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	<title>Lindy-Fay Hella &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>WARDRUNA: &#8222;Birna&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 14:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Birna]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
		<category><![CDATA[Kvitravn]]></category>
		<category><![CDATA[Kvitravn - The First Flight Of The White Raven]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
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					<description><![CDATA[WARDRUNA mit ihrem sechsten Album (Release 24.Januar 2025 via Sony Music und By Norse Music) Nachdem WARDRUNA im Januar 2021 das Album „Kvitravn“ veröffentlichten und es online mit einem Studiokonzert unter dem Titel „First&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">WARDRUNA mit ihrem sechsten Album (Release 24.Januar 2025 via Sony Music und By Norse Music)</h3>



<p>Nachdem WARDRUNA im Januar 2021 das Album <strong>„Kvitravn“</strong> veröffentlichten und es online mit einem Studiokonzert unter dem Titel <strong>„First Flight of the Whtie Raven“</strong> präsentierten, habe ich mich gefragt, in welche Richtung sie gehen und ob sie den animistischen Grundlagen noch mehr Raum geben werden.</p>



<p>In ihrer zwischen 2009 und 2016 veröffentlichten <strong>„Runaljód“ Trilogie</strong>, bei der sie jeder der 24 Runen des älteren Futhark ein Lied gewidmet und die poetische Tradition aufgegriffen haben, folgte 2018 <strong>„Skald“</strong>: akustisch, minimalistisch, mit <strong>Einar Selviks</strong> Stimme im Mittelpunkt. Ein poetisches Album, das sich respektvoll der alten Geschichten annimmt und etwas Neues daraus macht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-1200x1200.jpg" alt="wardruna BIRNA_cover_3000x3000" class="wp-image-182949" style="width:256px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-1200x1200.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-768x768.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-1536x1536.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-2048x2048.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/BIRNA_cover_3000x3000-1320x1320.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Von der poetischen Runentradition zu den Zyklen der Natur</h3>



<p>Bei <strong>„Kvitravn“</strong> haben sie mit einer Symbolik gearbeitet, die auf animistischen Traditionen basiert. Der weiße Rabe als prophetischer Bote, der Erneuerung bringt und Welten verbindet.</p>



<p>Und nun haben sie ihr Album <strong>„Birna“</strong> (Bärin) gewidmet. In der nordischen Mythologie und Kultur spielt der Bär eine bedeutende Rolle. Er symbolisiert nicht nur Stärke und Wildheit, sondern auch Schutz und Verbindung zur Göttlichkeit. Er wird mit den Zyklen des Lebens, mit Wiedergeburt und Erneuerung in Verbindung gebracht. Während der Bär eher als ein wildes und in seiner Einsamkeit starkes Tier dargestellt wird, ist die Bärin ein Symbol für Wiedergeburt, Erneuerung und Fürsorge. <br>Der Rückzug in den Winterschlaf, in die Dunkelheit wird häufig mit dem Tod in Verbindung gebracht, und das Erwachen im Frühjahr mit Wiedergeburt und Erneuerung.Dieser zyklische Prozess des Bären spiegelt sich in der Natur in den Jahreszeiten und der damit verbundenen Erneuerung des Lebens wider.<br>Und in vielen Kulturen der Welt ist der Bär auch ein himmlisches Wesen (s. Sternbild) und der Hüter des Waldes. All dies haben WARDRUNA aufgegriffen und dem Bären eine Stimme geben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Bär – ein kraftvolles, zyklisches Wesen</h3>



<p>Das Album wird mit <strong>„Hertan“ </strong>eröffnet. Es geht um den Herzschlag, den Rhythmus des Lebens, seine konkrete Bedeutung als Ursprung aller lebenserhaltenden Funktionen, aber auch um die abstrakte Bedeutung als Lenker unserer Wünsche, unserer Entscheidungen und unseres Handelns.</p>



<p><strong>„Hertan“</strong> beginnt mit dem Rhythmus des Herzschlags, der von Trommeln geprägt wird. Sie erhöhen das Tempo, bis sich der klare Rhythmus in Atemlosigkeit auflöst. Der Atem ist neben dem Herzschlag das zweite Element, das dazu beiträgt, dass einem dieser Song so nah kommt. &nbsp;Der Atem ist in vielen Songs von WARDRUNA ein verstärkendes, akzentuierendes und strukturierendes Element. Beides zusammen, Atem und Herzschlag durch Trommel und Stimme, haben beim Hören des Liedes eine unmittelbare Wirkung auf den eigenen Herzschlag. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass der Gesang von&nbsp;<strong>Lindy-Fay Hella</strong> das Pulsieren spürbar macht, in dem die zentralen Aussagen des Textes mehrmals wiederholt werden.</p>



<p><strong>Einar Selvik hat</strong> auch im Text zu <strong>„Hertan“</strong> erneut Erzähl- und Reimstrukturen der skaldischen Dichtung aufgegriffen. Einige der Metaphern haben die Form von Rätseln, wie wir sie aus Märchen kennen: <em>es ist aus Gold oder Stein, es tanzt wild ohne Füße, es bricht, ohne zu zerbrechen </em>– was ist das wohl?<br>Andere Zeilen des Textes stellen die Beziehung zum Zyklus der Natur her. Es ist ein atmosphärisch dichter Einstieg ins Album.</p>



<p>Das folgende Lied <strong>„Birna“</strong> lässt uns ein wenig zur Ruhe kommen. <strong>Lindy-Fay Hellas</strong> ätherischer Gesang schwebt über den Trommeln. Die mächtige Präsenz einer Bärin wird durch die Bronseluren unterstrichen. Der Herzschlag der Natur zieht sich durch das Lied und die ganze Stimmung lässt Kommendes erwarten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn die Kraft der Sonne nachlässt, werden auch die Lieder leiser</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="900" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/Wardruna_Himminndotter_Lead_MortenMunthe_Full_1_-rev.jpg" alt="Wardruna_Himminndotter_Lead_MortenMunthe_Full_1_ rev" class="wp-image-182951" style="width:418px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/Wardruna_Himminndotter_Lead_MortenMunthe_Full_1_-rev.jpg 900w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/Wardruna_Himminndotter_Lead_MortenMunthe_Full_1_-rev-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2025/01/Wardruna_Himminndotter_Lead_MortenMunthe_Full_1_-rev-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure></div>


<p></p>



<p><strong>„Ljos til jord“</strong> beginnt mit dem Fließen des Wassers. Dann setzt ein Frauenchor ein und der tiefe Gesang von <strong>Einar Selvik</strong> verbindet sich mit der Melodie der Flöte und den Trommeln zu einem dynamischen, schwungvollen Lied über den Kreislauf der Natur, die Kraft der Sonne und das Dunkel des Winters.</p>



<p>Das folgende <strong>„Dvaledraumar“</strong> ist mit gut 15 Minuten das längste Stück. Es lässt sich viel Zeit, in der die Naturaufnahmen und die Klänge der Instrumente einen meditativen Rahmen schaffen. Einar Selvik erzählt in der Art der Skalden vom Hirten, der auf einem Bett aus Moos schläft und vom Sommer träumt.<br>Die Töne der Harfe und der aus der Ferne herüberwehende weibliche Gesang werden von den langsamen Herzschlägen des Schlafenden begleitet.</p>



<p>In <strong>„Jord til ljos“</strong> gefällt mir die Flöte sehr gut. Sie klingt munter und bringt Bewegung in das Lied. Lure, Gesang, Saiteninstrument fügen sich währenddessen zu einem tiefen Grundklang zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt für Schritt durch Dunkelheit und Licht</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/07/wardruna-koeln-2023.12.jpg" alt="wardruna köln 2023.12" class="wp-image-150844" style="width:169px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/07/wardruna-koeln-2023.12.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2023/07/wardruna-koeln-2023.12-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p><strong>„Himinndotter“</strong> ist ein bewegendes Lied, das mit einem Frauenchor (ganz wunderbar: KORET ARTEMIS) beginnt, der von der Suche nach der Bärenschwester und dem Bärenbruder singen. Zu den Trommelklängen ist wieder <strong>Lindy-Fay Hellas</strong> Stimme zu hören, die beschwörend singt. Ein Lied voller Gänsehautmomente.</p>



<p>Und dann folgt <strong>„Hibjørnen“</strong> (der Bär, der Winterschlaf hält). Nur Einars Gesang, den er mit der Kraviklyra begleitet. Er greift die Erzählung aus <strong>„Dvaledraumar“</strong> wieder auf und erzählt sie weiter: wie die Sonne sich ihren Weg bahnt, die Tage wieder länger werden und die Amsel den Sonnenaufgang besingt.</p>



<p><strong>„Skuggehesten“</strong> das Schattenpferd galoppiert federnd und rastlos durch das energische und dynamische Lied.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Steh still und schlag Wurzeln“</h3>



<p><strong>„Tretale“</strong> baut sich langsam auf. Hier spielt die Wiederholung eine wichtige Rolle dabei, die Intensität des Liedes immer weiter zu steigern, wobei eine enorme Spannung entsteht. Eine Stimme, die aus den Wurzeln kommt: die Stimme der Bäume. Mit Wurzeln, die Halt geben, wenn der Wind tobt. Einar Selvik betrachtet Wurzeln als essentiell für ein authentisches, bewusstes und mit der Umgebung verbundenes Leben. Sie geben Halt und wenn man sich mit den eigenen Wurzeln beschäftigt, kann man ein besseres Verständnis für sich selbst in seiner Umwelt entwickeln.</p>



<p>Das Album endet mit hypnotisch-meditativen <strong>„Lyfjaberg“</strong>. Das altnordische Wort ‚Lyfjaberg‘ bedeutet „Heilungsberg“. Lyfjaberg ist in der nordischen Mythologie ein Ort des Trostes und der Heilung von Krankheit und Sorge für die bringt, denen es gelingt, den Berg zu besteigen. Die Stimmung des Liedes macht die Anstrengung deutlich, die man braucht, wenn man einen Berg – ob nun konkret oder im übertragenen Sinne, hinaufsteigt.<br>Mit „Dieser Berg heilt alle, die ihn erklimmen“ enden Lied und Album</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/07/wardruna-nordic-night-4-2.7.22.jpg" alt="wardruna nordic night 4 2.7.22" class="wp-image-129580" style="width:200px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/07/wardruna-nordic-night-4-2.7.22.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2022/07/wardruna-nordic-night-4-2.7.22-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>Mit <strong>„Birna“</strong> haben WARDRUNA wieder Geschichten über das Leben erzählt. Auch wenn sie traditionelle Elemente und Mythen aufgreifen, sind die Gedanken darin etwas, das jeden beschäftigt: Geschichten über Wiederkehrendes und Erneuerung, über unseren Platz in der Welt.</p>



