Nord Open Air – Tag 3

Death Angel - Nord Open Air 2017

Nord Open Air – Tag 3

Nach zwei intensiven Tagen voller Highlights, folgte nun der 3. Tag, der wieder ein klasse Line-up bot. Persönlich freute ich mich auf die Death Metal Truppe Deserted Fear, die für mächtig Stimmung sorgen sollten. Die Besucher, die sich mit einem Festivalshirt eindecken wollten, kamen bereits am Samstag viel zu spät! A U S V E R K A U F T hieß es am Stand! Zum Glück hatte ich aus dem Fehler von 2016 gelernt und bereits am ersten Tag zugeschlagen. Obwohl mehr Shirts produziert wurden und man die Leibchen auf 15 € erhöht hatte, war nichts mehr da. Jedoch gibt es auf Anfrage diverse Überbleibsel. Wer das Festival also unterstützen möchte, einfach eine Mail an das Cafe Nord.

Kölsche Jungs gaben alles

D-Filer aus dem Raum Köln spielten nun also am Nachmittag auf dem Nord Open Air am Tag 3. Mit der aktuellen EP „When The Show Is Over“ wurden die frühen Besucher wachgerüttelt. „Nailed“, „Medication Purgatory“, „No World Order“ oder auch „Drown In Napalm“ schlugen recht früh für einen Sonntag in die Magengrube, konnten jedoch punkten. Wir sind auf MEHR gespannt.


Moment, die kennen wir doch? Resurrected!

Die Jungs kommen aus Duisburg und Umgebung, spielen seit 1993 kompromisslosen Death Metal und haben natürlich schon mehrere Auftritte beim Rage against Racism Open Air (in verschiedener Besetzung) hingelegt. Schließlich geht es bei dem Festival auch darum, kleine Bands aus der Umgebung mit den großen Bands auf einer Bühne auftreten zu lassen. Auf dem Nord Open Air standen die Jungs nun auf einer größeren Bühne und spielten vor einem größeren Publikum. Das harte Geknüppel wurde von einigen Besuchern extrem abgefeiert, dass einige sich bereits während der Show vor dem Merchandise der Band platzierten, um ihr Geld loswerden zu können. Wir von metal-heads.de schrieben über das aktuelle Album:

Resurrecteds selbstbenanntes Album überrascht mich also insgesamt. Wenn kompromissloser, brutaler Death Metal aus den 90ern nach fast 25 Jahren Bandgeschichte so modern und technisch – musikalisch beeindruckend rüberkommt… dann sollte jeder, der irgendwann in seinem Leben mal Death Metal mochte, hier nochmal reinhören und sich die CD zulegen. Ich werde sie öfter hören…


Klassiker aus Essen war die Stimmungskanone

Darkness aus Essen oder besser bekannt als der Repräsentant des „30 Years of Death Squad“ waren nun also an der Reihe. Ich glaube, man muss nichts großes über die Kapelle sagen bei 30 Jahren, oder? Obwohl, nach über 25 Jahren schaffte man es 2016 ein neues Album zu präsentieren. „The Gasoline Solution“ heißt das Teil und ist unter anderem auf Vinyl erschienen. Drei Farben gibt es davon, die teilweise ausverkauft sind. Wer also ein Liebhaber von Vinyl ist, sollte sich schnell ein Teil besorgen!

Am diesem Nachmittag bot man den Besuchern einen Mix aus den Alben „Death Squad“, „Defenders Of Justice“ und das oben aufgelistete „The Gasoline Solution“. Die ca. 2.000 Besucher feierten jedes Lied der Essener, was sehr dankend von der Band aufgenommen wurde und diese zur Höchstleistung brachte. Nach 60 Minuten war die Show auch schon vorbei und man machte die Bühne frei für den nächsten Act.


Toxik killt

Der nächste Act ist Toxik. Die Band aus New York spielt progressiven Thrash Metal und hat Ende der achtziger Jahre zwei starke Alben veröffentlicht. Nach jahrelanger Pause haben Toxik nun die EP „Breaking Class“ auf die thrashwilligen Käufer losgelassen. Und mein Gott, Toxik liefern wahnsinnig gut ab. Auf der EP und auch live hier in Essen. Michael Sanders hat eine klasse Stimme, die bis in die höchsten Regionen reicht. Der Auftritt von Toxik macht Lust auf mehr. Bringt bitte einen kompletten Longplayer raus.


Suidakra

Aus der Nähe von Kölle kommen Suidakra. Mit Karneval hat das hier ganz bestimmt nix zu tun. Die seit über 20 Jahren bestehende Band, deren Name übrigenes umgekehrt der Vorname des Sänger/Gitarristen Arkadius Antonik ist, spielen Death Metal mit Folk Einflüßen.  Und das macht Laune. Die Musiker kommen alle äußert sympathisch rüber, was natürlich auch gut bei den Zuschauern ankommt. Hier sieht man das allen beteiligten ihr Job noch großen Spaß macht. Auch Tina Stabel bekommt mit ihrer tollen Stimme einen Gastauftritt. Tina singt nicht nur gut, sondern sieht auch gut aus. Alles in allem ein runder Auftritt. Mit mir hat Suidakra auch einen neuen Fan gefunden. Gar nicht so einfach, da ich den typischen Death Metal Gesang eigentlich gar nicht so mag.


Thüringer Rostbratwurst

Alles andere als Wurst sind Deserted Fear aus Thüringen. Mein Gott, fahren die ein hartes Brett. Bin völlig geflasht von der Bühnenpräsenz der Thüringer. Ihre Mischung von Death- und Thrashmetal gepaart mit einer tollen Ausstrahlung zieht mich sofort in ihren Bann. Auch hier kann man Spielfreude pur erkennen. So muss das sein. Metal ist ja auch kein Beruf sondern eine Lebenseinstellung.

Das Deserted Fear auch fotogen sind, sieht man hier:


Von Engeln

Endlich der Headliner des dritten Tages auf dem Nord Open Air. Auch mein persönlicher Favorit. Death Angel. Ich verfolge Death Angel bereits seit der ersten CD „The Ultra Violence“ und freue mich jedesmal aufs neue auf einen Auftritt. Auch heute enttäuschen Death Angel nicht. Mit „The Moth“ vom aktuellen Langeisen geht die wilde Fahrt los. Man spielt sich quer durch die Alben. „Seemingly Endless Time“, „Bored“, Thrown to the Wolves“, um nur einige zu nennen. Klasse Show der Thrashveteranen, die meiner Meinung nach mit dem Alter immer besser werden. Manche behaupten, sie wären die 2. Liga des Thrash. Für mich gehören Death Angel ganz nach vorne. Das haben sie heute Abend auch wieder einmal unter Beweis gestellt. Zuletzt durfte ein ca. 7 Jahre altes Mädchen nach der Show noch auf die Bühne, um sich ein Autogramm zu holen. Mark Osegueda hat sich rührend um das Mädchen gekümmert und Rob Cavestany hat ihr kniend gehuldigt. Noch schnell mit nem Plek bewaffnet, konnte sie überglücklich die Bühne wieder verlassen. Natürlich standesgemäß von einem Ordner heruntergehoben. Schönes Erlebnis am Rande.


Ende

Leider schon wieder vorbei. Aber in 2018 bin ich wieder dabei, beim Nord Open Air 2018.

Bis dahin. Horns Up.

Bericht geschrieben von Kjo und Chipsy

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Bildquellen

  • Toxik – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Suidakra – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Deserted Fear – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Death Angel – Nord Open Air 2017: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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