BLOODRED: „Colours of Pain“
BLOODRED melden sich mit „Colours of Pain” zurück
Das deutsche Blackened-Death-Metal-Projekt BLOODRED meldet sich zurück und wird am 20. Februar 2026 via Massacre Records das Album „Colours Of Pain” veröffentlichen.
BLOODRED ist das Projekt von Ron Merz, der auch für dieses vierte Album für Songwriting und Texte verantwortlich ist. Außerdem übernimmt er sowohl die Vocals als auch Gitarren und Bass.
Als bewährter Mitstreiter ist auch dieses Mal Joris Nijenhuis (ATROCITY, LEAVES‘ EYES) an den Drums dabei und Alexander Krull (ebenfalls ATROCITY, LEAVES‘ EYES) hat erneut das Ganze gemischt, gemastert und produziert.
Als Fan von SKÁLMÖLD hat es mich besonders gefreut, dass Þráinn Árni Baldvinsson bei „Mindvirus“ ein Gitarrensolo beisteuert.

Gnadenlos aber melodisch
Schon beim ersten Hören des Albums hat mich die Mischung aus Härte, Düsterheit, Dynamik und eindringlichen Melodien in den Bann gezogen. „Colours of Pain“ ist wieder tief verwurzelt in der Schnittmenge aus wuchtigem Death- und finsteren Black-Metal-Elementen, die BLOODRED mit atmosphärischen Klängen versetzen.
Der Opener „Ashes“ beginnt kraftvoll, rasant mit dichtem Riffing und knüppelnden Rhythmen.
Der Titelsong „Colours of Pain” führt auf einer eher düster-melancholischen und dennoch melodischen Basis die vielseitigen Rhythmen fort. Die Vocals wechseln zwischen Growls und Screams und transportieren Lyrics, die innere Zerrissenheit widerspiegeln und das emotionale Chaos verdeutlichen wollen, das in Krisen entsteht.
Die Farben stehen dabei für verschiedene Gefühle: von rot für Wut bis schwarz für Trauer und Leere.
„Mindvirus“ hat eine unheimliche und düstere Grundstimmung. Was bei der Thematisierung von Unterdrückung freien Denkens auch passend ist. Und dazu steuert Þráinn Árni Baldvinsson von SKÁLMÖLD eines seiner markanten und epischen Gitarrensoli bei.
„Heretics“ ist ein Song zwischen Brutalität und fast schon groovenden Strukturen. Dissonanzen wechseln mit melodischen Passagen, massive Parts mit präzisem Drumming ab. Der Song handelt von bewusster Ignoranz, der aktiven Entscheidung, wegzusehen, wenn die Realität unbequem ist.
Ausdrücken, was unangenehm ist und oft unausgesprochen bleibt
„A New Dark Age“ ist mein persönlicher Favorit des Albums. Es ist ein epischer Song, mit einem tollen Intro. Dann entfaltet er dynamische Spannung von Zurückhaltung bis zu einer dichten Black Metal Atmosphäre, die durch nahöstlich anmutende Klänge verziert wird.

Der Song „Death Machine“ ist mit seinem Doublebass-Drumming, auf das sich melodische Riffs legen, durchaus von ‚zerstörerischer‘ Natur.
Das folgende langsamere und atmosphärisch dichte „Winds of Oblivion“, das mit Klängen wie aus einer anderen Welt beginnt, ist melodiöser und wie eine Ballade gestaltet. Eine schöne Melodie, Chöre, Orgelklänge, langsamer Gesang und intensives Drumming– ein Ruhepunkt, bevor BLOODRED noch einmal ausholen und das Album mit „Resits“ beenden. Es ist der politischste Song des Albums, der von der weltweiten Unterdrückung von Frauen und ihrem Mut, sich dagegen zu wehren, auch wenn der Preis dafür hoch sein kann, handelt. Er ist geprägt von eindringlichen Vocals und einer energischen, dichten Instrumentierung.
Colours of Pain – von der Introspektion zur politischen Aussage
„Colours of Pain“ ist ein vielschichtiges und rundes Album geworden, bei dem die bisherigen Ideen von BLOODRED musikalisch, atmosphärisch und thematisch weitergeführt und vertieft wurden.
Persönliche Erfahrungen mit Krisen spielen in den Texten ebenso eine Rolle wie gesellschaftliche Fragestellungen. Da Ron Merz der Ansicht ist, dass Schweigen keine neutrale Position ist, will er in und mit seinen Texten auch Verantwortung übernehmen. So betrachtet er leidvolle Erfahrungen, wie die in der Pandemie, Umweltzerstörung, Zensur und soziale Kontrolle im Spiegel von Death und Black Metal und übermittelt sie mit eindringlichen Melodien, dynamischen Blastbeats und variablen Vocals.
Die Lyric-Videos zu „Colours of Pain” und „Resist” haben die Intention dieser beiden Songs in eindrücklichen Bildern umgesetzt.
Das Artwork des Albums stammt von Stefan Heilemann
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Bildquellen
- BLOODRED_Colours of Pain_COVER_RGB: Bloodred - Ron Merz
- BLOODRED_Colours of Pain_PROMO2_Ron Merz_by Stefan Heilemann: Bloodred - Ron Merz
- Bloodred Colours of Pain cover: Bloodred - Ron Merz


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