THE SEA WITHIN – The sea within

THE SEA WITHIN CD-cover

THE SEA WITHIN – The sea within

Verderben viele Köche den Brei? Also hier haben wir bei THE SEA WITHIN (mit ihrem selbst betitelten Debüt „The sea within“) mit einer Ansammlung illustrer Musiker aus der einmal weit gefassten Rockszene zumindest einige Personen, die den bildlichen Kochlöffel in die Hand nehmen könnten. Was dabei herauskommt und ob das was taugt? Mal schauen…und mehr dazu erfahrt ihr im dazugehörigen Interview (siehe unten!).

THE SEA WITHIN CD-cover

THE SEA WITHIN – The sea within

Illustre Auswahl von Musikern und Sängern

Das Potenzial ist da. Der deutsche Drummer Marco Minnemann sitzt hinter der Schießbude. Den Bass spielt Jonas Reingold (u.a. THE FLOWER KINGS) und sein Bandkollege Roine Stolt zockt an der Gitarre. Für die Tasteninstrumente konnte man Tom Brislin gewinnen. Für den hauptsächlichen Gesang und die Bedienung einer weiteren Gitarre ist PAIN OF SALVATION´s Daniel Gildenlöw zuständig. Zu diesen Bandmitgliedern konnte man noch namhafte Gäste verpflichten. So setzen u.a. Casey McPherson und Jon Anderson ihre Stimme und DREAM THEATER-Tastenwizard Jordan Rudess seine besonderen Fingerfertigkeiten ein.

Musikalisch geht es eher gemäßigt los. Ein wenig bluesig, mehr jazzig. Aber es rockt auch noch genug. Gemächlich geht es auch mit Track 2 weiter. Aber bevor wir mit dem dritten Song – „The void“ – in die Sorge verfallen, dass es das schon gewesen sein soll, geht es mit Rock-Power und viel Drive mit dem nächsten Stück vorwärts. Sehr erfrischend. Es geht erst ziemlich straight los, aber es gibt in den 7 Minuten auch ruhiger Passagen. Dann nimmt das Ganze aber wieder Fahrt auf – teils dominieren längere Instrumentalpassagen. Ein starker Song. Daumen hoch! Dann geht es eher etwas allgemein weiter und plätschert vor sich hin…bevor das Material über eine etwas „dramatische“ und gut gelungene Überleitung in „Broken cord“ mündet. 14 Minuten hat dieser Track zu bieten. Da ist natürlich Raum für verschiedene Stimmungen. Es ist schwer, einen solch langen Song so zu gestalten, dass keine Langeweile aufkommt.

Enorme Songs – teils fast eine Viertelstunde

Aus meiner Sicht ist es gelungen. Und nicht zuletzt der Einsatz der Gastsänger wertet das Stück auf. Dann geht der reguläre Silberling mit „The hiding of truth“ zu Ende. Es hat für mich einen leichten Retro-Touch…jedoch ohne dabei angestaubt zu wirken. Man konnte ja – bei der Auswahl der mitwirkenden Musiker – die Sorge in sich tragen, es könnte zu proggig werden…dies ist nicht der Fall. Vielleicht – aus Sicht eines Prog-Fans – hätte es noch etwas mehr Progressivität sein dürfen…aber nun ja.

Umfangreiches Bonusmaterial von meist hoher Qualität

Das Special Edition 2CD-Digipak enthält 4 Bonustracks, die es immerhin auf eine Spielzeit von insgesamt 25 Minuten bringen. Manchmal ist so ein Bonusmaterial ja nicht so „wertig“, aber in diesem Fall ist es nicht einfach Masse, sondern hat auch die Klasse, die sich nicht vor den Songs auf dem eigentlichen „ersten“ Silberling verstecken muss.

Schon der erste Song ist sehr harmonisch und trotz 8 Minuten Dauer nicht langatmig. Das nachfolgende „Where are you going?“ gefällt mir fast noch besser. Es reiht sich ein und greift die bestehende Stimmung auf. Alles ein wenig nachdenklich, aber das ist ja in der heutigen von Eile und Tempo bestimmten Welt nicht verkehrt, oder!? Bei „Time“ schaltet man dann noch einen Gang zurück und es beginnt sehr andächtig, wobei da auch im Songverlauf keine große Steigerung eintritt.

Der letzte Track ist dann doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Und wenn man etwas als „verzichtbar“ beschreiben will, dann vielleicht „Denise“.

Insgesamt – eine klare Kaufempfehlung!

Fazit: großartige Musiker, die uns abwechslungsreiches Material servieren. Viele hochwertige Sachen sind dabei, aber – das muss man realistischerweise sagen – es gibt auch Kleinigkeiten, die keiner vermisst hätte, wenn sie gefehlt hätten. Alles in allem aber eine klare Kaufempfehlung!! Wir wollen für euch noch mehr zu THE SEA WITHIN in Erfahrung bringen. Deshalb ist auch ein Interview geplant und wir wollen Bassist Jonas Reingold auf den Zahn fühlen…also schaut mal wieder vorbei und lest, was er zu sagen hat.

 

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Bildquellen

  • THE SEA WITHIN CD-cover: INSIDEOUT MUSIC
  • THE SEA WITHIN CD-cover: INSIDEOUT MUSIC
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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