Warten auf das neue Album von WARDRUNA

wardruna kvitravn

„Kvitravn“ von WARDRUNA erscheint am 22. Januar 2021

Jetzt dauert es nicht mehr lange und das Album „Kvitravn“ von WARDRUNA wird in seiner Ganzheit zu hören sein.

Einblick und Vorgeschmack geben die bereits veröffentlichten Songs „Kvitravn“, „Grá“ und zuletzt „Andvevarljod“.

Never climb the rootless tree

wardruna kvitravn cover

WARDRUNA – das ist zunächst einmal Einar Selvik, von dem die Texte stammen und der zusammen mit Lindy-Fay Hella die Musik entwickelt. Einar spielt auf „Kvitravn“ alle Instrumente bis auf die „Neverlur“ (ein Blasinstrument aus Fichte, mit Birkenrinde ummantelt), die von Eilif Gundersen gespielt wird. Mit dabei ist auch die Multi-Instrumentalistin Unni Løvlid. Gesanglich werden Einar und Lindy-Fay von Sängerin Kirsten Bråten Berg und ihrer Tochter Sigrid unterstützt. Alle Musiker sehen sich in der Tradition der alten nordischen Musik.

Die Tradition der mündlichen Überlieferung

Über „Kvitravn“ sagt Einar, dass es ein Album ist, das er schon lange schreiben wollte. Es mache noch deutlicher als die vorangegangenen Alben, worum es WARDRUNA geht. Nämlich mit alten, aber immer noch relevanten Gedanken, Vorstellungen und Ideen etwas Neues zu schaffen.  

„Kvitravn“ ist von der Kultur der mündlichen Überlieferung geprägt. Dies zeigte sich bereits bei den Alben der Runen-Trilogie. Denn in einer von mündlicher Überlieferung geprägten Kultur haben Geschichten und Worte sowie die Runen, in denen sie aufgeschrieben wurden, eine besondere Macht. Die Geschichten und Runen ließen viel Raum für das Entstehen von Bildern. Und so ist es auch mit der Musik von WARDRUNA: der Zuhörer hat viel Raum, um sich selbst ein Bild zu machen und in diesem Bild einen Sinn zu finden.

Sagas und das Gefühl, einen Platz gefunden zu haben

Wir wissen viele Dinge über die nordische Geschichte nicht, da sie nur fragmentarisch bekannt ist. Das Anliegen von Einar Selvik ist es, dem nachzuspüren und etwas darüber herauszufinden: über die Geschichte, die Musik, die Instrumente. Dabei ist es ihm wichtig, auch konkret nachzuforschen, um auf festem Grund zu stehen, bevor er der Intuition folgt.

Die Sagas, die er schon als Kind kennenlernte, sind ein Teil davon. Sie hätten ihm schon früh das Gefühl gegeben, einen Platz gefunden zu haben.

Hunting the Songs

Auf der Basis der Überlegung, dass es auch eine konkrete Grundlage braucht, damit die Intuition die Verbindung von Vergangenem und Gegenwärtigem herstellen kann, macht er sich auf die Suche nach den Liedern.

Wardruna Einar Selvik

Damit knüpft er an die animistische Auffassung an, die alle Dinger in der Welt als beseelt betrachtet und jedes Leben gleich respektiert.

Einar ist der Überzeugung, dass eine moderne Form dieser Auffassung von Respekt vor dem, was uns umgibt, auch uns guttun würde.  Im Norden gibt es die Vorstellung, dass alles sein eigenes Lied oder seinen Klang hat. So ist die Suche nach dem Lied ein Weg zum Verständnis der Welt. Und für Einar auch eine Beschreibung seiner kreativen Arbeit. Ein großer Teil seiner Songs ist entstanden, während er in der Natur gewandert ist.

In einem Interview, das er Alexander Milas, dem ehemaligen Chefredakteur vom Metal Hammer, vor Kurzem gegeben hat, bezeichnet er das Wandern und Spazierengehen in der Natur als eine seiner wesentlichen Musen. Aber auch die Abwesenheit der Natur sei für ihn inspirierend, da ihre Abwesenheit ein starken Verlangen nach ihr hervorbringe.

Der Mensch als Teil der Natur – nicht als ihr Herrscher

Grundsätzlich kann ein Song aus den Texten entstehen oder durch ein Instrument inspiriert werden. Aber oft ist es auch das Thema, das den Weg weist.

Das Thema, der Gedanke, der sich durch das Album zieht, ist die Idee, dass wir Teil unserer Umgebung, Teil der Natur und nicht ihr Herrscher sind, auch wenn wir uns darum bemühen.

Die aktuelle Pandemie sei ein Beweis dafür, dass wir die Natur nicht beherrschen.

Die bisher veröffentlichen Lieder schaffen intensive Bilder. Einar hat die Lieder gefunden und es ist gut, dass er sie mit „Kvitravn“ an uns weitergibt.

Mehr über das Album in der Review, die in den nächsten Tagen hier zu lesen sein wird.

Und hier der Titelsong „Kvitravn“

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Bildquellen

  • Wardruna_Kvitravn_hi_res_artwork: Sailor Entertainment
  • Wardruna_photo_by_Arne_Beck: Sailor Entertainment pic by Arne Beck
  • warten auf kvitravn: Sailor Entertainment
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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