Sweet Pain – „Thieves of Rock“ VÖ: 23.09.16

Sweet Pain? Was ist das?

Wem Sweet Pain jetzt auf Anhieb nix sagt, für den kommt jetzt mal ein kleiner Abriß der Bandgeschichte.

The Rise And Fall And Rise Of… Sweet Pain

Machen wir es kurz! Ja, es gab die Band schon in den späten 80igern. Und es gibt mit „…First Take And Done“ auch ein skurriles Zeitdokument auf stilechtem Vinyl.
Aber wenn man ehrlich ist, startet die Zeitrechnung von Sweet Pain erst 1996.

Da tun sich die beiden Gründungsgitarristen Michael Neubauer und Steven Hänisch mit Frank Hartmann (Vocals), Markus Engling (Bass) und Andreas Setter (Drums) zusammen, um dem zu frönen, was gemeinhin als die australische Schule des bluesgetränkten Hardrocks gilt. Basischer, ehrlicher und gradliniger „High Energy Rock“ mit rauen Vocals, die in den Refrains den herben Charme der Westkurve atmen.

Die Band ist hungrig und beginnt sofort live zu spielen. Die ersten eigenen Songs sind im Gepäck und finden schnell ihr Publikum. Vom kleinsten Club bis zum fertigsten Jugendzentrum – keine Bühne ist sicher vor der Heimsuchung des Schmerzes. Schon bald ist die Band in aller Munde und baut ihre Position  unbarmherzig aus.

Debutalbum überzeugt

Zwangsläufig wird im selben Jahr das weltbeste Debüt mit dem Titel „Sick And Thirsty – The Very Best Of Sweet Pain“ unter der Regie von Andreas Fach (Viva) eingehämmert. Die Mischung aus Stevies kompetenten Songwriting und Frankys selbstironischen Lyrics und Lines funktioniert brutal.

Schon bald teilt die Band die Bühne mit Hochkarätern wie Victory und Extrabreit, spielt die größten Clubs der Region und gewinnt beim Local Heroes Wettbewerb von FFN den Zuschauerpreis. Höhepunkt ist das Tom Cörry Festival „Rock am See“ wo die Band vor 5.000 Besuchern radikal abräumt.
Es folgen diverse Beiträge zu Samplern und massiv positive Kritiken in der einschlägigen Rockpresse. Die Band ist happy und beginnt unmittelbar mit den Arbeiten am Nachfolgeralbum.

Der Zweitschlag erscheint

Denn es ist an der Zeit die Gunst der Stunde zu nutzen. Nur wenige Monate nach dem Debüt erscheint mit „If Licks Could Kill“ der logische „Zweitschlag“ im Jahre 1997. Bandklassiker wie „Louder Than Laut“, „Dump Your Load“ oder das epische „The River“ erfreuen das Herz des qualitätsbewussten Rockers der späten 90iger Jahre. Das Songwriting ist noch kompakter, die Band ist hörbar deutlich zusammengewachsen. Die Presse reagiert wieder mit guten bis sehr guten Reviews.

Die Zeichen stehen auf Sturm…. Weltherrschaft?

Zwangspause und vorläufiges Ende

Doch dann der Schock. Stevie erkrankt an einer Quecksilbervergiftung, die es ihm auf unbestimmte Zeit unmöglich macht Musik zu spielen. Gebuchte Gigs werden zwar mit einem Ersatzgitarristen gespielt, doch das Vakuum welches der Hauptsongwriter hinterlässt, ist nicht zu füllen.

Die Band ergeht sich in Richtungsstreits und zerbricht folgerichtig zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Die Rückkehr

Doch unverhofft kommt oft… und manchmal auch mit Verspätung. Unwesentliche 15 Jahre später ereilt Sänger Franky der Anruf von Stevie, der quietschvergnügt folgendes kundtut. Er hätte da „so ein paar Sachen geschrieben, halt so SWEET PAIN Stoff… wollen wir nicht mal… einfach mal probieren… knallt ohne Ende, Alter.“

Und ob der Sänger wollte. Denn die neuen Songs sind ein verdammtes Album voller klassischer Old School Heldentaten, die 2016 mit dem Titel „Thieves Of Rock“ das Licht der trüben Rockclubs erblicken. Unterstützt wird das kongeniale Duo dabei von der besten Besetzung welche die Band jemals ihr Eigen nennen konnte.

Besetzung Sweet Pain

Franky – Vox & Good Looking
Stevie – Lead Axt
Rob – Rhythm Axt
Matjes – Böser Bass
Chris – Hau den Lucas

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Bildquellen

  • Sweet Pain: amazon.de

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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