BURN DOWN EDEN – „Burn Down Eden“ – Review

(English version after German text)

Extreme Metal

würde ich das mal nennen, was uns von der Garten- und Landschaftsbaufirma BURN DOWN EDEN (Facebook ) vor den Latz geknallt wird. Man könnte es auch als verdammt harten schnellen Melodic-Death-Metal bezeichnen, der einem die Falten aus dem Sack ballert. Davon könnte Ihr Euch ab dem 26.03.2021 selbst überzeugen.

Das mehr als geniale und dabei aussagekräftige Coverartwork ist es wert näher betrachtet zu werden. Es ist stellt sehr detailverliebt das brennende Paradies dar. In dessen Zentrum steht der Apfelbaum mit seinen verbotenen Früchten der Erkenntnis. Die sich um den Baum windende Schlange schaut zu, wie Eva den Adam unter dem Baum reitet, wobei Eva eine böse Überraschung in der Hand bereithält.

Die paradiesischen Klänge

in Form eines anmutigen folkloristischen Gitarrenspiels beim ersten Song mit dem geilen Titel „Sadomasochists From Beyond The Grave“ sind nur ein kurzes Vorgeplänkel bzw. eine kurze Vorgaukelei von Frieden und Harmonie. Schon kurz danach gibt es von den Paradiesvernichtern BURN DOWN EDEN Fratzengeballer im Speedakkord, aber dies nicht in stumpfer Art, sondern in einer eigenen raffinierten Art a la BURN DOWN EDEN. Mit unbändiger brutaler Vehemenz prügeln sich BURN DOWN EDEN voran und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. Sänger Pether grölt sich munter aggressiv durch die Songzeilen.

Es brennt im Paradies

Zurückhaltung ist nichts für BURN DOWN EDEN! Einem Feuertornado gleich fegen sie durch das Notenparadies und hinterlassen nur verbrannte Erde. Befeuert wird der Tornado mit einem Drummer in der Schießbude, der im Dauerfeuermodus alles in Grund und Boden prügelt. Es ist schon verrückt, wenn nicht sogar schon grotesk, was die Männer uns um die Ohren ballern.

Die Songs schreddern wie eine Häckselmaschine. Das Tempo nehmen BURN DOWN EDEN nur selten raus. Aber inmitten der wüsten Raserei und des groben Handwerks gibt es das verspielte und frickelige Leadgitarrenspiel, welches dem Ganzen einen melodischen Touch verpasst. Diese Gitarrenleads sind wirklich kunstfertig und die Noten fliegen, so wie damals Edward seine Scherenhände (Kinofilm 1990) hat wirbeln lassen, um die Büsche und Sträucher in einem Wahnsinnstempo zu Kunstwerken zu schnibbeln. Da flogen auch die Fetzen!

„Witch´s Scorn“ überrascht dann dementsprechend im Vergleich mit einem sanften melodischen Gitarrensolo. Aber es überrascht dann nicht, dass dieses Intermezzo durch die nächste Blastbeat-Attacke weggepustet wird und dem Wahnsinn wieder Freilauf gegeben wird.

Das die Männer die ganze Sache mit einer gesunden Portion Humor angehen, zeigt das Video von dem Song „The Five Horsemen“. Die harten Jungs machen mit ihren fetten Bikes auf dicke Buchse und mischen die Stadt auf.

Fazit

BURN DOWN EDEN lassen auf ihrem Album dem Wahnsinn freien Lauf und niemand kann sie stoppen. Bei dem ganzen Gemetzel versprüht das virtuose speedige Leadgitarrenspiel eine erfrischende melodische Note. In diesem Paradies wird nicht romantisch gekuschelt, sondern man befindet sich in einem Akt purer Raserei und Zerstörung. Dabei hätte ich mir allerdings doch gewünscht, dass sich manche Songs mehr voneinander abgrenzen (siehe z.B. „Witch´s Corn“). Jeder Song für sich ein Burner, aber im Gesamtbild ähneln sich die Songs für meinen Geschmack dann doch mitunter zu sehr. Alles in allem ist das aber Jammern auf hohem Niveau. Freunde von Extreme-Metal mit einer Mischung aus Death- und Black-Metal werden diese Scheibe mit Begeisterung rotieren lassen.

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Review english

Extreme Metal

is what I would call what the garden and landscaping company BURN DOWN EDEN (Facebook ) slam into our faces. You could also call it damn hard, fast melodic death metal that blows the wrinkles out of your balls. You can convince yourself of that from 26.03.2021.

The more than ingenious and at the same time meaningful cover artwork is worth a closer look. In its centre is the apple tree with its forbidden fruits of knowledge. The serpent coiling around the tree watches as Eve rides Adam under the tree, with Eve holding a nasty surprise in her hand.

The sounds of paradise

in the form of a graceful folkloristic guitar play in the first song with the horny title „Sadomasochists From Beyond The Grave“ are only a short preliminary skirmish or a short pretence of peace and harmony. Shortly after that the paradise destroyers BURN DOWN EDEN banging in facemelting speed chord, but this not in a blunt way, but in their own refined way a la BURN DOWN EDEN. With unrestrained brutal vehemence BURN DOWN EDEN thrash their way forward and leave a trail of destruction in their wake. Singer Pether bawls his way aggressively through the song lines.

There is a fire in paradise

Restraint is nothing for BURN DOWN EDEN! They sweep through the musical paradise like a tornado of fire, leaving only scorched earth in their wake. The tornado is fuelled by a drummer in the shooting gallery, who beats everything into the ground in continuous fire mode. It’s crazy, if not grotesque, what these men blast at us.

The songs shred like a chopping machine. BURN DOWN EDEN rarely slow down. What is immediately noticeable besides the wild frenzy is the joyful and fiddly lead guitar playing, which gives the whole thing a melodic touch. These guitar leads are truly artful and the notes fly, just as back in the day Edward had his scissorhands (1990 motion picture) whirling to whittle the bushes and shrubs into works of art at an insane pace. That’s when the snips flew too!

„Witch’s Scorn“ surprises accordingly in comparison with a soft melodic guitar solo. But then it’s no surprise that this intermezzo is blown away by the next blastbeat attack and the madness is given free rein again.

The video of the song „The Five Horsemen“ shows that the men approach the whole thing with a healthy dose of humour. So the tough guys hang out on their fat bikes while cruising through the city.

Result

BURN DOWN EDEN give free rein to madness on their album and no one can stop them. In all the carnage, the virtuoso speedy lead guitar playing sprays a refreshing melodic note. In this paradise there is no romantic cuddling, but one is in an act of pure frenzy and destruction. With the frenzy, however, I would have liked some songs to be more distinct from each other (see, for example, „Witch’s Corn“). Each song is a burner in itself, but in the overall picture the songs are sometimes too similar for my taste. All in all, however, this is complaining on a high level. Friends of extreme metal with a mixture of death and black metal will spin this disc with enthusiasm.

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Bildquellen

  • Artwork III: Grand Sounds Promotion
  • Burn Down Eden Cover+Infos: Cover + Infos-->Grand Sounds Promotion / Background, Amboss-->Pixabay
  • BURN DOWN EDEN Titel: Grand Sounds Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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