026 in Nickelsdorf, beim Impericon Festival Leipzig sowie beim Vainstream 2026 in Münster angekündigt. Für Fans gibt es also gleich mehrere Gelegenheiten, die Band im Sommer live zu erleben – vom intensiven Clubabend bis zur großen Festivalbühne.</p>



<p><strong>Termine:</strong><br>16.06.2026 – Braunschweig, westand – mit Catch Your Breath<br>22.06.2026 – Düsseldorf, zakk Halle – Support: The Pretty Wild<br>25.06.2026 – Wiesbaden, Schlachthof – mit Catch Your Breath</p>



<p><strong>Weitere Festivalshows:</strong><br>11.–14.06.2026 – Nova Rock, Nickelsdorf<br>26.06.2026 – Impericon Festival Leipzig<br>26.–27.06.2026 – Vainstream 2026, Münster</p>
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		<title>Samstag-Opener auf dem Rage Against Racism Festival in Duisburg: &#8222;Grave Intentions&#8220; &#8211; im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Grave Intentions]]></category>
		<category><![CDATA[Rage Against Racicm]]></category>
		<category><![CDATA[RAGE AGAINST RACISM 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit ihrem Sieg beim diesjährigen Slot Battle haben sich GRAVE INTENTIONS ihren Platz auf dem Rage Against Racism Festival gesichert – und dabei eindrucksvoll bewiesen, warum die Band aktuell zu den spannendsten Namen der&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>Mit ihrem Sieg beim diesjährigen Slot Battle haben sich GRAVE INTENTIONS ihren Platz auf dem Rage Against Racism Festival gesichert – und dabei eindrucksvoll bewiesen, warum die Band aktuell zu den spannendsten Namen der regionalen Death-Metal-Szene gehört. Zwischen Melodie, Brutalität, Groove und klarer Haltung lieferte die Formation aus Datteln bereits beim Nachwuchscontest ein echt fettes Brett ab. Eine Woche vor dem Festival haben wir noch einmal mit der Band gesprochen – über den überraschend knappen Sieg, ihr Debütalbum <em>„Call Of The Void“</em>, politische Botschaften im Death Metal und die Vorfreude auf den Auftritt beim Rage Against Racism.</strong></p>



<p><em>MH: Wie habt Ihr den Abend des Slot Battles erlebt – was ging Euch durch den Kopf, als Ihr erfahren habt, dass Ihr gewonnen habt? </em></p>



<p>GI: Als Band aus dem Kreis Recklinghausen haben wir ordentlich Werbung gemacht und versucht alle Fans des guten Metal und alle Bekannten zu mobilisieren. Wir waren <strong>sehr gerührt </strong>als wir gesehen haben, dass uns Leute sowohl aus Duisburg als auch aus unserem Kreis nachgereist sind. Wir haben es zwar gehofft zu gewinnen, aber als Danny die kurze und schmerzlose Ansage machte, dass es letztlich wir geworden sind, hat uns echt <strong>sprachlos </strong>gemacht. Danke Duisburg!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Slot Battle: Soundcheck-Panne bravorös gemeistert</h2>



<p><em>MH: Gab es einen besonderen Moment auf oder neben der Bühne, der Euch an dem Abend besonders in Erinnerung geblieben ist?</em></p>



<p>GI: Als wir beim <strong>Soundcheck </strong>soweit durch waren und anfangen wollten, rief unser Drummer Julian, er habe noch kein Signal auf seinem IE-Monitor. Das nächste was alle hörten war “Scheiß drauf” und er zählte den ersten Song an. Kurzer <strong>Schweißausbruch </strong>bei allen, aber offenbar haben wir die Songs schon das ein oder andere Mal gezockt. Und: Wir haben nach dem Gig am Merch großartige Menschen kennengelernt und tolle Gespräche geführt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-1200x800.jpg" alt="Grave Intentions 28.03.26 Mühle Duisburg" class="wp-image-197774" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135-1320x880.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11135.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p><em>MH: Wie war die Stimmung im Publikum – hattet Ihr das Gefühl: „Das klappt heute“? Hättet Ihr beim Slot Battle gedacht, dass Ihr gewinnt?</em></p>



