Dawn of Disease – Ascension Gate (bereits erschienen)


Dawn of Disease

Dawn of Disease sind eine Death Metal bzw. Melodic Death Metal Band aus Osnabrück. Gegründet im Jahr 2003, brachte die Band in 2004 eine EP raus und löste sich in 2007 wieder auf. 2009 kam es dann zu einer Neugründung, rund um Sänger Tomasz Wisniewski und Schlagzeuger Mathias Blässe. Seit dem sind Dawn of Disease ungemein produktiv, mit inzwischen 4 Studioalben und diversen Live Auftritten.

Ascension Gate

Das aktuelle Album „Ascension Gate“ aus dem Jahr 2017 will ich mir heute genauer ansehen. Nachdem ich zuletzt eher Alben mit auffallend kurzer Spielzeit reviewed habe, erwarten mich hier 10 Lieder auf 50min Spielzeit. Mal wieder ein klassischer Longplayer. Der Opener „Passage“ geht direkt mal sehr gefällig und melodisch ins Ohr. Gekonnt wird hier vom Gitarrenintro an das Gegrowle von Sänger Wisniewski übergeben. Nach nur 2:49 min ist das Lied leider etwas unvermittelt vorbei…schade, das hätte auch gern noch 2 Minuten so weiter gehen können. Das folgende „Perimortal“ bringt ein wenig mehr Speed mit sich. Getragen von einer schönen Grundmelodie kommen die druckvollen Growls gut zur Geltung. „Leprous Thoughts“ kommt mit einem eingängigen Refrain und auffälligerem Schlagzeugspiel daher. Bei „Beneath The Waters“ fühlt man sich sofort 20 Jahre zurück versetzt. Klassischer Melodic Death Metal im „Schweden Style“, dazu stimmige Growls. Der Titeltrack „Ascension Gate“ schlägt wieder in die sehr melodische Kerbe und geht ebenfalls richtig gut ins Ohr.

Halbzeit

War der erste Teil der Scheibe eher untypisch sanft, für Dawn of Disease Verhältnisse, erinnert „Akephalos“ wieder an die alten Alben der Band. Treibendes Schlagzeuggewitter mit fetten Blastbeats gibt hier den Ton vor. „Fleshless Journey“ startet wieder deutlich genügsamer und bedient die Liebhaber der etwas gemächlicheren Schiene mit einer schönen Grundmelodie….ein absolutes Top Lied. „The Growing Emptiness“ bringt einen gelungenen Mix aus Härte und Melodie mit sich und fällt auch wieder besonders durch Blastbeats auf. Auch „Lucid“ schlägt in diese Kerbe. Mit 9 Minuten Spielzeit von „Mundus Inversus“ klingt das Album stimmig und melodisch aus.

Fazit

Schnörkelöser Melodic Death Metal erwartet den Hörer auf Ascension Gate. Kein Klargesang, kein Keyboard, keine Spielereien. Die Gitarren auf „Ascension Gate“ geben zwar die Melodie vor, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle. Vor allem das Schlagzeugspiel und die beeindruckenden Growls von Tomasz Wisniewski stechen heraus und bleiben im Kopf. Der Gesang ist nochmal druckvoller und tiefer, als auf dem Vorgängeralbum geworden und sticht definitiv aus der Mittelmäßigkeit vieler Death Kapellen heraus. Ich könnte mir vorstellen, das Fans der anderen Scheiben von Dawn of Disease etwas irritiert sind, da „Ascension Gate“ sehr melodisch und etwas ruhiger ausgefallen ist. Auf mich trifft das allerdings nicht zu. Mir persönlich gefällt die CD richtig gut, da ist kein schlechtes Lied drauf…von daher eine ganz klare Empfehlung meinerseits! Als Hörprobe empfehle ich „Beneath The Waters“.

Tracklist

  1. Passage
  2. Perimortal
  3. Leprous Thoughts
  4. Beneath The Waters
  5. Ascension Gate
  6. Akephalos
  7. Fleshless Journey
  8. The Growing Emptiness
  9. Lucid
  10. Mundus Inversus

Lineup

Tomasz Wisniewski – Growls
Christian Timmer – Drums
Christian Wösten – Bass
Oliver Kirchner – Guitar
Lukas Kerk – Guitar

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Bildquellen

  • Dawn of Disease – Ascension Gate: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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