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	<title>Depressionen &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>SIC ZONE mit beklemmenden neuem Video</title>
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		<dc:creator><![CDATA[soundchaser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Dec 2023 17:35:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Weihnachten, die Zeit des familiären Beisammenseins und die Zeit wo alle glücklich zusammen sitzen. Und in einer Woche ist dann schon Sylvester und es Zeit für die guten Vorsätze für das Neue Jahr. Ja,&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>Weihnachten, die Zeit des familiären Beisammenseins und die Zeit wo alle glücklich zusammen sitzen</strong>. Und in einer Woche ist dann schon Sylvester und es Zeit für die guten Vorsätze für das Neue Jahr. Ja, so sollte es sein und ist es oft auch. Aber eben nicht immer. <strong>Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich gerade zu dieser Zeit viele Menschen mit bedrückenden Gedanken quälen, in Depressionen versinken und sich alleine, verlassen fühlen und nicht mehr weiter wissen</strong>. Genau damit beschäftigen sich <strong>SIC ZONE (<a href="https://www.backstagepro.de/siczone">Bandcamp</a> | <a href="https://www.facebook.com/siczone/">Facebook</a>)</strong> in ihrem neuen Video &#8222;The Youth OF Suicide&#8220;. <strong>Schonungslos sprechen sie Depressionen und Suizidgedanken an und geben gleichzeitig einen Ausblick auf das im März 2024 kommende Album &#8222;RE:THINK&#8220;</strong>. Nichts für schwache Nerven, aber so wichtig. Und denkt daran es gibt immer Hilfe. Zum Beispiel hier: <strong>Telefonseelsorge 0800-1110111</strong></p>



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<div class="video-container"><iframe title="Sic Zone - The Youth of $uicid€ (Official Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/dxGo5fNYO0Y?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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<h3 class="wp-block-heading">SIC ZONE wollen aufrütteln und inspirieren</h3>



<p><strong>Die Mitglieder von SIC ZONE haben sich nie gescheut, harte Themen anzusprechen und durch ihre Musik eine Stimme für diejenigen zu sein, die oft überhört werden</strong>. Stellvertretend lassen wir hier <strong>Frontmann PY zu Wort kommen</strong>: &#8222;Wir wollen nicht nur Musik machen, sondern auch etwas Bedeutungsvolles schaffen. Dieses Video ist unsere Art, ein Tabu zu brechen und das Bewusstsein für die Herausforderungen zu schärfen, mit denen so viele Menschen kämpfen. <strong>Es ist eine kathartische Erfahrung für uns und hoffentlich auch für die, die es sehen werden</strong>.&#8220; Nicht umsonst haben sich SIC ZONE einen Ruf als eine der intensivsten Metal-Bands weltweit erarbeitet und kombinieren dabei fesselnde musikalische Kompositionen mit ehrlichen, oft schmerzhaften Texten. <strong>Die Band setzt sich zum Ziel, durch ihre Kunst nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu inspirieren und einen Beitrag zu wichtigen gesellschaftlichen Diskussionen zu leisten</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In eigener Sache</h3>



<p>Alles Aktuelle zu&nbsp;<strong>metal-heads.de</strong>&nbsp;gibt es bei&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/metalinyourheads/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a>. Und natürlich gibt es noch viele weitere News, Reviews und Live-Berichte aus der Szene der harten Töne bei uns auf der Homepage. Um ja nichts zu verpassen, abonniert ihr am besten unseren kostenlosen&nbsp;<a href="https://metal-heads.de/newsletter-anmeldung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Newsletter</a>&nbsp;oder folgt uns bei&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/metalinyourheads" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a>. Die besten Bilder findet ihr dann bei&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/metal_heads.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram</a>&nbsp;und unser&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/channel/UChCGVUcIhBox6PtZ9s78kvQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YouTube Channel</a>&nbsp;hält schon jetzt einiges bereit. Schaut mal rein. </p>
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		<title>Depressionen &#8211; es kann jeden treffen&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Doc Rock]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 15:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Döring]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[MIRRORPLAIN]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Interview mit Christian &#8222;Chriz&#8220; Döring von MIRRORPLAIN Das Thema Ängste &#38; Depressionen ist in der Bevölkerung einerseits weit verbreitet und andererseits für viele Betroffene weiterhin ein Tabuthema. „Schwäche“ zeigen?! Sich fachliche Hilfe holen?!&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>Das Interview mit Christian &#8222;Chriz&#8220; Döring von MIRRORPLAIN</p>



<p><strong>Das Thema Ängste &amp; Depressionen ist in der Bevölkerung einerseits weit verbreitet und andererseits für viele Betroffene weiterhin ein Tabuthema.</strong> „Schwäche“ zeigen?! Sich fachliche Hilfe holen?! Das klingt so einfach und die Realität zeichnet ein anderes Bild. In der Öffentlichkeit werden psychische Erkrankungen immer öfter erwähnt, aber auch im persönlichen privaten Umfeld ist das Thema wiederholt präsent. Mein Ziel ist es, verschiedene Aspekte rund um die ganze Angelegenheit anzusprechen und betroffene Menschen (bzw. die, die Erkrankung in den Griff bekommen haben) zu Wort kommen zu lassen. </p>



<p>Aufhänger war <strong><a href="https://metal-heads.de/news/final-stair-keine-angst-vor-depressionen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das neue Video zu „Headgames“ von FINAL STAIR</a></strong>. Da ist das Ganze wieder mehr in den Fokus gerückt und ich habe mich an unser Interview von damals erinnert. Ihr hattet damals (Ende 2020) ja <strong>mit dem Song „Mental war“ das Thema mit MIRRORPLAIN in den Mittelpunkt gestellt</strong> (<strong><a href="https://metal-heads.de/news/metal-gegen-depressionen-mehr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></strong>). Ich würde gerne Berührungsängste abbauen und allen von der Symptomatik belasteten Personen die Hoffnung auf Hilfe machen (auch wenn ich weiß, wie schwer es im Alltag aussieht! Dazu später mehr…).</p>



<p>MH: die Frage ist ja immer, wann etwas behandlungsbedürftig ist. Wann und wie ging das damals bei dir los und wann hast du gemerkt, dass du eine besondere, größere „Belastung“ hast als andere bzw. stärker „reagierst“? Hast du überhaupt eine konkrete Ursache für die psychische Reaktion gefunden?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Depressionen &#8211; es kann jeden treffen…</h3>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-03-c-by-Patrik-Selter.jpg" alt="MIRRORPLAIN - Foto 03 - (c) by Patrik Selter" class="wp-image-134597" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-03-c-by-Patrik-Selter.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-03-c-by-Patrik-Selter-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<p>Chriz: Erstmal vielen Dank dafür, das du auf mich zugenommen bist und mir somit die Chance gibst, mich wieder einmal bezüglich dieses Themas zu positionieren und ggf. den einen oder anderen zu erreichen. <strong>Einer &#8222;größeren Belastung&#8220; ist man bei einer Depressionserkrankung nicht zwangsläufig ausgesetzt,</strong> dieser kleine aber doch so gravierende Fakt lässt wahnsinnig viele Betroffene nicht mal daran glauben, diese Krankheit überhaupt zu haben. Mir ging es ebenfalls so, &#8222;andere haben den gleichen Stress, warum sollte ich damit überfordert sein&#8220;. </p>



<p>Das war ein Gedankengang, den ich andauernd hatte, bis ich irgendwann endlich akzeptiert habe, an dieser Krankheit erkrankt zu sein. Besonderheiten bei mir waren u.a., das allseits bekannte &#8222;morgens nicht aus dem Bett kommen&#8220;. Das ging teilweise so weit, dass ich, obwohl ich erst um 6 Uhr morgens anfangen musste zu arbeiten, mir einen Wecker für 3 Uhr gestellt habe, nur um es dann doch wieder 30 Minuten zu spät zur Arbeit zu schaffen. </p>



<p><strong>Man zweifelt an seinem eigenen Verstand, an seiner eigenen Fähigkeit</strong> und das alles, ohne mal eine Krankheit in Betracht zu ziehen. Ebenso hatte meine Produktivität sehr gelitten, was besonders schwer für mich war, da mein Selbstwertgefühl sehr stark an meine Produktivität gekoppelt ist. Dabei geht es mir nicht mal um besonders tolle Dinge oder Anerkennung. Ich möchte am Ende des Tages zurückblicken können und behaupten können, nein, dieser Tag war nicht umsonst.&nbsp;Als diese Symptome immer schlimmer wurden und ich mich <strong>quasi im freien Fall</strong> befand, hatte ich online nach meinen Symptomen gegoogelt, was nebenbei bei keiner einzigen Erkrankung hilft&#8230;außer bei Depressionen (lacht). Nun war aber klar was zu tun war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ohne Unterstützung von außen geht es nicht&#8230;!?</h3>



