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	<title>André Olbricht &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Blind Guardian &#8211; Marcus Siepen im Interview Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 17:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[André Olbricht]]></category>
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					<description><![CDATA[So liebe Leute, hier nun der versprochene zweite Teil unseres Interviews mit Marcus Siepen von Blind Guardian, der wirklich lange und ausführlich erzählt hat. Ich hoffe ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So liebe Leute, hier nun der versprochene zweite Teil unseres Interviews mit <strong>Marcus Siepen</strong> von <strong>Blind Guardian</strong>, der wirklich lange und ausführlich erzählt hat. Ich hoffe ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Interview selber. Los geht&#8217;s:</p>
<h3>Blind Guardian auf dem Rage Against Racism?</h3>
<p>metal-heads.de (MH): Wir von metal-heads.de haben ja letztens als Medienpartner das „<strong>Rage Against Racism</strong>“ bei euch um die Ecke in Duisburg präsentiert. Ein tolles Festival, umsonst und draußen und das auch noch zwei Tage lang. Natürlich etwas kleiner. Ist so etwas für eine Band wie Blind Guardian mittlerweile ausgeschlossen oder könntet ihr euch vorstellen auch solche Gigs zu spielen?</p>
<p>Marcus Siepen (MS): Ich würde gar nichts ausschließen, nein. Das kommt drauf an, wenn es vom Zeitpunkt und allen anderem her passt. <strong>Ich habe überhaupt kein Problem damit, auch kleinere Gigs zu <a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-47351" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-169x300.jpg" alt="Köln Rock Pit Lemmy" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Rock-Pit-Lemmy.jpg 1836w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>spielen</strong>. Es muss nicht alles irgendwas großes sein. Die Größe des Konzerts oder des Events sagt ja nichts über die Qualität oder den Spaßfaktor aus. Du kannst ne kleine Club-Show spielen und am nächsten Tag in Wacken vor über 100.000 Leuten und es kann beides gleich geil sein. Die Größe des Publikums hat für mich exakt gar nichts mit der Qualität des Konzertes zu tun. <strong>Ich persönlich bin sogar ein Freund von kleineren Festivals</strong>, denn das ist die Art von Festival mit der wir aufgewachsen sind. Also <strong>Dynamo Open Air</strong> bevor es auf dem Flugplatz mit 150.000 Leuten war, sondern wirklich noch als es auf dem Marktplatz war, kein Eintritt, eine Bühne, sechs Bands und zwischen jeder Band ist auch mal Ruhe. Mag ich, ich mag auch das <strong>Rock Hard Festival und das Dong Open Air</strong> finde ich total geil. Klein, gemütlich und überschaubar. Das ist so mein Ding.</p>
<h3>Ist der Metal wirklich tot?</h3>
<p>MH: Wenn man so lange dabei ist wie ihr&#8230; <strong>Da hieß es ja schon wiederholt &#8222;der Metal ist tot&#8220;</strong>, was ich persönlich gar nicht finde&#8230;</p>
<p>MS: <strong>Metal war nie tot!</strong> Also, ich weiß nicht, wo der Spruch herkam. In den 90ern haben sie alle gesagt, der Metal ist tot, weil Grunge da war. Wenn ich jetzt uns als Beispiel nehme: in den 90ern haben wir die Tales From The Twilight World, Somewhere Far Beyond, Imaginations From The Other Side und die Nightfall In Middle-Earth rausgebracht. <strong>Da kann ich nicht sagen, dass der Metal tot war</strong> und es gab ja noch genug andere Bands, die in den 90ern durchgestartet sind. Von Dream Theater über In Flames bis hin zu was weiß ich nicht was.</p>
