ASTILLANE – Dreaming

Brutal emotional!

ASTILLANE aus der schönen Stadt Münster erblickte 2018 das Licht der Welt und die Jungs haben seitdem fleißig ihr Musiksüppchen gekocht und stetig verfeinert, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Dabei haben sie sich aus dem Rezeptbuch hauptsächlich in den Kategorien Melodic-Hardcore und Metalcore die Zutaten zusammengemischt und dies noch mit ner Prise Synthiesounds versetzt. Schauen wir mal, ob es ne heiße scharfe Suppe geworden oder nur lauwarme zähe Kost ist.

Eingeleitet wird die EP mit dem Titelsong

Dreaming

und führt den Hörer zunächst sanft durch sphärische Synthieklänge in das Geschehen ein. Es dauert nicht allzu lange bis der Sänger Tilo Schachel der Bedächtigkeit mit wütenden Shouts in traditioneller Core-Manier ein Ende bereitet. Dies wird selbstredend mit vehementen Riffs und wuchtigen Drums begleitet. Insgesamt besticht der Song mit einer frischen Vielfältigkeit und einem schönen catchigen clean gesungenen Refrain. Die heftigen Breakdowns geben dem Song eine zusätzliche willkommene Schärfe. Der Song klingt so ruhig aus wie er begonnen hat und so schließt sich der Kreis.

Das Konzept

der Gegensätze wird bei allen Tracks beibehalten. Wer die Jungs mal in Action sehen will, der sollte sich mal das folgende Video von „Broken And Mended“ ansehen. Der Song fackelt nicht lange und bricht direkt brutal coremäßig hervor, fließt hinüber in einen erstklassigen kraftvollen Refrain und fährt im mittleren Teil sogar durch geradezu träumerische Soundgefilde, um dann mit einer trockenen harten Breakdownsequenz den Song abzuschließen. Überzeugt Euch selbst!

Das Soundgewand vom Ende des zweiten Songs wird direkt bei „Breathing Under Water“ weiter aufgegriffen und nun ist Prügelalarm angesagt. Es geht forsch ohne Verschnaufspause voran. Doch auch hier schaffen es ASTILLANE einen hervorragenden melodischen Refrain einzuweben, der das ganze wunderbar auflockert und einen voll mitnimmt. Zur Auflockerung dienen auch die in der zweiten Hälfte eingesetzten Synthiesounds, welche aber glücklicherweise den Charakter des Songs nicht verändern.

Ghosts stampft und röhrt

als nächstes größtenteils schwer und aggressiv durch die Boxen und macht den Weg frei für den Song „Boston“, welcher im Vergleich erheblich zurückhaltender mit weichem Gesang einsteigt und im folgenden mit allen Zutaten veredelt wird, die ASTILLANE ausmachen. Es ist wie bei „Broken And Mended“, aber klingt halt komplett anders. Vergleicht selbst!

„Two Worlds Collide“

ist sehr interessant gestaltet. Wenn man sich den Anfang und das Ende des Songs anhört, so prallen hier tatsächlich zwei Welten aufeinander. Der leichte Beginn des Songs wird durch orchestrale Synthiesounds mitbestimmt, verhärtet sich dann Stück für Stück bis hin zum schwerlastigen knackigen Metalcore-Ende. So endet das kleine Album mit einem Paukenschlag.

Fazit

ASTILLANE hinterlassen auf ihrem Debüt vieles richtig und haben in der Tat ein sehr gutes Gespür für tolle Melodien, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Die Mischung aus brettharten Core-Parts mit brutalen Shouts und smooth gesungenen cleanen Parts mit schönen Melodien wird frisch und aufregend umgesetzt. Dieses Rezept wird sicherlich schon von vielen Bands genutzt, aber egal. ASTILLANE gestalten es für sich in einer eigenen unterhaltsamen Art und Weise und dies ist doch das Wichtigste. Man sollte gleichwohl im Hinterkopf habe, dass es eine sehr junge Truppe ist und ich bin mir sicher, dass sie sich noch weiterentwickeln und ihren Weg gehen werden, um uns weiterhin musikalisch hochwertige Kost zu liefern. Für ihr Debüt haben sie schon mal meinen vollsten Respekt und meine Anerkennung und verdienen sich traumhafte

8 von 10 Punkten.

Wir bei „metal-heads.de“ werden Euch weiterhin über ASTILLANE auf dem laufenden halten, so wie über alles andere im Bereich Rock-und Metal.

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Bildquellen

  • ASTILLANE- Dreaming Infos: ASTILLANE-Dreaming über ANGER MANAGEMENT & PROMOTION
  • Astillane-Dreaming COVER: ASTILLANE-Dreaming COVER (ANGER MANAGEMENT & PROMOTION)

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