<p>MH: wie bist du an die Sache herangegangen? Und wann hast du entschieden, dass du professionelle Hilfe benötigst?</p>



<p>Chriz: Gerade in der ersten Zeit habe ich mich an meine Mutter gewandt. Sie hat mir Termine bei Therapeuten und Ärzten besorgt, eine Kleinigkeit, zu der ich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in der Lage war. Spätestens <strong>da war klar, ohne professionelle Hilfe geht hier gar nichts mehr.&nbsp;</strong></p>



<p>MH: jetzt ist es ja als Außenstehender immer leicht gesagt…“Hol‘ dir doch Hilfe!“. Aber in der Realität stehen dem Wartelisten für Behandlungsplätze und je nach Region keine ausreichenden Therapeut*innen zur Verfügung. Wie ist es bei dir gelaufen?</p>



<p>Chriz: Was du da sagst ist völlig richtig. Keine Plätze, zu wenig Therapeuten&#8230;all das ist schon besch*ssen genug, aber dann kommt noch erschwerend das hinzu, was ich schon angedeutet habe. Der Betroffene braucht Hilfe, dringend, er weiß das auch jedoch schafft er es nicht mal Termine zu machen. Geschweige denn, diese auch einzuhalten, wenn er dann einen bekommt. Mir hat &#8211; wie gesagt -damals meine Mutter geholfen, sie hat mir einen Termin bei einer freien Therapeutin gesucht und mir in den Allerwertesten getreten, das ich dort auch hingehe. <strong>Erkrankte in einem fortgeschrittenen Stadium sind mehr oder weniger völlig auf ihr soziales Umfeld angewiesen. </strong></p>



<p>MH: auf welche Weise war die Therapie für dich hilfreich, deine psychische Erkrankung in den Griff zu bekommen? Wer hat dich sonst noch unterstützt?</p>



<h3 class="wp-block-heading">(K)ein Ende in Sicht&#8230;!?</h3>



<p>Chriz: Die Frage ist viel eher, wer mich noch unterstützt. <strong>Meine Depressionen sind rezidiv. Sie kommen immer wieder</strong> und bedürfen deshalb immer wieder neuer Abklärung. Vor nicht all zu langer Zeit steckte ich erneut in einer schweren Episode fest. Doch Familie, Freunde und die Therapie gleichermaßen haben mich wieder aus dem Tief geholt. Es ist ein Auf und Ab. Jedoch fällt es mir mit der Zeit leichter, Warnsignale zu erkennen und dementsprechend früh einzugreifen und entgegen zu lenken. Jedoch wäre es ohne die Hilfe von außen teils komplett unmöglich.</p>



<p>MH: war es schwierig für dich, dir einzugestehen, dass du Hilfe von außen benötigst? Es gibt ja viele Menschen, die ihre „Sorgen“ mit sich selbst ausmachen und eben keine Unterstützung einfordern. Wie war die Reaktion deiner Mitmenschen?</p>



<p>Chriz: <strong>Das Eingestehen ist tatsächlich das Schwerste an der ganzen Situation</strong>, denn durch das Eingeständnis an einem Punkt zu sein, wo man sich selber nicht mehr helfen kann, gesteht man sich seine Schwäche ein, was ungeheuer schwer fällt. Man fragt sich gleichermaßen, wieso die Anforderungen des alltäglichen Lebens von anderen augenscheinlich so spielend leicht abgeschüttelt werden können, wohingegen man selbst an allem zu nagen hat und nachts deswegen nicht in den Schlaf kommt. Die Reaktionen der Menschen sind da teilweise keine Hilfe. </p>



<p><strong>Viele hielten mich zu Beginn für einen &#8218;Simulanten&#8216; oder einen &#8218;Hypochonder&#8216;,</strong> das hörte man dann aber meistens über 3. Personen. Wenn sich die Leute tatsächlich mit mir unterhielten, konnte ich ihnen meist meinen Standpunkt verständlich klarmachen. Da ich jedoch sehr offen mit dem Thema umgehe und in der Regel mit jedem der fragt darüber spreche, wurden die Reaktionen auf mich und meine Krankheit sehr viel positiver. Als wir 2020 &#8218;Mental War&#8216; veröffentlicht haben und ich live bei WDR Siegen über die Erkrankung sprach, <strong>kamen auch viele von außen auf mich zu, die um Rat gebeten haben, weil sie in einer ähnlichen Situation steckten, </strong>so etwas stärkt mich persönlich ungemein und zeigt mir außerdem, dass ich niemals aufhören darf darüber zu reden.</p>



<p>MH: denkst du, es ist schwieriger, sich Hilfe zu holen, wenn man prominent ist, also ziemlich im Rampenlicht des öffentlichen Interesses steht? Man hört und liest ja immer wieder von bekannten Persönlichkeiten, die sich nicht getraut haben, sich die nötige fachliche Unterstützung zu holen oder die „zu spät“ reagiert haben. Mit teils fatalen Folgen…</p>



<p>Chriz: Puh, das ist eine wirklich schwere Frage. Zum einen hätten diese Leute natürlich, dank ihres Einflusses, schnelleren Zugriff auf alles was es bedarf diese Krankheit anzugehen, zum anderen kann diese Thematik für einen irreparablen Imageschaden sorgen. <strong>Gerade Menschen, die Geld damit verdienen, sie selbst zu sein, können sich das in der Regel nicht leisten. Sie stehen mit allem was sie tun im Mittelpunkt</strong>. Privatsphäre ist gleich Null und unsere Gesellschaft als metaphorisches Haifischbecken wartet nur darauf sie straucheln und fallen zu sehen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Prominent sein ist kein Schutz vor Depressionen&#8230;</h3>



<p>Das schlimmste an unserer Gesellschaft ist, dass wenn so etwas bekannt wird, die halbe Fliesentischbesatzung dort sitzt, sich die Hände reibt, lacht und Sachen vom Stapel lässt wie:&nbsp;&#8222;Der/Die ist depressiv? Wir können gern mal tauschen, dann geht es ihm/ihr schlechter&#8220; oder &#8222;Comedian XY ist depressiv? Kein Wunder das der/die seit 3 Programmen nicht mehr lustig war&#8220; oder der all time favourite &#8222;Das der/die einen Dachschaden hat, wusste ich schon immer&#8220;. Mit ähnlichen Sprüchen wurde ich als Normalbürger konfrontiert, ich mache mir gar keine Vorstellung davon, was Prominente abbekommen müssen.</p>



<p>Aber, wenn es dann zum äußersten kommt und derjenige setzt sich selbst ein Ende, ja dann ist die ganze Welt traurig. Dann sind Depressionen eine schlimme Sache. Ach Herr Gott, wieso hat er/sie denn nicht gesprochen? Dann gibt es ihm/ihr zu ehren eine neue Stiftung, die Welt ist 2 Wochen traurig und danach darf wieder gelacht und auf den nächsten Strauchelnden gewartet werden.</p>



<p>Es tut mir leid das ich an dieser Stelle auf Galgenhumor zurückgreifen muss. Jedoch ist es genau so wie ich es beschrieben habe, wie ich schon sagte, nicht wenig davon habe ich als Normalo schon abbekommen. Unter welchem Druck einflussreiche Menschen stehen müssen, will ich mir gar nicht vorstellen.</p>



<p>MH: man hört auch immer von so etwas wie einer „Selbstmedikation“ durch den Konsum von Alkohol und Drogen als „Lösungsansatz“ in schwierigen Zeiten. Welche Meinung hast du dazu?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-01-c-by-Patrik-Selter.jpg" alt="MIRRORPLAIN - Foto 01 - (c) by Patrik Selter" class="wp-image-134595" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-01-c-by-Patrik-Selter.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-01-c-by-Patrik-Selter-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Was wirklich hilft&#8230;Chriz hat die Erfahrung gemacht</h3>



