Kreator, Dimmu Borgir u.a. – The European Apocalypse in Düsseldorf

Kreator European Apocalype Düsseldorf

Samstag, der 15. Dezember 2018, in Düsseldorf an der Mitsubishi Electric Halle und der bisher gefühlt kälteste Tag. Aber trotzdem haben sich viele Metalheads eingefunden um laut und krachend in den dritten Advent zu feiern. Die European  Apocalypse Tour mit Kreator, Dimmu Borgir, Hatebreed und Bloodbath waren der Gastgeber und sogar aus den benachbarten Niederlanden machten sich die Kollegen Roland und Frank vom Livereviewer auf um über den Abend zu berichten. Schöne Grüße an euch und bis zum nächsten Mal! Drinnen erwartete Merch, der preislich durchaus moderat war. Aber dafür kam der Schock am Getränkestand… 5,50 Euro für einen halben Liter! Nichtsdestotrotz haben es ein paar geschafft sich so abzuschießen, dass sie von der Security schon bei der ersten Band zu den Sanis zum Ausnüchtern gebeten wurden. Und wie man es schafft, bei einem Konzert zum Ende hin sitzend oder im Stehen einzuschlafen, bleibt mir auch jetzt noch unbegreiflich. Aber kommen wir mal zur ersten Band des Abends.

Bloodbath – statisch aber gut

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Bloodbath Mitsubishi Electric HalleBloodbath haben exzellente Musiker in ihren Reihen, aber bedingt durch das Eingebundensein in den jeweiligen Hauptbands, waren Bloodbath bisher nur wenig live unterwegs. Erst seit dem Einstieg von Nick Holmes (Paradise Lost) hat sich das geändert. Aber auch so waren einige Fans in der Halle, die gespannt waren die Jungs zu sehen. Ich war vorher nicht mit Bloodbath vertraut, aber das was ich zu hören bekam, hat mir gut gefallen. Klassischer Death Metal, technisch perfekt. Aber wen wundert es bei den Musikern, die da auf der Bühne standen. Einzig, und damit kommen wir zum optischen, die Darbietung hat mich gestört. Obwohl gestört ist das falsche Wort. Es war alles sehr statisch und bewegungsarm auf der Bühne. Ich persönlich mag es, wenn da mehr Action ist. Ohne hinzugucken ein einwandfreier Gig, der nach dreißig Minuten vorbei war.

Hatebreed – Action auf der Bühne

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Im Hardcore bin ich nicht zuhause, aber was mir bei Bloodbath noch gefehlt hatte, das brachten Hatebreed direkt auf die Bühne: Action und Interaktion mit dem Publikum. Hatebreed Mitsubishi Electric HalleManch einer mag finden, dass Hatebreed mit ihrem Stil in diesem Viererpaket fehl am Platze waren. Ich finde, dass man da ruhig mehr open minded sein kann und die Hatebreed Sprechchöre, die immer wieder zu hören waren, gaben mir da durchaus recht. Wem es nicht gefiel, der konnte ja sich in der Zeit ja beim Merch eindecken oder in Ruhe was essen und trinken gehen. Verpasst haben diejenigen aber einen energiegeladenen Auftritt und ein Publikum, dass dabei auch ordentlich abging. Musikalisch immer noch nicht meins, aber live würde ich mir die Jungs um Jamey Jasta immer wieder geben.

Dimmu Borgir – spektakuläre Light Show

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Dimmu Borgir Mitsubishi Electric HalleAuf den Auftritt von Dimmu Borgir war ich persönlich sehr gespannt. Sie haben lange pausiert und haben sich mit „Eonian“, wie ich finde, erfolgreich zurückgemeldet. Mittlerweile war es in der Mitsubishi Electric Halle voller geworden, ohne dass es zuviel Gedränge gewesen wäre. Ich will gar nicht die Diskussion führen, ob Dimmu Borgir noch Black Metal oder true sind. Das soll jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde, wenn man sie als Symphonic Black Metal Band wahrnimmt und akzeptiert, dann bekam man genau das. Eine spektakuläre Light Show zum Genießen und eine Band der großen Gesten. Action gab es weniger, aber dafür erstklassiges Songmaterial mit der dazu passenden visuellen Untermalung. Dimmu Borgir sind eine Band für die großen Hallen und mir, wie auch vielen anderen, haben sie sehr gut gefallen.

Kreator – nahezu ein Heimspiel

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Erste Erkenntnis: Iron Maiden gehen immer! So wurde in der Umbaupause „Run To The Hills“ von der ganzen Halle lauthals mitgesungen und danach begann quasi ein Heimspiel für Kreator. So hat es zumindest Mille in einer seiner Ansagen formuliert und dementsprechend legten sich Kreator auch ins Zeug. Konfetti Kanonen, heiße Pyros und ein musikalisches Feuerwerk! Dem wollte Kreator Mitsubishi Electric Halledas Düsseldorfer Publikum nicht nachstehen und neben Sprechchören wurden alte Klassiker wie „Flag Of Hate“, aber auch das neue Material von „Gods Of Violence“ gebührend gefeiert. Natürlich hat sich bei einer Band, die schon so lange die Bühnen in Schutt und Asche legt eine gewisse Routine eingeschlichen. Aber umso beeindruckender ist es, was für einen Abriss Kreator da abgeliefert haben und der mit einem gewaltigen Feuerstoß furios beendet wurde. Wer in den Achtzigern prophezeit hätte, dass solche Musik einmal solche Hallen füllen würde, den hätte man ausgelacht. Wahnsinn und großen Respekt an Mille und Co. Macht weiter so, es war wahrhaftig eine musikalische European Apocalypse!

Kreator – die Bilder


 

Dimmu Borgir – die Bilder


 

Hatebreed – die Bilder


 

Bloodbath – die Bilder


 

Kreator – die Setlist

  1. Enemy Of God
  2. Hail To The Hordes
  3. Awakening Of The Gods
  4. People Of The Lie
  5. Gods Of Violence
  6. Satan Is Real
  7. Phantom Antichrist
  8. Fallen Brother
  9. Flag Of Hate
  10. Phobia
  11. Hordes Of Chaos
  12. Violent Revolution
  13. Pleasure To Kill

Dimmu Borgir – die Setlist

  1. The Unveiling
  2. Interdimensional Summit
  3. The Chosen Legacy
  4. The Serpentine Offering
  5. Gateways
  6. Dimmu Borgir
  7. Council Of Wolves And Snakes
  8. Puritania
  9. Indoctrination
  10. Progenies Of The Great Apocalypse
  11. Mourning Palace

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Bildquellen

  • Kreator Mitsubishi Electric Halle 1: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Dimmu Borgir Mitsubishi Electric Halle 28: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Hatebreed Mitsubishi Electric Halle 1: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Bloodbath Mitsubishi Electric Halle 1: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Kreator European Apocalype Düsseldorf 720×340: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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