<p>MH: Die alten Heroen sterben aber langsam aus. Die letzte Tour von Black Sabbath ist gerade durch.</p>
<p>MS: Ja, das ist aber altersbedingt, nicht weil der Metal tot ist.</p>
<h3>Neue Bands und Innovationen</h3>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-27196" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-300x191.jpg" alt="Blind Guardian Band" width="300" height="191" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-300x191.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band-600x383.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Blind-Guardian-Band.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>MH: Gibt es denn <strong>noch Innovationen </strong>künstlerischer Art? Technisch ist klar, da hat sich viel weiter entwickelt.</p>
<p>MS: Es gibt nach wie vor hervorragende Bands. <strong>Es wird schwieriger, Bands zu entdecken</strong>. Obwohl schwieriger kann ich noch nicht mal sagen. Es gibt halt sehr, sehr viele Bands. Ich glaube, dass es für neue Bands heute schwieriger ist, sich durchzusetzen, weil alleine über YouTube Clicks funktioniert es nicht. Überhaupt müssen die Leute erst einmal auf deinen YouTube-Channel aufmerksam werden. Aber ich entdecke immer wieder Sachen, die ich vorher noch nicht kannte. Zum Beispiel war ich, glaube ich, letztes Jahr auf einem Amorphis Gig und die hatten zwei Support Bands. Einmal <a href="http://texturesband.com/en/news" target="_blank" rel="noopener">Textures</a> aus Holland, die ich schon länger kenne und sehr mag und dann noch <a href="https://www.facebook.com/PoemOfficial" target="_blank" rel="noopener">Poem</a> aus Griechenland. <strong>Die kannte ich überhaupt nicht, aber die haben mich total weggeblasen</strong>. Unglaublich geile Band, leicht progressiv, modern, aggressiv. Die fand ich total geil. Vielleicht eine kleine Tool Schlagseite ab und zu, aber ansonsten sehr eigenständig. <strong>Von daher, ja es gibt immer noch hervorragende, neue Bands zu entdecken</strong>.</p>
<h3>Blind Guardian und die Suche nach Inspiration</h3>
<p>MH: Vielleicht auch eine Möglichkeit selber nochmal neue Inspirationen zu bekommen?</p>
<p>MS: Also, Inspirationen kannst du von allem kriegen. Das kann ein Stück sein, dass du im Radio hörst oder ne Band sein, die du live irgendwo entdeckst. Das kann ein Buch sein oder auch irgendwas sein, was in den Nachrichten kommt. <strong>Inspirationen gibt es von überall</strong>. Irgendwas triggert einen Prozess in deinem Gehirn. Das kann logischerweise auch einfach sein, wenn ich zuhause auf dem Sofa sitze, die Gitarre in der Hand und vor mich hindaddele. Irgendwann spielst du irgendwas und denkst, oh das ist aber cool. <strong>Diesen Moment musst du halt möglichst schnell einfangen</strong>, weil sowas vergißt du auch unglaublich schnell wieder und dann ist es weg.</p>
<p>MH: Das geht natürlich heute dann auch dank Handy viel einfacher.</p>
<p>MS: Oh ja, viele Ideenschnipsel habe ich auf dem Handy. Denn das hast du immer dabei. Im Zweifelsfall summst du halt eine Melodie da rein oder spielst mit der Gitarre. Heute kann man die Sachen viel bequemer festhalten. Zum Glück! Die Technik muss ja für irgendwas gut sein.</p>
<h3>Früher war es einfacher</h3>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-47303" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg" alt="Blind Guardian Marcus Siepen" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg 1836w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>MH: Ist es denn für neue Bands heute wirklich so viel schwerer, Aufmerksamkeit zu bekommen, respektive dann zu behalten?</p>