<p>Chriz: Im Endeffekt soll jeder tun was ihn glücklich macht, jedoch ist das keine Lösung auf Dauer. Das mag eine Woche helfen, vielleicht auch zwei aber dann schadet man nur noch sich selbst. Ganz zu schweigen davon das man nur Symptome bekämpft. <strong>Klar, eine Kiste Bier und der Kopf ist still, aber das hilft ja bei dem eigentlichen Problem nicht.</strong> <strong>Gesprächstherapie und ggf. Antidepressiva helfen nachhaltig</strong>, Drogen nur kurzzeitig. Was bringt es, wenn man heute Pleite ist und sich morgen die &#8218;Medizin&#8216; nicht mehr leisten kann? Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Problemen die, die &#8218;Medikation&#8216; so mit sich bringt.</p>



<p>MH: Jemand, der im Rollstuhl sitzt oder der den Arm in Gips hat, erkennt man recht eindeutig als „gehandicapt“. Psychische Erkrankungen bedeuten ja ebenfalls eine teils sehr ausgeprägte Einschränkung im Hinblick auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens. Aber diese „Beeinträchtigung“ ist halt nach außen für die Mitmenschen (Freunde, Arbeitskollegen etc.) nicht so einfach erkennbar. Was denkst du, was passieren müsste, damit psychisch kranken Menschen mehr „Verständnis“ entgegengebracht wird?</p>



<p>Chriz: <strong>Das Thema muss enttabuisiert werden!</strong> Ich bin so dreist und stelle die Behauptung auf, jeder, absolut jeder, der das hier liest, kennt jemanden der depressiv ist. Ob bekannt oder nicht. <strong>Es müsste viel mehr Aufklärung betrieben werden, damit sich die Menschen auch trauen damit zum Arzt zu gehen. </strong>Damit Betroffene eben nicht als &#8218;Hypochonder&#8216;, &#8218;Simulanten&#8216; oder, ganz philosophisch als &#8218;Spinner&#8216; abgestempelt werden. Natürlich, in unserer, heutzutage recht toleranten und aufgeschlossenen Welt sind diese Stimmen die Minderheit. Dennoch hat das auf Betroffene einen großen Einfluss. Mehr Prävention in diesem Bereich ist die Lösung und es sollte besser gestern als heute passieren.&nbsp;</p>



<p>MH: würdest du sagen, du hast deine psychische Erkrankung überstanden? Was denkst du wäre wichtig, um vorbeugend einem „Rückfall“ entgegenzuwirken?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit Rückfällen leben lernen&#8230;</h3>



<p>Chriz: Wie vorhin schonmal erwähnt sind meine <strong>Depressionen</strong> rezidiv, die <strong>kommen immer wieder, jedoch werde ich immer besser darin, diese Phasen zu erkennen und frühzeitig Einzuschreiten.</strong> So schlimm wie 2018 bis 2019 wird es hoffentlich nie mehr werden und falls doch, weiß ich, das meine Familie und meine Freunde zu mir stehen.</p>



<p>MH: kommen wir jetzt zur Musik. Wie kam es dazu, dass MIRRORPLAIN damals die Thematik im Song „Mental war“ aufgriff? Wessen Idee war das und wie haben die anderen Bandmitglieder es aufgenommen? Habt ihr noch weitere Stücke zu psychischen Erkrankungen geschrieben?</p>



<p>Chriz: Es war damals nur all zu passend, denn <strong>als wir den Song geschrieben haben, war ich gerade zur Behandlung in einer Depressionsklinik.</strong> Damals hatte ich den Jungs gerade von meinem Tiefpunkt 2019 berichtet und meinem damalig geplanten Selbstmord. Für die Jungs kam es total überraschend, sie wussten von meinen Depressionen, hätten aber nie gedacht wie schlimm es damals um mich stand. Als ich fragte ob es okay sei die Thematik aufzugreifen, waren die Jungs sofort aufgeschlossen und bereit das Thema mit anzugehen. </p>



<p>Aber tatsächlich war &#8218;Mental War&#8216; die zweite Nummer, die ich über Depressionen gesungen habe. <strong>Ich habe damals auf der &#8218;Lost in Paradise&#8216;, mehr oder weniger einen gesungenen Abschiedsbrief hinterlassen.</strong> Den Song &#8218;Listen Up&#8216;. Den Wink hat damals jedoch niemand verstanden. Ganz im Gegenteil, in einer Review zum Album wurde ich damals auf Grund meiner Texte zerrissen bzw. wurde gesagt wie &#8222;unterirdisch&#8220; diese seien und &#8218;Listen Up&#8216; war das Beispiel dafür&#8230;Ich scheine mich nicht klar auszudrücken (lacht).</p>



<p>MH: welche Aspekte des Lebens sind für dich sonst bevorzugte Themen, um sie in Songs aufzugreifen? Bleibst du dabei lieber „an der Realität“ oder bewegst dich im Bereich von erfundenen Inhalten und Stories?</p>



<p>Chriz: Ich versuche mich da schon immer an der Realität zu orientieren, jedoch bin ich da offen für alles, wenn gute Ideen kommen, sollte man sie verwerten!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="399" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-02-c-by-Patrik-Selter.jpg" alt="MIRRORPLAIN - Foto 02 - (c) by Patrik Selter" class="wp-image-134596" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-02-c-by-Patrik-Selter.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/10/MIRRORPLAIN-Foto-02-c-by-Patrik-Selter-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Das Ende ist nahe &#8211; MIRRORPLAIN lösen sich auf&#8230;</h3>



<p>MH: wenn wir uns jetzt mal auf die Band und das anstehende Release konzentrieren…wie sehen da die Pläne für die nächsten ca. 4-6 Monate aus? Ich habe ja mit Schrecken von der Auflösung, dem Ende von MIRRORPLAIN gelesen. Aber es soll ja – zumindest bis zum Jahresende noch die Veröffentlichung von ein paar Songs geben. Gibt es Abschiedskonzerte? Oder wie darf man sich „das Ende“ vorstellen? Ich weiß ja nicht, ob das schon Alles so konkret feststeht (und ob du darüber sprechen darfst…)? Sonst wäre es interessant für eure Fans!!</p>



<p>Chriz: Ja, <strong>MIRRORPLAIN ist leider bald Geschichte</strong> und leider habe ich für alle Fans da schlechte Nachrichten. <strong>Es sind tatsächlich keine Abschiedskonzerte oder ähnliches geplant. </strong>Wie schon im offiziellen Statement dazu gesagt, wir möchten dass man uns als die eingespielte und kraftvolle Truppe in Erinnerung behält die wir waren, bevor Covid uns in die Suppe gespuckt hat. Das Ende ist gekommen, sowie die letzte Nummer erschienen ist. Einen Releaseplan gibt es dafür zur Zeit nicht, jedoch werden die Songs sobald sie komplett fertig sind, zeitnah veröffentlicht. Ob das noch 2022 sein wird, steht aktuell aber noch in den Sternen, jedoch arbeiten wir mit Hochdruck an dem Material und wir wollen das es groß wird. Das sind wir unseren Fans schuldig.</p>



<p>MH: ich danke dir für die Zeit, die Fragen zu beantworten und hoffe, das Ganze hat einen gewissen „Aufklärungseffekt“. Zum Abschluss überlassen wir immer dem Interviewpartner das Wort. Hier kannst du dich zu einem Thema deiner Wahl äußern. Das kann mit Musik zu tun haben, aber auch andere Dinge betreffen. Was sollten unsere Leserinnen und Leser unbedingt noch wissen?</p>



<p>Chriz: Ich danke allen Lesern die bis zum Schluss durchgehalten haben und hoffe ich konnte ein paar Fragen über Depressionen beantworten oder helfen, Einblicke in gewisse Aspekte der Krankheit zu bekommen. <strong>Solltest du dich in meinen Schilderungen wiederfinden möchte ich dich hiermit ermutigen dir Hilfe zu suchen!</strong> Um es in den Worten von Chester Bennington zu sagen: &#8222;who cares if one more light goes out? I do!&#8220;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Final message: holt euch Hilfe und kämpft weiter!</h3>



<p>Und für alle Betroffenen unter euch, kämpft weiter! Es wird sich lohnen!</p>



<p>MH: jetzt sind wir am Ende des Interviews. Es bleibt mir nur noch, dir bzw. euch viel Erfolg in der Zukunft und alles Gute gesundheitlich zu wünschen! Da darf man ja sehr gespannt sein, wie es so musikalisch weitergeht mit den &#8222;letzten Veröffentlichungen&#8220;…und wer weiß, was die MIRRORPLAIN-Mitglieder danach noch so &#8222;anstellen&#8220;. <strong><a href="http://www.mirrorplain.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier</a></strong> findet ihr mehr dazu.</p>



