Dawn of Disease – Procession of Ghosts

Dawn of Disease – Procession of Ghosts

Erst etwas über 2 Jahre ist es her, dass die Osnabrücker Kombo ihr Album „Ascension Gate“ released haben. Das Album hat mich damals ziemlich begeistert und ich höre es auch immer noch gern. Hier nochmal mein Review zum nachlesen. Als dann irgendwann die News kam, dass man an „Procession of Ghosts“ arbeitet, war für mich sofort klar, das ich auch dazu etwas schreiben möchte. Wer die Band gerne mal live sehen will, ab Anfang November sind sie zusammen mit Einherjer und Manegarm auf Tour. Zuletzt haben sie übrigens noch ihr Bandlogo rein optisch komplett überarbeitet…ob das auch Hinweise auf einen geänderten Stil sind, werden wir gleich erfahren.

Procession of Ghosts

Die Scheibe erstreckt sich über 10 Songs und „Lapsarian“ startet ungemein ruhig und melodisch mit einem anderthalb Minuten Intro. Mit einsetzenden Growls hört man sofort Tomasz Wisniewski raus, dessen markante Stimme mir schon auf dem Vorgänger unheimlich gut gefallen hat. Der Song ist absolut klassischer Melodic Death Metal, mit knapp 3 Minuten nur etwas kurz. Der Titeltrack „Procession of Ghosts“ legt dann schon mal ein anderes Tempo vor. Das klingt absolut nach Dawn of Disease und macht richtig Spaß. Treibende Drums, stimmige Riffs…doch, das macht Spaß.

Und auch „May the Waves Take Me“ startet zuerst sehr melodisch und nimmt dann Fahrt auf. Vor allem die Drums fallen hier auf und geben den Takt vor. Insgesamt wirkt die Komposition bis hier her sehr gefällig und eingängig…es fällt leicht, in das Album einzutauchen.

Single auf Single

„Shrine“ wurde ebenfalls als Single vorab ausgekoppelt und wenn man mal die reinen Klickzahlen betrachtet, sind die Lieder im Moment ziemlich erfolgreich. Der Song erinnert mich unheimlich ans Vorgängeralbum, die typischen Breaks sind vorhanden, die Growls sehr im Vordergrund, dann Tempowechsel, das gefällt mir wirklich gut.

„Where the Clouds Reach the Ground“ reiht sich mit seiner etwas ruhigeren Art wunderbar ins Album ein. Hier fällt vor allem der klasse Refrain auf. Das klingt alles absolut stimmig und passend. Auch dieser Track wurde vorab ausgekoppelt und ich will euch das Musikvideo natürlich nicht vorenthalten.

„As Heaven Shatters“ startet mit geilen Riffs und erinnert  mich im ersten Moment an den Song „Lucid“ vom Vorgängeralbum. Immer wieder rasende Blast Beats vom Drummer, geiler Refrain…ein Banger, wo der Kopf automatisch mitwippt. Das folgende „Autumn Days“ lässt es anfangs wieder etwas ruhiger angehen. Der aufkommende Rhythmus zwingt einen dann förmlich wieder zum Kopfnicken…stark.

Dem Ende entgegen

Bei 10 Songs ist man eben relativ schnell durch, aber 3 haben wir ja noch im Köcher. „Apotropaic“ startet so zurückhaltend wie der erste Song, wird dann aber unvermittelt härter. Ich mag ja diese Wechsel und somit auch dieses Lied. Bei „In Death we Blast“ legen die Jungs instant los und der Song bringt richtig viel Power rüber, wofür u.a. auch die Gastsänger sorgen. Denn hier steht nicht nur Tomasz am Mikro, sondern auch Jason Netherton (Misery Index) und Andreas Björnson (Cut Up / Reincarnage) geben sich die Ehre. Mit dem Song „Hypnosis“ endet die Scheibe dann erneut sehr melodisch und in bester Dawn of Disease Art.

Fazit

Melodisch und von der Komposition her wird hier wieder einiges geboten. Blast Beats und ausgefeilte Riffs vereinigen sich zu Songs, die schnell ins Ohr gehen und kurzweilig sind. Dazu kommt mit Breaks und Tempowechseln die gewisse Portion Abwechslung ins Spiel. Dann noch die prägnanten Growls von Wisniewski, die mit dafür sorgen, dass das Album durchgehend auf hohem Niveau bleibt. Hoher Wiedererkennungswert, keine unangenehmen Experimente und es geht, trotz geändertem Bandlogo, nahtlos da weiter, wo man mit „Ascension Gate“ 2017 aufgehört hat. Napalm Records haben mit den 3 Videos auch ganze Arbeit geleistet. Als Melodic Death Metal Freund muss man einfach zugreifen und wird garantiert nicht enttäuscht werden!

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Bildquellen

  • dod_band_2019_1_Photo Credit_Dawn Of Disease: Napalm Records
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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