Kenny Wayne Shepherd – Lay It On Down (VÖ: 21.07.)

Der 40-jährige Kenny Wayne Shepherd, bringt am 21.07.2017 seinen 9. Longplayer ‚Lay It On Down‘, via Provogue heraus. Der Amerikaner wurde schon mit 13 Jahren von keinem Geringeren als Stevie Ray Vaughan auf die Bühne geholt.

Das neue Album zeigt schon mit dem Opener ‚Baby Got Done‘, wohin die musikalische Richtung bei diesem Track geht. Die Band setzt sofort mit druckvollem Sound ein und Kenny Wayne Shepherd spielt die 61er Strat mit einem fetten Klang. Ein eingängiger Refrain rundet das Stück gelungen ab und so wünscht man sich, das Kenny Wayne mit Joe Bonamassa zusammen auf Tour gehen könnte.

‚Diamonds And Gold‘ ist da deutlich bläserbetonter und der pumpende Bass sorgt zusammen mit der Wah-Wah gespielten Gitarre für gute Laune, so dass der Fuß unweigerlich dazu mitstampft.

‚Lay It On Down‘ rockt gewaltig

Weiter geht es sehr harmonisch. Anfangs dachte ich erst an ein etwas schnelleres ‚Sledgehammer‘ von Peter Gabriel, jedoch ändert sich das schnell. ‚Nothing But The Night‘ ist verhaltener und das Gitarrensolo wird dezent, jedoch mit sehr viel Gefühl gespielt. Auffallend ist der leicht verzerrte Bass bei den bisherigen Songs und das homogene Zusammenspiel der Bläser mit den Keyboards. Über allem schwebt die Gitarre förmlich und gesanglich gibt es eh nichts zu meckern.

Es kommt nun das Titelstück des Albums ‚Lay It On Down‘. Countryeinflüsse bestimmen den Track und eine Akustikgitarre übernimmt die solistische Szenerie. Auch der nächste Song ‚She’s Money‘ ist eine musikalische Mischung aus CCR und ZZ Top. Gerade am Ende hört man ein deutliches ‚How How How‘, was an Billy Gibbons erinnert.

Country und Rock bestimmen den Sound

‚Hard Lesson Learned‘ ist absolut countrylastig, was allerdings nicht negativ gemeint ist. Steelgitarre und Harmoniegesänge bestimmen das Stück. Dem Anfangs schon erwähnten Joe Bonamassa würde das nachfolgende Stück ‚Down For Love‘ sicher auch gut zu Gesicht stehen. Es rockt und rollt gewaltig und Kenny Wayne Shepherd zieht alle Register auf seiner Strat.

‚Lucille‘ von Little Richard? Nein, es ist ‚How Low Can You Go‘ von Kenny Wayne. Erneut stampft der Bass durch die Takte und die Gitarre spielt fast immer wieder denselben Lick, auf dem der ganze Song aufgebaut ist.

Die zweite Ballade folgt nun und Swamp Music greift um sich. ‚Louisiana Rain‘ lässt uns eintauchen in die Südstaaten der USA und man fühlt sich förmlich versetzt auf eine der Ranchen, welche am Fluss liegen.  Wobei wir dann schon beim letzten Track der CD ‚Ride Of Your Life‘, angekommen sind. Erneut ein im Midtempo angegliederter Rocksong, der von der großartigen Band bestens interpretiert wird. Als Bonus gibt es dann noch in einer akustischen Version ‚Lay It On Down‘!

Überhaupt überzeugt die Band um Kenny Wayne Shepherd auf aller Linie und so kann man nur gespannt sein auf die kurze Tour hier im Juli.

Fazit: Ein wirklich abwechslungsreiches Album mit einem Kenny Wayne Shepherd in großartiger Form. So macht Musik Spaß und für Fans ist es ein Pflichtkauf. Allen anderen sei empfohlen, doch mal reinzuhören!

 

Kenny Wayne Shepherd Live:
18.07.17               Mainz, Frankfurter Hof
19.07.17               Winterbach, Zeltspektakel
21.07.17               Tuttlingen, Honberg Sommer
24.07.17               CH-Pratteln, Z7
26.07.17               Karlsruhe, Tollhaus
27.07.17               Breitenbach, Burg Herzberg Festival

 

 

Hier könnt ihr noch das Video zu ‚Baby Got Done‘ sehen:

 

 

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Bildquellen

  • Kenny Wayne Shepherd: Netinfect Promotion
  • Kenny Wayne Shepherd: Amazon.de
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw.
Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein.

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