<p>Wer sich für das Thema interessiert, dem ist auch <strong>das Interview mit Istvan Vörös, dem Sänger von FINAL STAIR</strong> zu empfehlen &#8211; es ist <strong><a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/final-stair-nachgefragt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></strong> nachzulesen.</p>
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		<title>FINAL STAIR &#8211; nachgefragt&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Doc Rock]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2022 21:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
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<p>FINAL STAIR &#8211; nachgefragt…</p>



<p><strong>Das Thema Ängste &amp; Depressionen</strong> ist in der Bevölkerung einerseits weit verbreitet und andererseits für viele Betroffene weiterhin ein Tabuthema. „Schwäche“ zeigen?! Sich fachliche Hilfe holen?! Das klingt so einfach und die Realität zeichnet ein anderes Bild. In der Öffentlichkeit werden psychische Erkrankungen immer öfter erwähnt, aber auch im persönlichen privaten Umfeld ist das Thema wiederholt präsent. Mein Ziel ist es, <strong>verschiedene Aspekte</strong> rund um die ganze Angelegenheit anzusprechen und betroffene Menschen (bzw. die, die Erkrankung in den Griff bekommen haben) zu Wort kommen zu lassen. Aufhänger war euer neues Video zu „Headgames“. Da ist das Ganze wieder mehr in den Fokus gerückt. <strong>Ich würde gerne Berührungsängste abbauen</strong> und allen von der Symptomatik belasteten Personen die Hoffnung auf Hilfe machen (auch wenn ich weiß, wie schwer es im Alltag aussieht! Dazu später mehr…). Einen ersten Beitrag vorab findet ihr <strong><a href="https://metal-heads.de/news/final-stair-keine-angst-vor-depressionen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></strong> bei uns auf <strong>metal-heads.de</strong>!</p>



<p>Wir haben uns &#8211; wie gesagt &#8211; nach der Veröffentlichung des Videos zu „Headgames“ <strong>den Sänger von FINAL STAIR (Istvan Vörös) geschnappt</strong> und ihm erst einmal die Frage gestellt, ob es ok ist, mal tiefer in diese Materie einzusteigen und mich bedankt, dass er ein paar Fragen dazu beantwortet. Falls meine Formulierungen nicht &#8222;ok&#8220;, kann man auch allgemeiner antworten, wenn es einem zu „persönlich“ wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">FINAL STAIR &#8211; nachgefragt… </h3>



<p><em>MH: die Frage ist ja immer, wann etwas behandlungsbedürftig ist. Wann und wie ging das damals bei dir los und wann hast du gemerkt, dass du eine besondere, größere „Belastung“ hast als andere bzw. stärker „reagierst“? Hast du überhaupt eine konkrete Ursache für die psychische Reaktion gefunden?</em><br><br>IV: Es war vor etwa fünf Jahren, da war ich 27. So Ende September, <strong>Anfang Oktober als der totale Breakdown über mich herein donnerte.</strong> Es gab da auch einen gewissen Tag X. Zu diesen Zeitpunkt hatte ich bereits eine Art Zwangsstörung entwickelt. Denn ich tastete mich bereits täglich seit einem halben Jahr überall am Körper ab. Suchte und fand. Denn ich war zunehmend der krankhaften Überzeugung, ich wäre sterbenskrank. Das Abtasten und die immer mehr damit verbundene, aufbrodelnde Panikstörung ging zum Schluss teils über Stunden hinweg. Bis ich <strong>schließlich die Überzeugung</strong> erlangte, <strong>ich wäre so gut wie tot</strong>, redete mir ein, diese und jene schwere Erkrankung zu haben und fing an zu trinken. Still und heimlich, gleich morgens nach dem Öffnen der Augen, damit ich irgendwie funktioniere.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alkohol als Selbstmedikation &#8211; eine große Gefahr&#8230;</h3>



<p>Das endete darin, dass ich an irgendeinem Tag im Urlaub mit meiner damaligen Freundin diesen urplötzlich abbrechen musste. <strong>Nachts wachte ich völlig in Schweiß gebadet und mit einer richtig heftigen Panikattacke auf</strong> und sagte ihr, wir müssen fort. Jetzt. Ich muss einen Arzt aufsuchen. Da ist irgendwas. Das war’s mit mir. Von da an verlor ich für eine sehr lange Zeit jegliche Rationalität, Lebensqualität und Lebensmut. Heftiger Alkoholkonsum, spastische Störungen, wochenlanges Erbrechen, Schlaflosigkeit, Angst vor der Angst und damit einhergehende, schwere Depressionen waren von nun an mein alltäglicher Wegbegleiter. Der Grund dafür? Damals wusste ich es nicht. Niemand wusste es. Es war ja so neu für uns alle. Heute weiß ich, es war der quälende Druck, viele Niederlagen mit meiner eigenen Musik, das mich gegen die Wand drückte. Ich kam ganz einfach gesagt damit nicht mehr zurecht. Und habe <strong>seitdem grundlegend ein anderes Denken über Musik und die gesamte Kunstbranche.<br></strong><br><em>MH: wie bist du an die Sache herangegangen? Und wann hast du entschieden, dass du professionelle Hilfe benötigst?</em><br><br>IV: Ich muss betonen, dass ich für eine sehr lange Zeit mein Problem, das zu einer ernsthaften Gefahr wurde, nicht erkannt hatte. Das ist die besondere Tücke dieser hässlichen Krankheit. In mir saß nun ein fetter Dämon, der meinen Geist und Körper gespalten hatte. Und mich nun aus meinem Leben gerissen und in einen dunkleren Raum gestellt hatte. Das erstmal im Ansatz zu begreifen, war der eigentliche Weg. Die Akzeptanz war dafür nicht vorhanden. <strong>Etwas über 50 Arztbesuche, zumeist Spezialisten,</strong> zumeist immer wieder dieselben, untersuchten meine erfundenen Symptome. Niemand konnte etwas feststellen und man legte mir dringend nahe, einen Psychologen ganz schnell aufzusuchen. <strong>Ich verlor das Vertrauen in mein Umfeld</strong>, die Ärzte und am Ende zu mir selbst. Das war das Allerschlimmste. Ich glaubte nicht mehr meinem eigenen Verstand. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Keiner versteht einen&#8230;und dann kommt die Wende&#8230;</h3>



<p>Der erste kleine Denkprozess begann, als ich auf der Straße saß, weinend, völlig vereinsamt und mich betrunken habe, um meine Panikstörungen in den Griff zu bekommen. Mein Zwillingsbruder und meine Familie kamen nicht mehr an mich heran. Sie, quasi wir alle verstanden nicht, was mit mir los war. Ich begriff es selber nicht. <strong>Aus einem vermeintlich gesunden jungen Mann wurde ein psychisch schwer kranker, lebensunfähiger Mensch.</strong> Ich war völlig heruntergekommen, hatte fürchterlich gestunken, konnte nachts nicht mehr alleine schlafen und war aufgedunsen vom Suff. Und da saß ich nun, in diesem Zustand und sah all die geschäftstüchtigen, gesunden Leute an mir vorbeilaufen. Und ich stellte mir für eine Sekunde die Frage: &#8222;Machst du jetzt so weiter und erfährst deine Erlösung, denn nichts anderes war es im Alkoholismus oder rettest du jetzt dein Leben, dass du einst so sehr geliebt hast?”<br><br>Ich begab mich nochmals in die Obhut meiner damaligen Partnerin, die mich zu meinem letzten Arztbesuch begleitet hatte. Und umgehend, längst hinfällig, <strong>beschloss ich endlich einen Psychologen aufzusuchen</strong>. Das war der Anfang vom Ende meiner Erkrankung.<br><br><em>MH: jetzt ist es ja als Außenstehender immer leicht gesagt…“Hol‘ dir doch Hilfe!“. Aber in der Realität stehen dem Wartelisten für Behandlungsplätze und je nach Region keine ausreichenden Therapeut*innen zur Verfügung. Wie ist es bei dir gelaufen?</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Diagnose kommt selten allein&#8230;</h3>



