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	<title>Edvard Munch &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>1349: The Infernal Pathway (VÖ: 18.10.2019)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2019 07:06:53 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute kommt <strong>„The Infernal Pathway“</strong> von <strong>1349</strong> in die Läden. Es ist das siebte Album der norwegischen Black Metal Band, das wieder via <strong>Season of Mis</strong>t vertrieben wird. Im nächsten Frühjahr gehen sie mit ABBATH <a href="https://metal-heads.de/news/abbath-tour-mit-1349-und-vltimas/">auf Tour</a>. Wahrscheinlich sind sie dann gerade rechtzeitig zur Eröffnung des neuen <strong>Edvard Much Museums</strong> zurück. Denn zu diesem Anlass haben <strong>1349</strong> zu dem Bild <strong>&#8218;Dødskamp&#8216;</strong> einen Song geschrieben, der auch auf dem neuen Album zu finden ist.</p>
<h3>Eine Reise durch Dunkelheit und Wahnsinn</h3>
<p><img decoding="async" class="wp-image-85693 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/10/1349_band_2019_Dmitry-Valberg-300x200.jpg" alt="1349" width="252" height="168" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/10/1349_band_2019_Dmitry-Valberg-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/10/1349_band_2019_Dmitry-Valberg-768x513.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/10/1349_band_2019_Dmitry-Valberg-1200x801.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/10/1349_band_2019_Dmitry-Valberg-600x401.jpg 600w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" />Wenn eine Band das Jahr, in dem die norwegische Bevölkerung durch die Pestepidemie zwei Drittel ihrer Bevölkerung verloren hat, zum Bandnamen macht, ist es nicht verwunderlich, wenn Dunkelheit, Verzweiflung und Wahnsinn in die  Musik einfließen.</p>
<p><strong>„The Infernal Pathway“</strong> schafft düstere Klanglandschaften, in denen nicht nur das ‚frostige‘ Drumming einem Schauer über den Rücken schickt. Es ist aggressiv durch das enorme Tempo, beruhigt mit Old School Black Metal – Elementen. Teilweise gibt es ein ordentliches Geholze, das aber gespickt ist mit scharfgeschliffenen Riffs. Und es wird düster und kalt wie bei <strong>„Revelations Of The Black Flame“</strong> dem Album von 2009, um dann wieder einen farbigen Klang entstehen zu lassen.<br />
Die klangliche Dichte und Vielfalt der Nuancen durch die Klangverschiebungen und Schattierungen gefällt mir gut. <strong>1349</strong> haben ihre dynamischen Möglichkeiten vielfältig ausgeschöpft. Von trommelndem Dauerfeuer zu Melodien ist alles dabei. Auf diese Weise entwickelt sich ein rauer Black Metal, der zum Schluss einen epischen Einschlag bekommt.</p>
<h3>Unvorhersehbare Wendungen und atmosphärische Intermezzi</h3>
<p><strong>„Abyssos Antithesis“</strong> beginnt mit einladendem rockenden Riff, das nach einem percussiven  Gewitter in einen dissonanten Höhepunkt mündet. Schwarze, thrashige Elemente verleihen dem Opener einen bösen Klang und bereitet uns auf das Kommende vor.</p>
<p><strong>„Through Eyes Of Stone“</strong> ist  intensiv und dynamisch. Dieser Track entführt uns in einen Klangkosmos mit thrashigen Elementen aber vernachlässigt dabei das Melodische nicht – zumindest bis <strong>Ravns</strong> Vocals diese kurzen Momente der Harmonie wieder auflösen.</p>
<p><strong>„Tunnel of Set VIII“</strong> ist eines der drei Intermezzi, die eine unheimliche Atmosphäre schaffen.</p>
<p><strong>„Enter Cold Void Dreaming“</strong> ist ein weiteres Beispiel für <strong>Frosts</strong> fast jazzige Art, nach rasendschnellem Drumming unerwartete Veränderungen im Rhythmus vorzunehmen. Die Saitenfraktion wirft Riffs hinein, setzt ein anderes Tempo dagegen, was eine enorme Spannung erzeugt.</p>
<p><strong>„Towers Upon Towers“</strong> ist einer der Songs, der sich direkt eingebrannt hat. Ich kann nicht sagen, ob es am schwarzmetallischen Einstieg, dem donnernden Fundament aus Drums und Bass oder den dichten Riffs liegt, die (ab 1:40 ) Ohrwurmcharakter haben.</p>
<h3>Sogwirkung</h3>