<p>MS: Ich glaube, die Szene hat sich insofern verändert, dass <strong>Plattenfirmen anders agieren als damals</strong>. Als wir angefangen haben in den 80ern hatten die Plattenfirmen wirklich langfristige Pläne und wollten eine Band über mehrere Jahre etablieren und aufbauen. Und so wie ich das sehe, bekommst du heute als Newcomer <strong>eine</strong> Chance. Du kriegst ein paar Scheine in die Hand gedrückt, darfst dann ein möglichst günstiges Debütalbum aufnehmen und wenn das funktioniert, darfst du es nochmal versuchen. Und wenn das nicht funktioniert, bist du weg vom Fenster. Das heißt, du hast <strong>genau eine Chance</strong>. Das hat sich geändert und das macht es definitv nicht einfacher für neue Bands. Aber wie gesagt, dieses Gesunde über einen längeren Zeitraum wachsen, sehe ich heute bei vielen Bands nicht mehr.</p>
<h3>Masse an Konzerten</h3>
<p>MH: Ich finde auch es ist schwieriger geworden. Als ich angefangen habe Musik zu hören, zu Konzerten zu gehen, gab es <strong>eine Handvoll Konzerte im Monat</strong>. Und jetzt könnte ich an einem Tag zu drei oder vier verschiedenen Konzerten gehen.</p>
<p>MS: Ja, du wirst fast schon totgeschlagen und die Leute können logischerweise nicht jeden Tag auf ein Konzert gehen und eine Karte kaufen. Wer hat denn dafür schon das Geld? Das ist auch das nächste Ding. <strong>Dieser Mythos, Bands verdienen durch Konzerte und Merchandise Geld. Das stimmt so nicht</strong>. Denn Konzerte kosten Geld und wenn du eine unbekannte Band bist, kommen keine Leute zu deinem Konzert und dann verdienst du auch nichts. Beim Merchandise gibt es teilweise Klauseln. Da verdient noch die Plattenfirma mit und die Hallen wollen teilweise auch noch Prozente und da bleiben einer Band teilweise nur noch 20% vom Shirt übrig und das ist meistens noch unter dem Herstellungspreis.</p>
<p>MH: Und neben dem Geld, muss man als Fan auch erst einmal die Zeit haben so viele Konzerte zu besuchen. Job, Familie&#8230; Da suchen sich viele schon genau aus, wo sie hingehen oder kommen gar nur zum Headliner. Was Neues zu entdecken, wird so schon schwer.</p>
<p>MS: Dabei ist das doch auch Teil des Spaßes, das ganze Drumherum. <strong>Das Interessante ist doch auch das Beiwerk</strong>. Wer spielt da sonst noch, gibt es was Neues zu entdecken.</p>
<h3>Blind Guardian und die Suche nach der Vorband</h3>
<p>MH: Ist das für euch denn auch <strong>ein Kriterium eine Vorband auszusuchen</strong>?</p>
<p>MS: <strong>Wir sind da sehr wählerisch</strong>. Beim letzten Mal <strong>Orphaned Land</strong>, war sogar mein Vorschlag. Wir hatten uns zusammengesetzt und überlegt, wen können wir denn mitnehmen. Ich habe sofort Orphaned Land auf den Tisch gebracht. Zum einem, weil ich die musikalisch sehr mag und die meiner Meinung nach sehr gut zu uns passen. Auch wenn sie was anderes machen, aber es gibt viele Überschneidungen. Und zum anderem kenne ich die Jungs seit vielen Jahren, wir sind miteinander befreundet und ich wusste, dass sie menschlich gut reinpassen. <strong>Und das ist auf Tour durchaus auch wichtig</strong> und nicht unangenehm, wenn du nette Leute um dich herum hast.</p>
<p>MH: Bei mir zumindest hat es geklappt. Ihr hattet Anfang der 90er mal Depressive Age als Vorgruppe und die haben mich damals auch echt überzeugt. Konzept ist also aufgegangen.</p>
<p>MS: Ja, siehst du. Es gibt viele gute Packages da draußen.</p>
<h3>Neue Tourpläne?</h3>
<p>MH: Abschließend dann noch die Frage, ob ihr schon Pläne für eine neue Tour habt?</p>
