Arch Enemy – großartig mit „Will To Power“

Arch Enemy Band 720x340

Am 08. September 2017 setzen Arch Enemy mit „Will To Power“, dem zweiten Album mit Alissa White-Gluz, ein verdammt starkes Statement ab. Century Media und Arch Enemy legen mit diesem Album die Messlatte für die Jahresbestwertung schon verdammt hoch. Ich muss gestehen, dass ich mich nie so für Arch Enemy interessiert hatte… Aber nachdem ich sie letztes Jahr auf dem Rhein Riot leibhaftig erleben durfte, war ich mehr als beeindruckt. So eine gute und beeindruckende Live Perfomance habe ich selten gesehen. Grund genug also, das neue Album „Will To Power“ mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier schon mal das Video zur ersten Single-Auskopplung „The World Is Yours“:

 

Arch Enemy setzen die Nacht in Flammen

Nach einem sehr gelungenen, hart-melodischen Intro „Set Flame To The Night“, setzt übergangslos „The Race“ ein. Der Name ist Programm, Hochgeschwindigkeits-Metal mit Melodie und brutalen Vocals, die aber trotzdem abwechslungsreich sind. Tolle Eröffnung, die Lust auf mehr macht. Das folgende „Blood In The Water“ ist langsamer, aber im idealen Headbanging-Tempo gehalten und Jeff Loomis und Michael Amott sind einfach ein tolles Gitarrenduo. „The World Is Yours“ konntet ihr ja schon im obigen Video bewundern und der Track gefällt mir im direkten Vergleich wesentlich besser. Es ist härter, schneller und hat trotzdem die schöneren Melodien. Klasse Song! „The Eagle Flies Alone“ klingt bis auf die Vocals tendenziell eher wie ein klassischer Metal-Song. Ein interessanter Kontrast, der durch ein paar cleane Vocals aufgelockert wird. Diese kommen im folgenden „Reason To Believe“, der Ballade des Albums, fast ausschließlich zum Einsatz. Das hätte man von Arch Enemy und Alissa White-Gluz so nicht erwartet. Mir gefällt es aber, da es weder seicht noch kitschig ist, sondern immer noch genug Power und Härte aufweist um als echter Metal-Song durchzugehen.

 

Arch Enemy starten furios in die zweite Hälfte

Nach der Ballade gibt es aber direkt wieder das volle Brett. „Murder Scene“ beginnt ultraböse und schnell, lockert aber immer wieder mit tollen Gitarrenharmonien auf. Das was Loomis und Amott sich auf dem ganzen Album zusammenspielen finde ich überhaupt grandios. Für mein Empfinden setzen sie da wirklich neue Maßstäbe. Dieses Können zeigen sie auch auf „First Day In Hell“, wo sie über eine Minute brillieren dürfen, bevor Alissa mit dem Gesang einsetzt. Trotzdem einer der schwächeren Songs auf dem Album. Die folgenden „Saturnine“ und „Dreams Of Retribution“ muss man

Arch Enemy

Arch Enemy 04/2017

zusammen betrachten. Ersteres fungiert als eine Art Intro und ich hätte es jetzt ehrlich gesagt nicht vermisst. Und auch „Dreams Of Retribution“ braucht etwa eine 3/4 Minute, bevor es in die Gänge kommt. Mit 6:40 Minuten der längste Song und immer wieder mit überraschenden Parts und Wendungen. Mag ich und Monotonie kann man Arch Enemy hier beim besten Willen nicht vorwerfen. Nach alten „Arch Enemy klingt dann wieder „My Shadow And I“, klassisch und gut. Das Finale wird dann mit „A Fight I Must Win“ besetzt, mit über 6,5 Minuten nochmal ein Song in Überlänge. Die Gitarren klingen für mich ganz subjektiv cleaner als zuvor und es ist ein sehr emotionaler Song. Nicht falsch verstehen… Es ist harter Metal mit bösen Growls, aber trotzdem wird ganz viel Gefühl transportiert. Ein würdiger Abschluss!

Arch Enemy – hart aber melodisch

Wie eingangs schon geschrieben haben Arch Enemy mit „Will To Power“ ein Album für die Jahresbestwertung abgeliefert. Das Arch Enemy gute Alben produzieren ist ja nun keine Überraschung, eine Ballade mit Klargesang hingegen schon. Auch die Gitarren scheinen mir melodischer zu sein und insgesamt wird immer wieder der klassische Heavy Metal zitiert, selbstverständlich im harten Arch Enemy Gewand. Was mir an diesem Album besonders gut gefällt ist, dass es trotz aller Härte, mit vielen wunderbaren Melodien aufwartet. Diese Kombination aus bösen und brutalen Growls, hartem Metal und melodischen Gitarren gefällt mir ausgesprochen gut. Lobend erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch nochmal Frontfrau Alissa White-Gluz. Auch wenn wir „Reason To Believe“ mal außen vor lassen, ihre Vocals sind sehr variabel und abwechslungsreich. Bei Growls ja keine Selbstverständlichkeit. Kurzum möchte ich Arch Enemy mit ihrem Album „Will To Power“ jedem Fan harter Musik ans Herz legen. Hier macht man nichts verkehrt. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Gelegenheit die Band live zu sehen nicht entgehen lassen. Die aktuellen Tourdaten findet ihr unten oder schaut einfach, was Alissa dazu zu sagen hat:

 

Arch Enemey – Tour und Kontakt

Arch Enemy sind Anfang 2018 auf Europa-Tour mit Wintersun, Tribulation und Jinjer, hier die für uns relevanten Daten:

12.01.2018 – München, Tonhalle
13.01.2018 – Stuttgart, LKA Longhorn
15.01.2018 – Zürich, Komplex (Schweiz)
23.01.2018 – Paris, Bataclan (Frankreich)
24.01.2018 – Antwerpen, Trix (Belgien)
26.01.2018 – Oberhausen, Turbinenhalle
27.01.2018 – Geiselwind, Music Hall
28.01.2018 – Tilburg, O13 (Niederlande)
29.01.2018 – Hamburg, Große Freiheit
05.02.2018 – Berlin, Huxleys
06.02.2018 – Wiesbaden, Schlachthof
07.02.2018 – Saarbrücken, Garage

Mehr zur Band gibt es wie immer auf der Homepage oder bei Facebook. Das Album kann schon über den Link unten geordert werden. Play it loud!

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Bildquellen

  • Arch Enemy 04/2017: Century Media
  • Arch Enemy Band 720×340: Century Media
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds „Port Royal“ und „Abigail“ von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen…

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