Parkway Drive & Support 08.02.19 Köln Palladium

Parkway Drive 08.02.19 Köln Palladium

Parkway Drive

Parkway Drive kommen auf der Reverence Tour 2019 in Köln im Palladium vorbei. Die größten Shows in Europa wurden vorab angekündigt. Als Support sind Thy Art is Murder und Killswitch Engage mit an Bord. Absolut vielversprechendes Lineup für einen Abend, an dem die Halle kochen könnte. Dazu die erste von zwei aufeinanderfolgenden Shows im Palladium. Es wurde eine Zusatzshow gebucht, um der großen Nachfrage gerecht werden zu können. Beide Abende sind restlos ausverkauft.

Let’s go

Wie zu erwarten ist die Halle bis in die letzte Ecke gefüllt. Viele Zuschauer sind trotz des kalten Wetters in kurzen Hosen erschienen, ganz im Stil von Adam Dutkewiecz von Killswitch Engage. Natürlich sind auch viele Leute mit Tunnel im Ohr und Turnbeutel auf dem Rücken dabei. Die ersten Klischees sind somit bereits erfüllt.Thy Art is Murder 08.02.19 Köln Palladium

Thy Art is Murder

Pünktlich um 19 Uhr entern Thy Art is Murder die Bühne. Der Auftritt heizt die Halle schon mal ordentlich ein. Das ist bei der ersten Band des Abends nicht immer der Fall. Die Jungs aus Sydney ballern ihre Deathcore-Songs in die Menge, als ob es kein Morgen gibt. Sänger Chris „CJ“ McMahon brüllt sich die Seele aus dem Leib und macht durch sein Stageacting einen echt irren Eindruck, das einem Angst und Bange werden kann. Die Jungs gehen echt gut nach vorne und machen mir und den anderen Anwesenden ’ne Menge Laune. Geiler Auftritt.

Killswitch Engage

Killswitch Engage 08.02.19 Köln PalladiumFür mich das erste Highlight des Abends, auf deren Auftritt ich mich auch sehr gefreut habe. Ich habe bis dato immer verpasst, mir Killswitch Engage live anzuschauen. Heute ist es endlich soweit und ich werde nicht enttäuscht. Vom ersten Augenblick an haben Killswitch eine derart starke Bühnenpräsenz, der man sich einfach nicht entziehen kann. Hauptaugenmerk fällt da natürlich auf Gitarristen Adam D, der neben gutem Handwerk immer mit seinen Faxen und Grimassen auf der Bühne auffällt. Kurze Sporthosen und Stirnband mit „Beer“-Aufdruck kann noch längst nicht jeder tragen. Auch das Pizza-Design seiner Caparison Gitarre ist echt speziell. Einfach ein wahnsinniger Blickfang während des Killswitch Engage Auftritts. Neben Adam D ist natürlich Sänger Jesse Leach das weitere Aushängeschild der Band. Der gibt einfach alles. Der abwechselnd harte und cleane Gesang passt wie die Faust aufs Auge. Musikalisch gesehen geht auch nix schief, denn die Hitdichte der Band ist groß.

Die Zuschauer drehen noch um einiges mehr am Rad, als bei Thy Art is Murder. Man kann jetzt nicht behaupten, dass der Auftritt vorher schlecht war, aber was Spaß und Professionalität angeht, merkt man doch hier einen deutlichen Anstieg. Absolut spitze die Show von Killswitch Engage. Trotz aller Härte der Musik schafft die Band es trotzdem einen total positiven und sympathischen Eindruck zu hinterlassen.

Parkway Drive

Vorab kann ich bereits sagen, ja, Parkway Drive werden dem Hype absolut gerecht. Die Menge wartet gespannt mit dem Blick zur Bühne auf den Auftritt der Band. Einige Pyrosprengungen auf der Bühne sorgen bei mir fast für einen Herzstillstand. Während fast alle zur Bühne schauen, kommt die Band von hinten, umringt von Fackelträgern, quer durch die ganze Halle bis zur Bühne. Das nenne ich mal einen coolen Einmarsch. Wow, da kommt direkt die richtige Stimmung auf. Es ertönt das Intro zu „Wishing Wells“. Aus allen Kehlen singt das Publikum dann mit. „Tonight I’m killing Gooooooods“ Erster Gänsehautmoment. Die Jungs aus Byron Bay stehen hinten aufgereiht auf der Bühne. Viel Strobo abwechselnd mit wenig Licht erzeugt eine geile Stimmung. Die Energie ist förmlich in der kompletten Halle greifbar. Was für ein Auftakt. Beim nächsten Song wechselt das Licht auf Orange/Rot, auch sehr atmosphärisch.