<p>MS: Für eine Tour nicht. Wir spielen diesen Sommer insgesamt zwölf Shows, über die Hälfte davon haben wir schon gespielt. Wir waren fast zwei Jahre für die letzte Platte auf Tour. <strong>Jetzt wollen wir uns aufs Songwriting konzentrieren</strong>, damit irgendwann auch ein neues Album kommt und dann geht es wieder von vorne los. Also mehr ist erst einmal nicht geplant.</p>
<p>Und so endet unser Interview mit Marcus Siepen von Blind Guardian. Abschließend nochmal ein großes Dankeschön für die ausführlichen Antworten und interessanten Einblicke. Viele Konzerte wird es die nächste Zeit ja leider nicht mehr geben, wie uns Marcus am Schluss mitgeteilt hat. Die Wartezeit auf die nächste Tour können wir aber  mit dem tollen Album zur letzten Tour  „Live Beyond The Spheres“ verkürzen. Den Link findet ihr unten oder ihr besucht Blind Guardian mal auf ihrer <a href="http://www.blind-guardian.com/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> oder bei <a href="https://www.facebook.com/blindguardian" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> für Neuigkeiten. <strong>Stay tuned!</strong></p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B071ZH21C2&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Live Beyond the Spheres&#8220;]</p>
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		<title>Blind Guardian &#8211; Marcus Siepen im Interview Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[soundchaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2017 17:44:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[André Olbricht]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen eines Medien Tages zur Veröffentlichung ihres neuen Live-Albums &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; standen Blind Guardian im Kölner Rock Pit der Presse Rede und Antwort. Da unser Redakteur Uwe sich dem Album schon&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen eines Medien Tages zur Veröffentlichung ihres <strong>neuen Live-Albums &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220;</strong> standen <strong>Blind Guardian</strong> im Kölner <a href="http://www.rock-pit.club/" target="_blank" rel="noopener">Rock Pit</a> der Presse Rede und Antwort. Da unser Redakteur Uwe sich dem Album schon ausführlich in seinem <a href="https://metal-heads.de/reviews/blind-guardian-live-beyond-the-spheres/" target="_blank" rel="noopener">Review</a> gewidmet hat, habe ich meine Fragen etwas allgemeiner gehalten. <strong>Gitarrist Marcus Siepen</strong> hat sich sehr viel Zeit genommen und das Ganze ist etwas länger und ausführlicher geworden. Deshalb an dieser Stelle noch einmal ein <strong>großes Dankeschön für dieses nette und unterhaltsame Gespräch</strong>. Teil 1 gibt es jetzt hier zu lesen und Teil 2 folgt in Kürze. Viel Spaß!</p>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-47301" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg" alt="Blind Guardian im Rock Pit Köln" width="720" height="405" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln-300x169.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-im-Rock-Pit-Köln-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a></p>
<h3>Privat-Adressen und die Kommunikation</h3>
<p>metal-heads.de (MH): Hallo Marcus, vielen Dank schon mal, dass du dir Zeit nimmst, meine Fragen für metal-heads.de zu beantworten. Ich will erst einmal weit zurück in der Zeit gehen. Ich habe hier eure ersten Alben. Da ist <strong>im Booklet noch eine Adresse</strong> abgedruckt, unter der man euch erreichen konnte. Heutzutage wohl eher undenkbar, oder?</p>
