Nord Open Air – Tag 2

Entombed AD - Nord Open Air 2017

Nord Open Air – Tag 2

Nach dem Hammer Abend mit Skindred, gab es am Samstag das nächste krasse Billing. Annihilator als Headliner, Hardcore Superstars als Co-Headliner sowie Entombed AD und Prong waren nur einige Namen, die das NOA 2017 am 2. Tag bot. Wenn sich True-Metaller schon über eine Nu Metal/Crossover Truppe wie Skindred wundern, was DAS für ein Abriss war, obwohl man diese Musik nicht hört, dann haben die Veranstalter wohl alles richtig gemacht…

Klassischer Metal zum Start

Den Start in den Tag lieferten die Jungs von Teutonic Slaughter aus Gladbeck. Irgendwo zwischen Speed Metal und Thrash Metal lieferte die Kapelle eine gute Mixtur zum warm werden. „Witches Rock ’n‘ Roll“ heißt der aktuelle Silberling und konnte in vielen Fachzeitungen Aufmerksamkeit generieren. Aktuell arbeitet die Band an einer Co-Op mit Darkness in Form einer Split-Vinyl, die demnächst erscheinen wird. Sammler aufgepasst! Haltet also eure Augen auf.


Indische Würze schärfte die Sinne

Der neuste Export, den Asien zu bieten hat, nennt sich Kryptos. Der Heavy Metal aus Bangalore brachte geschätzt 1.500 Besucher zum Viehofer Platz und machte schon recht früh klar: man ist keine Eintagsfliege! Der Mix von Black Sabbath und Led Zeppelin in 2017 und mit einer Prise Curry versetzt, macht richtig Feuer. Nicht ohne Grund spielte man eine Woche später auf dem WACKEN-Festival. Den Fans gefiel es und die neuen Songs aus „Burn Up The Night“ mobilisierten zahlungskräftige Neu-Fans am Merchandise.


Old School

Als nächste Band standen Dead Lord aus Schweden auf dem Programm. Die Jungs spielen Classic Hard Rock und sind auch passend im Outfit der siebziger Jahre gekleidet. Dead Lord haben bereits drei Alben herausgebracht und gerade ein neues Video veröffentlicht. Eine schöne musikalische Abwechselung zu den eher härteren Bands des Tages. Auch Dead Lord fanden ihre Fans im breitgefächerten Publikum.

Drone

Mit Drone aus Celle ändert sich die musikalische Windrichtung wieder Richtung Härte. Es ist Zeit für groovigen Thrash Metal. Der wird auch locker aufgespielt. Immer wieder heitert Mutz die Zuchauer mit seinen derb lustigen Ansagen auf. Scheint netter zu sein, als man zuerst denken könnte. 🙂 Drone wissen, wie die Zuschauer zu packen sind, nämlich bei den Eiern. Klappt hervorragend. Kurzweiliger Auftritt, der mächtig Arsch getreten hat.


Schwedische Härte

Weiter geht’s mit Cut up. Hierbei handelte es sich nicht um die Mitarbeiter gleichnamiger Friseurkette, sondern um eine Death Metal Band aus Schweden. Die Band besteht seit 2014 und ist aus den 23 Jahre existierenden Vomitory (..Würghhh.) hervorgegangen. Cut up ist gut geeignet, die Nackenmuskulatur richtig aufzuwärmen. Fett.


Wiedersehen mit Prong

Genauer gesagt zum 3. Mal. Ich sah Tommy Victor und seine Jungs im letzten Jahr live und kann sagen, WOW, was die Kapelle zu dritt abliefert ist deftig. Mit dem neuen Album „Zero Days“ im Gepäck wurden 60 Minuten lang hauptsächlich ältere Lieder von den Alben „Cleansing“, „Prove you are Wrong“ und „Primitive Origins“ präsentiert. New-School Fans konnten sich auf „Ultimate Authority“, „Cut & Dry“, „Best Served Cold“ sowie „Turnover“ freuen. Boy Blitz von Overkill telefonierte vor der Show mit Bassist Jason Christopher und teile mit, die Menschen MÜSSEN bei „Turnover“ ausrasten! Dies ließ man sich nicht zweimal sagen. Wenn ihr mehr über Prong und das neuen Album erfahren wollt, wünschen wir euch viel Spaß mit unserem Videointerview.

 

 


Und noch ein paar Bilder von Prong


Alter Schwede

Schwedentage auf dem Nord Open Air 2017. Entombed A.D. stellen sich dem Viehhofer Platz vor. Brutaler Death Metal der alten Schule. L. G. Petrov grunzt, was das Zeug hält und rennt wie ein angestochenes Schwein über die Bühne. Sieht lustig aus, der kleine Mann mit dem schütteren Haar. Da die Namensrechte beim alten Gitarristen verblieben sind, musste man sich von Entombed in Entombed A.D. umbennenen. Musikalisch blieb alles beim Alten. Wer auf Death Metal steht, bangt vor der Bühne, die anderen rennen zum Bierstand. So ist das eben.


Co-Headliner

Als Co-Headliner wurden die Hardcore Superstars verpflichtet, uns auf Annihilator vorzubereiten. Aus welchem Land kommen die eigentlich? Na? Aus Schweden natürlich. Sind die Bands aus Schweden eigentlich im Dutzend billiger gewesen und mit’m Flixbus gekommen? Die Superstars machen jedenfalls nach all den Knüppelbarden wieder massenkompatibeleren Sound. Sound- und kleidungstechnisch fühlt man sich 30 Jahre zurückversetzt. Sleaze Rock vom Feinsten. Sänger Jocke Berg scheint keinen Tag älter geworden zu sein, …naja auf jeden Fall, wenn man nicht allzu nah ran geht. Er bleibt keine Sekunde unbewegt an einem Platz stehen, ist immer in Action. Es gibt sogar einen roten Konfettiregen. Cool. Roter Teppich fehlt aber noch. Uns haben die Harcore Superstars auf jeden Fall glücklich gemacht.


Jeff Waters Band

Endlich ist es soweit. Annihilator sind dran. Eigentlich müssten sie ja die Jeff Waters Band heißen. Bis auf Jeff sind wieder mal komplett alle Mucker neu. Die Bühne erstrahlt meistens in dunkelem Rot und Blau. Ganz schlecht, um gute Fotos zu machen. Musikalisch sind Annihilator für mich nie eine Enttäuschung, egal welche Leute mit Jeff auf der Bühne stehen. Mister 1000% sucht sich niemanden aus, der das Pensum nicht bringen kann. Nach dem Abgang von Sänger Dave Padden singt Jeff wieder selbst. Ist OK, aber ein guter Sänger würde die Sache doch noch aufwerten. Guter Auftritt von Annihilator, aber irgendwie viel zu kurz. Hätte gerne noch mehr gehört. Ich glaube, der Gig ging ungefähr eine Stunde. Schade. Bitte mehr.


Ab nach Hause

Jetzt schnell nach Hause oder weiter feiern. Das ist die Entscheidung, die man an so einem geilen Abend zu treffen hat. Viele haben sich für’s Weiterfeiern entschieden. Morgen geht’s weiter mit den nächsten coolen Bands. Und das ganze natürlich wieder mal kostenlos.

 

Bericht geschrieben von Kjo und Chipsy

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Drone – 28.07.17 – Nord Open Air Essen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Cut Up – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Prong – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Entombed AD – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Hardcore Superstars – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Annihilator – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 × 4 =