<p>Mir hat gut gefallen, wie sie das Zyklische in der Musik umgesetzt haben. Sei es durch Wiederholungen, die immer eine gewisse Varianz haben, durch das Auf- und Abschwellen der Klänge. Aber auch wie <strong>„Ljos til jord“</strong> und <strong>„Jord til ljos“</strong> das Lied <strong>„Dvaledraumur“</strong> einbinden und der Text dann bei <strong>„Hibjørnen“</strong> fortgesetzt wird.</p>



<p>Der KORET ARTEMIS bringt neue Klänge mit hinein und die Naturklänge vervollständigen das (Klang)Bild.</p>



<p>WARDRUNA haben ihre Wurzeln in der Geschichte und in Traditionen, aber übersetzen sie in Konzepte wie die Beziehung des Menschen zur Natur und die Bedeutung von Zyklen in diesem Verhältnis und dem Leben im Allgemeinen. <strong>Einar Selvik</strong> hat sich immer wieder für die Bewahrung von Traditionen eingesetzt. <br>Bewahren heißt hier: eine Verbindung zu den Geschichten, Traditionen und Spiritualität unserer Vorfahren herstellen, damit diese zum Verständnis für die eigenen Identität wird und dabei hilft, die Gegenwart zu gestalten.<br>Neben der sowohl mächtigen, dynamischen als auch meditativen Musik haben mir die Texte gut gefallen (im Booklet gibt es auch eine englische Übersetzung). Die Erzähl- und Reimstrukturen wie in skaldischen Texten aber auch die oft unvollständigen Sätze und Andeutungen, die noch einmal zeigen, dass es WARDRUNA nicht darum geht, zu überzeugen, sondern ein Angebot zu machen und anzuregen.</p>



<p>Es gibt nur wenige Tiere, die so deutlich in Mythen und Traditionen präsent sind, wie der Bär. Wir Menschen haben in der Geschichte eine durchaus herausfordernde Beziehung zu ihm. Diese Geschichte haben WARDRUNA mit „Birna“ noch einmal anders erzählt.</p>



<p>WARDRUNA sind:</p>



<p>Einar Selvik – Gesang, Taglharpa, Kravik Leier, Bukkehorn<br>Lindy-Fay Hella – Gesang<br>Arne Sandvoll – Percussion, Hintergrundgesang<br>Sondre Veland – Percussion, Hintergrundgesang<br>Eilif Gundersen – Bukkehorn, Lure, Flöte, Hintergrundgesang<br>HC Dalgaard – Schlagzeug, Percussion, Hintergrundgesang<br>John Stenersen – Moraharpa</p>



<p>Und hier <strong>„Birna“</strong> mit einem eindrucksvollen Video:</p>



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<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Wardruna - Birna (Official Music Video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/pLqNSAZEFjU?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückblick auf Konzerte und Interviews 2024</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rueckblick-auf-konzerte-und-interviews-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 07:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Kammerer]]></category>
		<category><![CDATA[Kalandra]]></category>
		<category><![CDATA[Kimmo Kuusniemi]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
		<category><![CDATA[MÚR]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
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					<description><![CDATA[KALANDRA, LiLi Refrain, MÚR, Kimmo Kuusniemi, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella und Christine Kammerer In 2024 gab es nicht nur tolle, großartige, interessante abwechslungsreiche Alben (über die Qual der Wahl und die Alben die ich&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">KALANDRA, LiLi Refrain, MÚR, Kimmo Kuusniemi, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella und Christine Kammerer</h2>



<p>In 2024 gab es nicht nur tolle, großartige, interessante abwechslungsreiche Alben (über die Qual der Wahl und die Alben die ich letztlich ausgewählt habe), sondern auch sonst noch Neues und Neuigkeiten, viele erlebnisreiche Ereignisse und interessante Gespräche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Konzerte</h2>



<h3 class="wp-block-heading">KALANDRA und <strong>LiLi Refrain</strong> in Köln: ein <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/kalandra-mit-lili-refrain-live-in-koeln/">Konzert</a>, das noch lange nachgeklungen hat</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450.jpg" alt="Kalandra Köln 11.9.24" class="wp-image-176703" style="width:144px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>KALANDRA haben im September das Album <strong>„A Frame of Mind“</strong> herausgebracht (<a href="https://metal-heads.de/reviews/kalandra-a-frame-of-mind/">review</a>) und sind im Herbst auf eine Tour mit 30 Shows gegangen. Der Tourauftakt war in Köln. Dort haben sie mit 15 Songs ein langes Set gespielt, das nie an Spannung nachließ. KALANDRAs Musik ist Rock auf orchestraler Basis, der von nordischem Folk durchzogen ist. Die Texte handeln von aktuellen, aber auch grundsätzlichen Themen. So geht es z.B. um Überlegungen zum Zustand der Welt (<strong>„The State of the World“</strong>) oder wie wichtig es ist, jemanden zu haben, mit dem man reden und etwas teilen kann (<strong>„Ensom“</strong>).Mich hat sehr gefreut, dass sie auch <strong>„Bardaginn“</strong> meinen Lieblingssong vom neuen Album gespielt haben. Es ist ein Nordic-Folk-Song, der unglaublich dicht, kraftvoll und dynamisch ist. Voll mit tollen Leads, großartigem Drumming und schweren Riffs.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344.jpg" alt="Lili Refrain Köln 11.9.24" class="wp-image-176690" style="width:141px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>Den Anfang machte an diesem Abend <strong>LiLi Refrain</strong>, eine Künstlerin, deren psychedelisch-rockige Folk-Metal-Musik ich sehr schätze. Sie verwendet auch bei ihren Bühnen-Shows ausschließlich Real-Time-Loops, ohne vorher aufgenommene Passagen. So entstehen die Songs in den Shows immer wieder neu. Mit Klängen, die ineinander übergehen und nach und nach poetische, unheimliche und komplexe Strukturen entstehen lassen. Und diese Strukturen durchdringt LiLis sirenenhafter, lyrischer Gesang.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">MÚR: kraftvoll bis verspielt – und immer voller Enthusiasmus</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14.jpg" alt="múr köln 27.11.24 - 14" class="wp-image-180780" style="width:148px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>Im November waren <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mur-live-in-koeln/">MÚR in Köln </a>(als Support für WHEEL). MÚR sind eine isländische Band, die die isländische Wacken Metal Battle (2022) gewonnen haben und gerade erste ihr Debüt-Album „Múr“ herausgebracht hatten. (<a href="https://metal-heads.de/reviews/mur-das-debuetalbum-von-mur/">review</a>)<br>Die Bühne war in rotes Licht getaucht, wabernde Klänge eröffneten den Song <strong>„Heimsslit“</strong> und füllten schnell den ganzen Raum. Es entstand ein Eindruck von Leere, die gleichzeitig eine Sogwirkung hat. Dumpfe Bassklänge, doomiges Riffing und infernalische Vocals schaffen eine dystopische Atmosphäre.  Die donnernden Drums bauen zusammen mit harten Riffs eine Soundwand auf, die immer konkreter und massiver wird. Bis wieder wundschöne sphärische Klänge überwiegen, die dann aber in ein trostloses und dennoch gewaltiges Finale münden. Ich fand es mutig, dass sie ihr Set mit einem 10-minütigen Song begonnen haben. Doch der begeisterte Applaus zeigte, dass sie das Publikum von Anfang an mitnehmen konnten. Auch der Rest des Sets war eine großartige Wanderung zwischen roher Energie und verspielten Klängen, hämmernden djentigen Strukturen und abgefahrenen Rhythmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interviews</h2>



<p>Das waren einige spannende, lange, anregende und informative Gespräche mit engagierten,interessanten und angenehmen Gesprächspartnern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kimmo Kuusniemi</strong>: über Nachhaltigkeit, Überraschungen und persönlichem Ausdruck statt Perfektion</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="899" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-1200x899.jpg" alt="ASA_KimmoKuusniemi4" class="wp-image-161562" style="width:226px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-1200x899.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-300x225.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-768x575.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-600x450.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4.jpg 1284w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<p>Das Jahr begann mit dem <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/kimmo-kuusniemi-im-interview/">Interview</a> mit <strong>Kimmo Kuusniemi</strong>, den einige von euch wahrscheinlich durch seine Band SACROFAGUS kennen. Anlass für das Interview war sein Projekt ANCIENT STREAMING ASSEMBLY, einem Cross-Arts Projekt, das er zusammen mit <strong>Tuomas Rounakari</strong> (KORPIKLAANI, Shamanviolin) auf den Weg gebracht hat. Es ist ein intermediales Projekt, das sich im weiten Sinne mit Umweltschutz beschäftigt. Wir haben uns lange unterhalten: über das Verhältnis des Menschen zur Umwelt und dem sich daraus ergebenden Umgang mit ihr, den Möglichkeiten von Film und Musik als Medium von Dokumentation, Information, Anregung und Herausforderung zum Nachdenken. Es ging auch um Dystopien, digitale Möglichkeiten und um die Möglichkeiten des Einzelnen, Einfluss zu nehmen, sowie die Untätigkeit von Verantwortlichen, die Veränderungen in der Umwelt anzuhalten.  <br>Und auch um Musiker wie <strong>Tuomas Rounakari</strong>, <strong>Steve di Georgio</strong> und <strong>Esa Kotilainen</strong>, die in der einen oder anderen Weise an ASA beteiligt sind.</p>



<p>Kimmo hat davon erzählt, dass er bereits in den 1980er Jahren Filme zum Umweltthema gemacht hat. Z.B. 1991 mit <strong>„Dream On“</strong> ein Musikvideo als Warnung vor einer Umweltkrise, die heute Realität geworden ist. Aber die Menschheit hat nicht schnell gehandelt, sondern ist eher untätig geblieben. Er ist der Ansicht, dass wir am Rande des ökologischen Zusammenbruchs stehen, dass ständiges Wachstum nicht möglich ist und wir (zumindest in unseren Umgebungen) genug haben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir sollten lernen, mit dem zufrieden zu sein, was wir haben. … Ich glaube, dass wir unsere auf Wachstum basierende Wirtschaft in eine nachhaltige umwandeln können, wenn wir alle wollen, dass sich etwas ändert.</p>
</blockquote>



<p>Auch über Abwechslung, Überraschung und Perfektionismus gerade in der Musik haben wir gesprochen. Kimmo meint, dass Überraschungen wichtig sind, weil sich sonst nichts verändern kann.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Überraschungen und Abwechslungen sind wichtig, weil sich sonst nichts verändern kann. Für mich ist es langweilig, immer wieder die gleiche Musik zu machen, die gleichen Dinge zu tun. Wenn ich ein Solo spiele, ist es jedes Mal anders. Weil ich in diesem Moment nicht plane, was ich spiele, sondern einfach spiele. Zuletzt ist vieles in der Musik so technisch geworden und damit in gewisser Weise limitiert. Wenn die Fertigkeiten, das Perfekte im Vordergrund stehen und nicht der eigene Ausdruck.</p>
</blockquote>