<p>Marcus Siepen (MS): Das hat sich auch damals schon sehr schnell als schlechte Idee entpuppt. <strong>Wir waren naiv und blauäugig</strong> und haben uns gedacht, wenn uns jemand kontaktieren möchte, dann bitteschön. Das ist dann aber auch irgendwann so ausgeartet, dass dann <strong>nachts um vier dein Telefon läutete</strong> und jemand aus Australien Blind Guardian in den Hörer brüllte und dann auflegte. Und du stehst dann da und denkst „Dankeschön, gut das wir mal drüber gesprochen haben&#8230;“. Mit der Tales sind wir dann davon wieder abgegangen, unsere privaten Adressen zu veröffentlichen. Es gab halt Leute, die rufen zu den unmöglichsten Zeiten an, <strong>um zu sagen, dass ihre Schwester ne blöde Kuh ist, weil sie kein Blind Guardian mag&#8230;</strong></p>
<h3>Die sozialen Medien und Downloads</h3>
<p>MH: Ist es denn heute mit Internet und den sozialen Medien wie Facebook etc. anders?</p>
<p><a href="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-47303" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg" alt="Blind Guardian Marcus Siepen" width="169" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-169x300.jpg 169w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-768x1365.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-675x1200.jpg 675w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen-600x1067.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2017/08/Blind-Guardian-Marcus-Siepen.jpg 1836w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a>MS: Es ist anders, weltweit. <strong>Internet ermöglicht dir natürlich Kommunikation mit allen Leuten, überall</strong>. Was als Promo-Tool natürlich wunderbar ist. Auf der anderen Seite gibt es auch die illegalen Download-Geschichten, was nicht so optimal ist. Wir bauen aber drauf, dass der Fan ein loyaler Fan ist und kapiert, dass wenn man alles runterlädt, die Band irgendwann nicht mehr existieren kann. Bei uns klappt das aber ganz gut.</p>
<p>MH: Hat sich denn <strong>die Art der Kommunikation mit den Fans geändert</strong>? Der Kontakt über E-Mail oder Facebook ist ja schneller und direkter, ob Lob oder Kritik. Anonym übers Internet ist da die Scheu ja oft geringer beleidigend zu werden.</p>
<p>MS: Das Ding ist, durch Geschichten wie Facebook oder Foren <strong>ist jeder irgendwie zum Kritiker geworden</strong>. Viele Leute meinen, zu jedem Scheiss ihren Senf beitragen zu müssen. Manchmal ist es gut, manchmal ist es weniger gut. Ich versuche auch meistens, mich aus solchen Geschichten rauszuziehen. Ich bin nicht jemand, der jetzt den ganzen Tag online ist und Reviews von uns sucht. Die Zeit habe ich gar nicht. Wenn wir eine neue Platte draußen haben, bin ich anfangs immer noch sehr neugierig und lese mir ein paar Sachen durch. Aber dann reicht es mir auch relativ schnell.</p>
<h3>Das Blind Guardian-Konzertfeeling</h3>
<p>MH: Hat sich denn auch <strong>das Konzert-Erlebnis für euch verändert</strong>? Ihr seid ja auch schon ein paar Jahrzehnte im Geschäft, stammt auch noch aus der Prä-Handy-Ära.</p>
<p>MS: Feuerzeuge statt Handy-Display? Nee, das Konzertfeeling für uns ist eigentlich relativ gleich. Das Publikum ist größer geworden über die Jahre. Geht aber eigentlich genau so ab wie damals. Was interessant ist, dass wir nach wie vor Leute zu unseren Konzerten ziehen, die ich schon vor dreißig Jahren gesehen habe. Der Old-School Fan ist also mit uns alt geworden, mit uns gewachsen. Wir haben aber bei jeder Tour auch neue, junge Fans mit dabei stehen. Was natürlich perfekt ist. Was sich geändert hat, wie du schon gesagt hast: früher beim Bard&#8217;s Song gingen die Feuerzeuge hoch und jetzt hast du halt in der ersten Reihe die Handys und es wird gefilmt. Das kann nervig sein. <strong>Deswegen immer wieder der Aufruf.</strong> Steckt die Handys weg, guckt das Konzert mit euren eigenen Augen, es ist 3D, hat tolle Farben.</p>