Die Halle tobt bereits beim zweiten Song „Pray“. Selten habe ich so eine super Stimmung erlebt.Parkway Drive 08.02.19 Köln Palladium

You ain’t seen nothing yet

Für mich als Fotografen an diesem Abend leider ein schwerer Job, da die Lichtverhältnisse während der erlaubten ersten drei Songs zwar eine tolle Show kreieren, zum Erzeugen sehr guter Fotos leider nur bedingt hilfreich sind. Die richtig geile Show beginnt leider erst danach. Die Lichtshow von Parkway Drive ist absolut fantastisch. Immer wieder gibt es Pyroeffekte, riesige Flammen, die sich bis kurz unter die Hallendecke emporrecken und sprühende Feuereffekte, die den Beat der Songs perfekt unterstützen. Sowas habe ich bis heute nicht gesehen. Sänger Winston McCall hat die Halle fest im Griff. Er scheint selbst von dem Anblick der Menge überwältigt, lacht und wirft Küsschen ins Publikum. Sehr sympathisch.

Bei der Aufforderung „Bounce“ fressen ihm die Zuschauer aus der Hand. Die ganze Halle fängt an zu Hüpfen. Wenn hunderte von Leuten neben dir hüpfen, kann man gar nicht anders als mitzumachen. Hier geht’s echt ab. Band und Publikum sind im Einklang und feuern sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Auch für etwas entspanntere Passagen hat man sich etwas einfallen lassen. Es kommen live gespielte Streichinstrumente auf die Bühne. Bei einem Song kommt Sänger Winston sogar mit Streicher nach hinten in die Halle und spielt auf der Rollstuhltribüne.

Fire

Bevor mit „Crushed“ die Zugabe startet, steht Sänger Winston mit einem brennenden Molotovcocktail auf der Bühne, dreht sich um und schmeißt ihn gegen das Backdrop. Sofort lodern Flammen, die sich alsbald über den gesamten Teil der Bühne erstrecken. Unglaubliche Show. Ich komme aus der Begeisterung gar nicht mehr raus. Alles gehen hier bis zum Äußersten. Ich habe noch nie so viele Leute völlig durchgeschwitzt aus dem Pit kommen sehen. Deutlich gezeichnet von der Action und doch über das ganze Gesicht strahlend. Parkway Drive reißen hier echt die Hütte ab. Im wahrsten Sinne brennt das Palladium. Auch die Soundqualität ist außerodentlich gut. Hier passt heute einfach alles. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich wünschte ich könnte am nächsten Tag beim Zusatzkonzert nochmal vorbeischauen. Leider alles ausverkauft.

The End

Ohne übertreiben zu wollen. Es war einer der besten Konzertabende, die ich jemals erlebt habe. Noch nie habe ich so viele Leute mitsingen, springen und einfach Spaß haben gesehen. Mein Kompliment an die Band und das super Publikum. Wer nicht hier war, hat eine Riesenshow verpasst.

Wenn es weiterhin Bands wie Parkway Drive gibt, mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft des Metals. Bitte mehr davon. Ich hoffe die Jungs werden mal ganz, ganz groß.

Setlist und Bilder Thy Art ist Murder
Dear Desolation
The Purest Strain of Hate
Holy War
Du hast(Rammstein cover)
Reign of Darkness
The Son of Misery
Puppet Master


Setlist und Bilder Killswitch Engage
Strength of the Mind
The End of Heartache
Beyond the Flames
My Curse
Rose of Sharyn
Numbered Days
Hate by Design
Always
My Last Serenade
In Due Time


Setlist und Bilder Parkway Drive
Wishing Wells
Pray
Carrion
Vice Grip
Karma
Cemetery Bloom
The Void
Idols and Anchors
Dedicated
Absolute Power
Writings on the Wall
Shadow Boxing
Wild Eyes
Chronos
The Colour of Leaving
Crushed
Bottom Feeder


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Bildquellen

  • Thy Art is Murder 08.02.19 Köln Palladium: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Killswitch Engage 08.02.19 Köln Palladium: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Parkway Drive 08.02.19 Köln Palladium: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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