<p>Der Gedanke, dass Perfektion auch begrenzen kann, hat mir im Verlauf des Jahres auf unterschiedliche Situationen einen anderen Blick vermittelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ROCKET MEN: Musik, die nach Weltraum klingt</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="386" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg" alt="Rocket_Men_Portrait-1_Color" class="wp-image-170216" style="width:243px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg 579w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" /></figure></div>


<p><a href="https://metal-heads.de/reviews/the-orbiter-sessions-neues-album-von-rocket-men/">Das neue Album </a>von ROCKET MEN <strong>„The Orbiter Sessions“</strong>, habe ich zum Anlass genommen, mich mit <strong>Philipp Püschel</strong> (Trompete) und <strong>Felix Dehmel</strong> (Schlagzeug) über das Album und den Entstehungsprozess, Storytelling, Weltraum, Veränderungen beim Publikum und über kommende Events zu unterhalten. <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rocket-men-im-interview/">(interview)</a> <br>Nachdem geklärt war, dass sie sich nicht über Tinder, sondern durch die Musikschule kennengelernt hatten und wie sie zu ihrem Bandnamen gekommen sind, haben sie davon erzählt, dass zunächst die Musik da war und dann das Thema ‚Weltraum‘.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Aber es war nicht so, dass wir von Anfang an gesagt haben: wir wollen was mit Weltall machen. Sondern es war eher so: wir haben Musik geschrieben, die klang cool und irgendwie nach Weltraum.</p>
<cite>Felix Dehmel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Musik, die wir schreiben und spielen, hat immer etwas von Weite und Ferne so dass es nach Weltraum klingt. Ich kann gar nicht beschreiben, welche Faktoren es sind, die das ausmachen, aber da wir viel Synthesizer und Keyboard in der Band haben, hat man viele Delays, viel Spielzeug, viel Space.</p>
<cite>Philipp Püschel</cite></blockquote>



<p>Damit wird schon gut beschrieben, wie die Musik klingt. Aber auch die Geschichte, das Storytelling ist ihnen wichtig. Da sie ohne Lyrics auskommen, drücken sie dies durch den Titel und die Musik aus und lassen auf diese Weise intensive Bilder entstehen.<br>Für mich ist ‚der ROCKET MEN – Sound‘ die Ausgewogenheit zwischen Trompete, Saxophon, Schlagzeug und den Keyboards und Synthesizern sowie der Groove, die ‚Tanzbarkeit‘.<br>Oder wie Felix so passend sagt: „Aber ich glaube, bei uns spielt das authentische Element eine große Rolle und das Beat-Element. Man kann die Musik fühlen, als Groove, als Beat und man kann sich dazu bewegen.“<br>Also hört mal rein in das Album! Das Interview könnt ihr hier lesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lindy-Fay Hella: Stimme, Sythesizer und dies Suche nach Unbekanntem</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-800x1200.jpg" alt="Lindy-Fay Hella" class="wp-image-171962" style="width:168px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-768x1151.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1025x1536.jpg 1025w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1366x2048.jpg 1366w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1320x1979.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-scaled.jpg 1708w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Ein <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/interview-mit-lindy-fay-hella/">Interview</a>, auf das ich mich gefreut hatte, ist das mi tLindy-Fay Hella. Vielleicht kennt ihr sie als Sängerin bei WARDRUNA. Diesmal ging es aber um ihre andere Formation: <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong> und das Album <strong>„Islet“</strong>.(<a href="https://metal-heads.de/reviews/islet-von-lindy-fay-hella-dei-farne/">review</a>)  <br>Sie hat mir erzählt, welche Rolle DEPECHE MODE und insbesondere das Album <strong>„Black Celebration“</strong> für sie gespielt hat und was sie an Synthesizern so fasziniert hat, dass sie sie selbst spielen wollte.<br>Wir haben uns auch darüber unterhalten, was Synthesizer und die Stimme als Ausdrucksmittel miteinander zu tun haben.</p>



<p>Lindy-Fay dazu: „Mit der Stimme kann man bewusst die Resonanz des eigenen Körpers nutzen, um den Klang zu manipulieren. Synthesizer waren jedoch auch eine Inspiration für mich beim Gesang. Bei bestimmten Synthesizern gibt es Filter, mit denen man den Klang selbst verändern kann, wie scharf oder gedämpft man ihn haben möchte, den Anschlag, das Sustain und das Release. All dies kann man auch mit der Stimme tun, außer mit den extrem tiefen und hohen Klängen.“</p>



<p>Denn der Kontrast zwischen den elektronischen Elementen und der ‚organischen Stimme‘ spielt auch auf <strong>„Islet“</strong> eine wichtige Rolle. Damit kann die ständige Suche nach dem Unbekannten und die Neugier auf das, was die Natur, die Vergangenheit, Träume und das Universum zu bieten haben, auf eine spezielle Weise ausgedrückt werden.<br>Denn der Kontrast zwischen den elektronischen Elementen und der ‚organischen Stimme‘ spielt auch auf <strong>„Islet“</strong> eine wichtige Rolle. Damit kann die ständige Suche nach dem Unbekannten und die Neugier auf das, was die Natur, die Vergangenheit, Träume und das Universum zu bieten haben, auf eine spezielle Weise ausgedrückt werden.</p>



<p>Daher brauchte sie für die Songs auf <strong>„Islet“</strong> auch nicht viele Worte. Worte, Geschichten und Märchen spielen eine wichtige Rolle für sie und daher verwendet sie viel Zeit darauf, die für sie ‚richtigen Worte‘ zu finden. „Ich mag es, einfache und wenige Worte zu finden, da ich das Gefühl habe, dass dann verschiedene Geschichten aus diesen Worten entstehen können, je nachdem, was der Zuhörer daraus macht. Diese Worte müssen jedoch genau richtig sein. Ich mache normalerweise lange Spaziergänge, beobachte Dinge, lasse mich aber auch von Begegnungen mit Menschen inspirieren und so weiter. Und natürlich das Unbekannte, das Geheimnis des Universums. Die Eindrücke von einer Reise zum Beispiel. Es kann Monate dauern, bis die Geschichten in meinem Kopf Gestalt annehmen“ sagt Lindy-Fay. Und ich finde, dass man dies in den Liedern hört. Das ganze Interview gibt es hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Christine Kammerer: Nordische Mythologie und schottischer Whisky</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2.jpg" alt="christine kammerer whisky and witches 2" class="wp-image-174393" style="width:273px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p>Das Interview, das mir unglaublich viel Spaß gemacht hat, habe ich mit <strong>Christine Kammerer</strong> geführt. Wir haben nicht nur über ihr Album <strong>„Echoes of North“</strong> gesprochen, sondern auch über die Veranstaltung <strong>„Whisky and Witches“</strong>. Denn Christine ist nicht nur Musikerin, sondern auch Whisky-Liebhaberin und Kennerin. (vollständige Interviews <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/interview-mit-christine-kammerer/">hier</a> und <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/whisky-and-witches-another-form-of-whisky-tasting/">dort</a>)<br>Zusammen mit <strong>Jane Ross</strong> hat sie <strong>„Whisky and Witches“</strong> ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Whiskyverkostung, die Whisky mit seiner Geschichte und seinen Geschichten sowie der Rolle der Frauen bei der Whiskyherstellung, Liedern über die Region, aus der er stammt, und Liedern, die den Whisky selbst beschreiben, zusammenbringt.<br><br>Und was haben Hexen mit Whisky zu tun? Im 13. Und 14. Jahrhundert war die Herstellung von Whisky und Aquavitae Frauensache. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Hexenprozessen und dem Besitz und der Herstellung von Alkohol. Frauen, die Alkohol herstellten, wurden in dieser Zeit der Hexerei bezichtigt. Und „Hexe“ wurde zu einem Schimpfwort für Frauen, die eine tiefe Verbundenheit zur Natur hatten, die sich mit Naturheilmitteln und Heilkräutern auskannten und beispielsweise wussten, wie man daraus verschiedene Arten von Aquavitae, Lebenswasser, destilliert. Und hier spannt Christine – wie sie es musikalisch auch auf ihrem Album <strong>„Echoes of North“</strong> macht – den Bogen zur nordischen Mythologie: „In der nordischen Mythologie gibt es die Völva. Sie war eine wichtige Figur in der gesamten Gesellschaft. Und sie wurde für ihre Ratschläge hochgeschätzt. Sie konnte vorhersagen, wie die Ernte ausfallen würde, wie die Winter verlaufen würden, was wir tun mussten, um die Gesellschaft für den Winter zu sichern, und warum Dinge schief liefen.“<br>Aus dieser Achtung wurde später die Dämonisierung dieser Fähigkeiten. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt oder auch, welches der Lieblingswhisky von Christine Kammerer ist, lest das Interview.</p>



<p>Das waren die Konzerte und Interviews, die mir viele neue Impulse gegeben haben. Ich wünsche euch viel Spaß, wenn ihr das eine oder andere Interview lest und ansonsten viele neue Impulse im Jahr 2025!</p>
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		<title>&#8222;Himinndotter&#8220; &#8211; neues Video von WARDRUNA</title>
		<link>https://metal-heads.de/news/himinndotter-neues-video-von-wardruna/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 15:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA["Birna"]]></category>
		<category><![CDATA["Himinndotter"]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
		<category><![CDATA[Wardruna]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Januar nächsten Jahres werden WARDRUNA das Album „Birna“ veröffentlichen. Nach „Hertan“ zeigen sie nun mit „Himinndotter“ ein zweites Lied als Single und Video. Von „Himinndotter“ bin ich überrascht, weil WARDRUNA damit musikalisch und&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Januar nächsten Jahres werden WARDRUNA das Album <strong>„Birna“</strong> veröffentlichen.</p>



<p>Nach <strong>„Hertan“</strong> zeigen sie nun mit <strong>„Himinndotter“</strong> ein zweites Lied als Single und Video.</p>



<p>Von <strong>„Himinndotter“</strong> bin ich überrascht, weil WARDRUNA damit musikalisch und auch inhaltlich einen neuen Schwerpunkt setzen. Es ist ein wunderschönes Lied und ein beeindruckendes Video geworden. Um so mehr bin ich auf das kommende Album gespannt.</p>



<p><strong>„Himinndotter“</strong> folgt dem Song <strong>„Hertan“,</strong> der im April 2024 veröffentlicht wurde, und bei dem es um den Herzschlag als Rhythmus des Lebens und im übertragenden Sinne um seine Bedeutung bei den Entscheidungen, die unser Handeln betreffen.</p>



<p>Seit der Gründung interpretieren WARDRUNA nordische Mythen und Aspekte des Animismus. Mit dem kommenden Album scheinen sie sich noch mehr an animistischen Vorstellungen und Erfahrungen orientieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Himinndotter“</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="425" height="425" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover.jpg" alt="wardruna birna cover" class="wp-image-177228" style="width:173px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover.jpg 425w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/wardruna-birna-cover-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px" /></figure></div>


