Reef – rockige Offenbarung mit „Revelation“?

Reef 2018

Achtzehn Jahre, ein neues Label und einen neuen Gitarristen brauchte es, bis Reef ein neues Studioalbum veröffentlichen können. Am 04. Mai 2018 ist es soweit und Reef bringen via earMUSIC ihr neues Werk „Revelation“ heraus. Über zwei Jahre arbeiteten Reef mit ihrem neuen Gitarristen Jesse Wood an den Songs und testeten sie immer wieder live. So wollten sie sicher gehen nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Album zu erschaffen. Produziert wurde es von George Drakoulias und für „My Sweet Love“ konnten sie Sheryl Crow als Gastsängerin gewinnen. Aber reicht das aus um „Revelation“ wirklich zu einer Offenbarung zu machen? „My Sweet Love“ mit Sheryl Crow ist ein schöner Song, aber nicht besonders rockig. Ob der Rest der Platte da mehr verspricht?

 

Reef – rockig bis sanft

Der Titeltrack und Opener ist wirklich eine Offenbarung und rockt ordentlich los. Ein klasse, räudiger Rocksong, den ihr euch unten im Video selber zu Gemüte führen könnt. „My Sweet Love“ ist da wirklich ein ziemlicher Kontrastpunkt. Ein Duett mit Sheryl Crow, das ins bluesige Country abdriftet. Mir gefällt es trotzdem, es muss ja nicht immer voll auf die Zwölf gehen. „Provide“ ist auch in ruhigeren Gewässern unterwegs, Eine schöne, relaxte Nummer. Klaviergeklimper und Gospelartige Chöre markieren den Beginn von „How I Got Over“. Man will sofort mitklatschen und mitwippen. „Don’t Go Changing Your Mind“ ist eine akustische, vom Gesang getragene Nummer mit schönem Refrain. Rockige Töne und ein paar Härtegrade nach oben geht es dann mit „Precious Metal“. Der Refrain schreit geradezu danach live lauthals mitgegrölt zu werden.

 

Reef fühlen die Liebe

Ein Whiskygeschwängertes Riff und eine verrauchte Stimme charakterisieren „Just Feel Love“. Ein toller, zurückgenommener Song, der all das beinhaltet, wovor einen die Eltern immer gewarnt haben. „Ball And Chain“ ist ein flotter Hard Rock Song. Perfekt zum Autofahren oder Bier trinken. Knappe sechs Minuten und damit der Abstand längste Song des Albums und beileibe kein Fehler ist „First Make“. Eine gefühlvolle und niemals kitschige Ballade. Ein klassisches Einzählen eröffnet „Darling Be Home Soon“, das begleitet von weiblichen Background Gesang recht fröhlich und optmistisch rüberkommt. „Lone Rider“ glänzt durch die gelungene Kombination aus sehnsuchtsvollem Gesang mit der passenden melancholischen Instrumentierung. Das Dutzend Songs voll und damit auch die Platte macht „Like A Ship (Without A Sail“. Sänger Gary Stringer liefert sich hier ein tolles Wechselspiel mit den Background-Sängerinnen. Gelungene Nummer zum Abschluss.

Reef mit einem überzeugenden Comeback

Reef und „Revelation“ sind jetzt zwar keine Offenbarung und das einzig wahre Rock Evangelium. Aber es ist ein tolles und abwechslungsreiches  Album. Es sind rockig harte Töne, sanfte Balladen und tolle Chöre vertreten. Sänger Gary Stringer hat eine tolle, rockig-verrauchte Stimme, die viel Gefühl transportiert. Eins steht fest, die Pause war viel zu lang. Solch gute Alben hätte ich liebe öfter als nur alle achtzehn Jahre. Wir können also nur hoffen, dass es bis zum nächsten Album nicht so lange dauern wird. Bis dahin heißt einfach „Revelation“ zu kaufen und der guten Musik zu lauschen. Well done, Reef!

Reef – Line-Up und Kontakt

Gary Stringer – Gesang
Jack Bessant – Bass
Jesse Wood – Gitarre
Dominic Greensmith – Schlagzeug

Mehr zu Reef findet ihr wie gewohnt auf der Homepage der Jungs oder bei Facebook. Bisher sind nur Live Auftritte in UK geplant. Wenn Reef bei uns in der Gegend aufschlagen, erfahrt ihr das natürlich bei uns. Wer nichts verpassen will, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter und bleibt immer auf dem Laufenden. Das Album könnt ihr direkt über den Link unten vorbestellen. Have Fun!

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Bildquellen

  • Reef 2018 720×340: earMusic / Jenny Hands
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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