<p>IV: Ich hatte Glück. Da ich <strong>vorrangig erstmal meine täglichen Panikattacken in den Griff bekommen</strong> musste, denn ich hatte zudem schwere spastische Störungen entwickelt, war es sehr akut und es ging erstmal “nur” rein um eine Verhaltenstherapie. Nach zwei Wochen hatte ich bereits die erste Sitzung und dort <strong>wurde auch zeitgleich eine schwere Depression diagnostiziert.</strong> <br><br><em>MH: auf welche Weise war die Therapie für dich hilfreich, deine psychische Erkrankung in den Griff zu bekommen? Wer hat dich sonst noch unterstützt?</em><br><br>IV: <strong>Ich verdanke meiner damaligen Psychologin in gewisser Form mein Leben.</strong> Weißt du, ich habe nie daran gedacht, dass ich mal ernsthaft schwer psychisch erkranken würde. Somit hatte ich auch nie über die Kraft und Wirkung einer Psychotherapie nachgedacht. <br>Detailliert mag ich nicht drauf eingehen, was in den Sitzungen stattfand. Aber <strong>sie rückte alle Hebel in die richtige Richtung und half mir</strong> dabei, mit meinem Geist wieder zurück zu meinem Körper zu finden. Und das ganz ohne Tabletten, obwohl man mir das dringend angeraten hatte. <br><br>In kleinen zaghaften Schritten erkannte ich zunehmend das Licht am Ende des Tunnels. Mit ihrer Hilfe habe ich wieder gelernt das Leben anzunehmen und es anzugehen. <strong>Wichtig dabei ist, dass man als Patient die Behandlung annehmen, akzeptieren und umsetzen muss. </strong>Diesen Schritt konnte ich nur mit professioneller Hilfe an meiner Seite vollziehen. Zeitgleich rückte meine Familie ganz nah an mich heran, half mir wo sie nur konnte und gab mir jeden erdenklichen Raum. Das Verständnis meiner Erkrankung war nun von allen Seiten da. Ehrlich gesagt, kam sie erst, als ich mich in die Hände eines Psychologen begab.<br><br><em>MH: war es schwierig für dich, dir einzugestehen, dass du Hilfe von außen benötigst? Es gibt ja viele Menschen, die ihre „Sorgen“ mit sich selbst ausmachen und eben keine Unterstützung einfordern. Wie war die Reaktion deiner Mitmenschen?</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Krankheit verstehen, komische Gedanken und mehr&#8230;</h3>



<p>IV: Wie sicherlich bei den meisten Betroffenen, <strong>habe ich diese Krankheit zuerst selbst nicht verstanden. Sie kommt ganz langsam und schleichend.</strong> Hat sie dich einmal im Griff, befindest du dich bereits in einem Sog und Teufelskreis. Man erkennt erstmal gar nicht, dass man Hilfe braucht, weil man es als einen neuen Normalzustand betrachtet. Teils, das klingt jetzt vielleicht etwas schräg, habe ich <strong>meinen Verfall als Strafe Gottes betrachtet.</strong> Kein Scherz. Und ich bin Atheist. Weil eben eine Depression so unfassbar komplex und vielschichtig ist. So hart es klingt, man muss es selbst wollen und verstehen, dass man Hilfe braucht. Und vor allem jegliche Scham verlieren und sich eingestehen, das es ok ist. Und vor allem richtig ist, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und dies der einzig richtige sowie konsequente Weg ist.<br><br><em>MH: denkst du, es ist schwieriger, sich Hilfe zu holen, wenn man prominent ist, also ziemlich im Rampenlicht des öffentlichen Interesses steht? Man hört und liest ja immer wieder von bekannten Persönlichkeiten, die sich nicht getraut haben, sich die nötige fachliche Unterstützung zu holen oder die „zu spät“ reagiert haben. Mit teils fatalen Folgen…</em><br><br>IV: Nun, ich betrachte mich nicht mal im Ansatz prominent. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieser immense Druck mit der Portion Oberflächlichkeit, die dieses Business mitbringt, einen dazu verleiten kann, Hilfe erstmal komplett zu ignorieren. Denn <strong>man muss ja diese Fassade ständig aufrecht erhalten. Vielleicht denkt man auch, man wäre unbesiegbar. </strong>Und deine Mitmenschen sehen ja in dir nur noch den großartigen Künstler oder diese eine berühmte Person. Man vergisst so schnell, dass es den Menschen und eine feine Seele dahinter gibt. Jedoch <strong>glaube ich, dass prominente Persönlichkeiten sich dann wiederum schneller Hilfe holen können. </strong>Denn leider macht der Kapitalismus auch in der Medizin keinen Halt. Mit dem nötigen Kleingeld bekommt man schneller einen Therapieplatz, in einer renommierten Klinik, in einem abgelegenen Kurort mit hervorragenden Ärzten. Diese Privilegien haben leider Normalsterbliche nicht immer.<br><br>Aber <strong>die Hauptsache ist, man holt sich diese Hilfe. </strong>Denn es geht um das eigene Leben und die Gesundheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hilfe, um zurück ins Leben zu finden</h3>



<p><em>MH: man hört auch immer von so etwas wie einer „Selbstmedikation“ durch den Konsum von Alkohol und Drogen als „Lösungsansatz“ in schwierigen Zeiten. Welche Meinung hast du dazu?</em><br><br>IV: <strong>Selbstmedikation mit Alkohol und Drogen ist kreuzgefährlich.</strong> Die Psyche ist bereits heftig angeschlagen und extrem anfällig. Drogen fördern nur deine Dämonen noch mehr zutage. <strong>Selbst Zigaretten verschlechtern bei Depressionen deinen mentalen Zustand. </strong>Das ist wissenschaftlich erwiesen. Denn jede zusätzliche Abhängigkeit ist ein immenser Ballast für deine Psyche und trägt nicht mal im Ansatz zu deiner Genesung bei. Ganz im Gegenteil.<br><br>Ich habe Leute gekannt, die mir erklärt haben, sie müssen jetzt eine Zigarette rauchen, weil sie eine Panikattacke haben und nicht atmen können. Ihr Zustand hat sich danach einfach verschlechtert. Auch das muss man akzeptieren. Eine Genesung bedeutet immer den “unangenehmen” Weg zu gehen.<br><br><em>MH: Jemand, der im Rollstuhl sitzt oder der den Arm in Gips hat, erkennt man recht eindeutig als „gehandicapt“. <strong>Psychische Erkrankungen bedeuten ja ebenfalls eine teils sehr ausgeprägte Einschränkung</strong> im Hinblick auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens. Aber diese „Beeinträchtigung“ ist halt <strong>nach außen für die Mitmenschen (Freunde, Arbeitskollegen etc.) nicht so einfach erkennbar. </strong>Was denkst du, was passieren müsste, damit psychisch kranken Menschen mehr „Verständnis“ entgegengebracht wird?</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Lernen, offen über seine Erkrankung zu sprechen&#8230;</h3>



<p>IV: Ich kenne das sehr gut. Durch meine Psychotherapie <strong>habe ich gelernt, ganz offen über meine Erkrankung zu reden. </strong>Ich habe mehrere Jahre in einem Discounter gearbeitet. Dort geht es richtig, richtig heiß her und es ist ein sehr fordernder und hektischer Job. Trotzdem hatte ich dort eine sehr schöne Zeit, weil ich super Kollegen hatte, die meine Erkrankung annahmen und total ernst genommen hatten. <strong>Somit konnte ich mich viel mehr mental entspannen bei der Arbeit.</strong> Und weißt du was ich faszinierend fand? Niemand stellte meine Depression und Angststörung auch nur im Ansatz in Frage oder hat es ins Lächerliche gezogen. Ganz im Gegenteil. Sie hatten enormen Respekt davor, diese Stärke zu besitzen, einem Job nachzugehen, pünktlich und zuverlässig zu sein und sich in den Arbeitsalltag trotz meines schweren Handicaps zu stürzen.<br><br>Ich denke wie gesagt, direkt und offen drüber reden, sich nicht verstecken und einfach man selbst sein, ist ein erster Anfang. Somit bekommt man volle Akzeptanz. Denn wie soll dein Gegenüber sonst wissen, was mit dir los ist?<br><br><em>MH: würdest du sagen, du hast deine psychische Erkrankung überstanden? Was denkst du wäre wichtig, um vorbeugend einem „Rückfall“ entgegenzuwirken?</em><br><br>IV: Meine Erkrankung habe ich im Gröbsten überstanden. <strong>Meine Depressionen und Angststörungen sind mittlerweile zu meinen täglichen Wegbegleitern geworden.</strong> Sie werden mich wohl nie wieder verlassen. Und es ist okay so. Sie sind da und ich habe gelernt, damit zu leben und umzugehen. Und ich nutze sie jetzt als einzigartige Waffe für meine Kunst und Inspiration. Seit meiner Erkrankung habe ich zum ersten Mal in meinem Leben so <strong>richtig Demut kennengelernt</strong> und stehe jeden Morgen auf und sage: &#8222;Hallo Welt. Hier bist du und dort bin ich. <strong>Es wird ein schöner Tag, egal was mich heute erwartet. Denn das Leben ist kostbar.</strong>&#8222;<br><br><em>MH: kommen wir jetzt zur Musik. Wie kam es dazu, dass die Thematik im Song „Headgames“ verarbeitet wurde? Wessen Idee war das und wie haben die anderen Bandmitglieder es aufgenommen? Ihr habt ja euer Debütalbum in der Pipeline. Wird es da noch mehr Lieder zu diesem Thema geben?</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Musik aus der Zeit des seelischen Tiefpunktes</h3>