<p>GI: Wir kamen <strong>ohne große Erwartungen </strong>zur Mühle. Mit zwei ortsansässigen Bands wird es schwierig werden, dachten wir, aber zum Glück weiß man nie wie solche Abende ausgehen. Wir haben durch viele gute Gespräche auch vor dem Gig schnell festgestellt, <strong>dass in Duisburg der Metal sehr gelebt wird </strong>und wir es mit einer vitalen Szene zu tun haben. Die kleine Mühle platzte vor Menschen fast aus allen Nähten. Die Stimmung war saugeil. Dass wir aus dem Publikum so ein Feedback bekommen, auch während der Show, feuert uns noch mehr an. Wir hatten zu Anfang auf jeden Fall nicht das Gefühl, dass es heute für uns was zu holen gibt. Wir haben uns dann gesagt: OK, dann müssen wir heute in die <strong>Überzeugungskiste </strong>greifen. Die Qualität der Bands, an diesem Abend war extrem hoch. Hat geklappt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grave Intentions: Kein Platz für Rassismus!</h2>



<p><em>MH: Was bedeutet es Euch, beim Rage Against Racism Festival spielen zu dürfen?</em></p>



<p>GI: Wir gehen ganz klar mit dem <strong>RaR-Thema </strong>mit und sind froh dort <strong>mitwirken </strong>zu dürfen. Als Opener werden wir, wie immer, die Rage-Keule wuchtig in den Boden hämmern und den Menschen vor der Bühne hoffentlich <strong>in guter Erinnerung </strong>bleiben. Menschen, die für großartige Projekte, erst recht wenn&#8217;s um solche Themen wie das des RaR geht, brennen und ihre eigene Freizeit für das Ehrenamt hergeben, sind einfach immer besonders. Alles wird <strong>ehrenamtlich </strong>geleistet und für uns ist es immer toll diese Leute zu treffen und solche Veranstaltungen unterstützen und erleben zu dürfen. </p>



<p>MH: <em>Das Festival steht seit über 20 Jahren für eine klare Haltung gegen Rassismus. Und Ihr habt ja beim Slot Battle mit Euren Moderationen Eure Haltung schon sehr klar gemacht. Welche Botschaft wollt Ihr selbst auf oder mit der Bühne des Festivals setzen? </em></p>



<p>GI: Wir stehen dazu, ob auf oder neben der Bühne &#8211; Hier ist <strong>kein Platz für Rassismus</strong>, Ende. Und wo geht das besser als in unserem Metal Genre? Musik, Moderation, Vibes – <strong>das alles kann Menschen zusammenbringen</strong>, die vielleicht im Alltag nie ein Wort wechseln würden. Und genau da entsteht Veränderung, durch echte Begegnung. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-1200x800.jpg" alt="Grave Intentions 28.03.26 Mühle Duisburg" class="wp-image-197766" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100-1320x880.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11100.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p><em>MH: Habt Ihr bereits konkrete Pläne für Euren Festivalauftritt? Gibt es z.B. neue oder andere Songs, Überraschungen oder besondere Setlist-Überlegungen?</em></p>



<p>GI: Wir versuchen, die Zeit, die wir auf der Bühne bekommen, effektiv zu nutzen. Es lohnt sich vorbei zu kommen. <strong>Die Setlist wird sicher ein wenig modifiziert für diesen Gig. </strong></p>



<p><em>MH: Wie geht’s für Euch als Band jetzt weiter – nutzt Ihr den Festivalauftritt auch als Sprungbrett für neue Projekte?</em></p>



<p>GI: Es ist immer wieder schön, <strong>eine Chance in anderen Städten zu bekommen </strong>und zu netzwerken. Daraus ergeben sich ja ab und an nette Kontakte und auch <strong>Möglichkeiten</strong>. Wir haben für die erste Jahreshälfte noch ein paar Termine im Kasten, u. a. ja auch das Slumcult Gathering in Dortmund. Wer weiß, was in Zukunft noch so alles passiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-1200x800.jpg" alt="Grave Intentions 28.03.26 Mühle Duisburg" class="wp-image-197781" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162-1320x880.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2026/03/KFO11162.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p></p>
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		<title>Hellsongs in Essen: Stetiger Wandel im dritten Tourkapitel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 08:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hellsongs]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitten im dritten Abschnitt ihrer über einen längeren Zeitraum gestreckten Tour machten Hellsongs Halt im Don’t Panic in Essen – und lieferten ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich eine Band auch innerhalb eines Tourzyklus&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Mitten im dritten Abschnitt ihrer über einen längeren Zeitraum gestreckten Tour machten <em>Hellsongs </em>Halt im <em>Don’t Panic </em>in Essen – und lieferten ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich eine Band auch innerhalb eines Tourzyklus hör- und sichtbar weiterentwickeln kann. Wer die Schweden bereits im <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/hellsongs-verwandelten-den-pitcher-in-glitzernden-lounge-tempel/">Pitcher Düsseldorf</a> oder zuletzt in <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/neuer-glanz-fuer-alte-hymnen-hellsongs-praesentieren-sich-als-gewachsene-einheit/">Köln</a> erlebt hat, konnte diese Entwicklung nun in Essen in einer weiteren Ausprägung nachvollziehen.</strong></p>