<p>MH. Ihr seid ja auch für eine <strong>gute Live-Show</strong> (siehe auch das Video unten) bekannt. Mich nervt das auch immer. Selfies hier und da, es wird getippt. Leute, wofür seid ihr da?</p>
<p>MS: Ja eben. Wofür besuche ich denn ein Konzert? Ich gehe ja nach wie vor selber zu Konzerten von meinen Lieblings-Bands und das letzte wodran ich denken würde, wäre mein Handy auszupacken und einen Song zu filmen. Die ganzen verwackelten YouTube-Videos sehen eh alle scheiße aus, klingen auch scheiße. Mein Handy ist nun mal nicht darauf ausgelegt bei Konzert Lautstärke einen vernünftigen Film zu machen. <strong>Also ich gucke das Konzert und genieße es und gut</strong>.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN - The Ninth Wave (OFFICIAL LIVE VIDEO)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Fn3-uhU6AyY?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Das 1. Live Album mit dem neuen Schlagzeuger</h3>
<p>MH: <strong>Stichwort Live-Album: ist das heutzutage nötig</strong> oder sagt man sich nicht lieber, wir bringen eine Blu-Ray oder DVD raus, wo man das Konzert dann auch noch in Farbe und bunt hat?</p>
<p>MS: Ich sehe es getrennt voneinander. Auch damals das letzte Live-Album war ja getrennt von der DVD. <strong>Wir haben jetzt die Chance genutzt und fast jedes Konzert der Tour aufgenommen</strong>. Das kannst du filmtechnisch nicht machen. Die DVD damals haben wir glaube ich mit fünfzehn Kameras gefilmt. Und du kannst kein Kamerateam mit fünfzehn Leuten und Equipment noch mit auf Tour schleppen. Du bräuchtest mehr Nightliner, mehr Trucks und mehr alles. Das heißt filmen: <strong>wir werden mit Sicherheit irgendwann wieder eine DVD / Blu-Ray machen. Aber das wird dann halt bei einem speziellen Event passieren</strong>. Und Live-Album: wir mögen es. Das war jetzt für uns <strong>das erste Mal, dass wir uns live mit Frederik am Schlagzeug auf einem Album präsentieren konnten</strong>. Wir haben seit dem letzten Live-Album drei neue Studio-Alben rausgebracht. Da war es einfach an der Zeit. 2003 war glaube ich das letzte Live-Album. Nach vierzehn Jahren kann man da nochmal was machen.</p>
<h3>Alte Songs in neuer Version</h3>
<p>MH: Was ich daran gut finde, ist, <strong>die alten Songs nochmal in einer aktuellen Version</strong> zu bekommen. Die Sachen klingen dann ja doch anders.</p>
<p>MS: Absolut, der Schlagzeuger ist ein anderer, wir haben uns als Musiker natürlich entwickelt. Du spielst auch alte Sachen heute anders, als du es damals gemacht hast. Das ist immer <strong>ein Einfangen des jetzigen Zustandes der Band</strong>.</p>
<p>So Leute, hier endet Teil 1 unseres Interviews mit Marcus Siepen von Blind Guardian. Im zweiten Teil, der ebenfalls in Kürze bei metal-heads.de erscheinen wird, widmen wir uns den Themen <strong>Innovationen</strong> <strong>und</strong> <strong>Inspirationen</strong> und gehen kurz der Frage nach, ob der Metal jemals tot war. Und warum es heute für neue Bands schwieriger ist, erfahrt ihr auch. Die Wartezeit könnt ihr euch ja mit dem tollen Album &#8222;Live Beyond The Spheres&#8220; verkürzen. Den Link findet ihr unten oder ihr besucht Blind Guardian mal auf ihrer <a href="http://www.blind-guardian.com/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> oder bei <a href="https://www.facebook.com/blindguardian" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>. Stay tuned!</p>
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		<title>Blind Guardian- &#8222;Road To Wacken&#8220; am 03.09. auf DMAX</title>
