TEXTURES – „Genotype“ (VÖ: 23.01.2026)
TEXTURES – „Genotype“ (VÖ: 23.01.2026)
Heute ist es soweit. Die niederländische Formation TEXTURES bringt endlich ihr neues Studioalbum „Genotype“ heraus. Sechs Jahre hatte man die Fans auf das neue Werk warten lassen und wenn man sich den Titel anschaut, dann sieht man, es stellt das Gegenstück zum 2016er-Release „Phenotype“ dar. Wir wollen uns die acht Songs mal näher anschauen. Los geht es mit dem schlicht mit „Void“ betitelten Opener. Nach einem sanften Einstieg bricht nach einer halben Minute unvermittelt der Song über den Hörer herein. Aber nach einem kurzen bedrohlichen Gefühl wird es dann wieder beschaulich…bevor sich langsam progressive Klanggebilde aufbauen – und plötzlich ist Schluss. Schon ein bisschen befremdlich.
Dann geht es mit der Single weiter, die hatten wir auch schon vorab hier vorgestellt. Bei dem Stück hat man gesanglich auf die tolle Stimme von Landsfrau Charlotte Wessels gesetzt, sie agiert im Zusammenspiel mit Sänger Daniel de Jongh. Ansonsten bekommen wir progressiven Metal der ansprechenden Art. Durch die Gitarren erschaffene Melodien, unterstützt durch Keyboardeinsätze. Dazu die Drums von Gründungsmitglied Stef Broks. Eine starke Nummer. „Measuring the heavens“ beginnt mit „digitalen“ Sounds gemächlich…der Gesang legt sich darüber. Dann setzen E-Gitarren ein und progressive Drumbeats bringen deutlich mehr Drive. Über weite Strecken bleibt es gemäßigt. Aber dann powert es wieder los, mit teils heftigen Vocals.
TEXTURES – „Genotype“ (VÖ: 23.01.2026)
Der vierte Song legt direkt los. Mit eher gemäßigter Härte, scharfen Gitarrenriffs und einem eindringlichen Gesang des Frontmanns – auch an einer Portion Melodie fehlt es nicht, während das Schlagzeug powert – geht es voran. Dann folgt „Vanishing twin“. Nach einem kurzen gesprochenen Intro legt der Drummer los, dann die Saitenfront. Der Sänger stimmt ein, es klingt nach einem „Hilfeschrei“. Das Lied marschiert voran. Wenig Verschnaufpausen, vor allem das Schlagzeug strahlt Energie aus. Wir haben das Video für euch – bitte sehr:
Kommen wir zum nächsten Track. Der baut sich langsam auf und dann bekommen wir wuchtige Drums in Kombination mit heavy Gitarren und melodischen Anteilen. Die Stimme ist einerseits harmonisch und switcht dann wieder in einen eher energischen Style. Da ist schon eine ordentliche Ladung Heavyness in der Nummer, ohne den Aspekt der Melodie aus den Augen zu verlieren. Aber checkt doch den Song einfach selbst an – hier kommt die Musik dazu:
Dann beginnt das vorletzte Stück auf dem Album. Es geht recht unscheinbar los. Der Gesang ist im Fokus, dazu gibt es eine simple Melodie (auf dem Keyboard?). Die Gitarren und das Schlagzeug bescheren uns dann wieder mehr Härte und auch eine angenehme progressive Note. Auch der Sänger zieht an, seine Stimme nimmt an Intensität zu.
„Walls of the soul“ beendet das Studiowerk. Mit knapp 8 Minuten der längste Track auf dem Release. Eine leichte Basismelodie, dezente Gitarren und die Drums im Mittelpunkt, die uns stetig voranbringen. Erst nach einer Minute setzt der Gesang ein. Eher gemäßigt. Die Stimmung ist etwas nachdenklich. Dann legt man beim Härtegrad zu. Aber das passt. Manchmal denke, man hätte das Ganze etwas straffen können. Aber ansonsten…

Welches Fazit ziehen wir zum neuen TEXTURES-Album?
Welches Fazit kann man zum neuen TEXTURES-Album „Genotype“ ziehen? Die sechs Herren aus Tilburg zeigen uns, dass sie mit den Parametern wie Melodie, Härte und Progressivität variabel arbeiten und damit ein recht abwechslungsreiches Material erschaffen können. Man hat sich die sympathische Charlotte Wessels als Gastsängerin dazugeholt. Sicher keine schlechte Entscheidung. Das neue Album ist insgesamt kraftvoll und energiegeladen ausgefallen. Und dennoch baut man kleine Inseln zum Innehalten ein. Der Gesang ist facettenreich. Es kommt keine Langeweile auf. Unbedingt mal reinhören!
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Bildquellen
- TEXTURES – Albumcover Genotype – Beitragsbild: CMM Online


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