DOPE – Blood Money Part.1 (VÖ: 28.10.2016)

Dope – Blood Money Part.1 (VÖ: 28.10.2016)

Heute haben Dope das neue Album Blood Money Part.1 veröffentlicht. Stolze sechs Jahre sind seit No Regrets durch das Land gezogen, die die Fans auf neues Material warten mussten. Bereits 2013 wurde das Album für 2014 angekündigt und verzögerte sich dann noch um paar Jahre nach hinten. Mastermind Edsel Dope kündigte im selben Atemzug zu der Veröffentlichung vor wenigen Monaten auch den zweiten Teil Blood Money Part.2, welcher 2017 erscheinen soll, an. metal-heads.de bleibt gespannt.

Blutgeld in der Track-to-Track Analyse

Blood Money

Nach dem Intro setzt der Titeltrack da an, wo Edsel 2009 aufgehört. Dope wie wir sie kennen und lieben. Harte schnelle Riffs, Doublebass, harte Samples und Edsels aggressiver Gesang, der über den Track fliegt. Aus der Hook hallt es: Blood, Blood, Blood Money.

Shoulda Known Better

Der Song startet mit wilden Gitarrengeschrammel und einem Sample, welches man sonst in jeder Geisterbahn auf einer Dorfkirmes findet. Dieses findet man (leider) auch in der Hook. Was zu dem auffällt, Edsel benutzt die Auto-Tune-Effekte etwas zu offensichtlich. Der Song kommt ungewohnt daher.

Lexipro

Ein düsteres Keyboard, Samples und Rauschen im Hintergrund bilden das Soundkleid für die 1:44 Minuten. Edsel spricht hier und da paar Sätze unaufgeregt. Auch hier findet man den nervigen Auto-Tune-Effekt.

Hold On

Die 80er Glam Metal-Generation hat angerufen, sie wollen ihren Sound zurück. „Hold On“ ist wohl der untypischste Song der Bandgeschichte. Die Band lässt hier Elemente aus dem Heavy Metal einfließen und das gibt den Track seinen Stempel. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass Edsel auf dem Album Auto-Tune benutzt wird? Nein? Ja, der Dope-Kopf scheint wohl irgendwie Gefallen dran zu haben.

1999

Endlich! Nach dem ganzen Auto-Tune-Gewurschtel ein klassischer Dope-Song der Marke „No Regrets“. Der Song geht nach vorne und stampft alles nieder. Warum nicht gleich so?

Razorblade Butterfly

Der Anfang der ist gekonnt, was dann folgt ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wer vorher dachte, Edsel würde mit Auto-Tune übertreiben, tja dessen Erwartungen werden in „Razorblade Butterfly“ getoppt. Aber, statt dass es sich unharmonisch und nervig anhört, schafft es die Band durch die simple Hook den Song in einem Guss zu halten.

Drug Music

Warum nicht immer so? Genau so wollen wir DOPE! Mörder Riffs, die einen interessanten Spannungsboden haben, aggressive Shouts und Lyrics und wenn Auto-Tune, nur dezent und nicht komplett überladen was den Track kaputtmachen würde. Der Refrain müsste jedoch umgeschrieben werden. Statt: I put the drugs into the music eher in I put Auto-Tune into our music.

A New Low

Wer kennt noch das Nebenprojekt Makeshift Romeo von Edsel? Stellenweise hört sich der Song wie eine Kopie von diesem Projekt an. Gesanglich natürlich in bekannter Tonhöhenänderung gehalten. Im wahrsten Sinne, ein neues Tief.

Hypocrite

Ich hatte das Album schon komplett abgeschrieben. Und wenn man es wohl am wenigsten erwartet, kommt ein Track wie „Hypocrite“ daher. Brutal, schnell und schonungslos. Der Dope-Song für jeden Pit.

X-hale

Ja, eine Verschnaufpause brauche ich jetzt, um das Gehörte erst mal zu verarbeiten. Das Skit gibt mir die Gelegenheit dazu. Während den zwei Minuten spricht, wiederholt eine Stimme: What do you thing is going to happen?. Ehrliche Antwort? Auto-Tune!

End of the World

Ha! Was sage ich? Bingo! Es ist langsam echt übertrieben. Die Stimme wird so verzerrt das Edsel wie Bill Kaulitz in „Girl Got a Gun“ anhört. Musikalisch ist der Track durch den wilden Dump Step Beat interessant, sonst naja.

Selfish

„Selfish“ war die erste Videosingle, die einen positiven Eindruck versprach. Der Track gehört zu den hörbaren Liedern, die Hörspaß bieten. Hier shoutet Edsel (ohne Effekte) I don´t care, I don´t care eindrucksvoll in die Welt hinaus.

Numb

Wilde Dub Step Beats treffen auf ihr wisst schon. Leider kommt der Song nicht wirklich von der Stelle und dümpelt unbeeindruckt vor sich hin.

Das metal-heads.de-Fazit

Für einen Fan der Band, der 6 Jahre seit No Regrets sowie 3 Jahre nach der Ankündigung der Platte warten musste, ist das Album eine Enttäuschung. Der übermäßige Einsatz von Auto-Tune zerstört nicht nur die Lieder, sondern auch das komplette Album. Das Alleinstellungsmerkmal was Dope ausmacht, wird mit dem übertriebenen Effekteinsatz zu nichte gemacht. Mit Liedern wie „Blood Money“, „1999“, „Drug Music“, „Hypocrite“ und „Selfish“ beweist die Band ihr Genie. Jedoch beim Hören von „Hold On“, „A new Low“ sowie „Numb“ auch den Wahnsinn. Hoffentlich fällt Blood Money Part.2 deutlich positiver und Auto-Tune freier aus.

Cover & Tracklist

Dope - Blood Money Part 1 Cover

1. Intro: Confessions of a Felon
2. Blood Money
3. Shoulda Known Better
4. Lexipro
5. Hold On
6. 1999
7. Razorblade Butterfly
8. Drug Music
9. A New Low
10. Hypocrite
11. X-Hale
12. End of the World
13. Selfish
14. Numb
15. Violet (Bonus Track)

Weitere News zu DOPE findest du HIER.

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Bildquellen

  • Dope – Blood Money Part 1 Cover: Dope / eOne Music
  • DOPE – Edsel Dope im Interview: Acey Slade/Dope/Steamhammer/SPV
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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