<p>Mit <strong>„Deeper Still“</strong> tauchen wir noch weiter in die Welt von <strong>1349</strong> ein. Hier zeigt <strong>Archaon</strong> wie gut er sein Instrument beherrscht. (Ob es daran liegt, dass er seit Kurzem eine <strong>Deamoness</strong> (Lutherie Infernus) – Signature Gitarre spielt, die speziell für ihn gebaut wurde?) <strong>1349</strong> spielen mit Dissonanzen und <strong>Ravns</strong> Vocals setzen dem Ganzen einen deutlichen Stempel auf.</p>
<p>Bei <strong>„Striding the Chasm“</strong> werden uns in enormem Tempo rücksichtslos Death Metal Passagen  um die Ohren gehauen, die sich dann in Melodien auflösen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-77495 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-300x300.jpg" alt="1349 Dødskamp Cover" width="201" height="201" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-768x768.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-1200x1200.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/04/SOM514EP-1349-Dodskamp-1500x1500px-300dpi-RGB.jpg 1500w" sizes="(max-width: 201px) 100vw, 201px" />Und dann <strong>„Dødskamp“</strong>: über diesen Song habe ich ja bereits <a href="https://metal-heads.de/news/dodskamp-1349-interpretieren-gemaelde-von-edvard-munch/">berichtet</a>. Hier verwenden <strong>1349</strong> melodische und rhythmische Konstruktionen, die für sie eher ungewöhnlich sind. Im Rahmen von <strong>„The Infernal Pathway“</strong> fasst dieser Song in gewisser Weise die gesamten Klangaspekte und Variationen zusammen.</p>
<p><strong>„Stand Tall in Fire“</strong> bringt ein episches apokalyptisches Ende. Ein dichter Sound mit den unvorhersehbaren Wendungen. Ein ausgesprochen dynamischer Song, in dem ruhige Momente die Vocals hervorheben, die zeitweise ein Sprechgesang sind. Und hier kommt auch der Bass schließlich doch noch zur Geltung und das Solo fügt sich wunderbar ein.</p>
<h3>Wohltemperierte Grausamkeit &#8211; true norwegian Black Metal vom Feinsten</h3>
<p>Mit <strong>„The Infernal Pathway“</strong> haben <strong>1349</strong> eine Atmosphäre geschaffen, die sowohl grausame als auch mystische Momente hat, roh und dennoch zugänglich. Richtig gut gefallen hat mir <strong>Frosts</strong> Drumming. Er hat ein gutes Gespür dafür, wann ein Rhythmuswechsel für Betonung, Auflösung, Zusammenführung sorgt. Das Dauerfeuer der Drums, der Wechsel aus der Raserei in ein schweres Midtempo, die ausgefeilten Riffs und die keifenden, flüsternden und manchmal krächzenden Vocals wirken enorm intensiv. An einigen Stellen hätte ich mir einen präsenteren, ausgeprägteren Bass gewünscht &#8211; z.B. wie bei <strong>„Stand Tall In Fire“</strong> . Das hätte einigen Songs einen fruchteinflößenderen Charakter gegeben. Dennoch können wir sicher auch zukünftig einiges von <strong>1349</strong> erwarten. Aber hoffentlich müssen wir nicht wieder fünf Jahre warten.</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B07VSJMGYC&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;The Infernal Pathway (Ltd.Digibox)&#8220;]</p>
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		<title>Dødskamp – 1349 interpretieren Gemälde von Edvard Munch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2019 15:10:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Juni 2020 wird in Oslo das neue Edvard Munch – Museum eröffnen. Zu diesem Anlass wurden Musiker eingeladen, jeweils ein selbstgewähltes Werk von Munch musikalisch zu interpretieren. Die Black Metaller von 1349 haben sich&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juni 2020 wird in Oslo das neue <strong>Edvard Munch – Museum</strong> eröffnen. Zu diesem Anlass wurden Musiker eingeladen, jeweils ein selbstgewähltes Werk von Munch musikalisch zu interpretieren. Die Black Metaller von <strong>1349</strong> haben sich für <strong>Dødskamp</strong> entschieden.</p>
<p>Dazu Gitarrist <strong>Archaon:</strong></p>
<blockquote><p>Munch is arguably the biggest Norwegian artist throughout history, together with Edvard Grieg, I suppose. His works are tremendously dark and eerie, reflecting a lot of anxiety, pain and loneliness, in the way I perceive them. So, it suited us perfectly.</p></blockquote>
<h3>Edvard Munch – Krankheit, Tod und Trauer</h3>