<p>Doch zunächst zu <strong>„Himinndotter“</strong> und dem Video, mit dem der Fotograf und Regisseur &nbsp;<strong>Tuukka Koski</strong> die Stimmung des Liedes wieder in wunderschöne Bilder umgesetzt hat.</p>



<p><strong>„Himinndotter“</strong> beginnt mit einem Blick in eine karg erscheinende Landschaft, mit flechtenbewachsenen Steinen und Heidekraut. Und mittendrin eine einzelne Birke.</p>



<p>Zunächst sind nur die Frauenstimmen zu hören, die von der Suche nach der Bärenschwester und dem Bärenbruder singen. Schon in diesem Moment verbinden sich der Klang mit dem visuellen Eindruck und man wird in eine andere Welt hineingezogen.</p>



<p>Dann sieht man die Sängerinnen, die mit Abstand zueinander, langsam über diese Heidelandschaft wandern. Und es wirkt tatsächlich so, als seien sie auf der Suche und wollten die Spuren, die sie sehen, nicht aus den Augen verlieren.</p>



<p><strong>Einar Selvik</strong> kommt der Part zu, um Hilfe zu bitten. Er ruft nach ‚Himinndotter‘, der himmlischen Tochter, der Schwester im Wald, die ihm den Weg zeigen soll, zu dem, was er war und ist. Hier wird die Musik intensiver, die Trommel schlägt auch hier wie der Herzschlag und die Birkenluren schicken ihre Töne wie Rufe hinaus.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Energie des Tanzes</strong></h3>



<p>Und dann folgt für mich der ergreifendste Teil des Videos und auch des Liedes.</p>



<p><strong>Lindy Fay Hella</strong> tanzt frei und beschwörend. Ihre Stimme nimmt einen archaischen, rauen Klang an, wenn sie „Birna“ ruft. Die Trommeln begleiten die Bewegungen, die diesen Song mit so viel Energie anreichern. (Das kann man immer wieder bei WARDRUNAs Shows sehen, wie Lindy Fay den Liedern mit dem Tanz eine weitere Dimension hinzufügt.) Die Momente, in denen sie zusammen mit den Wolken gezeigt wird, zeigen ihre Unabhängigkeit und die Natürlichkeit der Verbindung zu diesen himmlischen Elementen.</p>



<p>Sie ist hier mit ihrer Körperlichkeit und dem Rufen der feste Punkt – so wie auch die einzelne Birke – während die anderen unterwegs auf der Suche sind. Die anderen wandern weiter auf ihrer Suche. &nbsp;<br>Die Musik ist energisch, imposant aber gleichzeitig sanft und hoffnungsvoll. Trotzdem bleibt das Ende offen. Dies geht unter die Haut.</p>



<p>Ich bin sehr gespannt auf die anderen Lieder, da <strong>„Himinndotter“</strong> ein Teil einer sechs Lieder umfassenden „Erkundung des Bären“ ist, wie <strong>Einar Selvik</strong> sagt. <br>Der Bär spielt in vielen mythologischen und folkloristischen Geschichte eine Rolle. Und seine Bedeutung sowie die Vorstellung vom mythischen Ursprung des Bären als ein himmlisches Wesen wird auf dem Album <strong>„Birna“</strong> (was das altnordische Wort für die Bärin ist) wohl eine zentrale Rolle spielen.</p>



<p>Im Video, das in Rondane, dem ältesten Nationalpark Norwegens gedreht wurde, ist der Frauenchor KORET ARTEMIS aus Oslo zu hören und zu sehen.</p>



<p>Und hier also <strong>„Himinndotter“</strong><br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Wardruna - Himinndotter (Sky-Daughter) Official Music Video" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/P0cDf4t7094?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>
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		<title>&#8222;Hertan&#8220; &#8211; neuer Song von WARDRUNA</title>
		<link>https://metal-heads.de/reviews/hertan-neuer-song-von-wardruna/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 16:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA["Hertan"]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
		<category><![CDATA[Kvitravn]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
		<category><![CDATA[Tuuka Koski]]></category>
		<category><![CDATA[Wardruna]]></category>
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					<description><![CDATA[WARDRUNA veröffentlichten neuen Song zum kommenden Album Mitten in der Arbeit zum neuen Album haben WARDRUNA am 5. April 2024 den Song „Hertan“ zusammen mit einem Video veröffentlicht. Seit 2003 interpretieren WARDRUNA nordische Mythen,&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">WARDRUNA veröffentlichten neuen Song zum kommenden Album</h3>



<p>Mitten in der Arbeit zum neuen Album haben WARDRUNA am 5. April 2024 den Song <strong>„Hertan“</strong> zusammen mit einem Video veröffentlicht.</p>



<p>Seit 2003 interpretieren WARDRUNA nordische Mythen, Mythologie und Aspekte des Animismus. Sie verwenden dabei traditionelle Instrumente und nutzen in den Texten sowohl Altnordisch als auch Norwegisch. Sie entnehmen ihre Texte nicht aus der nordischen mythologischen Dichtung, sondern schreiben eigene Texte. <br>Die bisherigen Alben sind wesentlich von der Kultur der mündlichen Überlieferung geprägt.<br>Sie stellen damit Bezüge zur Vergangenheit her, die auch in der Gegenwart Einfluss haben. Dabei geht es ihnen nicht darum, die Vergangenheit zu (re)zitieren, sondern um die Bedeutung dieser Elemente für die aktuelle Situation jedes Einzelnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Herz: Lenker des Willens und der Entscheidungen</h3>



<p>Im Januar 2021 haben WARDRUNA mit <strong>„Kvitravn“</strong> ihr <a href="https://metal-heads.de/reviews/wardruna-kvitravn/">fünftes Album</a> herausgebracht. Im Jahr darauf gab es die eindrucksvolle digitale Release-<a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/wardruna-first-flight-of-the-white-raven/">Show</a> <strong>„First Flight of the White Raven“.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="876" height="876" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski.jpg" alt="wardruna 24.2 tuukka koski" class="wp-image-166166" style="width:249px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski.jpg 876w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-768x768.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.2-tuukka-koski-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 876px) 100vw, 876px" /></figure></div>


<p><strong>Einar Selvik</strong>, Frontmann von WARDRUNA, betrachtet Musik als eine Möglichkeit, die Verbundenheit des Menschen mit der Natur und seine Sehnsucht nach Sinn und Ganzheit auszudrücken.</p>



<p>Das jetzt veröffentlichte <strong>„Hertan“</strong> (des Herzens) greift all das auf. Es geht um den Herzschlag, den Rhythmus des Lebens, seine konkrete Bedeutung als Ursprung aller lebenserhaltenden Funktionen, aber auch um die abstrakte Bedeutung als Lenker unserer Wünsche, unserer Entscheidungen und unseres Handelns.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Musik: Herzschlag und Atem</h3>



<p><strong>„Hertan“</strong> hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es beginnt mit dem Rhythmus des Herzschlags, der von Trommeln geprägt wird. Sie erhöhen das Tempo, bis sich der klare Rhythmus in Atemlosigkeit auflöst. Der Atem ist neben dem Herzschlag das zweite Element, das dazu beiträgt, dass einem dieser Song so nah kommt.  Der Atem ist in vielen Songs von WARDRUNA ein verstärkendes, akzentuierendes und strukturierendes Element. Beides zusammen, Atem und Herzschlag durch Trommel und Stimme, haben beim Hören des Liedes eine unmittelbare Wirkung auf den eigenen Herzschlag. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass der Gesang von <strong>Lindy-Fay Hella</strong> durch die rhythmische Wiederholung der zentralen Aussagen des Textes das Pulsieren spürbar macht. (Zu den Lyrics komme ich gleich noch.) <br><br>Letztlich ist es die Beziehung des Herzens zu Rhythmus, Atmung und dem Fließen, die überall in der Natur gefunden werden kann.<br>All dies übersetzen Stimme und Instrumente in Musik. So nutzt Einar vielfältige Möglichkeiten der Stimme: eindringlich im klaren Gesang, intensiv und nah durch das Flüstern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Lyrics: Metaphern und Rätsel</h3>



<p>Bei WARDRUNA sind die Texte ein wesentlicher Bestandteil der Songs und ihrer Wirkung. Und es ist WARDRUNA wohl auch wichtig, dass alle Hörer die Möglichkeit haben, die Texte zu verstehen, da man beim Video sowohl den Text als auch eine (einigermaßen passende) Übersetzung erhält.</p>



<p><strong>Einar Selvik hat</strong> auch im Text zu <strong>„Hertan“</strong> erneut Erzähl- und Reimstrukturen der skaldischen Dichtung aufgegriffen. Einige der Metaphern haben die Form von Rätseln, wie wir sie aus Märchen kennen: <em>es ist aus Gold oder Stein, es tanzt wild ohne Füße, es bricht, ohne zu zerbrechen </em>– was ist das wohl? <br>Andere Zeilen des Textes stellen die Beziehung zum Zyklus der Natur her, in den auch der Mensch hineingestellt ist: wie ein Samenkorn sein, mit den Fischen stromaufwärts nach Hause schwimmen, mit den Bären überwintern. <br>Immer wieder geht es um Verbundenheit. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, welche Art der Verbindung für ihn im Mittelpunkt steht, welche das ‚Herz‘ seiner Existenz ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Video: Dunkelheit und strahlendes Weiß</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="885" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski-885x1200.jpg" alt="wardruna 24.1 tuukka koski" class="wp-image-166167" style="width:240px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski-885x1200.jpg 885w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski-221x300.jpg 221w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski-768x1042.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski-600x814.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/04/wardruna-24.1-tuukka-koski.jpg 971w" sizes="auto, (max-width: 885px) 100vw, 885px" /></figure></div>


<p>Wie bereits bei <strong>„Raido“</strong>, <strong>„Grá“</strong> und <strong>„Vólsupá“</strong> haben WARDRUNA mit dem finnischen Fotografen und Regisseur <strong>Tuukka Koski</strong> zusammengearbeitet. <br>Für <strong>„Hertan“</strong> hat er die Insel Haillouto als Ort gewählt. Die Bilder sind geprägt vom weißen Schnee und Eis und dunklem Wald. Die Umgebung wirkt fremd und einsam, der Mensch allein und isoliert, auf der Suche. <br><strong>Tuukka Koski</strong> hat mit Licht, Schatten und Fokussierung die Intensität der Musik weiter verdichtet.</p>



<p>An der Stelle, an der Einar singt: <em>„Ich sinke in die Dunkelheit, das strahlende Weiß ist von mir abgefallen. … Verlassen ohne Bindung…. wie ein Samenkorn finde ich Stärke in der Erde und der Dunkelheit“</em> kommen diese Elemente zusammen. (ab 3:34) Das ist ein Moment, der mich tief berührt hat. Verstärkt durch das im Hintergrund wiederholt Gesungene „Das Herz berät. Es ist der Lenker des Willens, der Entscheidungen“. Diese Textzeile ist wie der Puls des Liedes.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Das Herz berät. Es ist der Lenker des Willens, der Entscheidungen</p>
</blockquote>



