VOLA – Inmazes (VÖ: 16.09.2016)

Am 16.09.2016 war es soweit; VOLA veröffentlichen mit Inmazes (Mascot Records) ihr Debütalbum. Es handelt sich aber keineswegs um eine unerfahrene Band. Ihre erste EP Homesick Machinery nahmen sie bereits 2008 auf. An Inmazes selber haben sie drei Jahre herumgefeilt und perfektioniert, bevor sie es 2015 schon mal digital herausbrachten.

Pink Floyd | Rammstein | Meshuggah

Wie eine Mischung dieser drei herausragenden und stilprägenden Bands sollen VOLA klingen. So sagt es zumindest der Promosticker… Ob das stimmt? Und ob das überhaupt gut klingen kann? Vorab gab es schon mal zwei Videos zu den Songs Starburn und Gutter Moon. Solch eine Mixtur konnte ich da nicht heraushören, aber gefallen hat es mir trotzdem. Und ich war gespannt auf die vollständige Platte, die mir nun vorliegt.

Inmazes – das Review

Ich habe das Album die letzten zwei Wochen oft gehört und könnte wochenlang so weitermachen und würde immer noch was Neues entdecken. Es ist unglaublich vielschichtig und spannend! Los geht es mit The Same War; harte Gitarrenriffs malträtieren das Ohr um es kurz darauf dann mit melodischen Gesangparts zu umschmeicheln. Am Ende wird es dann ganz leise, umso überraschender kommt dann der laute Einstieg in Stray The Skies. Ein Song, der immer wieder zu überraschen weiß: Wuchtige Gitarren, toller Groove und verfremdeter Gesang treffen auf einen wunderschönen, klaren Refrain, toller Song! Etwas melancholisch beginnt dann Starburn, aufgelockert und angereichert diesmal mit Growls. Insgesamt bietet Starburn eine tolle Dynamik und war nicht umsonst das erste Video.

Es geht abwechslungsreich weiter

Auch Owls wartet mit einem ruhigen Beginn auf, verlangt dem Hörer mit noch heftigeren Wechseln aber noch mehr ab. Ist der Gesang in der ersten Strophe wieder mit Effekten belegt, ist er in der zweiten Strophe wieder klar und melodisch. Beim Refrain tritt die Musik in den Hintergrund. Es gibt noch eine tolle Keyboardpassage, die übergangslos wieder in verzerrten Gitarren mündet. Das Ende wird wieder ruhig, leise und atmosphärisch. Aber es gibt keine Zeit sich zu erholen. Mit Your Mind Is A Helpless Dreamer kommt der härteste Song um die Ecke. Knallhartes Riffing, Electro und Industrial-Einflüsse verfeinert mit schönen Keyboardmelodien paaren sich mit harmonischen Gesang und Shouting zu einem Gebilde das schwer zu verstehen ist, aber mir ausgesprochen gut gefällt.

Kurze Erholung

Mit Emily kommt dann der ruhigste und einfachste Song des Albums. Hier gönnen VOLA dem Hörer dann mal etwas Erholung. Als nächstes folgt mit Gutter Moon die zweite Videoauskupplung. Ein toller, vom Keyboard getragener, Song mit starken Gesangslinien. A Stare Without Eyes bietet dann das, was man schon erwarten konnte. Etwas ganz anderes und gegensätzliches. Industrial groovender Metal mit Electrotouch trifft auf ganz anderen Gesang. Musik und Gesang stehen sich hier frontal gegenüber, aber irgendwie passt es sehr gut zusammen.

Die nächste Überraschung

Aber kaum glaubt man den Song verstanden zu haben, überraschen VOLA mit einer faszinierenden Keyboardpassage vor der letzten Strophe. Wahnsinn! Bei Feed The Creatures ist Asger Mygind mit seinem Gesang anfangs fast alleine. Die Instrumente treten ein wenig in den Hintergrund. Den Abschluss bildet der Titeltrack Inmazes und der verlangt dem Hörer nochmal einiges ab. Ein proggiger seventieslastiger Beginn kombiniert mit hartem Metal und psychedelischer Atmosphäre. Zwischendurch klingt es wieder nach einem normalen Rocksong. Man sitzt da mit offenem Mund und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Inmazes – das Fazit

Kurzum, ich bin begeistert. Inmazes von VOLA ist ein tolles Album! Es groovt, ist djentig, es ist unglaublich vielschichtig und weiß selbst nach zwei Wochen Dauerrotation immer noch zu überraschen. Hinzu kommt, dass es gut produziert ist und eine tolle Dynamik aufweist. Heutzutage ja leider eher eine Seltenheit. VOLA zu beschreiben ist schwer. Die oben erwähnten Pink Floyd, Rammstein und Meshuggah standen sicher irgendwie Pate. Aber neben diesen könnte man noch viele andere Einflüsse wie beispielsweise Devin Townsend, Tool, Steven Wilson und viele mehr aufzählen. Aber das faszinierende ist, dass VOLA aus all dem etwas Eigenes schaffen. Wer mit den hier aufgezählten Einflüssen etwas anfangen kann, wird VOLA lieben. Alle anderen sollten sich auf jeden Fall die Videos anschauen und die Band dann lieben. Von mir eine absolute Kaufempfehlung! Als Schmankerl gibt es unten noch das neueste Video zu Stray The Skies.

Inmazes – Tracklist

  1. The Same WarVola Cover
  2. Stray The Skies
  3. Starburn
  4. Owls
  5. Your Mind Is A Helpless Dreamer
  6. Emily
  7. Gutter Moon
  8. A Stare Without Eyes
  9. Feed The Creatures
  10. Inmazes

VOLA – Line-Up

Asger Mygind | Guitar & Vocals
Martin Werner | Keys & Programming
Nicolai Mogensen | Bass
Felix Ewert | Drums

Neues Video zu Stray The Skies

Inmazes kann über den folgenden Link bestellt werden

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Bildquellen

  • Vola Cover: Mascot Records
  • VOLA Band: Mascot Records
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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