<p>IV: <strong>“Headgames” hatte ich an einem Tiefpunkt geschrieben. Bei mir ging seelisch und körperlich gar nichts mehr.</strong> Ich war ein menschliches Gefäß, gefüllt mit Dämonen der Angst, Panik und Depressionen. Wir haben uns nach Ewigkeiten wieder im Proberaum getroffen, denn wir mussten einfach weitermachen. Und ich wollte dringend etwas zu Papier bringen, auch wenn ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige Idee für den Song hatte.<br><br>Ich nahm mich zusammen, so gut wie ich es eben nur konnte und legte mit einer Vocal Line los. Wir spielten zusammen und so griff das eine Zahnrad recht schnell in das andere. Meine Jungs haben mich in diesem Moment perfekt unterstützt, denn wenn man auf den Verse achtet, besteht er aus keinem 4/4 Takt. Er ist ungerade, so wie es in diesem Moment in meinem Kopf war. Es passte jedoch alles und <strong>ich wusste, diesen Song widme ich meinen Dämonen</strong>, und gleichermaßen an alle da draußen, die den selben Weg gehen oder bereits gegangen sind: You’re not alone. Wir haben noch einige andere Tracks geschrieben, die diese Zeit behandeln. Absolut.<br><br><em>MH: <strong>welche Aspekte des Lebens sind für dich sonst bevorzugte Themen, um sie in Songs aufzugreifen?</strong> Bleibst du dabei lieber „an der Realität“ oder bewegst dich im Bereich von erfundenen Inhalten und Stories?</em><br><br>IV: Bevorzugt ziehen mein Bruder und ich als Textschreiber <strong>Erfahrungen aus unserem Leben</strong>. Sei es unsere Zeit jeweils in Frankreich und Schottland oder die Geschichte zweier junger Männer, die erblindet sich gegenseitig festhalten und dabei unterstützen, ihren Einkauf zu erledigen und das passende Geld herausgeben. <strong>Aber auch historische Begebenheiten inspirieren uns sehr</strong>, wie zum Beispiel die Geschichte von Nero, der Rom abbrannte. Bestimmte Begebenheiten werden sich immer in der Menschheit wiederholen. Verlorene Liebe, Nächte im schweren Rausch, Einsamkeit oder die pure Schönheit einer Lady. Depressionen oder erotische Leidenschaft. Wir lassen so gut wie nichts aus und setzen da keine Grenzen. <br><br><em>MH: wenn wir uns jetzt mal auf die Band und das anstehende Release konzentrieren…wie sehen da die Pläne für die nächsten ca. 6 Monate aus?</em> </p>



<h3 class="wp-block-heading">Record Release Show in Berlin zum Monatsende</h3>



<p>IV: Wir planen in den nächsten Monaten eine Tour zu spielen für unsere Debütplatte. Ihr dürft gespannt sein! <strong>Erstmal steht unsere Record Release Show am 30.09. im Lido in Berlin an.</strong><br><br><em>MH: ich danke dir für die Zeit, die Fragen zu beantworten und hoffe, das Ganze hat einen gewissen „Aufklärungseffekt“. Zum Abschluss überlassen wir immer dem Interviewpartner das Wort. Hier kannst du dich zu einem Thema deiner Wahl äußern. Das kann mit Musik zu tun haben, aber auch andere Dinge betreffen. Was sollten unsere Leserinnen und Leser unbedingt noch wissen?</em><br><br>IV: Ich möchte gerne den Lesern folgendes mitgeben: Schätzt jeden einzelnen Tag. Egal was passiert, oder wie schwierig eine Lebensphase gerade scheint. Wir haben nur dieses eine Leben. Man kann es nicht zurückspulen oder wie im Videospiel neu laden. Achtet auf Signale, auf eure Gesundheit. Sprecht über alles, was euch auf dem Herzen liegt. Und vor allem, geht raus &#8211; lebt und lacht.<br><br><em>MH: jetzt sind wir am Ende des Interviews. Es bleibt mir nur noch, dir bzw. euch viel Erfolg mit „Headgames“ bzw. dem Debütalbum und alles Gute gesundheitlich zu wünschen!</em><br><br>IV: Ich habe zu danken. Es war mir eine Freude und hoffe, einige interessante Einblicke in das Thema Depressionen geboten zu haben.</p>



<p></p>



<p>Mehr zur Band findet ihr <strong><a href="https://www.facebook.com/finalstair" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier.</a></strong></p>
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		<title>FINAL STAIR – keine Angst vor Depressionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Doc Rock]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 08:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Angststörung]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[FINAL STAIR]]></category>
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					<description><![CDATA[FINAL STAIR – keine Angst vor Depressionen Bei FINAL STAIR handelt es sich um eine Berliner Formation. Die 3 Herren haben ihr Debütalbum mit Namen „Hope“ in der Pipeline, der angepeilte VÖ-Termin ist der&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>FINAL STAIR – keine Angst vor Depressionen</p>



<p>Bei <strong>FINAL STAIR</strong> handelt es sich um eine Berliner Formation. Die 3 Herren haben ihr <strong>Debütalbum mit Namen „Hope“ in der Pipeline, der angepeilte VÖ-Termin ist der 16.09.2022</strong>. Man hat bereits mehrere Songs aus dem kommenden Studiowerk ausgekoppelt. Aber der aktuelle Song mit dem <strong>Titel „Headgames“</strong> greift ein zunehmend relevantes Thema unserer modernen Gesellschaft auf. Es geht um Ängste und Depressionen. Dabei handelt es sich um die häufigsten psychischen Erkrankungen, die eine erhebliche Auswirkung auf das persönliche Leben der Betroffenen haben. Daneben ist <strong>das unmittelbare Umfeld wie Familie, Freunde und das berufliche Setting stark beeinträchtigt.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">FINAL STAIR – keine Angst vor Depressionen</h3>



<p>Hier also für euch der neue Song namens „Headgames“:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Final Stair - Headgames" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/9wPSrCJPWc8?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<p>Warum befasst man sich so ausführlich mit der Thematik? Nun, der Frontmann der Band war vor ein paar Jahren schwer betroffen, <strong>litt an einer schweren Angststörung und später kamen auch Depressionen hinzu </strong>(was nicht so selten ist, denn die beiden Krankheitsbilder treten recht häufig gemeinsam &#8211; d.h. in Kombination miteinander &#8211; auf). Es soll aber nicht nur auf die Problematik der Erkrankung eingegangen werden, sondern auch auf die Chancen der Bewältigung und des Umgangs. Die Schwierigkeit ist halt: man sieht es äußerlich nicht so. Jemand im Rollstuhl oder mit Kopfverband erfährt eine ganz andere Reaktion als Jemand mit einer psychischen Krankheit. Andererseits <strong>tabuisieren viele Betroffene ihre Symptomatik</strong>, wollen nicht vor anderen darüber reden.</p>



