14. Forge Fire Death-Metal Night
Die 14. Forge Fire Death-Metal Night fand am 14.02.2026 in der Altstadtschmiede Recklinghausen statt und unser Nils war für euch dabei!
Death Metal Night in der Altstadtschmiede Recklinghausen
Die überaus gemütliche Recklinghäuser Altstadtschmiede ist eines der ältestens Kulturzentren in NRW. In einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert steht die ehemalige Huf- und Nagelschmiede heute unter Denkmalschutz. Seit 1975 beherbergt sie das soziokulturelle Zentrum mit vielen Kulturveranstaltungen mitten im Herz der Altstadt.
Seit 2012 wird dort auch jedes Jahr bei der Forge Fire Death Metal Night Todesmetall geschmiedet. Zur 14. Ausgabe dieses unterstützenswerten Underground Events haben Organisator Jan Edel (Fronter der Recklinghäuser Death-Metal-Combo Sabiendas) und sein Team wieder eine erlesene Mischung aus talentierten Jungspunden und altgedienten Recken ausgewählt, um an diesem historischen Örtchen aufzuspielen. Da die Schmiede nur ein Fassungsvermögen für ca.100 Leute hat, war entsprechend schnell ausverkauft.
Anomic mit eigenem kleinen Fanclub
Neben seinem Nebenprojekt Starseed, die zuerst auftraten und erstmals seit 2000 überhaupt wieder auf einer Bühne standen, wurden auch die niederländischen Death-/Thrasher Anomic als Anheizer gebucht. Leider leerte sich die Schmiede bei deren Gig zusehends, viele gingen zum Rauchen und Pausenbier trinken nach draußen und kamen erst zu New World Depression zurück. Sie verpassten energisch und professionell vorgetragenen Death/Thrash mit zahlreichen Death-und Slayer-Anleihen, dem es nur ein wenig an Eigenständigkeit mangelte. Mir persönlich zu frickelig. Anomic wurden aber von einem eigens mitgebrachten Mini-Fanclub aus dem Bandumfeld frenetisch unterstützt.
New World Depression als heimliche Headliner
Da die beständigen NRW-Helden von New World Depression sich durch fleißige Live-Aktivitäten und qualitativ hochwertige Veröffentlichungen mittlerweile einen kleinen Kultstatus in der Region erarbeitet haben, waren sie die heimlichen Headliner an diesem Abend. Live-Kracher wie „Burning Down“, „Skull Carver“ und „Working with Flesh“ funktionierten in dem kleinen Raum hervorragend, der Sound war mächtig und Fronter Hütte gab sich alle Mühe die anwesenden Death-Metal-Freaks mitzureißen, was aber leider nur sporadisch gelang. Die Bühne in der Schmiede ist für das Quintett aus dem Münsterland aber sowieso mittlerweile viel zu klein, die gehören aufs Partysan. Und Hütte ist der deutsche John Tardy, nicht nur seines Shirts wegen!
Fleshless liefern das volle Hackbrett ab
Danach war die tschechische Death/Grind-Institution Fleshless an der Reihe. Sie als Headliner ranzulassen macht Sinn, da sie mit Abstand die Dienstältesten heute Abend waren (erstes Demo von 1993!). In den Neunzigern und frühen 2000ern haben sie noch hauptsächlich sehr grindcore-lastigen Death-Metal gespielt, die Grind-Anteile aber auf späteren Platten zugunsten technisch komplexerer Strukturen reduziert. Dennoch liefern sie das volle Hackbrett ab und setzen die Schmiede unter ein Sperrfeuer aus irrwitzigen Tempiwechseln, rabiaten Breaks und den erwähnten Grind-Ausflügen. Nicht zu frickelig, sondern immer nachvollziehbar und abwechslungsreich. Der ungarische Drummer Balász wusste mit technisch beeindruckendem Geknüppel und eigenständigem Stil zu begeistern. Nach den beiden Tracks der letztjährigen „Voluntary Lobotomy“-Single folgte der Brückenschlag zum Bandklassiker „Nice to eat you“, der von Shouter Vladimir mit den Worten „If you don´t know this one, you don´t know us“ angekündigt wurde.
Nach dem starken „Muscle Memory“ und ein paar Dankesworten von Organisator Jan an alle Beteiligten war dann Feierabend in der Schmiede. Auf dem Heimweg hat man dann jedes Jahr die gleichen zwei Hauptgedanken: Solche Events sind elementar wichtig, sowas muss es immer geben, gemischt mit der Vorfreude auf nächstes Jahr.
Fazit:
Ein tolles Preis-Leistungsverhältnis in einem gemütlichen Rahmen mit toller Location und engagierten Bands. Mehr Underground geht eigentlich nicht.
Support https://www.altstadtschmiede.de/ !!
Fürs nächste Jahr wünsche ich mir Crypts und Slaughterday sowie etwas mehr Leidenschaft im Publikum.
Hier noch einige Eindrücke in Form einer kleiner Bildergalerie:
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Bildquellen
- Death Metal Night 1: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 2: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 3: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 4: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 5: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 6: Nils@metal-heads.de
- Death Metal Night 7: Nils@metal-heads.de








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