TYKETTO – „Closer to the sun“ (VÖ: 20.03.2026)
TYKETTO – „Closer to the sun“ (VÖ: 20.03.2026)
Die Band hatte bereits 2025 auf der Tour ein anstehendes Album angekündigt. Jetzt ist es endlich soweit. „Closer to the sun“ ist seit Freitag im Handel erhältlich. Und wir wollen uns das Material mal anschauen. Schon der Opener der neuen Scheibe ist ein starker Hardrock-Song. Harmonische Vocals von Frontmann Danny Vaughn, powernde Drums und dazu ordentliche Gitarrenriffs. Zwischenzeitlich hält man ein bisschen inne, um dann wieder weiter zu rocken. Ein feiner Einstieg. Checkt das Video dazu an:
„Starts with an feeling“ lebt von melodischen E-Gitarren, nachdem es sanft akustisch losging. Dann dominiert zunächst die warme Stimme des Sängers und gibt der Nummer eine emotionale Note. Später sorgt dann auch das Schlagzeug für ein bisschen mehr Drive. Aber es bleibt eher gefühlvoll. Weiter geht es mit einem Rocker: powernde Drums im Zusammenspiel mit den E-Gitarren warten auf den Einsatz des Shouters. Das groovt und packt einen schon irgendwie beim Zuhören. Der Sänger weiß seine Stimme variabel einzusetzen und damit die Stimmung zu beeinflussen.
Den Song „We rise“ hatten wir euch bereits hier vorgestellt. Im etwas ungewöhnlichen Setting vor einem komplett weißen Hintergrund performt die Band hier. So bekommen wir ein schlichtes schwarz-weiß-Produkt. Amerikanischer Hardrock der besseren Sorte. Gitarrensolo, rockende Drums, Backgroundgesang der gesamten Band und das Keyboard spielt sich auch teils mal deutlich in den Vordergrund. Eine stimmungsvolle Sache. Wie kommt man auf die Idee, ein Lied „Donnowhuddidis“ zu nennen? Bei der fünften Nummer auf dem Silberling legt der Sänger direkt selbst los. Zwischendurch klingen Pianoklänge durch, ansonsten bleibt es musikalisch eher unspektakulär und ich muss sagen, ich hätte den Song nicht vermisst…nicht schlecht, aber auch ein bisschen nichtssagend.
TYKETTO – „Closer to the sun“ (VÖ: 20.03.2026)
Weiter geht es mit dem Titeltrack, den wir euch ja hier schon vor kurzem vorgespielt haben. Leichtfüßig kommen TYKETTO hier daher. Akustikgitarren, dazu der gefühlvolle Gesang. Das stimmt nachdenklich. Dazu stimmt das Schlagzeug mit ein und verleiht dem Ganzen noch etwas mehr Energie. Aber insgesamt bleibt es eher seicht und stimmungsvoll. Was erwartet man, wenn man einen Titel wie „Harleys & indians (Riders in the sky)“ hört? Jedenfalls geht es direkt mit Gitarrenriffs los, basale Drumbeats sorgen für die rhythmische Grundlage. Der Sänger bringt wieder ordentlich Stimmung rein. Irgendwie gibt es hier einen besonderen Vibe, auch zum Beispiel durch die Mundharmonika transportiert. Gut gemacht.
„Hit me where it hurts“ rockt direkt amtlich und ohne Umschweife los. Treibende Beats vom Schlagzeug und der kraftvolle Gesang von Mr. Vaughn. Dazu verleihen die Gitarren dem Song noch eine extra rockige Note. Yeah. Dann wird es mit dem neunten Stück auf dem Studiowerk ruhiger und nachdenklich. Sanfte Gitarren und eine gefühlvolle Stimme lassen uns nachdenklich werden. Auch wenn es dann nach etwa einer Minute etwas rockiger wird und der Drummer und auch die E-Gitarre etwas mehr Power reinbringen, so bleibt es doch eher gemäßigt. Aber der Song hat was. Der vorletzte Song empfängt uns mit Akustikgitarren und der Stimme des Sängers. Ja, auch dezentes Schlagzeugspiel kommt noch hinzu. Aber sonst plätschert das Ganze so vor sich hin. Das hätte es für mich nicht gebraucht. Und ich habe echt nichts gegen ruhigere Songs oder mal eine feine Ballade.
Auf in die letzte Runde mit „The brave“. Auch hier geht es wieder gemäßigt zur Sache. Die Gitarren kommen anfangs recht flott daher, bevor man sich zurücknimmt. Das Schlagzeug ist eher dezent unterwegs. So konzentriert sich das Ohr am ehesten auf den Gesang. Der versprüht teils ordentlich Energie, aber überwiegend ist die Nummer sehr getragen. Auch wenn man auf dem Album ein paar ordentliche Rocksongs untergebracht hat, so wurde es gerade zum Ende der Scheibe merklich ruhiger und seichter. Das ist ja auch erst einmal nicht schlimm, wenn die Mischung stimmt.

Das Fazit zum neuen TYKETTO-Album
Das Fazit zu „Closer to the sun“ lautet dann auch folgendermaßen: TYKETTO haben eine neue Scheibe an den Start gebracht, die sich in der Hardrock-Szene nicht zu verstecken braucht. Die Stimme des sympathischen Frontmanns Danny Vaughn steht öfter im Mittelpunkt, aber auch musikalisch ist das ganze Werk stimmig. Der eine oder andere Song wäre für mich verzichtbar gewesen, aber es gibt auch ein paar richtig gut gelungene, starke Tracks auf der Scheibe. Insgesamt hat man qualitativ ordentlich abgeliefert. Wer sich TYKETTO mal live anschauen möchte – und das kann ich nach mehreren Konzerten der Band in den letzten Jahrzehnten empfehlen – findet hier die Tourdaten 2026.
NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.
Bildquellen
- TYKETTO Albumcover – Closer to the sun: Netinfect Promotion
- TYKETTO Albumcover – Closer to the sun – Beitragsbild: Netinfect Promotion


Neueste Kommentare