Evergrey – skandinavisch-melancholisch auf „The Atlantic“

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Ein Vierteljahrhundert Evergrey und am 25. Januar 2019 kommt via AFM Records das elfte Studioalbum „The Atlantic“ auf den Markt. Aufgenommen wurde es in den Top Flor Studios in Schweden. Produziert haben Tom S. Englund und Jonas Ekdahl höchstpersönlich. Für Mix und Mastering haben sie sich der erfahrenen Hilfe von Jacob Hansen versichert. „The Atlantic“ ist das abschließende Album einer Triologie, die mit „Hymns For The Broken“ und „The Storm Within“ ihren Anfang fand. Aber da es um das Leben an sich geht, kann „The Atlantic“ auch losgelöst betrachtet werden. Was auch gut ist, denn das Video zu „A Silent Arc“ zeigt Evergrey ungewohnt hart und brutal. Aber seht selbst:

 

Evergrey – hart und düster

Wie oben schon angedeutet ist „A Silent Arc“ für Evergrey ungewohnt hart. Aber immer unterlegt mit einer unterschwelligen, düsteren Melancholie. Perfekt eingefangen von Tom S. Englunds Gesang. Ein toller Auftakt. Schwerelos, einsam und allein in der endlosen See treibend… Das umschreibt „Weightless“, garniert mit Keyboard Klängen, die aber nicht süßlich und romantisch daher kommen, sondern hart und bedrückend. Genau passend zur Grundstimmung des Songs. Dieses düstere Grundstimmung wird auch bei „All I Have“ beibehalten, wenn es hier auch musikalisch langsamer zu Werke geht und bei dem alle Musiker ihr Können zeigen dürfen. Übrigens hervorragend und mit einer schönen Dynamik produziert. Jetzt geht es mit „A Secret Atlantis“ wieder hart weiter und man will direkt headbangen. Aber dann kam ich doch ins Stutzen. Der Fluss des Songs wird aufgebrochen, wie eben auch das Leben selbst selten geradeaus und ohne Brüche verläuft. Interessant gemacht und ein Song der mit jedem Hören weiter wächst. „The Tidal“ ist ein kurzes, instrumentales Zwischenstück, das zur zweiten Hälfte des Albums überleitet.

 

Evergrey – melancholisch und düster

Hart riffende Gitarren, sphärische Keyboards und eine sehr gute Gesangsleistung prägen „End Of Silence“. Das, wie schon der Titel impliziert, auf einen Neuanfang hoffen lässt. Nach Jahren des Schweigens und sich Verlierens… In „Currents“ fühlt sich der Protagonist wieder einmal alleine gelassen, illustriert durch die hier dominierenden Keyboards. Im folgenden „Departure“ darf dann der Bass den Ton angeben und neben dem Gesang und Schlagzeug gibt es dann auch nur Klavier und Akustikgitarre. Ein toller Song über das Bewusstwerden um das Ende einer Beziehung. Und so wie auch das im Leben ein Prozess ist, so gestaltet sich auch der Song, eine Expedition ins Innere. Ein maritimes Intro, harte und kalte Synthieklänge, sehnsuchtsvoller Gesang bilden in „The Beacon“ einen krassen Gegensatz zum vorherigen Lied. Eintönig sind Evergrey mit Sicherheit nicht. Abgehackte, harte Riffs markieren den Einstieg in „This Ocean“, den letzten Song der Platte. Überraschend hart lassen mich Evergrey etwas ratlos zurück. Gab es zuvor doch immer wieder Licht am Ende des Horizonts und war die Hoffnung nie verloren, so überwiegt hier die Düsternis.

Evergrey – skandinavisch und gehaltvoll

Evergrey haben mit „The Atlantic“ ein düsteres, hartes Album abgeliefert, das typisch skandinavische Melancholie geradezu verströmt. Es ist keine Platte zum mal ebenevergrey the atlantic cover nebenbei hören. Trotz aller Eingängigkeit und Melodie ist es immer noch voller progressiver Parts. Aber immer songdienlich und nie nur zum Selbstzweck. „The Atlantic“ ist eines dieser Alben, die einen mit auf eine Reise ins Innere nehmen. Das ist keine leichte Kost, aber dafür umso gehaltvoller und kann sehr lohnenswert sein. Überrascht hat mich ein wenig, wie hart Evergrey zwischendurch zu Werke gehen. Mir hat es aber sehr gut gefallen. Alte Fans werden begeistert sein und neue Fans werden Evergrey mit dieser Platte allemal gewinnen. Wer sich von dem neuen Material live überzeugen will, hat ab März dazu Gelegenheit. Denn dann sind Evergrey mit Kamelot auf Tour. Ein tolles Package und die Daten findet ihr weiter unten.

Evergrey – Line-Up und Kontakt

Tom S. Englund – Gesang und Gitarre
Henrik Danhage – Gitarre
Rikard Zander – Keyboards
Jonas Ekdahl – Schlagzeug
Johan Niemann – Bass

Mehr zu Evergrey findet ihr auf der Homepage oder bei Facebook. Wer keine News oder Reviews verpassen will, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter oder folgt uns bei Facebook. Schaut auch mal in unseren YouTube Channel. Dort findet ihr neben Unboxing Videos viele Interviews von A wie Avatarium bis Z wie Zakk Wylde. „The Atlantic“ kann direkt über den Link unten bestellt werden und wer will, hat die Chance Evergrey zusammen mit Kamelot bei einem der folgenden Termine live  zu erleben:

15.03.2019 – Bochum, Matrix
16.03.2019 – Zürich, Komplex 457 (Schweiz)
17.03.2019 – Weinheim, Café Central
18.03.2019 – Nürnberg, Hirsch
19.03.2019 – Bremen, Tivoli

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Bildquellen

  • evergrey the atlantic cover: AFM Records
  • Evergrey 2018 720×340: AFM Records
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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