<p>Ich bin beeindruckt davon, wie Einar Selvik mit Musik und Text basales Erleben und die&nbsp; Zyklen des Lebens&nbsp; in Bilder fasst. Und auch von seinen schauspielerischen Möglichkeiten, die dies ebenso unterstreichen wie die fotografischen Elemente des Videos.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Suche nach dem Lied als Weg zum Verständnis der Welt</h3>



<p>Die Alben der <strong>Runen-Trilogie</strong> und auch <strong>„Kvitravn“</strong> sind von der Kultur des Geschichtenerzählens geprägt. Geschichten, die dem Menschen die Möglichkeit geben, seinen Platz in der Welt zu finden. <br><strong>„Hertan“</strong> erzählt vom Erleben, das in einen Gesamtzusammenhang eingebunden wird. <br>Vielleicht ist das Lied vom Herzen als Ursprung und Lenker tatsächlich auch das Zentrum des kommenden Albums.</p>



<p>Denn mit <strong>„Hertan“</strong> soll ein neuer Zyklus beginnen. Der Gedanke, dass wir Teil der Natur und nicht ihr Herrscher sind, so sehr wir uns auch darum bemühen, wird mit <strong>„Hertan“</strong> fortgeführt und gleichzeitig aus einer anderen Perspektive betrachtet.</p>



<p>Daher bin ich sehr gespannt, was das kommende Album an Perspektiven und Anstößen bringen wird.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Wardruna - Hertan (Heart) Official Music Video" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/OfiZXqKDR3s?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>



<p>WARDRUNA werden ab November 2024 auf eine längere Tournee gehen, die sie durch Europa, Amerika und Australien führt. Dazu demnächst mehr.</p>
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		<title>LINDY-FAY HELLA &#038;DEI FARNE: &#8222;Hildring&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2021 18:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Gaahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hildring]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolf Hella Torgersen]]></category>
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		<category><![CDATA[Roy Ole Førland]]></category>
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		<category><![CDATA[Sondre Veland]]></category>
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					<description><![CDATA[„Hildring“ ist das zweite Album, das Lindy-Fay Hella unter ihrem Namen veröffentlicht. Es wird am 26. November 2021 via By Norse herausgebracht.2019 erschien das Album „Seafarer“.  Bereits dort hat sie ihren Blick in andere&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p><strong>„Hildring“</strong> ist das zweite Album, das <strong>Lindy-Fay Hella</strong> unter ihrem Namen veröffentlicht. Es wird am <strong>26. November 2021</strong> via <a href="https://bynorse.com/">By Norse </a>herausgebracht.<br>2019 erschien das Album <strong>„Seafarer“</strong>.  Bereits dort hat sie ihren Blick in andere Dimensionen und Traumwelten gerichtet. Dies setzt sie mit <strong>„Hildring“</strong> fort.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-2.jpg" alt="lindy fay hella &amp; dei farne hildring 2" class="wp-image-118743" width="256" height="170" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-2.jpg 908w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-2-300x199.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-2-768x510.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px" /></figure></div>



<p>Diesmal hat sie sich mit <strong>Roy Ole Førland</strong> (Keyboard, Synths), <strong>Ingolf Hella Torgersen</strong> und <strong>Sondre Veland</strong> (beide Drums und Percussion) sowie <strong>Gaahl</strong> (Vocals) zusammengetan, um ihre und auch gemeinsame Ideen in einer Melange aus Folk, Weltmusik, elektronischer Musik, Dark-Synths und Anleihen aus weiteren Genres Ausdruck zu verleihen.</p>



<p>Voller Neugier auf das, was Natur, Vergangenheit, Träume und das Universum zu bieten haben, verbinden sie elektronische Musik, Rhythmen und natürliche Instrumente. Mit der Stimme als Vermittler und verbindendem Element.</p>



<p>Teile des Albums seien improvisiert, da es ihnen nicht um Perfektion ging. Das ist ein Aspekt, der sich durch das Album <strong>„Hildring“</strong> zieht: die Lieder sind nicht ‚glatt‘, sondern leben durch Kontraste.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klänge aus einer anderen Welt</h3>



<p>Die Instrumentierung an sich ist schon ungewöhnlich: Gitarre, Klavier, Hardanger Fidel, Harmonium, verschiede Percussions-Instrumente, Schlagzeug, Synthesizer – und die Stimme.</p>



<p><strong>Lindy-Fay Hella </strong>gelingt es, mit ihrer Stimme vor allen Dingen Gefühlen und Stimmungen Ausdruck zu verleihen. Das tut sie mal lockend, fast neckend und umschmeichelnd. Und auch herausfordernd und intensiv.</p>



<p>Die Stimme ist auf diesem Album nicht nur dazu da, Worte zu transportieren. Sie ist auch ohne Worte Träger von Melodien, Übermittler von Gefühlen, dem Staunen und der Ehrfurcht, mit der <a href="https://metal-heads.de/news/neuigkeiten-aus-norwegen/">Lindy-Fay &amp; Dei Farne </a>die Natur betrachten. Außerdem hat Lindy-Fay in Erinnerung an ihre Urgroßmutter auch den Joik, die traditionelle Gesangsformen der Samen, als Idee mit in ihre Lieder fließen lassen. Auch der Joik arbeitet mit Bildern und Vorstellungen. So kann eine über Jahrhunderte gewachsene Ausdrucksform auch heute ansprechen und (wieder) Bedeutung gewinnen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">„Hildring“ – Die ständige Suche nach dem Unbekannten</h3>



<p>Lindy-Fay &amp; Dei Farne weben dieses Unbekannte in gewohnte Klänge hinein. Sie übermitteln dabei die Magie und Faszination, die in den kleinen Dingen liegen. Sei es durch den Klang eines Glöckchens oder die Stimme, die hauchdünn flüstert aufmerksam macht. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="210" height="209" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-cover.jpg" alt="lindy fay hella &amp; dei farne hildring cover" class="wp-image-118744" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-cover.jpg 210w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-cover-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/lindy-fay-hella-dei-farne-hildring-cover-80x80.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" /></figure></div>



<p>Der Opener <strong>„Hildring“ </strong>hat eine interessante rhythmische Basis, mit einem Bass als Grundlinie. Darüber liegt ein leichter luftiger Gesang. Über allem spannt sich ein magischer Bogen. Je nachdem wann ich den Song höre, ist er dunkel und fast bedrückend oder aufmunternd.</p>



<p><strong>“Los”</strong> handelt vom Lodesman. Dieser führt die Seelen, die auf dem Meer verlorengingen, zum sicheren Ufer führt.     <br>Lindy-Fay erzählt weiter dazu: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><br>Manchmal glaubte man, dass diejenigen, die von ihrer Reise nicht wieder nach Hause kamen, von Draugen, einer in der skandinavischen Folklore bekannten, gefährlichen Kreatur, geholt wurden.</p></blockquote>



<p>Das Lied beginnt mit Weltmusik-Percussion über der die Stimme schwebt. Das Schlagzeug steht mit seiner Dynamik in einem spannenden Kontrast zu den sphärischen Klängen von Stimme und Synths.</p>



<p><strong>„Insect“</strong> ist der Song, bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass viel von der anfänglichen Improvisation geblieben ist. Die hohe, vorsichtig klingende Stimme und das Fundament aus Orgelklängen schaffen eine seltsame, befremdliche Atmosphäre. Das Schlagzeug fügt &nbsp;erdende Rhythmen hinzu.</p>



<p><strong>„The Lake“</strong> ist eine Ballade, die besonders durch die Stimme ihre Wirkung entfaltet. Zu diesem Song sagte Lindy-Fay, dass er von Träumen inspiriert sei. So klingt er (einerseits) auch: verträumt, sanft. Und andereseits dennoch dunkel. Der Klang der Hardanger Fidel gibt dem Ganzen etwas Unwirkliches.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„I return through fire“</h3>



<p><strong>„Brising“</strong> spielt mit Sythesizer-Klängen. Lindy-Fay nutzt hier eine tiefe Stimmlage und lässt sich Zeit, das Zusammenspiel von Rhythmus und Melodie zu entwickeln. Beschwörend klingen <strong>Gaahls </strong>Gesangspart und die begleitende Percussion.</p>



<p>Das Harmonium leitet <strong>„Kjetto“</strong> ein. Dies klingt düster und die Stimme hoch und kalt. Die Orgelklänge werden dichter, die Stimme immer feiner. Wie Geistwesen, die durch einen von der Natur geschaffenen sakralen Raum schweben.</p>



<p><strong>„Taag“</strong> ist einer meiner Lieblingssongs des Albums. Auch hier gefällt mir das Schlagzeug richtig gut. Die Melodie und Harmonien haben etwas Experimentelles. Das Schlagzeug macht <strong>„Taag“</strong> zu einem regelrecht beschwingten Song.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In einer anderen Welt den Joik suchen und ins Jetzt mitnehmen</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-1200x801.jpg" alt="Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne" class="wp-image-118739" width="243" height="162" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-1200x801.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-768x513.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-1536x1026.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska-1320x881.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/11/DSC_3828-by-Raina-Vlaskovska.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px" /></figure></div>



<p><strong>„Otherworld“</strong> ist ein wahrhaft mystischer Song, bei dem Lindy-Fay ihrer Stimme kraftvoll viel Raum gibt. Sie probiert alle Facetten der Tongebung aus und es wirkt oft so, als wenn sie sich vorsichtig an die Töne herantastet. Und an den Joik! Für mich mit „Gjelet“ der interessanteste und eindrucksvollste Song des Albums.</p>



<p>In <strong>„Gjelet“</strong> scheint sie ihn für sich gefunden zu haben. Auch hier variiert sie ihre Stimme in einem weiten Stimmumfang. Die perkussiven Elemente unterstreichen vor allen Dingen zum Ende hin den beschwörenden Charakter der Stimme. So öffnet sich der Zugang zu einer Traumwelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimme, Rhythmus und Verzauberung</h3>



<p>Beim ersten Hören musste ich mich zunächst an die Stimme gewöhnen. Doch je öfter ich die Songs gehört und das Herantasten an Töne und Klänge wahrgenommen habe, desto stimmiger wurde gerade diese Art die Stimme zu verwenden.</p>



<p>Wie ich schon geschrieben habe, hörte es sich für mich zum Ende hin an, als wenn sie sich von Träumen und dem Erleben in der Natur hat leiten lassen und auf diesem Weg etwas von dem Joik ihrer Vorfahren zu ihr gekommen ist.</p>



