DEAF AID – Precursors Of Extermination – Review deutsch

DEAF AID – Death Metal aus deutschen Landen!

Death Metal der alten Schule

bekommt man bei DEAF AID (Homepage) zu hören. Die Männer haben schon im Juni eine EP herausgebracht und glücklicherweise hat diese es irgendwie doch noch zu `metal-heads.de´ geschafft, so dass ich Euch diese Band gerne vorstellen möchte. Aus Freiburg kommen die Burschen und die Wurzeln der Band reichen tatsächlich bis in die 80 ´er Jahre zurück. Man begann damals als Trash-Kapelle und änderte den Sound mal hier und da, bis man letztlich grob gesehen bei klassischen Death-Metal landete. Allerdings sind auch Einflüsse anderer Stilrichtungen zu hören wie Thrash oder Doom. Nach dem Release des Albums „Pictured Pain“ tourten sie 2008 mit POWERWOLF, SKULLFIST und DISBELIEF. Danach folgte im Jahre 2015 das nächste Album „Shreds Of Insanity“, welches ebenfalls gute Kritiken einfahren konnte. Danach gab es viele Konzerte (das waren noch Zeiten….Schnief) und nun folgte im Juni 2020 mit der EP „Precursors Of Extermination“ das Ergebnis der jüngsten kreativen Schaffensphase. Also sind DEAF AID (Facebook) alte Hasen im Business und das hört man den Songs auch an.

DEAF AID – Die Vorboten der Vernichtung

(Übersetzung des Albumtitels) legen einen ziemlich heftigen Auftritt hin. „Fragment by Fragment“ legt direkt mit Vollgas los und zeigt, wo der Frosch die Locken hat. Da kommen sofort die thrashigen Wurzeln zum Vorschein. Der Refrain fährt das Tempo ein wenig zurück, stampft aber sehr massiv voran. Die finsteren Growls vom Sänger Marc gehen durch und durch und passen zum Sound wie die Faust aufs Auge. Die beeindruckenden Drums wechseln zwischen vehementem Voranpreschen und mächtigem Stampfen. Die Gitarren fegen roh und nervös durch den Song. Mal fegt der Song wie ein Tornado hinweg, um dann wieder wie zähe Lava unaufhaltsam seinen zerstörerischen Weg zu nehmen.

Der Doom

ist ebenfalls ein Begleiter des musikalischen Erscheinungsbildes. „Bullet“ ist ein absoluter Brechersong, der es einem richtig besorgt. Düstere Klänge schwingen jederzeit mit und oft intensiviert sich die Düsternis in schwarze Finsternis. Der Song wird euch auf jeden Fall die Gehörgänge freipusten. Und diese geilen Riffs ab Minute 02:28 sind richtig klasse und gibt dem Song noch eine Portion Groove mit auf den Weg, bevor er wieder mit aller Gewalt ausbricht. Es wird ein tief erschütterndes Ergebnis geschaffen, dass mit viel dunkler Energie und unverfälschter Rohheit durchbricht. Alle Nackenschwinger werden ihre helle Freude an dem Sound haben.

Beklemmend und skurril

hat der letzte Track „The Grudge“ seinen Auftritt. Ein Song, der sich grundsätzlich von allen anderen Tracks auf der EP unterscheidet. Ein irrer skurriler Song, der den Hörer nicht mit einer massiven Soundwand niederwalzt und mitreißt, zumindest die meiste Zeit. Stattdessen wird mit wenigen Mitteln eine unheimliche finstere Atmosphäre geschaffen. Ein Song, den man als perfekte musikalische Untermalung bei der nächsten Dämonenbeschwörung spielen könnte. Zweimal bricht der Song allerdings dann doch plötzlich mit Kraft dämonisch hervor. Der Song zieht sich aber meiner Meinung nach mit seinen 08:00 Minuten ein wenig in die Länge.

Fazit zu DEAF AID „Precursors Of Extermination“

DEAF AID öffnen die Pforten der Verdammnis und lassen ein paar echte Brecher auf die Menschheit los, die roh und unverfälscht eine unheimliche Energie und Präsenz verbreiten. Der letzte Song überrascht von seiner Art und ist einfach anders. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Coverartwork von Chris Cold einfach nur geil aussieht. Auf Bandcamp solltet Ihr daher dringend die auf 100 Stück limitierte CD-Ausgabe für nur 6,66€ bestellen. Zudem haben die Männer versprochen, dass sie bereits an anderen Songs arbeiten und in kürzeren Abständen etwas veröffentlichen wollen. Dann wollen wir mal hoffen, dass sie ihr Versprechen auch einhalten.

HIER gibt es die Review auch noch auf englisch!

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • DEAF AID Bandfoto-1-: DEAF AID
  • DEAF AID Bandfoto-2-: DEAF AID
  • DEAF AID Cover artwork by Chris Cold: DEAF AID Cover (Artwork by Chris Cold)
  • Bewertung Daumen Hoch 8-MH-2-: Feuerzeug-Comfreak / Daumen -Clker-Free-Vector-Images--Thanks to pixabay
  • DEAF AID Cover + Infos: DEAF AID // Background Danke an Waldkunst auf Pixabay
  • DEAF AID Demons skaliert: DEAF AID (Artwork by Chris Cold)

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 + 7 =