<p>Auffälligste <strong>Veränderung</strong>: ein <strong>personeller Wechsel am Schlagzeug</strong>. Mit Christopher Olsson ist ein neuer Drummer an Bord, der hörbar andere Impulse setzt. Sein Spiel bringt nicht nur mehr <strong>Dynamik</strong>, sondern auch stilistische <strong>Offenheit </strong>mit – Einflüsse aus Jazz und anderen Genres erweitern das ohnehin <strong>breite Spektrum </strong>der Band. Das fügt sich nahtlos in das ohnehin besondere Konzept von Hellsongs ein: Alle Mitglieder spielen eine <strong>Vielzahl von Instrumenten</strong>, sodass die Band während des Konzerts ständig die Instrumente tauscht. In der aktuellen Konstellation führt das dazu, dass sich Arrangements im Vergleich zu früheren Shows teilweise verschieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Breaking the Law&#8220; mit neuem Drumsolo</h2>



<p>So bekommt etwa „Breaking the Law“ nun ein <strong>Drumsolo </strong>verpasst – ein Moment, der in den vorherigen Konzerten noch nicht Teil der Dramaturgie war. Gleichzeitig rückt eine halbakustische Gitarre stärker in den Vordergrund, was einigen Songs eine <strong>spürbar rockigere Note </strong>verleiht, ohne den charakteristischen Hellsongs-Sound aufzugeben. Genau in dieser <strong>Balance </strong>liegt eine der großen Stärken der Band: stetige Weiterentwicklung bei gleichzeitiger stilistischer Klarheit.</p>


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<p>Auch darüber hinaus bleibt das Konzert in Essen dem vertrauten Bild treu. Die Band präsentiert sich <strong>als eingespielte Einheit </strong>mit hoher musikalischer Präzision, vielstimmigem Gesang und einer Setlist, die sich weiterhin souverän <strong>durch das gesamte Repertoire </strong>bewegt. Die Neuarrangements früherer Songs wirken nicht wie Brüche, sondern wie organische <strong>Fortschreibungen </strong>einer gewachsenen Bandgeschichte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hellsongs positionieren sich wie immer politisch eindeutig</h2>



<p>Inhaltlich bleibt Hellsongs ohnehin unverändert <strong>positioniert</strong>. Die Moderationen zwischen den Songs machen deutlich, wofür die Band steht: <strong>Freiheit, Demokratie, Diversität. </strong>Die politischen Botschaften sind kein Beiwerk, sondern <strong>integraler Bestandteil </strong>des Konzerterlebnisses – klar formuliert, aber nie aufgesetzt.</p>



<p>Nach den intensiven Stationen auf dieser dreiteiligen, inzwischen etwa ein Jahr lang andauernden Tour zeigt sich: <strong>Hellsongs sind eine Band, die ihre eigene Geschichte nicht konserviert, sondern aktiv weiterdenkt.</strong> Jede Show bringt Nuancen hervor, die das Gesamtbild erweitern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für Kurzentschlossene: Die letzten Termine</h2>



<p>Wer die aktuelle Tour noch erleben möchte, hat dazu kurzfristig noch Gelegenheit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>24.04. – Kleine Freiheit, Osnabrück</li>



<li>25.04. – Amadeus, Oldenburg</li>
</ul>



<p><strong>Danach endet die dreiteilige Tour – und mit ihr vorerst dieses Kapitel</strong>. Was folgt, ist <strong>ungewiss</strong>: neues Material, neue Termine, ein baldiges Wiedersehen? <strong>Die Geschichte von Hellsongs kennt lange Pausen </strong>– zuletzt vergingen über 13 Jahre. Mit diesem Wissen bekommt jeder Abend ein anderes Gewicht. Vielleicht waren diese Konzerte mehr als nur eine Tour, vielleicht ein seltener Moment, der so nicht planbar ist. Und so bleibt nach Essen neben der Begeisterung auch ein leiser Zweifel: Wann sieht man sich wieder? Hoffentlich nicht erst in einem weiteren Jahrzehnt.</p>


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