Alter Bridge – The Last Hero (VÖ: 07.10.16)

Alter Bridge – The Last Hero

Vor drei Jahren erschien das letzte Alter Bridge Album Fortress – und die Fans warten seitdem tapfer auf die Rückkehr des Amerika Vierers. Und da sind sie wieder, die Rock-Helden: Sänger Myles Kennedy, (Ausnahme-) Gitarrist Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips haben ihren fünften Longplayer The Last Hero im Gepäck – ein Monolith, der vollauf von dem Sound lebt, den Alter Bridge über die Jahre hinweg etabliert haben, mit kraftvollen Gesangsmelodien, erhabenen Gitarrenduellen und druckvoller Rhythmusabteilung.

2004 gegründet, ließ sich Alter Bridge direkt das Debüt One Day Remains in den USA vergolden. Das war nur der Anfang. Mit jedem Release schossen Alter Bridge verlässlich in die Top Charts, die WWE bediente sich gerne bei Alter Bridge-Riffs und Songs und Hallen waren und sind pickepackevoll! Europa? Keinen Deut anders. Fortress aus dem Jahre 2013 bescherte der Band ihre bislang größten Charterfolge in Deutschland, Österreich, der Schweiz und United Kingdom.

Never give up

Im Gegensatz zur düsteren Atmosphäre vom Vorgänger Fortress platzt The Last Hero förmlich vor dem unbändigen Willen, niemals aufzugeben: „Show me a leader that won`t compromise – show me a leader so hope never dies“ fordert Myles Kennedy im Opener ‘Show Me A Leader’ – der erste Track aus einer Reihe von gnadenlos treibenden High-Energy-Hard-Rock-Reißern. Doch natürlich vernachlässigen Alter Bridge auch ihren Hang zu süffig-balladesken Nummern nicht und ‘Cradle To The Grave’ und ‘You Will Be Remembered’ etwa bilden träumerische Inseln zwischen schnellen, derben und extrem eingängigen Songs wie etwa der Rock-Hymne Losing Patience. Und eines ist sicher: Der kolossale Ohrwurm My Champion wird bald aus tausenden Kehlen erschallen!

Von Michael “Elvis” Baskette (Slash, Trivium, Tremonti etc.) produziert und Grammy-Gewinner Ted Jensen gemastered, zeigt sich The Last Hero so vielseitig und resolut, wie wir es kaum zu träumen wagten.

Leute kommt schnell zusammen der Zirkus ist für die nächsten 60 Minuten in der Stadt !!!

Show Me a Leader

zugleich erste Single des Albums. Fast zwei Minuten Intro, Hammer Solo und Hardcore Riffing? Kann man zu Beginn ruhig mal machen. Ist auch geil so. Fette Gesangsmelodien und Zweitstimmen. Alle Achtung. The Writing on the Wall ist ähnlich hart und abartig, aber auch melodiös zugleich. Nummer drei The Other Side ist mit reichlich disharmonischen Vocals und Sounds bestückt, öffnet sich aber mit einem klasse Refrain und bringt zunehmend schöne Melodien mit sich.

My Champion

ist die zweite Veröffentlichung des Albums und kommt im klassischen Alter Bridge Sound des Debutalbums One Day Remains daher. Aber hört es euch am besten selbst an.

 

Poison in Your Vains ist Urböse wie Arsch, mächtiges Uptempo Riffing. Hammer. Cradle to the Grave, wie der Titel erahnen lässt, eine etwas ruhigere Akkustiknummer mit bekannten Melodien. This Side of Fate besticht wieder einmal durch fette Gitarrenarbeit, auch wenn man das bei Alter Bridge eigentlich nicht extra erwähnen muss, ist sie in diesem Song extra rauszuheben. Zwischendurch, klingt der längste Song des Albums (7:01min) teilweise etwas nach MUSE. Mach ja nix…

Man wird sich an dich erinnern

You Will Be Remembered kommt als schicke Ami Rockballade mit fordernden Drums und klassischem Songaufbau und Struktur daher. Sehr schöne eingängige leichte Kost.

Gar nicht so leicht geht es mit Crows on a Wire weiter. Mit riesen Schritten stampft Miles Kennedy  zurück in die Heavy Metal Ecke. Dort angekommen zerstört er mit seinen drei Bandkollegen, alles was bei drei nicht aufm Baum ist. GEWALTIG.

Nummer 11 ist Twilight. Ein schöner Schunkler mit leichtem Hang zum Folkloristischen.

Island of Fools –  Bedrohlich kommen wir der Insel der Idioten näher. Dort angekommen gibt’s gleichen einen mit der ganz grobe Kelle…Mit immer noch reichlich Luft in den Lungen bekämpft Miles die Ureinwohner der Insel mit ordentlich Unterstützung von Mark’s unnachahmlichem Gitarrenspiel

Die letzte Nummer trägt zugleich den Albumtitel The Last Hero und fetzt direkt mit In Flames ähnlichen Salven los, bevor wir im massiv epischen Alter Bridge Geballer vom allerfeinsten die Platte heftigst zu Ende bringen.

Alter Bridge Cover

Fazit

Alter Bridge haben in Ihrer längeren Albumpause absolut nix verlernt. Im Gegenteil. Sie vereinigen altgewohnte Sounds (My Champion), mit fettesten Gitarrenparts, Duellen, Dopplungen, Tripletts, Quadrupplungen und wie man es sonst noch nennen mag. Für mich ist The Last Hero um einiges stärker zu bewerten als das düstere Fortress und ein absoluter Pflichtkauf. Was die Herren Tremonti und Co. hier in mehr als 60 Minuten und 13 Songs auf den Silberling geprügelt haben ist absolut hörenswert.

Tracklist

1. „Show Me a Leader“

2. „The Writing on the Wall“

3. „The Other Side“

4. „My Champion“

5. „Poison in Your Vains“

6. „Cradle to the Grave“

7. „Losing Patience“

8. „This Side of Fate“

9. „You Will Be Remembered“

10. „Crows on a Wire“

11. „Twilight“

12. „Island of Fools“

13. „The Last Hero“

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Alter Bridge Cover: Nuclear Blast
  • Alter Bridge Band: Nuclear Blast
Reverend Wrinkle

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier + fünf =