Lieber Live-Musik statt Test-Länderspiel: PREYRS & FRANK´S WHITE CANVAS in der Kulturrampe Krefeld (27.03.2026)
Getreu dem Motto „Support your local scene“ besuchte ein Team der Metal-heads am gestrigen Freitag-Abend die Krefelder Kulturrampe, um sich die neue Alternative Rock-Stimme Irlands, Amy Montgomery, mit ihrer Band PREYRS sowie das Chilenische Rock-Duo FRANK´S WHITE CANVAS anzuhören. Mit rd. 100 weiteren Gästen war dies definitiv die bessere Entscheidung, als daheim Couch-Potato zu spielen. Wir neigen ungern zu Übertreibungen, aber nach diesem sensationellen Konzert von zwei mega Bands fragen wir uns, ob wir da gerade die Zukunft des Alternative Rock gesehen haben? Hier kommt unser ausführlicher Live-Konzert-Bericht.
Das Fazit zum Doppel-Headliner vorweg
Kaum, dass das Konzert vorbei ist, drängeln sich alle Konzertbesucher in den Vorraum, um sich bei den beiden Hauptacts des Abends persönlich am Merchandise-Stand zu bedanken. Und um das Fazit des Abends vorwegzunehmen: Das Bad in der Menge haben sich Sängerin Amy und Drummer Michael von PREYRS sowie Karin und Francisca von FRANK´S WHITE CANVAS auch redlich verdient. Zwei bärenstarke Bands, die jeweils gute anderthalb Stunden alles geben. Also statt langweiligen 7 Toren in einem Test-Länderspiel gab es hier gleich zweimal 90 Minuten und danach an der Theke und am Merch sogar noch Verlängerung. Was will man mehr?
Ein Wort zur Location „Kulturrampe Krefeld“
Und es ist einfach immer wieder eine Freude, den Kulturrampe-Macher Maurice Kamp wiederzutreffen. Man wird hier als Hobby-Redakteur freundschaftlich begrüßt. Und es ist immer Zeit für ein privates Schwätzchen. Zudem ist die Location einfach ideal für echte Independent-Konzerte im intimen Rahmen. Der alte Krefelder Schlachthof bietet genügend freie und vor allem kostenlose Parkplätze. Dazu gibt es direkt neben der Kulturrampe zahlreiche Imbisse und Lokale für ein schmackhaftes, billiges oder auch elegantes und teures Abendessen. Und günstige, gut gekühlte Getränke zum fairen Preis nimmt man dann bitte, bitte der Kulturrampe ab. Denn von den 24.20 €, die so eine Eintrittskarte hier nur kostet, kann man ja nach Abzug der Gage für die Bands, der Theken-Personal- und Stromkosten, einer satten Veranstalterhaftpflicht sowie GEMA-Gebühren kaum noch was übrig haben. Daher erstmal Dankeschön, dass es solche Kultur-Einrichtungen wie die Rampe in Krefeld hier bei uns im Westen gibt. Kommt also runter vom Sessel, schaut immer mal wieder durchs monatlich sehr abwechslungsreiche Live-Musik-Programm der Kulturrampe Krefeld. Und „geht einfach wieder mehr auf Konzerte.“ Unser Tipp für die Gitarren-Nerd-Fraktion: Am 17. Mai 2026 findet die GUITARMANIA 2026, präsentiert von Krissy Matthews, statt.
Beginn mit FRANK´S WHITE CANVAS

Heute Abend starten pünktlichst um kurz vor 20.30 Uhr die beiden gebürtigen Chileninnen von FRANK´S WHITE CANVAS. Sängerin und Gitarristin Karin Aguilera sowie Schlagzeugerin Francisca Torés Leiva, die inzwischen nach Berlin umgezogen sind, machen von Beginn an so richtig Alarm hier. Und man merkt: Hier sind Profis auf der Bühne. Nein, vielmehr: echte Künstler*innen. Denn die Musik, die eigens kreierten Bühnen-Outfits (die zwischenzeitlich auch noch gewechselt werden) sowie die bestens auf die Songs abgestimmten Video-Leinwand-Hintergrund-Animationen gehen so fließend ineinander über, dass es eine wahre Freude ist.
Songs wie „Play“ oder „Best One Yet“ werden direkt zu Ohrwürmern und animieren zum CD-Kauf nach der Show. Und man fragt sich, wie ein Duo so einen satten Live-Sound auf die Bühne bekommt. Auf alle Fälle wird im Verlauf des Gigs von FRANK´S WHITE CANVAS aus der anfangs noch weißen Leinwand (White Canvas) ein bewegtes, mal graues, mal buntes Bild (wie das Leben halt).