<p>Umso mehr ist Offenheit bei dem Thema wichtig. Es muss alltäglicher werden und dürfte bzw. sollte eben KEIN Tabu sein. Wir haben euch in der Vergangenheit schon mehrfach zum Thema mit Beiträgen versorgt. Zum Beispiel <strong><u><a href="https://metal-heads.de/news/metal-gegen-depressionen-mehr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></u></strong> &#8211; im Zusammenhang mit der <strong>Erkrankung des MIRRORPLAIN-Sängers Christian Döring an Depressionen</strong> &#8211; oder <strong><u><a href="https://metal-heads.de/news/chris-corner-aka-iamx-spricht-ueber-musik-und-depressionen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dort</a></u></strong>, wo Chris Corner sich zum Thema Depressionen äußert. Die Sache mit den psychischen Erkrankungen wie z.B. Ängsten und Depressionen klingt immer so abstrakt. Aber wenn ich mir anschaue, wie <strong>viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld in den letzten 12 Monaten von einer behandlungsbedürftigen depressiven Erkrankung betroffen</strong> sind, dann ist das schon beeindruckend. Und es kann einfach jeden von uns treffen. Ihr lest es in den Medien. Eine Vielzahl prominenter Zeitgenossen ist ebenso betroffen, wie der „Nachbar von nebenan“. Daher ist es gut, wenn auch Musiker und Bands das Thema aufgreifen, Berührungsängste kleiner werden lassen und so vielleicht auch manchen Menschen erst einmal die Chance eröffnen, sich die nötige Hilfe zu suchen.</p>
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		<title>RISING INSANE: &#8222;Meant To Live&#8220; -Teil 2-</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rising-insane-meant-to-live-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Toto]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 08:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Blinding lights]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Meant To Live]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Next Generation Contest]]></category>
		<category><![CDATA[PTBS]]></category>
		<category><![CDATA[Rising Insane]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Metalcore Band Rising Insane macht mit ihrer neuen Single "Meant To Live" aufmerksam auf das Thema Posttraumatische Belastungsstörungen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Rising Insane: neue Single &#8222;Meant To Live&#8220;, PTBS &amp; Mental Empowerment &#8211; Teil 2 &#8211;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="801" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-1200x801.jpg" alt="Rising Insane" class="wp-image-112065" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-1200x801.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-768x513.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-1536x1025.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-2048x1367.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-2_credit-Sandra-Krafft-1320x881.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>In unserem 2. Teil über <strong>Rising Insane</strong> (<a href="https://metal-heads.de/wp-admin/post.php?post=111945&amp;action=edit">gestern gab es hier Teil 1</a>) erfahrt ihr mehr über schwierige Zeiten, Veränderungen und Musik als Ventil zum Dampfablassen. <strong>Rising Insane </strong>stellt den <a href="http://metal-heads.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">metal-heads.de</a>-Lesern exklusiv 5 Tracks vor, die sie in solchen emotionalen Momenten begleitet haben, kommentiert von Sänger Aaron.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stell Dich nicht so an!</h3>



<p>Sänger Aaron erzählte jüngst in einem Interview, wie seine Schwester 2017 an Brustkrebs erkrankt und 2018 den Kampf leider verloren hat; wie sich das Leben und die Gefühlswelt eines Menschen durch solche Ereignisse von eine auf die andere Sekunde verändern kann. Und immer noch werden heutzutage mentale Probleme nicht ernst genommen . Parolen wie <strong>&#8222;Stell Dich nicht so an!&#8220;</strong> gehören leider nach wie vor zu unserem Alltag und Menschen werden nicht ernst genommen. Damit einhergehend fällt es diesen Personen oftmals auch schwer sich mitzuteilen und zu öffnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Musik als Ventil</h3>



<p>So kann es durchaus hilfreich sein über diese Gefühlswelt zu schreiben, sei es auf einem Stück Papier, in einem Tagebuch oder auch in eigenen Songs. Aber nicht nur das Schreiben von Songs kann betroffenen Personen helfen, sondern auch das Hören von Musik.<br>So beschreibt die deutsche musiktherapeutische Gesellschaft: <em>&#8222;Musik ist Rhythmus, Klang</em>,<em> Melodie, Spiegel unserer Emotionen und schafft Zugang zu unserer Seele. Musik ist Therapie im Takt. &#8222;</em><br>Und: Kennt das nicht jeder von uns, dass man mit bestimmten Tracks auch bestimmte Ereignisse in seinem Leben verbindet? Lieder, die einen triggern und bestimmte Gefühle wieder tief aus seinem Inneren hervorholen?</p>



<p>Nachfolgend teilt <strong>Rising Insane</strong> mit unseren <strong><a href="http://metal-heads.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">metal-heads.de</a></strong>-Lesern exklusiv 5 ihrer persönlichen Fave-Tracks, die sich um ein ähnliches Thema drehen. Sänger <strong>Aaron</strong> kommentiert, was er persönlich mit diesen Tracks verbindet:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nothing but Thieves &#8211; Amsterdam</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Nach wir vor eines meiner absoluten Highlights. Dieser Song holt mich immer wieder ab. Ganz egal wie gut oder schlecht es mir geht. Die Art und Weise wie der Chorus gesungen wird, geht einfach ins Mark.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Nothing But Thieves - Amsterdam (Official Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/X2zcG3bcuMI?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">As I Lay Dying &#8211; Through Struggle</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Dieser Song begleitet mich seitdem ich 15 bin. Mein Bruder hat die CD aus der Schule mitgebracht, von da an gab es für mich nichts anderes mehr. Kaum zu glauben, wie enttäuscht ich war, die Nachrichten über Tim Lambesis* zu lesen und zu hören. Dennoch, hielt mich das nie davon ab, diese Band zu feiern.</p><cite>*Anmerkung der Redaktion: Tim Lambesis, u. a. Sänger von As I Lay Dying, wurde 2013 wegen Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau verhaftet. Er bekannte sich später schuldig und wurde zu 6 Jahren Haft verurteilt.<br>https://www.youtube.com/watch?v=WIWWukpu_DY</cite></blockquote>



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<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="As I Lay Dying - Through Struggle (OFFICIAL VIDEO)" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/WIWWukpu_DY?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Normandie &#8211; White Flag</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Sicherlich der für mich einer der aktuellsten Songs was dieses Thema angeht. Ich habe Normandie 2019 das erste mal für mich entdeckt, als wir zusammen im Amadeus in Oldenburg gespielt haben. Die Art aus Musik/Melodie und Gesang nehmen mich sofort mit und geben mir sofort positive Energie.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Normandie - White Flag (Official Music Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/0LsAnR1R00k?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Chima &#8211; Morgen</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der wahrscheinlich untypischste Song. Dieser Song wurde damals auf der Beerdigung meines Bruder gespielt. Hier gibt es verschiedene Trigger. Ganz von meiner Tagesform abhängig. Mal gut, mal schlecht.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="CHIMA - Morgen (Offizielles Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Uhv6HMve1RE?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Landmvrks &#8211; Paralyzed</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich denke dieser Song spricht für sich selbst. Die Pandemie/Corona können wirklich für einsame und depressive Menschen sein. Die ganze Stimmung bis zum Schluss beschreibt die Gelähmtheit unserer Gesellschaft und dann bricht es aus. Als wenn man alles aufgestaute rauslassen möchte.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="LANDMVRKS - Paralyzed (OFFICIAL VIDEO)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/YNLZUinqksw?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<p>Vielen Dank an dieser Stelle an <strong>Rising Insane</strong> und <strong>Aaron</strong> für diesen exklusiven Einblick!</p>



<p><strong>Uns von <a href="http://metal-heads.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">metal-heads.de</a> würde interessieren, ob Ihr auch solche Tracks habt, die Euch über schwierige Zeiten hinweghelfen, Euch MENTAL EMPOWERMENT geben! &#8211; Schreibt es uns in die Kommentare!</strong></p>



<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<h3 class="wp-block-heading">Neuer Longplayer kommt im Herbst</h3>



<p>Musikalisch haben sich die Jungs noch mal ordentlich weiterentwickelt. Dieser kurze Einblick in die Gefühlswelt der Band lässt mit Spannung erwarten, welche Themen auf dem im Herbst erscheinenden, dritten Album der Bremer und Oldenburger Kombo noch so verarbeitet werden! </p>



<p>Weitere Infos und News erfahrt ihr auf der <a href="https://www.risinginsane.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage</a> von Rising Insane</p>