<p>Der Norweger <strong>Edvard Munch</strong> lebte von 1863 – 1944. Er war Maler und Grafiker und gilt als einer der wegweisenden Maler des Symbolismus und Expressionismus. Sein bekanntestes Bild ist wohl <strong>„Der Schrei“</strong>. In seinen Werken thematisierte Munch, der sein Leben lang mit psychischen Problemen zu tun hatte, immer wieder Krankheit, Tod und Trauer. Das Bild <strong>Dødskamp</strong> entstand 1915 und befindet sich seitdem im Staten Museum for Kunst in Kopenhagen.</p>
<h3>1349:  „Munchs Kunst schreit wortwörtlich in deinem Kopf“</h3>
<p><strong><img decoding="async" class="alignnone wp-image-38047 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/02/1349-Bandfoto-300x200.jpg" alt="1349 Bandfoto" width="249" height="166" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/02/1349-Bandfoto-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/02/1349-Bandfoto-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/02/1349-Bandfoto-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/02/1349-Bandfoto.jpg 819w" sizes="(max-width: 249px) 100vw, 249px" />1349,</strong> die ihr Konzept selbst als „Gehör-Höllenfeuer“ bezeichnen, haben sich nach dem Jahr benannt, in dem die Pest fast 60% der norwegischen Bevölkerung tötete. Die Themen Dunkelheit, Angst, Einsamkeit mit ihren Folgen aber auch Verursachern, haben 1349 in ihren bisher sechs Alben aufgegriffen.</p>
<p>Dennoch war die Arbeit an dem Song Dødskamp eine Herausforderung für die Band und ein neuer Weg des Songwritings, der schlaflose Nächte mit sich brachte. Doch wie Idar Burheim (Archaon) sagt: es hat sich gelohnt.</p>
<h3>„This is the soundtrack to the dilemmas of mortality“ – der Song Dødskamp</h3>
<p><strong>1349</strong> haben ja eigentlich immer schon gemacht, was sie wollten. Markenzeichen sind aber wohl die eiskalt klirrenden Riffs sowie das ‚frostige‘ Drumming, das so prägnant ist. Auch diesmal sind es diese Elemente, die aus dem sonst atmosphärisch gestalteten Song hervorragen. Wobei es auch wirklich ‚wärmere‘ Abschnitte gibt: z.B. den melodiös gestalteten Beginn und dem Ausklang. Getragen von klaren Riffs und einem Doublebass-Teppich, werden die Lyrics ausgebreitet. Hier klingt an, wie Archaon seinen Zugang zum Bild von Munch beschreibt: zuerst ist das Rohe zu sehen, das sich magisch verwandelt, wenn man die Perspektive wechselt. Vielleicht wollen <strong>1349</strong> dem Schrei im Kopf mehr Nachdruck verleihen und haben daher verstärkt auf das Drumming und die Riffs gesetzt und weniger auf dissonante Riffs.</p>
<p>Der Song ist absolut hörenswert – ob nun als <strong>1349</strong> &#8211; Freund oder Munch – Liebhaber.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h3>„…mit Aufmerksamkeit findet man mehr in der Musik als das, was man beim ersten Mal hört“</h3>
<p>In den Erläuterungen zum Entstehungsprozess des Songs weist Idar Burheim (Archaon) darauf hin, dass ein untrainiertes Ohr Zeit braucht, um Black Metal wirklich hören zu können.</p>
<blockquote><p>Es ist viel mehr als das, was das Ohr trifft, so wie bei vielen Dingen: mit Aufmerksamkeit findet man mehr in der Musik als das, was man beim ersten Mal hört.</p></blockquote>
<p>Dann stellt er wieder den Bezug zum Gemälde von Munch her, indem er auf die Ähnlichkeit hinsichtlich der Dunkelheit verweist, die 1349 und Munchs Werke verbindet.</p>
<p>„Zuerst sieht man sich die Struktur des Bildes an und es sieht roh aus. Fast primitiv und nicht das, was man erwartet. Dann macht man einen Schritt zurück und es verwandelt sich magisch in etwas anderes und es schreit wortwörtlich in deinem Kopf. Es ist sicher im Geist von Munch und es passt sehr gut zu uns.“</p>
<p>Eine Beschäftigung mit dem Bild von <strong>Munch</strong> im Zusammenhang mit dem Song von <strong>1349</strong> dürfte gerade auch für all die interessant sein, die <strong>das Artwork von Metal – Alben</strong> zusammen mit der Musik als Ganzes betrachten.</p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B00LU8UPSS&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Massive Cauldron of Chaos (Ltd.Edition Incl.Bonu&#8220;]</p>
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