Küenring für Freunde der 80er

Küenring

Für Freunde des klassischen Heavy Metal der Achtziger ist am 06. Juli 2018 eine neue Perle erschienen, via SAOL / H’Art haben Küenring aus Österreich ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlicht. Ist das heute noch relevant oder nur noch was für alte Säcke wie unseren Stahl? Ist erstmal egal, schmeißt euch in eure Kutte, macht ein Bier auf und nach dem Video zu „Streetfight“ folgt dann die Analyse. Für historisch Interessierte noch die Info: Die Kuenringer waren ein Raubrittergeschlecht aus Österreich und trieben ihr Unwesen vom 12. – 16. Jahrhundert. Küenring sind also richtig true, aber jetzt Ohren auf:

 

Küenring – Zurück in die Vergangenheit

Den Opener gab es ja schon oben im Video zu bewundern und hätte ich es eingangs nicht schon geschrieben, wäre es spätestens nach „Streetfight“ klar. Hier wird der klassische Heavy Metal der Achtziger zelebriert. Die Gitarren jaulen und heulen und die Drums peitschen alles nach vorne. Iron Maiden Zitate dürfen bei „Into The Night“ natürlich nicht fehlen. Davon könnt ihr euch gerne im Video unten selber überzeugen. Instrumental stimmt hier wirklich alles. Stampfend und getragen beginnt „Odyssey“, aber leider kann der Gesang von Stefan Gutenthaler nicht mit der Qualität der Songs mithalten. Mit „Autumn“ gibt es dann gleich auch ein über fünf Minuten langes Instumental-Stück. Überhaupt sind fast alle Songs recht lang geraten, aber ohne dabei langweilig oder eintönig zu wirken.

 

Küenring – not to be unknown

Die zweite Hälfte wird von dem nachdenklichen „The Unknown“ eröffnet. Tolle Soli, toller Song und danach gibt es mit „Dawn“ den einzigen Song unter einer Minute. Rein instrumental und ein toller Übergang zu „Hounds Of Kuenring“. Für mich die Band-Hymne, behandeln Küenring hier doch die Geschichte der Brüder Hadmar III und Heinrich III und kann aber doch auch irgendwie auf die Band selber bezogen werden. Knapp zehn Minuten lang und dabei keine Sekunde zuviel. Das muss man erst einmal beherrschen, Respekt! Zum Abschluss gibt es dann den „Rise Of The Madman“. Für mich der böseste Song des Albums und fast schon thrashig.  Erinnert mich stellenweise an frühe Kreator. Auf jeden Fall ein gelungenes Ende für die Platte.

Küenring – relevant und gut

Küenring sind nicht nur für unseren Redakteur Stahl relevant, der schon Heavy Metal hörte als Steve Harris noch in den Kindergarten ging. Nein, mir haben sie auch gut Küenring Covergefallen. Und so wird es jedem gehen, dessen Herz für den klassischen Heavy Metal schlägt. Neben einer guten Produktion bieten Küenring auf ihrem Debüt auch verdammt hochklassige Songs, die trotz Überlänge nicht langweilig sind. Geschickt eingebaute Breaks und technische Feinheiten sorgen für den nötigen Aha-Effekt. Einziger Schwachpunkt ist der Gesang, der leider nur durchschnittlich ist. Dafür glänzt die Instrumentalfraktion (inklusive Sänger/Bassist Stefan) umso mehr. Also, wer die Achtziger mag, muss hier zugreifen. Besseren Heavy Metal bieten die alten Heroen heute auch nicht mehr.

Küenring – Line-Up und Kontakt

Stefan Gutenthaler – Bass und Gesang
Florian Gutenthaler – Gitarre
Michael Sulzbachner – Gitarre
Sebastian Sauer – Schlagzeug

Mehr zu Küenring gibt es bei Facebook und bei Bandcamp. Dort kann auch Merchandise und die CD erworben werden, falls ihr nicht dem Link unten folgen wollt. Mehr News, Reviews und vieles mehr erhaltet ihr, wenn ihr unseren kostenlosen Newsletter abonniert oder uns bei Facebook folgt. Auf unserem YouTube Channel gibt es immer wieder interessante Interviews und Berichte. Schaut mal rein. Stay true!

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Bildquellen

  • küenring: amazon.de
  • Küenring 720×340: amazon.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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