AGONY ATLAS – „Retrogression Part I: Egomania“ (deutsch)

Progressiver Metal-Core-Stilmix

Am 01.10.2020 sollten sich die Metalcore-Fans der Band AGONY ATLAS zuwenden. Grund ist die kleine, aber beachtenswerte Veröffentlichung der Mini EP ( drei Songs) „Retrogression Part I: Egomania“ von AGONY ATLAS aus Koblenz. Die female fronted Band geht auf Endzeitkurs und lässt die Ohrmuscheln ordentlich beben. So sollte die Message der Band jedem in den Kopf gehämmert werden.

Mission von AGONY ATLAS

Die Idee hinter dem Bandprojekt ist folgende. In einer fiktiven Zukunft im Jahre 2095 steht die Erde kurz vor dem Untergang ( wenn das überhaupt noch so lange dauert). Eine Gruppe führender Wissenschaftler der Vereinten Nationen sieht keine andere Möglichkeit als die Entsendung einer Task Force durch die Zeitgeschichte. Diese wird AGONY ATLAS (Facebook) getauft und in das Jahr 2020 zurückgeschickt, um die Menschheit aufzurütteln. Sie soll der Menschheit drastisch vor Augen halten, was zu erwarten ist, wenn sie den bisherigen Weg weitergehen.

Brutal und kompromisslos

gehen AGONY ATLAS dabei zu Werke. Man fühlt sich direkt an Größen wie JINJER oder ARCH ENEMY erinnert. Und man muss ganz klar zugeben, dass die Power und Vehemenz auch bei AGONY ATLAS spürbar vorhanden ist. Fette Riffs, markerschütternde Drums mit krassem Bass und dazu die erbarmungslose Stimme von Frontfrau Liane Walter, die einem durch und durch geht. Nun erst mal genug der Worte…. Ziehen wir uns mal den Song „Economy Class“, der düster apokalyptisch seinen Weg bestreitet. Das Tempo ist gemäßigt, was der Kraft des Songs aber keinen Abbruch beschert.

Na das macht doch schon mal ordentlich Druck. Die Band interpretiert den Metalcore-Sound eindrucksvoll und schafft eine tolle düstere Atmosphäre, die durch stimmungsvolle Synthies zusätzlich an Ausdruck gewinnt. So nehmen die Songs mitunter sogar epische Züge an. Dafür ist auch der Song „Hymn Of Hatred“ ein Beispiel. Wirklich ein krasser Song, der auch mit thrashigen Parts zwischendurch Fahrt aufnimmt.

Die Mischung machts

Den verdammt kraftvollen gutturalen Gesang finde ich herausragend, zumal er sehr gut zu verstehen ist. Dies ist bei der Gesangsart nicht immer so der Fall. Die Songs sind kurzweilig und lassen auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen. Es sind wahre Nackenbrecher und erfüllen damit ihre Mission vortrefflich. Dabei versprühen die Songs zwischendurch einen fetten Groove, siehe z.B. beim Song „Hymn Of Hatred“ ab 01:20 min. Man bewegt sich über Grenzen hinaus und vereint in dem djentigen Coresound auch diverse Elemente des Industrial-, Black- und Death-Metal.

Eine erstklassige Produktion

kommt noch on top obendrauf. Für den Mix und das Mastering konnte niemand Geringeres verpflichtet werden als Aljoscha Sieg. In seinen Pitchback Studios hat er schon die Songs von Bands wie ESKIMO CALLBOY, AUGUST BURNS RED, ANY GIVEN DAY und WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER veredelt. Und diese Namen sollten jedem ein Begriff sein. Hoffen wir, dass AGONY ATLAS den Bekanntheitsgrad dieser illustren Gesellschaft erreichen können. Das Zeug dazu hätten sie! Leider gibt es nur drei Songs, weshalb eine Punktevergabe schwierig ist, aber für das vorhandene Potential vergebe ich mal dicke 8 Punkte und hoffe auf baldigen Nachschlag.

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Bildquellen

  • Egomania-EP-Cover: Cover EP über AGONY ATLAS
  • Bewertung Daumen Hoch 8-MH-2-: Feuerzeug-Comfreak / Daumen -Clker-Free-Vector-Images--Thanks to pixabay
  • Agony-Atlas-Promo-Pic-1-skaliert: Bandfoto über AGONY ATLAS

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