Pripjat und Hell:ON feiern „A Glimpse Beyond“ in Wuppertal

Pripjat Wuppertal Underground

Freitag, der 4. Oktober 2019, wurde das Undergound in Wuppertal zum Schlachtfeld und zur Partyfläche. Die Kölner Pripjat haben mit ihren ukrainischen Freunden Hell:ON eine Split-EP namens „A Glimpse Beyond“ aufgenommen und an diesem Abend war Premiere und Releaseparty. Und da aller guten Bands bekannterweise nun mal drei sind, komplettierten Bloodspot den Reigen. Wer noch nicht im neuen Underground in Wuppertal war, dem sei gesagt, dass es wirklich ein schöner Laden ist. Vor der Bühne ist viel Platz. Wer es aber gerne ruhiger hat, kann sich zwei, drei Stufen bequem an den Tischen platzieren. So kann jeder was sehen und das Konzert nach seinem Gusto genießen. Der Sound war auch gut, aber auch (und das sage ich selten) einen Ticken zu laut. Ein bisschen weniger wäre hier mehr gewesen.

Bloodspot – Vollgas ohne Pause

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Bloodspot Wuppertal UndergroundBloodspot eröffneten die Party mit einem dreckigen Thrash / Death Metal Mix. Um ehrlich zu sein, mir war es eine Spur zu eintönig. Es war voll auf die Fresse und das ohne Unterlass. Die Jungs um Frontmann Pete gaben von der ersten Sekunde an Vollgas und gönnten dem Publikum keine Pause. Vom ersten Ton an war klar, Bloodspot stehen schon eine Weile auf der Bühne und haben Spaß daran. Den Anwesenden gefiel es und es wurden fleißig die Köpfe geschüttelt. Meinen persönlichen Geschmack haben Bloodspot nicht unbedingt getroffen, aber sie haben richtig Action auf der Bühne gemacht und für Stimmung gesorgt. Also Job erfüllt und ein gelungener Auftakt für den Abend.

Hell:ON – Death Metal mit Ethno-Einschlag

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HellON Wuppertal UndergroundDeath Metal ist meistens nicht so mein Fall, aber Hell:ON haben mir so gut gefallen, dass ich mir am Merch nachher direkt eine LP geholt habe. Das lag zum einen daran, dass es mir musikalisch gefallen hat und zum anderen daran, dass die Jungs sichtbar Spaß auf der Bühne hatten und mich live einfach überzeugt haben. Es war kein einfacher Death Metal, der da gezockt wurde, sondern das Ganze wurde aufgelockert durch eingestreute Ethnoparts. Das macht es für mein Ohr interessanter und hörenswert. Hinzu kommt, dass Hell:ON auch textlich vom üblichen Einheitsbrei abweichen und einen schamanistischen glimpse beyond wagen. Okay, das hat sich mir erst später zu Hause beim Lesen der Texte erschlossen, aber ich wollte es zumindest mal erwähnt haben. Also Leute, wer es gerne hart mag, sollte einen Gig von Hell:ON besuchen wenn sie in der Nähe sind und diesen sympathischen Musiker aus der Ukraine seine Aufwartung machen, so viel Herzblut und Enthusiasmus gehört unterstützt.

Pripjat goes Voivod…

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Was soll ich eigentlich noch über Pripjat schreiben? Die Jungs haben mich bisher jedes mal überzeugt und sind für mich eine der besten Livebands ihres Sektors. Diesmal war Pripjat Wuppertal Undergroundich aber trotzdem gespannt, hatte die Band doch im Vorfeld angekündigt im Rahmen dieser Split-EP mal etwas auszuprobieren. Tja, Pripjat goes Voivod… Es ist mittlerweile bestimmt kein Geheimnis mehr, dass Voivod große Verehrung bei Pripjat findet. Aber keine Sorge, es klingt jetzt nicht nach Angel Rat oder Outer Limits. Es hat nur eine gewisse Schrägheit Einzug gehalten, die live aber genauso überzeugt wie die Songs der ersten beiden Alben. „Born To Hate“ durfte natürlich nicht fehlen. Ein Pripjat-Gig ohne diesen Song wäre irgendwie nicht richtig. Langer Rede, kurzer Sinn: Es war mal wieder ein totaler Abriss, der durch die neuen Songs um ein paar Nuancen erweitert wurde. Ich bin gespannt auf den nächsten Longplayer und die nächsten Konzerte werde ich mir sowieso nicht entgehen lassen. Und das solltet ihr auch nicht!

Pripjat – die Bilder

 

Hell:ON – die Bilder

 

Bloodspot – die Bilder

 

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Bildquellen

  • Pripjat Wuppertal Underground 28: Laura (c) metal-heads.de
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  • Pripjat Wuppertal Underground Beitragsbild: Laura (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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