		<link>https://metal-heads.de/news/blind-guardian-road-to-wacken-am-03-09-auf-dmax/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 17:45:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dass Blind Guardian beim Wacken Open Air 2016 als einer der Headliner auftreten, war im Vorfeld von einigen recht skeptisch beäugt worden. Mit einem begeisternden Auftritt straften die Krefelder jedoch alle Skeptiker Lügen! Auch&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass <strong>Blind Guardian</strong> beim <strong>Wacken Open Air 2016</strong> als einer der Headliner auftreten, war im Vorfeld von einigen recht skeptisch beäugt worden. Mit einem begeisternden Auftritt straften die Krefelder jedoch alle Skeptiker Lügen! Auch wir von <strong>metal-heads.de</strong> waren euphorisiert, was ihr <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/woa-2016-musik-und-bands-teil-2/">HIER</a> im Bericht vom zweiten Tag W:O:A oder auch <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mein-persoenliches-wacken-open-air-2016-erlebnis-tagebuch/">HIER </a>im Wacken Tagebuch des Kollegen Osel nachlesen könnt.</p>
<h3>Ein Blick hinter die Kulissen mit Blind Guardian und DMAX</h3>
<p><strong>DMAX </strong>hat <strong>Blind Guardian </strong>beim Wacken Open Air begleitet. Die (live) aus <strong>Hansi Kürsch</strong> (Gesang), <strong>André Olbricht</strong> (Leadgitarre), <strong>Marcus Siepen</strong> (Gitarre), <strong>Frederik Ehmke</strong> (Schlagzeug) und <strong>Barend Courbois</strong> (Bass) bestehende Band gehört mit 2,5 Millionen verkauften Tonträgern seit beinahe 30 Jahren zu den internationalen Metal-Topacts und erfreut sich darüber hinaus einer überaus treuen Fangemeinde.</p>
<p>Gemeinsam mit <strong>Blind Guardian </strong>und ihrer Crew wendet sich <strong>DMAX </strong>von der Weltbühne ab und blickt erstmals hinter die Kulissen des <strong>Wacken Open Air. </strong>Dabei wir beleuchtet, wie man das Topevent erlebt, wenn man nicht Gast, sondern ein Teil der Crew ist. Im Vordergrund der <strong>DMAX</strong>-Doku steht der vielfältige und hektische Tagesablauf der Musiker auf Tour sowie die harte Arbeit der heimlichen Helden des <strong>Wacken Open Air</strong>, wie Security oder Bauleiter, die sich sonst unbemerkt im Hintergrund abspielt. Die <strong>DMAX</strong>-Doku &#8222;<strong>Road To Wacken&#8220; </strong> liefert faszinierende Einblicke in den Alltag einer erfahrenen Band und zeigt den Festivalalltag zwischen abenteuerlichem Spaß und harter Arbeit.</p>
<h3>Kommentar von Hansi Kürsch</h3>
<p>Frontmann <strong>Hansi Kürsch</strong> verrät:</p>
<blockquote><p>„Das Wacken-Festival ist für mich etwas sehr Persönliches, weil ich es als Musiker wachsen gesehen habe. Ich konnte alleine mit BLIND GUARDIAN sechs Mal dabei sein, aber auch für andere Bands und Promoakivitäten durfte ich an Wacken teilnehmen. Bei &#8222;Road To Wacken&#8220; können sich die Zuschauer auf extrem geile Bilder freuen, die das Phänomen Wacken in das Wohnzimmer bringen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich danach der ein oder andere wünschen würde, beim nächsten Wacken dabei zu sein.“</p></blockquote>
<p><strong>DMAX Doku &#8211; &#8222;Road To Wacken&#8220;</strong> &#8211; am 03. September 2016 um 22.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung exklusiv im deutschen Free-TV auf <strong>DMAX</strong>!</p>
<p><strong>Notiert euch den Termin und seid dabei!!!</strong></p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B00PG8ZWPE&#8220; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Beyond The Red Mirror&#8220;]</p>
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