<p>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne haben mit „<strong>Hildring“</strong> &nbsp;gezeigt, dass es Auseinandersetzung, Erfahrung und Handwerkszeug braucht, um ein Album zu machen, das facettenreich, aber nicht überladen ist, schlicht und dabei mit Tiefe.</p>
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		<title>Ivar Bjørnson &#038; Einar Selvik: Hardanger (EP)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 16:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ivar Bjørnson und Einar Selvik veröffentlichen mit &#8222;Hardanger&#8220; eine EP mit zwei Liedern Erneut haben sich Ivar Bjørnson (ENSLAVED) und Einar Selvik (WARDRUNA) zusammengetan. Diesmal haben sie eine EP mit zwei Tracks aufgenommen. „Hardanger“&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">Ivar Bjørnson und Einar Selvik veröffentlichen mit &#8222;Hardanger&#8220; eine EP mit zwei Liedern</h3>



<p>Erneut haben sich Ivar Bjørnson (ENSLAVED) und Einar Selvik (WARDRUNA) zusammengetan. Diesmal haben sie eine EP mit zwei Tracks aufgenommen. <strong>„Hardanger“</strong> wird heute (5. November 2021) via By Norse veröffentlicht.</p>



<p>Es ist ja nicht das erste Mal, dass die beiden Musiker sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun. 2014 wurde <strong>„Skuggsjá“</strong> auf dem Eidsivablot-Festival durch ENSLAVED und WARDRUNA aufgeführt. Es war ein Auftrag für den 200. Jahrestag der norwegischen Verfassung. Für „Skuggsjá“ haben Ivar und Einar nordische Musiktraditionen aufgegriffen und mit Metal – Elementen verknüpft. 2018 folgte <strong>„Hugsjá“, </strong>bei dem diese Black Metal Komponenten keine Rolle mehr spielten, sondern Rock und Folk den Rahmen bildeten.</p>



<p>Auch diesmal sind sie nicht allein. Sie werden bei <strong>„Hardanger“</strong> von <strong>Lindy-Fay Hella </strong>(WARDRUNA), <strong>Grutle Kjellson</strong> und <strong>Iver Sandøy</strong> (Enslaved) unterstützt. Bei <strong>„Heim Til Yggdrasil“</strong> haben sich die gesamte Live-Band der „Hugsjá“-Tour (Silje Solberg, Hardangerfiedel, Iver Sandøy, Schlagzeug und Håkon Vinje, Klavier und Gesang) hinzugeholt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hardanger – eine raue und geheimnisvolle Landschaft</h3>



<p>Als ca. 8000 Jahre vor unserer Zeitrechnung das Gletschereis schmolz, begann sich die skandinavische Landmasse zu heben. Dabei wurden die unteren Teile der Täler überflutet. So entstand der Hardanger Fjord. Hardanger ist auch heute noch eine eindrucksvolle und geheimnisvolle Landschaft.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/09/ivar-einar-hardanger.jpg" alt="ivar einar hardanger" class="wp-image-115679" width="200" height="300" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/09/ivar-einar-hardanger.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/09/ivar-einar-hardanger-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure></div>



<p>Jahrhunderte später wurde dieses Gebiet durch verschiedene Völker besiedelt. Ihre Kulturen und Sprachen verschmolzen miteinander zu etwas Neuem. &nbsp;</p>



<p>Als Ivar und Einar an <strong>„Hugsjá“</strong> arbeiteten, hat sie die Natur der Region Hardanger mit ihren Bergen, Wasserfällen und Gletschern anscheinend so beeindruckt, dass sie sich davon haben zu diesem Lied inspirieren lassen.</p>



<p><strong>„Hardanger“</strong> beginnt ruhig und mit pulsierenden elektronischen Klängen, die dem Fließen und Tosen von Wasserfällen nahekommen. In diese Klänge hinein kommt mehrstimmiger erzählender Gesang. Dann nimmt die Hardanger-Fiedel die Melodie auf und schmückt sie aus. Zunehmend treten Percussionselemente in den Vordergrund, was die Dichte und Dynamik des Liedes weiter erhöht. <strong>Lindy-Fay Hella</strong> knüpft mit (wortlosem) Gesang an die Tradition des Gesangs der Samen an. Dann verbindet sich diese Gesangslinie mit dem mehrstimmigen Gesang und den rhythmischen Strukturen.</p>



<p>Die verschiedenen Formen des Gesangs, Klang und Melodie der Hardanger-Fiedel und die Rhythmen verbinden unterschiedliche musikalische Traditionen. Somit sind sie ein wohlklingendes Bild dafür, wie sich über die Jahrhunderte Menschen und Traditionen zu dem verschmolzen haben, was heute Norwegen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erinnerung an Odins neun Nächte am Baum Yggrasil</h3>



<p>Auch wenn <strong>„Heim Til Yggrasil“</strong> eine Neuinterpretation des ENSLAVED – <strong>Songs „Back To Yggrasil“</strong> ist – sie miteinander zu vergleichen wird keinem der beiden Songs gerecht, da der gemeinsame Nenner lediglich in der Idee der Melodien zu finden ist. <strong>Einar Selvik</strong> <strong>und Ivar Bjørnson </strong>haben dieses Lied bereits 2018 auf dem Nordvegen &#8211; Bergen International Festival vor der wunderbaren Kulisse des Moster Amfi gespielt und für Gänsehaut gesorgt.</p>



<p><strong>„Heim To Yggrasil“</strong> ist auch in der Version der EP insbesondere von Einar Selviks Stimme und den norwegischen Lyrics geprägt. Unterstrichen wird der Gesang durch Klavier, Gitarre, zwei große Trommeln und – auch hier wieder – die Hardanger-Fidel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Hardanger“ Klangfülle des Nordens</h3>



<p>Mit <strong>„Hardanger“</strong> haben Ivar Bjørnson und Einar Selvik Klangbilder gemalt, die eine Verbundenheit mit der Landschaft und Natur zeigen sowie mit der Geschichte dieser Gegend.</p>



<p>Der norwegische Text von <strong>„Heim Til Yggdrasil“</strong> macht aus der Rückkehr (Return)&nbsp; das Nachhausekommen (Heim). Und erinnert an Odin, der neun Tage und Nächte am Weltenbaum Yggdrasil verbrachte, sein Auge hergab, um die Runen kennenzulernen und Weisheit zu erlangen.</p>



<p>So ist dieses Lied nicht nur eine Akustik-Neuauflage eines Metal-Songs, sondern stellt auch eine Verbindung zu den musikalischen und thematischen Inhalten von „Skuggsjá“ her, das ebenfalls heute in einer Neuauflage herauskommt.</p>



<p>Wie auch bei anderen Musikern, die sich unter dem By Norse – Labels zusammengefunden haben (wie z.B. <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/wardruna-first-flight-of-the-white-raven/">WARDRUNA</a>, <a href="https://metal-heads.de/news/neuigkeiten-aus-norwegen/">Lindy – Fay Hella</a>, Eivør, <a href="https://metal-heads.de/reviews/kjell-braaten-bronseplassen-live/">Kjell Braaten</a>, NEBALA) haben sie Klanglandschaften geschaffen, in denen man von Melodien und Gesängen umgeben ist, die sowohl traditionelle skandinavische Musik aufgreifen als auch den Widerhall der Natur.</p>
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		<title>Neuigkeiten aus Norwegen</title>
		<link>https://metal-heads.de/news/neuigkeiten-aus-norwegen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bronseplassen]]></category>
		<category><![CDATA[Ferd]]></category>
		<category><![CDATA[Frigg]]></category>
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					<description><![CDATA[Kjell Braaten veröffentlicht den ersten Song von seiner neuen EP „Bronseplassen“ Die EP „Bronseplassen“ ist der Mitschnitt eines Konzertes vom Juli 2021, das Kjell Braaten auf dem Bronseplassen in Høvåg, Norwegen gegeben hat. Am&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"></h3>



<h3 class="wp-block-heading">Kjell Braaten veröffentlicht den ersten Song von seiner neuen EP „Bronseplassen“</h3>



<p>Die EP <strong><a href="https://metal-heads.de/news/kjell-braaten-kuendigt-ep-bronseplassen-an/">„Bronseplassen“</a></strong> ist der Mitschnitt eines Konzertes vom Juli 2021, das <strong>Kjell Braaten</strong> auf dem Bronseplassen in Høvåg, Norwegen gegeben hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/09/kjell-braaten.jpg" alt="kjell braaten" class="wp-image-100418" width="230" height="192" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/09/kjell-braaten.jpg 460w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/09/kjell-braaten-300x250.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px" /></figure></div>



<p>Am <strong>11. Oktober 2021</strong> gibt es mit <strong>„Frigg“</strong> einen Vorgeschmack auf diese EP. Das Lied ist eine Hymne an die Göttin Frigg. Frigg (oder auch Frigga) spielt in der nordischen Mythologie eine wichtige Rolle. Sie ist die Göttin des Lebens, der Frauen, der Geburt und die Hüterin des Herdfeuers. Frigg wird als weise Frau gesehen, an die man sich bei Kummer und Sorgen wenden kann. Als Frau von Odin hat sie oft eine klare Position bezogen, indem sie ihre Ansicht der ihres Ehemanns entgegenstellte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Schweig&#8216; in der Rede, sie ergreift das Wort“</h3>



<p><strong>Kjell Braaten</strong> gibt den Worten von <strong>Leif-Arne Furevik</strong>, der diese Gedanken über Frigga in den Lyrics in besonderer Weise ausdrückt, eine wunderschöne Melodie. Sowohl im Gesang als auch in der Begleitung auf der Kravikslyra.<br>Die Kravikslyra ist das älteste bekannte norwegische Saiteninstrument. Sie wird auf die Zeit um 1600 datiert.</p>



<p>Auch für die anderen Liedern der EP „Bronseplassen“ verwendet Kjell Braaten Rekonstruktionen von Instrumenten, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.</p>



<p><strong>„Bronseplassen“</strong> erscheint am <strong>8. November 2021.</strong> Hier könnt ihr <a href="https://hypeddit.com/link/kbupfh">„Frigg“</a> und <a href="https://hypeddit.com/link/gy9lmn">„Bronseplassen“</a> erhalten.</p>



<p></p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne kündigen Album „Hildring“ an&nbsp;&nbsp;&nbsp;</h3>



<p>Die norwegischen Musiker <strong>Lindy-Fay Hella</strong>, <strong>Roy Ole Førland</strong>, <strong>Ingolf Hella Torgersen</strong> und <strong>Sondre Veland</strong> werden am <strong>26. November 2021</strong> via <strong>By Norse</strong> das Album <strong>„Hildring“</strong> herausbringen.</p>



<p><strong>Lindy-Fay Hella</strong>, Sängerin und Mitbegründerin von WARDRUNA, hat 2019 das Album <strong>„Seafarer“</strong> veröffentlicht. Während <strong>„Seafarer“</strong> ein schon fast hypnotisierendes Album ist, soll <strong>„Hildring“</strong> dunkler und rhythmischer und auch an der alternativen Musik der 70er und 80er oientiert sein. Außerdem basiere ein Teil des Albums auf Improvisationen. Sie hätten dabei mehr auf ihr Bauchgefühl gehört, als alles bis ins Detail festzulegen.<br><br>Dazu Lindy-Fay: &nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wir sind älter geworden und fühlen uns sicher in unserem eigenen musikalischen Ausdruck. Wir machen einfach die Musik, die wir machen wollen.</p></blockquote>



