DAMIEN CAIN – „Standarte“ (VÖ: 12.12.2025)
DAMIEN CAIN – „Standarte“ (VÖ: 12.12.2025)
Seit Mitte des Monats ist das neue Album von DAMIEN CAIN erschienen. „Standarte“ heißt die mit beachtlichen 17 (!!) Stücken bepackte Langrille und wir wollen uns jetzt mal – zum Ausklang des alten Jahres – näher mit dem Material beschäftigen. Den Opener hatten wir euch schon hier vorgestellt. Rockige Drumbeats gepaart mit heavy Gitarrenriffs. Musikalisch recht gradlinig. Inhaltlich geht es um eine vergangene Beziehung, der Gesang ist entsprechend eher emotional angehaucht. Ein ansprechender Start in das neue Release. Weiter geht es mit dem Titeltrack. Die erzählte Geschichte begann mit dem Song „Wallenstein“ in den frühen 90ern. Jetzt also die Fortsetzung. Die Lyrics sind gemischt – in deutscher und englischer Sprache. Musikalisch beginnt es melodisch, dann zieht die Heavyness ein und das Schlagzeug powert. Jetzt bekommt ihr das Video:
Bei „Clapham“ treten die Gesanglinien in den Vordergrund. Sie klingen etwas künstlich, vergleichbar mit der Zeit der 90er aber eher in Richtung der „digitalen“ Popmusik. Die Gitarren und auch die Drums sind eher simpel gehalten. Beim vierten Song geht es mit Violinenklängen und treibendem Schlagzeug los. Zwischendurch nimmt man auch das Tempo heraus, aber insgesamt geht es zügig vorwärts. Bei „Caleb“ empfangen uns Pianosounds und gefühlvoller Gesang. Die Rhythmusabteilung hält sich eher zurück. Man kann musikalisch fast von einer Ballade sprechen.
DAMIEN CAIN – „Standarte“ (VÖ: 12.12.2025)
Der sechste Track auf dem Album strahlt dann wieder mehr Power aus. Gitarrenriffs und etwas flottere Drums. Auch die stimmliche Seite ist erfrischend und lebendig. Bei „Innovation one“ bekommen wir mal etwas komplexere Drumpattern. Häufige Tempowechsel, der Gesang wirkt hier melancholisch angehaucht. „New age“ kommt wieder angenehm rockig daher, die Gitarrenriffs, das Schlagzeug und auch gesanglich wird es deutlich rauher. Das geht gut nach vorne, ohne dabei auf eine ordentliche Portion Melodie zu verzichten. Das gefällt mir.
Song neun beginnt sehr bedächtig mit ganz dezentem Schlagzeug und sanfter Stimme. Die Gitarren drehen dann ein bisschen mehr auf, aber es bleibt recht zurückhaltend und nachdenklich. Dazu hat das Ganze eine bluesige Note. Mal was anderes. „The room“ setzt von Beginn an auf amtliche Gitarrenriffs und den klar definierten Gesang. Später bekommt die Nummer noch mehr melodiöse Anteile. Ok, warum nicht. Track 11 durchzieht ein Elektro-Vibe, die Beats sind eher simpel gehalten. Meins ist es nicht…aber wer’s mag.

„Sins of our sons“ hat ein bisschen was von Samu Haber bzw. SUNRISE AVENUE. Eher seicht und recht mainstreamig anmutend. Dafür powert der nächste Song dann wieder direkt richtig los. Treibende Drums, beim Gesang holt man sich ergänzend eine weibliche Stimme hinzu. Dazu Keyboardsounds. Es wird auf jeden Fall emotionaler und mitreißender. „The white line“ legt mit simplen Beats los, dazu packende weibliche Vocals und rockige Riffs an der Saitenfront. Der fünfzehnte Track auf dieser Scheibe verbreitet ein eher mittelalterliches Flair.
„Raise!“ strahlt einerseits Energie aus und hat doch auch eine gute Portion Melodie dabei. Die Vocals sind noch einmal gemischt, männlich und weiblich. Das geht hier echt gut nach vorne. Und dann auch nach hinten raus, legt man noch etwas zu. Und schon sind wir am Ende angekommen. Der Song ist im Original schon gute 2 Jahrzehnte alt. Hier kommt eine 20225er-Version. Das Original kenne ich nicht (es soll aber wohl der bisher größte Erfolg des Künstlers sein). Keyboards, dazu ein straighter Drumbeat. Der Vibe ist wieder etwas elektronisch angehaucht. Die männlichen Vocals eher düster, die weibliche Stimme bildet einen starken Kontrast – cool. Schon ein guter Song für den Ausklang des Albums.
Welches Fazit ziehen wir also zum DAMIEN CAIN-Album?
Welches Fazit können wir also zum aktuellen Release von DAMIEN CAIN ziehen? Da ich erst jetzt auf DAMIEN CAIN gestoßen bin, fehlt mir der Vergleich zu früheren Werken und damit kann ich nicht auf eine mögliche Entwicklung eingehen. Aber man kann sich ja durchaus auf das jetzt besinnen und schauen, was da so abgeht. Wenn man ein Album mit 17 Tracks drauf in Händen hält, dann fragt man sich ja, ob das vielleicht „zu viel“ ist. Das Material ist ziemlich abwechslungsreich. Manche Songs passen da vom Stil nicht so richtig rein. Aber so ist für eine gewisse Vielfalt gesorgt. Man hätte das Album aber auch durchaus straffer aufziehen können und die eine oder andere Nummer weggelassen. DAMIEN CAIN ist vor 5 Jahren nach Irland gezogen. Das hört man an mancher Stelle von den musikalischen Einflüssen her. Insgesamt gibt es ein paar echt gut gelungene Stücke. Aber richtig überzeugen bzw. begeistern, das können nur wenige Songs.
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Bildquellen
- Albumcover DAMIEN CAIN – Standarte: The Metallist
- Albumcover DAMIEN CAIN – Standarte – Beitragsbild: The Metallist


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