Ross Lowell, der Erfinder des Gaffer Tapes, ist verstorben

Ross Lowell Matters of Light and Depth

Ross Lowell, Kameramann, Regisseur, Fotograf und Erfinder ist am 15. Februar 2019 im Alter von 92 Jahren in Pound Ridge, New York verstorben.

Er hat insbesondere mit zwei seiner Erfindungen von sich reden gemacht. Einmal mit dem Schnellspann – Befestigungssystem für Beleuchtungselemente und mit dem Gaffer Tape. Dieses Gewebeband hat inzwischen weit über den Beleuchtungsbereich hinaus Verbreitung gefunden.  Seine Firma Lowel-Light stellt tragbare Beleuchtungselemente für Film- und Bühnenbeleuchtung her. 1980 erhielt Lowell für sein kompaktes Beleuchtungssystem einen Oscar. 

Zunächst für Aufgaben in der Beleuchtungstechnik entwickelt, ist das Gaffer Tape (Der Gaffer ist der Beleuchtungsmeister)  heute aus der gesamten Bühnentechnik nicht mehr wegzudenken.

Flexibilität und Haltbarkeit in einfacher Anwendung

Das Gaffer Tape ist ein faserverstärktes Kunststoffband, das sich durch seine Stabiliät und Klebekraft auszeichnet und dennoch leicht handhabbar ist. Es kann mit der Hand sowohl längs als auch quer durchtrennt werden. Außerdem hinterlässt es beim Entfernen kaum Rückstände.

Aber was erzähle ich euch da? Ihr kennt das Tape als Allrounder, mit dem man nicht nur Kabel befestigen, gerissene Gurte reparieren, Feststellschrauben an Mikrofonstativen ersetzen oder Batteriefächer am Belt-Pack befestigen kann. Ein kleines Stück in richtiger Position an Trommel oder sich unerwünscht bewegenden Metal- oder Kunstsstoffelementen kann störende Geräusche ausräumen. Weißes Gaffer Tape, das beschriftet werden kann, war schon häufig hilfreich bei schnellen Wechseln am Mischpult für Sound und Beleuchtung.  Und mit dem silbernen Tape kann man auch noch kreativ tätig werden.

Diese Vielseitigkeit ist wohl dafür verantwortlich, dass das Gaffer Tape nicht nur in der Ausstattung von Bühnentechnikern und Musikern zu finden ist, sondern auch  in jedem ordentlichen Haushalt 😉

Ross Lowell – der Fotograf

Doch Ross Lowell war nicht nur nur Erfinder, sondern vor allen Dingen Fotograf und Kameramann. Im selben Jahr, in dem er den Oscar sein Beleuchtungssystem erhielt, war auch sein Film „Oh Brother, My Brother“ als bester Kurzfilm nominiert.

Over a lifetime of observing nature through a camera lens, I’ve transitioned from literal reproductions to fanciful reconstructions, built from borrowed elements and bent reality. Experimenting with camera movement, long exposures, convex mirrors, and imposed symmetry, I’ve found surprising visual parallels with the natural designs and cycles of the earth.

Dabei hat ihn die Spirale, die er als grundlegenden Baustein der Natur verstanden hat, beeindruckt.  Starke Farben und starke Bewegungen nutzte er, um auf die Aspekte von Zeit und Raum hinzuweisen, die uns normalerweise entgehen.

Ross Lowell war also ein Mensch mit vielen verschiedenen Interessen und Kompetenzen, mit denen er unseren Alltag verschönt und erleichtert hat.

 

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Bildquellen

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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