<p><strong>„Hildring“</strong> bedeutet Illusion, Fata Morgana. Das Album soll die Ehrfurcht widerspiegeln, mit der die Musiker die Natur und ihre elementaren Kräfte betrachten.</p>



<p>Lindy-Fay Hella erklärt: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich habe oben in den Lyderhorn-Bergen einen Ort gesehen, der einen perfekten Spiegel im Wasser bildet, wenn es ruhig ist. Das lässt mich an die Anderswelt oder an Paralleluniversen denken.</p></blockquote>



<p>Dieser Ort in der Nähe von Bergen ist für sie ein magischer Ort. Wie weit es <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong> gelungen ist, diese Magie einzufangen, könnt ihr schon mal in diesem Video sehen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne - Hildring (Official video)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/U4X-nn3zk8Y?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>WARDRUNA: First Flight Of The White Raven</title>
		<link>https://metal-heads.de/konzertberichte/wardruna-first-flight-of-the-white-raven/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2021 17:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eilif Gundersen]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
		<category><![CDATA[Katrine Stenbekk]]></category>
		<category><![CDATA[Kvitravn]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
		<category><![CDATA[Runaljod-Trilogie]]></category>
		<category><![CDATA[Wardruna]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern Abend haben WARDRUNA ihr neues Album „Kvitravn“ in einer digitalen Release-Show mit dem Titel: „First Flight Of The White Raven“ vorgestellt. „We don’t climb into trees, that don’t have roots” Seit 2003 haben&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>Gestern Abend haben WARDRUNA ihr neues Album „Kvitravn“ in einer digitalen Release-Show mit dem Titel: <strong>„First Flight Of The White Raven“</strong> vorgestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„We don’t climb into trees, that don’t have roots”</h3>



<p>Seit 2003 haben sich WARDRUNA der Aufgabe verschrieben, nordische Traditionen musikalisch zu interpretieren. Zur Authentizität im Umgang mit diesen Traditionen gehört für sie neben der Verwendung traditioneller Instrumente auch, dass die Texte in einer Verbindung aus Altnordisch und modernen Formen des Norwegischen gesungen werden.</p>



<p>Noch vor der Show ist <strong>Einar Selvík</strong> auf diese Aspekte eingegangen und hat über das Verhältnis zur Natur gesprochen, das sich in der Musik ausdrückt. Seiner Auffassung nach sehnen sich alle Menschen nach Verbundenheit zu einem Ganzen und somit auch zur Natur. Denn wir seien ein Teil der Natur. Er betrachtet die Musik als eine Brücke zu dieser Verbundenheit. Und somit seien Musik und Kultur im Allgemeinen immer auch von der Umgebung beeinflusst und geprägt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„First Flight Of The White Raven”</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1200x1200.jpg" alt="wardruna kvitravn cover" class="wp-image-105550" width="251" height="251" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1200x1200.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-768x768.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1536x1536.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-2048x2048.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /></figure></div>



<p>Ich war gespannt, ob oder wie weit es in digitaler Form gelingen kann, die Stimmung, die bei den Konzerten von WARDRUNA entsteht, zu übermitteln. Und auch darauf, welche Lieder vom neuen Album sie vorstellen werden.</p>



<p>Ein schlichtes, dunkles Bühnenbild begrüßt uns. <strong>Einar Selvik</strong>, die Sängerinnen <strong>Lindy-Fay Hella</strong> und <strong>Katrine Stenbekk</strong> sowie die Musiker <strong>Eilif Gundersen</strong> (Hörner, Flöten), <strong>HC Dalgaard</strong> (Schlagzeug), <strong>Arne Sandvoll</strong> (Percussion), <strong>John Stenersen</strong> (Moraharpa) sind dunkel gekleidet. So kann die Beleuchtung hier – wie auch sonst bei den WARDRUNA &#8211; Live-Shows) die Wirkung der Musik unterstützen und bestärken.</p>



<p>Die Liedtitel sowie einzelne Textzeilen in englischer Übersetzung erschienen auf felsigem Hintergrund. Auf Ansagen wurde verzichtet, so dass auch hier die Lieder im Vordergrund standen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit seinem Rufen kündigt der Rabe seinen ersten Flug an</h3>



<p>Mit dem Ruf des weißen Raben, seinem Bild und Flug auf der Wand im Hintergrund wird <strong>„Kvitravn“</strong> eingeleitet. Er nimmt uns mit auf seinen Flug, bei dem sein Ruf, die tiefen Töne der Trommel und Einars Gesang uns in ihren Bann ziehen.</p>



<p>Mit <strong>„Skugge“ </strong>folgt ein weiteres Lied des neuen Albums. Der mehrstimmige Gesang, an dem alle Musiker beteiligt sind, und der Rhythmus beschwören den Schatten, dass er uns Antworten gibt. Hier ist der Raum in einer Weise ausgeleuchtet und werden Licht und Nebel so eingesetzt, dass der Schatten fast greifbar wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schatten und Sonne</h3>



<p>Nach dem Lied über den Schatten folgt nun <strong>„Solringen“ </strong>(vom Album „Yggdrasil“), das die Sonne, den Neuanfang, das Aufgehen der Samen besingt. Die sich im Wind wiegenden &nbsp;Ähren im Hintergrund unterstreichen das Motiv.</p>



<p>Es geht auch mit Liedern aus der <strong>Runaljod-Trilogie</strong> weiter</p>



<p>Für <strong>„Bjarkan“</strong> ist der Raum in grünes Licht getaucht. Ein Lied, dessen schamanistische Struktur durch den klaren, schönen Gesang von Lindy-Fay Hella eine ganz besondere Färbung erhält.<br>Im Trommeln von <strong>„Raido</strong>“ spürt man die Hufeschläge des Pferdes. <br>Für <strong>„Isa“ </strong>ist der Raum in blaues Licht getaucht, die Musiker treten nach und nach aus dem schmelzenden blauen Eis hervor. Zarter Gesang, zu dem nach und nach die Instrumente hinzukommen, die tiefe Stimme, die sich dann in Höhen aufschwingt. Dieses Lied schafft es auch heute Abend wieder, mir wohlige Gänsehaut zu verschaffen.<br>Bei <strong>„UruR</strong>“, das einen Bezug zur Rune Uraz, der der Auerochse ihren Namen gab, herstellt, kommt die Bronzelure zum Einsatz. Ein imposantes Instrument, gespielt von <strong>Eilif Gundersen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Wolf, der in den Träumen tanzt</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Foto-Wardruna-Espen-Winther-e1470936861953-1200x600.jpg" alt="Foto - Wardruna" class="wp-image-25461" width="382" height="191" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Foto-Wardruna-Espen-Winther-e1470936861953-1200x600.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Foto-Wardruna-Espen-Winther-e1470936861953-600x300.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Foto-Wardruna-Espen-Winther-e1470936861953-300x150.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2016/08/Foto-Wardruna-Espen-Winther-e1470936861953-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /></figure></div>



<p>Mit <strong>„Grá“</strong> nun ein weiteres Lied vom Album „Kvitravn“. Dieses Lied fasst für mich zusammen, was das Album ausmacht: die Verbundenheit mit Natur und (animistischer)Tradition, übermittelt durch Rhythmen und Harmonien, die etwas Grundsätzliches berühren.</p>



<p>Auch <strong>„Vindavlarljod“</strong> stammt vom neuen Album. Fließende Melodien und wunderbare Klänge. Die Konzentration der Musiker ist spürbar. Ihr Lied webt den Wind, den Geist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Drei Lieder aus <strong>„Yggdrasil“</strong> runden den Abend ab</h3>



<p>Mit <strong>„Rotlaust Tre Fall“</strong> werden die Mächte aufgerufen, die Wurzeln erstarken zu lassen. Der mehrstimmige Gesang ist immer wieder beeindruckend. Jetzt ist der Raum in Nebel getaucht, die Lichtstrahlen kommen von der Seite. Es wirkt so, als wenn die Musiker aus dem Wasser auftauchen. Und so umspielen Licht und Nebel das Lied <strong>„Fehu“.</strong></p>



<p>Mit <strong>„Helvegen</strong>“, dem Weg zu Hel, der Herrscherin der gleichnamigen Unterwelt, geht dieser Abend zuende. Mit einem Lied wie Hel: wunderschön, düster und dennoch Hoffnung spendend.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„First Flight Of The White Raven” – eine eindrucksvolle Release-Show</h3>



<p>Das war ein beeindruckender Abend. Die vier neuen Lieder waren gut gewählt, da sie das, was das neue Album ausmacht, in verschiedener Weise verdeutlichen: die Arbeit mit Symbolen, die auf die Natur als einen Ort verweisen, an dem der Mensch sich anders erleben kann. Die Verbindung traditioneller Instrumente und moderner Technik, sowie Texten in Anlehnung an skaldische Dichtung, aber mit Themen, die uns auch heute noch betreffen.</p>



<p><strong>Einar Selvik</strong> hat mit seiner Bandbreite an Stimmlagen und der Leichtigkeit seines Gesangs beeindruckt. <strong>Lindy-Fay Hella</strong> und <strong>Katrine Stenbekk</strong> ergänzten sich gegenseitig wunderbar und trugen mit ihrem dynamischen Gesang erheblich zu der Atmosphäre des Abends bei.</p>



<p>Das Können aller Musiker hat dazu beigetragen, dass WARDRUNA die Lieder so komplex und zugleicht detailliert präsentieren konnten. <br>Dazu, dass dieser Abend eine mystische Reise in nordische Tradition und Musik geworden ist, haben neben der stimmigen Auswahl der Lieder, der intensiven Übermittlung auch die Beleuchtung (hier ein großes Lob an das Licht-Design von Daniel Sørensen!) beigetragen.</p>



<p>Vielleicht wird man die Release-Show demnächst auf anderen Kanälen sehen können. Dann lohnt es sich, sie sich anzuschauen!</p>



<p>Das neue Album <strong>„Kvitravn“</strong> ist sowohl für die, die die Runaljod-Trilogie bereits kennen, als auch für die, die<a href="http://www.wardruna.com/"> WARDRUNA</a> erst jetzt kennenlernen, eine lohnenswerte Anschaffung.</p>



