BRUTAL KRAUT-Progression In Madness-Review deutsch

DEATH-Metal

aus Deutschland! Zwei Brüder, Rouven (Gitarre/Gesang) und Marlin Constantin (Schlagzeug), aus Oranienburg in der Nähe von Berlin hatten sich der Metalmusik verschrieben und gründeten 2012 die eigene Band BRUTAL KRAUT. (Facebook ) Es gesellten sich Henry Ludwig am Bass und Lukas Ludwig als zweier Gitarrist dazu, wobei Lukas leider 2019 die Band wieder verließ und man als Trio weitermachte. Vorher brachte man 2015 eine EP und 2018 das selbstbetitelte Debütalbum heraus und bekamen dafür viel positives Feedback. 2019 spielten sie auf dem Riedfest-Open-Air und tourten ein wenig mit den Death-Metallern THORNAFIRE aus Chile. Und mit viel Motivation und Ambitionen bringen sie nun ihr neustes Werk „Progression In Madness“ auf den Metalmarkt, welches seit dem 13.11.2020 erhältlich ist.

Angriff der Killertomaten

ist ein Kultfilm aus dem Jahre 1978, in dem intelligente bösartige Tomaten nach der Flucht aus einem amerikanischen Versuchslabor Angst und Schrecken verbreiten. (Ein sehr aufwendig produzierter Film, den man gesehen haben muss 😂) Hier der Trailer….

Ich weiß nicht, ob sich die Brüder an diesem Gemüsefilm orientiert haben, als sie sich den Bandnamen BRUTAL KRAUT ausgesucht hatten. Vielleicht hat es auch etwas mit dem Spitznamen „Krauts“ zu tun, den die Deutschen irgendwann mal von den Amis verpasst bekommen haben. Das wäre schon sehr interessant zu wissen, wie man auf diesen Namen gekommen ist. Aber jetzt möchte ich mal auf das neue Album „Progression In Madness“ eingehen, welches am 13.11.2020 unter dem Label Boersma Records erschienen ist.

BRUTAL KRAUT

spielen grundsätzlich Death-Metal, aber sie nur darauf zu reduzieren, wäre zu einfach und würde ihnen nicht gerecht werden. Death-Metal mit gehörigem Thrash-Einschlag inklusive einer progressiven Ader würde es schon eher treffen, denn die Jungs haben mitunter coole Überraschungen in ihren Songs zu bieten.

Schon der Opener „Broken“ beweist, was die Jungs auf dem Kasten haben. Es wird nicht lange um den heißen Brei gespielt, sondern es geht direkt knallhart zur Sache. Brutalharte Riffs mit geilen Leads werden von druckvollen Drums befeuert. Rouven röhrt standesgemäß wütend und aggressiv die Texte ins Micro. Tempiwechsel und Blastbeats gehören quasi zum guten Ton. Der Song prescht zwischendurch wie eine Thrash-Lokomotive unter Volldampf durch die Ohren. Der mehrstimmige Chorus kommt ebenfalls gut zur Geltung. Der instrumentale Soloteil wird skurill eingeleitet und ist ein Beispiel dafür, wie man es mal abseits vom Standard macht. Geiles Ding!

Vollgas voraus

ist immer wieder ein Motto von BRUTAL KRAUT, welches den wuchtigen aggressiven Sound immer mal wieder mit glühendem Heizkessel nach vorne preschen lässt. So macht auch „All I See“ zwischendurch mächtig Dampf.

In dem sehr ungestümen wilden Sound finden sich immer wieder Passagen in manchen Songs, die man nicht erwarten würde. Aber anstatt sich zu fragen,-„Was soll das denn jetzt?“-, denkt man sich,-„Hey! Das ist irgendwie echt cool!“-. Dieses Gefühl hatte ich neben dem Opener „Broken“ auch bei dem Track „Perceive The Insanity“, der mit einer ruhigen, lässigen clean gesungenen Passage aufwartet, an die sich ein geiles Solo anschließt, um dann wieder den Bogen zu wuchtigen Death-Metal zu schlagen.

Ferner wäre da noch der Titelsong „Progression In Madness“, der im Verlauf des instrumentalen Parts zunächst mit einer Portion wilden Leads abgeht und dann schließlich in einen geradezu chilligen Teil abdriftet, bis wieder wütend und aggressiv zum Angriff geknüppelt wird.

Fazit

Vom Coverartwork lässt sich schon ableiten, dass das musikalische Gericht hier roh und blutig serviert wird. Mit laschem geschmacklosen Gemüse hat die Musik nix zu tun. BRUTAL KRAUT ist knackig und hat richtig Biss. Die Qualität ist durchweg hoch und die Jungs schmettern dem Hörer gnadenlos entgegen. Die Songs leben zum Teil auch von kreativen ungewöhnlichen Überraschungsmomenten. Von diesen Momenten hätte ich mir noch mehr gewünscht. Aber auch die straighteren Songs sind sehr ansprechend und bieten beste Unterhaltung der brachialen Art. Von den Jungs werden wir zukünftig mit Sicherheit noch verdammt gute Kost serviert bekommen.

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Bildquellen

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Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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