MEGADETH – „Megadeth“ (VÖ: 23.01.2026)
MEGADETH – „Megadeth“ (VÖ: 23.01.2026)
Was soll ich sagen? Man freut sich natürlich, wenn (s)eine Band ein neues Studioalbum ankündigt. Die Freude währte in dem Fall nicht allzu lange. Denn im gleichen Atemzug kam die Ansage, es sei das letzte Release der Combo um Dave Mustaine. Ja, es ist die traurige Wahrheit: MEGADETH bringen am Freitag ihr letztes Album in den Handel (das in Form verschiedener Versionen wie CD, Audio-Kassette, unterschiedliche Vinyl-Ausgaben von schwarz bis zu diversen Farbvarianten). Der Titel ist wenig kreativ: „Megadeth“ und zehn Songs (plus einen Bonustrack) sollen auf der Scheibe enthalten sein.
Den Opener hatten wir euch schon hier vorab vorgestellt. Tight auf den Punkt geht es zur Sache. E-Gitarren, dann setzen langsam die Drums ein und beides nimmt gemeinsam Fahrt auf und schraubt das Tempo ordentlich hoch, bevor die markanten Vocals von Mastermind Dave Mustaine einsetzen. Das Video in der Gefängnisruine ist der optische Rahmen zu einem Song, der eigentlich ziemlich typisch für die amerikanische Metalband ist.
Dann folgt der nächste Track, der bereits vorab mit dem dazugehörigen Video veröffentlicht wurde – wir zeigen euch das auch gerne gleich mal. Wir sehen den MEGADETH-Frontmann einen „Tunnel“ entlanglaufen und dann wird er von Jugendlichen auf Skateboards überholt. Wir sehen Skateszenen vor verschiedenen Graffitis. Dies im Wechsel mit der Band beim Spielen des Songs. Eher gemäßigtes Schlagzeugspiel, das später mal zwischendrin immer mal etwas aufflammt, auch die Gitarren sind eher unspektakulär. Klar, das Solo ist amtlich, aber sonst. Der Gesang ist wenig abwechslungsreich. Hier kommt der Clip:
MEGADETH – „Megadeth“ (VÖ: 23.01.2026)
Wenn Dave Mustaine sich an Gott wendet…dann kommt das dabei heraus: „Hey god!“. Irgendwie spricht mich der Song an. Der Grad der Heavyness ist eher gemäßigt. Vom Eindruck her ein griffiger MEGADETH-Track. Straighte Drums, ordentliche Gitarrenriffs und die Stimme des Frontmanns. Stark.
Der Titel deutet es an, hier geht es ab. Bei „Let there be shred“ legen direkt die E-Gitarren richtig los. Drummer Dirk Verbeuren powert ebenfalls in einem ordentlichen Tempo. Insgesamt ist hier mehr Dampf auf dem Kessel. Auch die Vocals von Mr. Mustaine haben mehr Power und fügen sich stimmig in das Gesamtbild ein. Inhaltlich zeigt das Video verschiedene Kampfszenen, auch der Sänger ist dabei teils schauspielerisch involviert. Nach 4 Minuten ist der Spuk vorbei. Schaut mal hier:
Beim fünften Stück auf dem Longplayer steht zunächst die Gitarrenarbeit im Fokus, klar der Schlagzeuger steigt dann mit ein und die Vocals kommen hinzu. Eine angenehme Eingängigkeit. Etwas gemäßigter kommt das Alles rüber, dazu ein feines Solo an der Klampfe. Passt. Wir haben den Song auch für euch zum Anhören hier – bitte sehr:
„Another bad day“ ist eine von den Nummern auf „Megadeth“, die mir vielleicht am besten gefällt. Ein angenehmes Tempo, frisch und eingängig. Ein Thema, was man gut nachvollziehen kann. Solche Tage haben wir vermutlich alle mal. Die Melodie lässt sich gut anhören, die Gitarren bringen es hier, die Drums sind eher etwas im Hintergrund. Ein prima Ding zur Albummitte. Beim nächsten Stück eröffnet der sympathische Belgier hinter der Schießbude mit einem Alleingang. Dann setzen flotte Finger auf dem Griffbrett ein und die „drohende“ Stimme des Sängers springt auf den Zug mit auf. Das Tempo steigt…yeah! Das hat ordentlich Power und reißt einen mit. Wow!

Bei „Obey the call“ geht es mit melodischen E-Gitarren und eher zurückhaltendem Schlagzeugspiel los. Der Song kommt schwer und etwas düster rüber. Die Stimmung ist eher gedrückt. Fette Riffs bohren sich unaufhörlich in deinen Gehörgang…you want it dark & heavy? Here you go! Auch ein starkes Ding! Die Texte zu dem Album liegen mir nicht vor, aber die Titel der Lieder drehen sich wiederholt um das Ende, den Krieg, das Töten und andere negative Themen.
MEGADETH servieren METALLICA…
Track 9 geht in dieselbe Richtung: „I am war“! Durchschnittliches Tempo, mahnende Worte des Shouters, geradlinige Schlagzeugbeat und heavy Gitarren. Passende Melodien und dann wieder die Riffs. Nicht spektakulär, aber sicher auch nicht schlecht. Kommen wir also zu Finale. Mit fünfeinhalb Minuten und dem passenden Titel „The last note“ kommt der Rausschmeißer auf dem finalen MEGADETH-Album daher. Dave Mustaine erzählt mehr, anstatt zu singen. Scharfe Gitarrenriffs und dann geht es ab. Klare Gesangslinien, die Snare gibt den Takt vor, auch das Ridebecken kommt als Fixpunkt zum Einsatz.
Der Bonustrack überrascht (oder auch nicht!?), es ist ein Coversong von…METALLICA! Jawoll. Und dann nicht irgendeiner. Nein, „Ride the lightning“. Versucht da Jemand, seine Vergangenheit aufzuarbeiten!? Wie auch immer…eine amtliche Version. Das können vermutlich auch James Hetfield und seine Mitstreiter nicht leugnen!
Welches Fazit ziehen wir zum finalen MEGADETH-Studioalbum?
Welches Fazit kann man also ziehen, zum letzten Studioalbum von MEGADETH, bevor Dave Mustaine die E-Gitarre an den Nagel hängt (und das Gesangsmikro gleich daneben)? Die schlicht mit „Megadeth“ betitelte Langrille hat einige Songs am Start, die ich als eher durchschnittlich bezeichnen würde. Sie sind als typische MEGADETH-Tracks zu erkennen. Wirkliche Überraschungen gibt es auf dem Abschiedsalbum nicht (wenn wir mal von dem Coversong zum Schluss absehen – oder hättet ihr das gedacht!?). Ein paar Stücke gefallen mir dann aber besser. Insgesamt ist das eine ordentliche Scheibe zum Eintritt in die Rente. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch was nach…ein cooles Live-Album von der Abschiedstour vielleicht!?
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Bildquellen
- MEGADETH – Albumcover: CMM Online
- MEGADETH – Albumcover – Beitragsbild: CMM Online


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