<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p><strong>Rising Insane ist:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Aaron Steineker &#8211; Gesang</li><li>Sven Polizuk &#8211; Gitarre</li><li>Florian Köchy &#8211; Gitarre</li><li>Ulf Hedenkamp &#8211; Bass</li><li>Robert Kühling &#8211; Schlagzeug</li></ul>
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		<item>
		<title>RISING INSANE: &#8222;Meant To Live&#8220; -Teil 1-</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rising-insane-meant-to-live-teil-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Toto]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 07:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Blinding lights]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Meant To Live]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Next Generation Contest]]></category>
		<category><![CDATA[PTBS]]></category>
		<category><![CDATA[Rising Insane]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Rising Insane mit neuer Single "Meant To Live"]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Rising Insane: neue Single &#8222;Meant To Live&#8220;, PTBS &amp; Mental Empowerment &#8211; Teil 1 &#8211; </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="801" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-1200x801.jpg" alt="" class="wp-image-111959" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-1200x801.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-768x513.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-1536x1026.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-2048x1368.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/05/Rising-Insane_Promo-1_credit-Sandra-Krafft-1320x881.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p><strong>Rising Insane</strong> mit neuer Single <strong>&#8222;Meant To Live&#8220;</strong>. &#8211; <em>&#8222;Wahnsinnig aufsteigend&#8220;</em> &#8211; so dürfte es den 5 Jungs aus <strong>Norddeutschland</strong> in den letzten Jahren wohl ergangen sein. Das selbst-veröffentlichte Debütalbum <strong>„Nation“</strong> (2017) der Metalcore-Kombo sorgte seinerzeit schnell für Aufmerksamkeit. 2018 bespielten sie z.B. als Support für Annisokay die Bühnen und 2019 auf dem Impericon Festival (Jurypreis <strong>Impericon Next Generation-Contest</strong>). Folglich wurden sie im gleichen Jahr dann von Long Branch Records unter Vertrag genommen. Das daraus folgende Album <strong>„Porcelain“</strong> (Ende 2019 / <a href="https://metal-heads.de/reviews/rising-insane-porcelain-voe-01-11-2019/">Review</a> ) erhielt global hervorragende Kritiken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2 Millionen Klicks</h3>



<p>Spätestens aber nach ihrem Cover von „<strong>Blinding Lights“</strong> (mit mittlerweile über 2 Millionen Klicks bei Spotify) haben sich die 5 Jungs aus Norddeutschland dann auch weltweit Aufmerksamkeit verschafft (EP <strong>„Recovered“</strong> &#8211; 2020).</p>



<p>„<strong>Meant To Live“</strong> (Long Branch / SPV) &#8211; eine Ode an uns selbst! &#8211; In ihrem neuen Track verarbeiten <strong>Rising Insane</strong> das Thema PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). So ist das Thema aber nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern betrifft die Band persönlich. Mit „<strong>Meant to Live“</strong> wollen sie sich aber keinesfalls beklagen, sondern vielmehr aufmerksam machen, Kraft geben, Mut machen. Es ist eine Kampfansage gegen unsere Lasten und Depressionen, eine Erinnerung an uns selbst, für das, was wir erreicht und überstanden haben und uns neue Stärke geben!</p>



<h3 class="wp-block-heading">PTBS</h3>



<p><strong>Aber was genau sind eigentlich Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)?</strong> PTBS ist eine mögliche Reaktion auf ein oder mehrere traumatische Ereignisse (wie z.B. sexuelle Gewalt, gewalttätige Angriffe. Entführungen, Geiselnahmen, Folterungen, Naturkatastrophen, Unfälle, lebensbedrohliche Krankheiten an der eigenen oder fremden Person/-en). Ebenso kann auch anhaltende, tiefe Trauer zu einem persönlichem Trauma und folglich auch PTBS führen.</p>



<p>Hört selbst, wie die Band all diese Emotionen in ihrem neuen Werk<strong> &#8222;Meant To Live&#8220; </strong>verewigt hat:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Rising Insane - Meant To Live (Official Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/2u-HyHM2SiE?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<h3 class="wp-block-heading">To be continued&#8230;</h3>



<p>In unserem 2. Teil erfahrt ihr mehr über schwierige Zeiten, Veränderungen und Musik als Ventil zum Dampfablassen. Rising Insane stellt uns ihre 5 favourite Tracks vor, die sie in solchen emotionalen Momenten begleitet haben, kommentiert von Sänger Aaron.</p>



<p><strong>Also: Unbedingt dranbleiben!</strong></p>



<p>Weitere Infos und News erfahrt ihr auf der <a href="https://www.risinginsane.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage</a> von Rising Insane </p>



<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p></p>
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		<title>Metal gegen Depressionen &#038; mehr</title>
		<link>https://metal-heads.de/news/metal-gegen-depressionen-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Doc Rock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 16:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Fan-Shirt]]></category>
		<category><![CDATA[Mental War]]></category>
		<category><![CDATA[MIRRORPLAIN]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Deutsche Depressionshilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Metal gegen Depressionen &#38; mehr Der Doc kann nicht nur Prog und wir von metal-heads.de wollen euch ja nicht nur über rein musikalische Themen zu den verschiedenen Stilrichtungen informieren. Getreu unserem Motto: DISTORTION IS&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Metal gegen Depressionen &amp; mehr</p>



<p>Der Doc kann nicht nur Prog und wir von <strong>metal-heads.de</strong> wollen euch ja nicht nur über rein musikalische Themen zu den verschiedenen Stilrichtungen informieren. Getreu unserem <strong>Motto: DISTORTION IS OUR PASSION!</strong> Wir blicken ja immer wieder auch über den Tellerrand und schauen genauer hin, wenn Bands oder einzelne Musiker andere Dinge angehen. <strong>Heute widmen wir uns einem ernsten Thema</strong>, das gerade jetzt in der „dunklen Jahreszeit“ verstärkt auftritt und damit auch in den Fokus gerät. Die Rede ist von <strong>Depressionen! </strong>Nachweislich hat die anhaltende Situation im Rahmen der Covid-19-Pandemie die Ausweitung von psychischen Erkrankungen bewirkt, aber das Auftreten von Depressionen war ja auch schon vorher sehr verbreitet. <strong>Warum aber ist das gerade jetzt erwähnenswert!?</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="555" height="555" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war.jpg" alt="MIRRORPLAIN Cover - Mental war" class="wp-image-103993" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war.jpg 555w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Cover-Mental-war-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 555px) 100vw, 555px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Depressionen &#8211; da kann man was tun&#8230;</h3>



<p>Ganz einfach. <strong>Das verdanken wir MIRRORPLAIN</strong>. Wir hatten die Band schon in der Vergangenheit wiederholt gefeatured. <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://metal-heads.de/reviews/mirrorplain-lost-in-paradise-voe-19-07-2019/" target="_blank">Hier</a></strong> findet ihr beispielsweise die Review zum letzten Album. Jetzt haben die 6 Herren aus dem schönen Sauerland das Augenmerk auf das Thema gelenkt. Hintergrund war <strong>eine zunehmend schwerwiegende depressive Erkrankung des Sängers </strong>Christian Döring. Wenn man selbst so direkt betroffen ist, dann hat man einen viel intensiveren Zugang und möchte vielleicht auch den Menschen in seinem Umfeld bzw. in der Gesellschaft Einblicke vermitteln. So <strong>werden MIRRORPLAIN am 11.12.2020 den Song „Mental war“ veröffentlichen</strong>. Dazu wird auch ein passendes Shirt (siehe Foto) verkauft und je 5 Euro gehen an Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Deren Schirmherr ist Harald Schmidt. <strong>Ein coole und unterstützenswerte Sache!! </strong>Denn mit professioneller Hilfe kann man gegen psychische Erkrankungen etwas unternehmen! Dazu muss man sich aber <strong>erst einmal trauen</strong> (können) und seine Probleme öffentlich machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">MIRRORPLAIN klären mit einem Song auf</h3>



<p>Mit Hilfe seiner 5 Bandkollegen hat der MIRRORPLAIN-Frontmann dies getan und es ist zu hoffen, dass man mit dem neuen Song viele Leute erreicht und auf <strong>die Notwendigkeit zu mehr Beachtung und eine qualifizierte Behandlung von Depressionen</strong> hinweisen kann. Wir würden uns freuen, wenn ihr die tolle Aktion der Band unterstützt! </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="345" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Mental-war-Fanshirt-2020.png" alt="MIRRORPLAIN Mental war Fanshirt 2020" class="wp-image-103992" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Mental-war-Fanshirt-2020.png 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/12/MIRRORPLAIN-Mental-war-Fanshirt-2020-300x173.png 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<p>Auf der <strong><a rel="noreferrer noopener" href="http://www.mirrorplain.de" target="_blank">Homepage</a></strong> der Band könnt ihr Infos zum Shirtkauf und mehr erfahren. Wir finden, das ist ein starker Song und er unterstützt eine wichtige Sache, deshalb haben wir und auch sofort an der Verbreitung dieser News beteiligt, denn metal-heads.de befassen sich nun einmal mit der Musik auf der harten Seite &#8211; ihr erinnert euch: <strong>DISTORTION IS OUR PASSION</strong> &#8211; andererseits beziehen wir auch andere relevante Themen mit ein, die da mit hineinspielen!</p>



<p>Hier ist dann natürlich auch zum guten Schluss das Video mit dem Song für euch:</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Mirrorplain  - Mental War (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/cFwSxofM4Rs?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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