LION’S SHARE – „Inferno“ (VÖ: 27.03.2026)
LION’S SHARE – „Inferno“ (VÖ: 27.03.2026)
Ich weiß überhaupt nicht, wie lange ich diese Band schon auf dem Schirm habe. Schon sehr lange, das ist sicher. Sechs Studioalben hat man schon auf dem Kerbholz und in den letzten Jahren hat man sich mehr darauf fokussiert, diverse Singles unter die Leute zu bringen. Der kommende Longplayer hat dann auch satte 17 (!!!) Jahre auf sich warten lassen. Aber was lange währt…
Jetzt steht also für Ende des Monats das Release der neuen Scheibe aus dem Hause LION’S SHARE an. Der Titel ist schlicht „Inferno“ und das Material umfasst neun Songs. Dann schauen wir uns das Ganze mal an. Mit dem Opener gehen die Schweden, die nächstes Jahr schon auf eine 40-jährige Existenz blicken können, gleich in die Vollen. Es geht erst einmal etwas instrumentell los, bevor die Vocals von Nils Patrik Johansson uns packen. Dann geht es mit ordentlichen Gitarrenriffs und gezielt eingesetzten Doublebass-Salven weiter. Dazu ein amtliches Gitarrensolo. Yeah, that’s heavy. Schon mit der ersten Duftmarke zeigt man uns die Marschrichtung…wir liefern euch den Beweis mit dem dazugehörigen Video:
LION’S SHARE – „Inferno“ (VÖ: 27.03.2026)
Kraftvoll und mitreißend geht es mit „We are what we are“ weiter. Die Drums, dazu die E-Gitarren und dann wieder der starke Gesang. Diese Nummer sehe ich als eine feste Größe in zukünftigen Live-Sets. Da kann die Menge prima mitsingen…gute Stimmung ist garantiert. Saitenhexer Lars Chriss zeigt einmal mehr seine Fingerfertigkeiten auf. Feines Ding. Der dritte Track lebt auch wieder von der flotten Gitarrenarbeit, dazu präzises Schlagzeugspiel. Damit transportiert man ein ordentliches Tempo. Die Ansage „If you’re ready or not, we will rock“ in den Lyrics passt da absolut.
Bei „The lion’s trial“ beginnt es ganz bedächtig mit einer sanften Melodie, bevor plötzlich Schlagzeuger Fredrik Johansson loslegt und im Zusammenspiel mit rockigen Gitarrenriffs ein bisschen mehr Drive reinbringt. Das Tempo ist recht gemäßigt und doch hat dieses Lied eine besondere Ausstrahlung – der Gesang ist dabei teils ziemlich im Vordergrund. Beim fünften Song kommen anfangs insbesondere die Drums zur Geltung. Zur rechten Zeit ist dann wieder der Mann mit den Flitzefingern an der Gitarre zur Stelle und serviert uns ein Solo. Schlagzeugwirbel über die Toms…nach 4 Minuten ist der Spuk vorbei.
Weiter im Text mit „Live forever“. Wuchtiges Bearbeiten der Drums, melodische Gitarrenlines und dann legt der Frontmann los. Energie und eine gewisse Eingängigkeit kann man dem Song auf jeden Fall bescheinigen. Und typische Trademarks des Heavy Metal kann die Band bei dem neuen Material auch kaum leugnen. Wow! „Chain child“ startet mit Highspeed-Drums, die ein bisschen an „Painkiller“ von JUDAS PRIEST erinnern. Starke Gitarrenmelodien, dazu der eindringliche Gesang des Shouters. Das ist schon was. Heavy mit Power – nicht zuletzt durch die teils wuchtigen Drumparts und genügend melodischen Anteilen.
Auch die vorletzte Nummer hält für uns überzeugende Vocals, amtliche Gitarrenriffs und fette Drums bereit. Yeah. Das kommt gut. Obwohl der Song zwischendurch irgendwie ein bisschen durchhängt. „Run for your life“ bildet den Abschluss der neuen Scheibe und bringt es auf knapp 7 Minuten Spielzeit. Ein Beginn mit cleanem Gitarrensound und dann geht es schleppend und „schwer“ weiter. Deutlich gedrücktes Tempo, es klingt ein bisschen düster. Das bringt eine andere Note hinein.
Das Fazit zum lang ersehnten Album von LION’S SHARE
Wie lautet das Fazit zu der neuen Langrille der schwedischen Formation LION’S SHARE, auf die Fans so lange warten mussten (auch wenn die Band ja zwischenzeitlich nicht mit neuen Songs gegeizt hat)? Der Sänger selbst äußerte sinngemäß, das Album habe Alles, was damals dazu geführt habe, dass man sich in den Heavy Metal verliebt hat! Insgesamt ist das Album ein homogenes Gesamtwerk. Es ist genug Heavyness vorhanden und auch an Melodie wird nicht gespart. Zur rechten Zeit wird es eingängig und das Material strahlt auch genug Power aus. Wenn man auch einen roten Faden zu erkennen meint, so gibt es auch hier und da abwechslungsreiche Momente. Ich denke, das Warten hat sich gelohnt – checkt LION’S SHARE und ihr neues Album aus!
Dann hoffen wir mal, dass die Herrschaften aus Skandinavien sich auch auf eine Tour begeben, spätestens zum 40-jährigen Jubiläum 2027 sollte das doch möglich sein. Dann kann man nicht nur Teile des neuen Materials live erleben, sondern bestimmt auch ein paar Klassiker gemeinsam mit der skandinavischen Truppe abfeiern. Wir harren gespannt aus…

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Bildquellen
- Albumcover LION’S SHARE Inferno: Flying Dolphin Entertainment
- Albumcover LION’S SHARE Inferno – Beitragsbild: Flying Dolphin Entertainment


Weiß der Autor eigentlich, dass auf „Inferno“ sieben Songs bereits zwischen 2019 und 2024 digital veröffentlicht wurden, zwei der Songs bereits im Jahr 2018 erschienen und somit ebenfalls nicht mehr neu sind? Ergo musste man als Fan der Band nicht 17 Jahre auf (diese) neue Musik warten.
Warum berichtet der Autor immer nur über den musikalischen Beginn einzelner Songs und schreibt irgendwelche Platitüden zur Schlagzeug-Arbeit, anstatt sich in Gänze mit dem Material zu beschäftigen? Schon mal Gedanken darüber gemacht, dass der Album-Titel, verbunden mit dem Cover, irgendwas mit Dante´s Inferno zu tun haben könnte? Schon mal die Songtexte genauer gelesen oder gar analysiert anstatt lediglich die Song-Titel zu nennen und einmal (!) – wow – eine Textzeile zu rezitieren?
Schade, hier wird die Chance für ein ordentliches Review einfach vertan. Am besten mit mehr Tiefgang einfach noch mal neu schreiben, würde ich vorschlagen.
Danke für dein Feedback. Manchmal muss man auch genau lesen, was da geschrieben steht. Auf dieses Album (!!) mussten die Fans 17 Jahre warten…nachdem zuvor nur Singles veröffentlicht wurden. Nachdem ich die Musik der Band schon sehr lange verfolge, habe ich die Herangehensweise der Band was die Veröffentlichungen angeht, absolut auf dem Schirm. Und zum Glück gibt es ja keine Richtlinie, wie man eine Review schreiben „muss“. Im Zweifel selbst die Mühe und das Ganze „besser“ (das ist ja sowieso Geschmacksache) machen.