Bereits Vorgruppe für KISS und GUNS N´ ROSES
In ihrem Heimatland Chile sind FRANK´S WHITE CANVAS bereits richtig bekannt und haben bereits diverse Preise (Bester Rockkünstler, bestes Rockalbum, Rockalbum des Jahres etc.) abgeräumt. Daher durften die Beiden in Chile auch schon als Support-Acts für Weltklasse-Bands wie KISS und die GUNS N´ROSES deren Shows eröffnen. Wow.
Wieviel Substanz in diesem Duo steckt, hört und sieht man. Und so manchem Besucher bleibt die Kinnlade offen stehen, wenn man hier und heute erlebt, was man da nur mit Stimme, Gitarre und Drums an Kraft und Ausdruck erzeugen kann. Und trotz der 6-stündigen Anreise per Bahn aus der Bundeshauptstadt wirken FRANK´S WHITE CANVAS heute Abend in der Kulturrampe Krefeld frisch und energiegeladen. Eigentlich schade, dass die Show nach rund 90 Minuten – und natürlich einer Zugabe „auf ausdrücklichen Wunsch des Publikums“ – ein Ende hat. Wir können nur dringend dazu raten, sich mal mit den beiden CD´s „This will hurt, this will heal“ sowie „My Life, My Canvas“ – welches übrigens in London von keinem Geringeren als Dimitri Tikovoï (Placebo, Blondie, Charli XCX) produziert worden ist – auseinanderzusetzen. Und die Band möglichst bald auf Tour zu besuchen. Hier könnt ihr Karin und Francisca (und dies gleich mehrfach) sehen und hören – der Song erinnerte uns stark ans Musical „Das Phantom der Oper„:
Diese Band MÜSST ihr live sehen
Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Aber Frank´s White Canvas beherrschen die Kunst der Musik-Performance auf höchstem Niveau. Deren Auftritt war wirklich beeindruckend stimmig. Eigentlich gehört dieses Duo unseres Erachtens auf größere Bühnen. Derzeit touren Frank´s White Canvas jedoch noch durch kleinere Locations. Schaut bitte auf der „New Album Tour 2026“ vorbei. Hier sind die Tourdaten (Beginn jeweils 20.00 Uhr, Angaben wie immer ohne Gewähr, schaut am besten tagesaktuell auf der Internetpräsenz der Band und beim lokalen Veranstalter vorbei):
Do, 09.04.26 – Aschaffenburg, Café Krem
Fr, 10.04.26 – Augsburg, Grandhotel Cosmopolis e.V.
Sa, 11.04.26 – Offenburg, Altes Spital
Do, 16.04.26 – Landshut, Rocke Club
Fr, 17.04.26 – Viechtal, Viechtal
Mi, 22.04.26 – Marburg, Q – Café, Club, Kultur
Do, 23.04.26 – Oberhausen, Druckluft
Fr. 24.04.26 – Bonn, Kult 41
Do, 30.04.26 – Offenbach am Main, Hafen 2
Sa, 09.05.26 – Perlebach, Kulturkombinat e.V.
Hier die Fotostrecke des Abends zu FRANK´S WHITE CANVAS
Es ist verdammt schwierig, auf Fotos die Energie und Kunst dieser tollen Band abzubilden. Schaut mal durch:
Folgt FRANK´S WHITE CANVAS (hier deren Internetseite) und schaut, dass ihr auf eins ihrer Konzerte kommt. Bevor FRANK´S WHITE CANVAS die großen Bühnen dieser Welt erobern.
Amy Montgomery und PREYRS

Wir wunderten uns noch ein wenig, als FRANK`S WHITE CANVAS ihren Auftritt mit dem Hinweis beendeten, dass nun PREYRS kommen würden, um die Bühne der Kulturrampe zu zerlegen. Denn das taten Amy Montgomery und ihre Band ab der ersten Sekunde dann auch wirklich. Kein Wunder also, dass die selbstbewusste Frontfrau „wie fast bei jedem Auftritt“ mal wieder einen ihrer Ohrringe auf der Bühne verlor (und dank eines Fans in Reihe 1 nach der Show wiederbekam). Das drittletzte Konzert der ersten Deutschland-Tour war dann auch ein voller Erfolg – für beide Seiten. Die Fans und die Band hatten sichtlich Freude, denn Amy und ihre Mitstreiter versprühten Energie pur. Aber auch Demut, denn PREYRS ist dankbar dafür, dass sie ihren Musik-Traum leben. Und diese Tour genießen dürfen. Dies wird dann sogar spirituell mit dem Gospel „Down To The River To Prey“ gemeinsam von Drummer und Michael Mormecha mit Sängerin Amy zelebriert. Apropos Amy: Diese Powerfrau springt, hüpft, tanzt und spielt selbstbewusst mit den Tele-Objektiven der anwesenden Fotografen und Video-Kameras von der ersten Sekunde an bis zur Zugabe. Man fragt sich da schon, wie sie überhaupt noch und dann sogar im Takt und so schön und kräftig singen kann. Allerhöchsten Respekt dafür. Wer die Band noch gar nicht kennt – so klingen PREYRS übrigens live:
PREYRS – hervorgegangen aus dem gemeinsamen Projekt der anfänglich unter ihrem eigenen Namen performenden Künstlerin Amy Montgomery und ihrem Produzenten Michael Mormecha sowie den beiden weiteren Bandmitgliedern – spielen an diesem Abend neben alten Tracks wie „Astil“ auch viele neue Songs vom Debüt-Album der Band, dass da „The Wounded Healer“ heißt. Ein Wort zu Michael: Der Multi-Instrumentalist bespielt nicht nur die Trommelfelle an diesem Abend. Nein, bei zwei Songs greift er höchstselbst zur Gitarre und singt auch noch. Und dies richtig, richtig gut. In der Zwischenzeit übernimmt Gitarrist Nolan halt die Drums. Und macht dies auch richtig, richtig gut. Was ein Hin und Her, was für eine Abwechslung auf der Bühne. Einfach großartig. Als Michael dann fast übermütig mit der Gitarre auf die Bassdrum steigt (siehe Foto unten in der Fotostrecke), reißt er sich beim Sprung danach das Kabel aus dem geliehenen Saiteninstrument und ist anschließend nicht mehr zu hören. Man sieht ihn verzweifelt auf dem Boden an der Pedal-Station rumkrabbeln wie er versucht, das Problem irgendwie wieder in den Griff zu bekommen. Sängerin Amy kommt hierüber kaum aus dem Lachen raus…Apropos Amy.
Ein paar Worte zu Amy Montgomery
Die irische Singer-Songwriterin Amy Montgomery ist in ihrem Heimatland just für den Titel der „Künstlerin des Jahres“ nominiert worden. Auch heute erscheint die Frontfrau der Band PREYRS wieder in Kriegsbemalung und im extravaganten Bühnenkostüm, wie die nachfolgende Foto-Strecke eindrucksvoll beweist. Noch eindrucksvoller ist aber ihre Stimme. Roh, kraft- und zugleich schmerzvoll. Dazu tanzt die 24-jährige mit derart selbstbewusst über die Bühnenbretter, dass die Energie von der Bühne sofort aufs Publikum überschwappt. Kein Wunder also, dass die Künstlerin von ihrer Heimatstadt Belfast ausgewählt wurde, um diese beim One Young World Summit in Manchester zu vertreten.
Heute Bielefeld, morgen Berlin
Wir haben uns hier mächtig mit diesem Artikel beeilt. Und wie immer kein einziges Foto aufgehübscht, sondern lediglich mit unserem mh-Wasserzeichen versehen und zeitnah für euch (also für diejenigen, die auf dem Konzert waren und diejenigen, die nun daran interessiert sind, diese Band einmal live zu erleben) hochgeladen. Damit ihr neben unserem Konzertbericht auch einen visuellen Eindruck vom gestrigen Gig erhaltet. Wobei statische Bilder leider nicht annähernd die Intensität des Auftritts von PREYRS rüberbringen. Ihr müsst diese Energie, die Leidenschaft zur Musik und diese Freude innerhalb der Band daher am besten einfach selbst einmal live erleben. Und zwar heute oder morgen. Denn nur noch am 28.03. in Bielefeld und am 29.03. in Berlin habt ihr hierzu Gelegenheit. Dann endet die „The Wounded Healer“ – Debüt-Album-Tour 2026 durch Deutschland. Also: Beeilt euch. Es lohnt sich. PREYRS werden ihren Weg gehen. Unser Bauchgefühl: Schon in diesem, spätestens im kommenden Sommer werden PREYRS auf jedem bekannten, europäischen Musik-Festival vertreten sein! Wir gönnen es dieser sympathischen, faszinierenden und richtig guten Truppe von Herzen!
Nützliche Links zu PREYRS
Folgt der Band auf Instagram (klick) und am besten auch auf Facebook (klick). Streamt das Album „The Wounded Healer“ (Link). Und hier kommen für euch einige Schnappschüsse zum gestrigen Auftritt von PREYRS:
Die Fotostrecke des Abends zu Amy & PREYRS
Die Setliste von PREYRS
Folgende Songs wurden – für die Vollständigkeit übernehmen wir keine Gewähr – gespielt:
- Wave of Wisdom
- Into The Blue
- Astil
- Constitution
- Beatles
- Three Song
- Nova
- Change Change
- Bring Ur Bruises (Hand That Feeds)
- Down To the River To Prey
- Zeroes Ones & Lies
- Life Is Kind
- The Wounded Healer
- Sinnerman
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Bildquellen
- FRANK´S WHITE CANVAS live @Kulturrampe Krefeld March 27, 2026: Bildrechte beim Autor
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