<p>(Mehr zum Album in der<a href="https://metal-heads.de/reviews/wardruna-kvitravn/"> Review</a>).</p>
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		<title>WARDRUNA: &#8222;Kvitravn&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2021 16:15:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eilif Gundersen]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Selvik]]></category>
		<category><![CDATA[Ingebjørg Lognvik Reinholdt]]></category>
		<category><![CDATA[Kirsten Bråten Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Kvitravn]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella]]></category>
		<category><![CDATA[Runaljod-Trilogie]]></category>
		<category><![CDATA[Unni Løvlid]]></category>
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					<description><![CDATA[WARDRUNA veröffentlichen am 22. Januar 2021 mit „Kvitravn“ ihr fünftes Album, das uns mit wunderbaren Melodien und Geschichten Themen der nordischen Mythologie nahebringt. Doch nie geht es nur darum, die Vergangenheit zu (re)zitieren oder&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>WARDRUNA veröffentlichen am 22. Januar 2021 mit <strong>„Kvitravn“</strong> ihr fünftes Album, das uns mit wunderbaren Melodien und Geschichten Themen der nordischen Mythologie nahebringt. Doch nie geht es nur darum, die Vergangenheit zu (re)zitieren oder zu kopieren, sondern immer auch um die Bedeutung dieser Elemente für die Moderne, die aktuelle Situation des Einzelnen.</p>



<p>So sieht <strong>Einar Selvik</strong> es als Herausforderung an, „…alte Gedanken, Werkzeuge und Methoden …in Musik zu integrieren, die für die Moderne relevant ist“. .</p>



<p>Seit „Gap Var Ginnunga“ dem ersten Teil der <strong>Runaljod-Trilogie</strong> bin ich begeistert, wie WARDRUNA dies gelingt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"> „Kvitravn“: &nbsp;Lieder in den Dingen der Welt hören</h3>



<p><strong>„Kvitravn“</strong> nimmt den Klang der Runen aus der Runaljod -Trilogie auf. Doch es geht um mehr: Es ist Musik, um  die Lieder und Klänge in den Dingen der Welt erklingen zu lassen und Musik in der Verbundenheit mit der Natur und den Geheimnissen der Welt.</p>



<p>WARDRUNA arbeiten mit einer Symbolik, die Kulturen, die auf animistischen Traditionen basieren, gemeinsam ist. In den Legenden dieser Kulturen werden weiße Tiere (Kvitravn = weißer Rabe) als Geisterwesen hoch angesehen. Der Rabe, die Schlange und der Löwe, Elefant, Bär und Rentier als prophetische Boten, die Erneuerung bringen und wie eine Brücke die Welten verbinden. Dabei geht es auch um das Verhältnis des Menschen zur Natur. Die Natur als ein Ort, an dem sich der Mensch anders wahrnehmen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verbindung zwischen Tradition und Moderne</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-876x1200.jpg" alt="Wardruna Einar Selvik" class="wp-image-105551" width="187" height="256" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-876x1200.jpg 876w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-219x300.jpg 219w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-768x1052.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-600x822.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-1122x1536.jpg 1122w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-1495x2048.jpg 1495w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_photo_by_Arne_Beck-scaled.jpg 1869w" sizes="auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px" /></figure></div>



<p>WARDRUNA verwenden historische Instrumente wie Rahmentrommel, Luren, Taglharpa, Flöten und dem Nachbau einer Trossingen-Leier. Auf „Kvitravn“ wurde ihr Klang selbst kaum bearbeitet, aber die technischen Möglichkeiten so weit genutzt, dass er modernen Hörgewohnheiten entgegenkommt.</p>



<p>Die Melodien vergangener Zeiten wurden hier nicht einfach übernommen, sondern aufgegriffen und übertragen. Auf diese Weise wird Altes mit Neuem und Tradition mit Moderne verbunden.</p>



<p>Die Texte greifen zwar alte Vorstellungen auf, sprechen aber Fragen an, die auch heute relevant sind. Einar Selvik hat dabei altnordische und protonordische genauso wie moderne Formen des Norwegischen verwendet. Die Metrik und Rhythmik der Lieder sind an die Gedichte der Skalden angelehnt.</p>



<p>An das Album kann man auf verschiedene Art herangehen: sich vom Rhythmus, den Melodien und den eindringlichen Stimmen in eine andere Welt entführen lassen oder der Symbolik folgen, über die Einar Selvik in Interviews und Videos einiges erzählt hat. Auch die Videos zu „Kvitravn“, „Grá“, „Andvevarljod“ und zuletzt „Skugge“ übermitteln viel von diesem <a href="https://metal-heads.de/news/warten-auf-das-neue-album-von-wardruna/">Hintergrund.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;Die Symbolik als vermittelndes Element</h3>



<p>Bevor ich auf die Lieder des Albums eingehe, möchte ich euch ein wenig über die Symbole erzählen, die WARDRUNA verwenden.</p>



<p><strong>Der Rabe</strong><br>Er ist das Symbol für Weit- und Voraussicht und ein spiritueller Vermittler. Er kann Wahrheit von Lüge unterscheiden und leitet den an, der sich Wissen aneignen möchte. Wissen, das man in sich selbst oder in der Begegnung finden kann. Munin und Hugin sind die Raben, die Odin als Boten und Späher begleiten. Munin steht dabei für das Gedächtnis und die Erinnerung und Hugin für den Gedanken, das Denken.</p>



<p><strong>Der Schatten</strong><br>Skugge ist die dunkle Seite in uns. Das Unsichere, dem man nicht entfliehen und das man nicht ‚fangen‘ kann. Auch der Schatten stellt eine Verbindung her zwischen dem, was wir im Innern sind, und dem, was von außen gesehen kann.</p>



<p><strong>Ni &#8211; Neun</strong><br>Schon klanglich hat die Neun die Nähe zum Wort ‚neu‘. Die Zahl neun kommt in den Sagen und Geschichten der Edda mehrmals vor. So gibt es z.B. die neun Welten Yggdrasils. Odin opferte sich selbst, um das Wissen der Runen zu erlangen. Diese Selbstopferung dauerte neun Tage.</p>



<p><strong>Der Schutzgeist</strong><br>Fylgja ist ein Schutzgeist, der eine Form eines (Totem)Tieres annimmt, das der Seele des jeweiligen Menschen gleicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dein Lied rührt etwas tief in mir an – die Lieder des Albums</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1200x1200.jpg" alt="wardruna kvitravn cover" class="wp-image-105550" width="248" height="248" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1200x1200.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-768x768.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-600x600.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-1536x1536.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-2048x2048.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-80x80.jpg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2021/01/Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork-320x320.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" /></figure></div>



<p><strong>„Synkverv“</strong> eröffnet mit wortlosem Gesang, Wind und Rauschen von Bäumen und sich langsam steigerndem Rhythmus der Trommel. Die Harfe spielt eine temporeiche zarte Melodie, die von Flöten und Stimmen aufgenommen wird. Und schon hier gibt es Harmoniewechsel, die Gänsehaut erzeugen können.</p>



<p>Der Rabe begrüßt uns in <strong>„Kvitravn“</strong> und nimmt uns mit in eine andere Dimension. Mit seinem Krächzen verbinden sich Trommel und Einars skaldenhafter Gesang. Die ‚Unebenheiten‘ der Instrumente wurden durch die Technik geglättet und dabei ihre Tiefe hervorgehoben. Durch moderne Harmonien und das wunderschöne Zusammenklingen der Stimmen von Einar und Lindy-Fay entsteht eine tiefe Verbundenheit mit etwas Grundlegendem.</p>



<p>In <strong>„Skugge“</strong> erzählen Wind, Wasser und mehrstimmiger Gesang. Durch Elemente, wie sie auch in schamanischer Musik zu finden ist und die Wiederholung von Textzeilen, wird der Schatten beschwört und um Antwort gebeten, da er die Wahrheit kennt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;„Om eg lytter kan høyre” – wenn ich lausche, kann ich hören</h3>



<p><strong>„Grá“</strong> Der Wolf, der in den Träumen jagt, begleitet von Trommel und Gesang. Akkorde, die aus einer tiefen Erinnerung zu kommen scheinen. Dieses Lied hat mich sehr beeindruckt und fasst zusammen, was dieses Album für mich ausmacht.</p>



<p>In <strong>„Fylgiutal“</strong> weist die Harfe den Weg. Ein ruhiger Song, der dem Gesang und dem Text Zeit lässt, sich zu entfalten.</p>



<p><strong>„Munin“,</strong> die Geschichte von Odins Raben. Ein Lied in dem Einar von der Sorge singt, dass der Gedanke, das Denken nicht zurückkommen und das Gedächtnis verloren geht.</p>



<p>Das Horn bestimmt des Klang von <strong>„Kvit Hjort“</strong>. Es ist eine Bewegung zwischen Welten, ruhig, beschwörend.</p>



<h3 class="wp-block-heading"> „Die Lieder tragen mich dorthin, wohin sie wollen“</h3>



<p><strong>„Visevelding“</strong> die Jagd nach den Liedern, vereint die Instrumente und den Gesang zu einer Klanglandschaft, in der der Regen die Melodien zuflüstert und starke Lieder wie aus dem Nichts entstehen.</p>



<p><strong>„Ni“</strong> beschwört mit Wechselgesang und dem Rhythmus der Trommel die Zahl. Es geht nicht nur um die vielfältigen Möglichkeiten, diese Zahl zu verstehen, sondern auch um das Wissen um Heilung, Ganzheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Singe, bis das Lied dich singt</h3>



<p>In den beiden letzten Lieder <strong>„Vindavlarljod“</strong> und <strong>„Andvevarljod“</strong> laufen alle Elemente zusammen und verbinden sich zu wunderbaren Klängen. Die Melodien fließen, flüstern, und wollen gefangen werden. Sie machen spürbar, dass es keinen Anfang und kein Ende gibt, das Schaffen und Geschaffen-Werden ein Kreislauf sind und wir nicht isoliert, sondern verstrickt und verwoben mit allem, das uns umgibt. Ein großartiger Abschluss.</p>



<p>Das Album kann den in eine andere Welt entführen, der den Melodien folgt, sich auf den Rhythmus einlässt. Hat man auf diese Weise einen Bezug gefunden, hat das Lied einen gefunden, kann man sich verwurzelt und gesichert fühlen und eingebunden, verwoben mit einem größeren Zusammenhang. Und sich so ganzer, heiler fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">WARDRUNA und ihre musikalischen Wegbegleiter auf diesem Album</h3>



<p>Neben <strong>Einar Selvik</strong> (Gesang und Saiteninstrumente) und Sängerin <strong>Lindy-Fay Hella</strong> sind auf „Kvitravn“ mehrere Gäste zu hören. So sind bei „Andvevarljod“ die norwegische<a> </a>Sängerin <strong>Kirsten Bråten Berg</strong> und ihre Tochter Sigrid zu hören. Außerdem sind der Multi-Instrumentalist <strong>Unni Løvlid</strong>, <strong>Ingebjørg Lognvik Reinholdt</strong> (Gesang) sowie Ziegenhorn- und Weidenflötenspieler <strong><a href="https://www.musikholics.com/eilif-gundersens-interview/">Eilif Gundersen</a></strong>, der schon oft mit WARDRUNA zusammengearbeitet hat, mit dabei.</p>
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