Exercise Two – Debut Everything’s Wrong

Exercise Two

Exercise Two steht für Indie-Gitarren-Rock in der klassischen Besetzung, wie jede gute Band der Rockgeschichte: Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Sie klingen wie die Lieblinge der englischen Postpunk- und Independent-Szene und ihr erstes Album heißt „Everything’s Wrong“. Erscheinungstermin ist der 09.12.2016 und vertrieben wird es von Soulfood Music.

Was bieten uns Exercise Two?

Inspiriert vom Post-Punk der 80er Jahre verbindet das Trio sowohl treibende, als auch melancholische Gitarren-Riffs mit Anleihen aus dem New Wave. Harmonisch, komplexe Melodien ringen um Ironie, Poesie und Gefühl. Mal rough, unvermittelt und direkt, mal fesseln die Songs mit schlichter Klarheit, mal tiefgründig schwelgend, immer mit dem changierenden und mal theatralischem Gesang des Frontmanns, dem man sich als Hörer nicht entziehen kann. Soweit der Promotext. Jetzt zur Einstimmung erstmal das Video zu „Edge“ und dann das Review.

Exercise Two – Video zu „Edge“

 

Everything’s Wrong – das Review Part 1

Auf den Opener „Ambitiously“ trifft der Promotext schon mal zu. Sanfter Punk trifft auf New Wave und klingt richtig gut. Ein toller Einstieg, den Song mag ich richtig gerne. Schlicht geht es weiter. „Mainstream Rain“ wird getragen vom Gesang von Holger Liebig und geht gut ins Ohr. Der dritte Song „Greed“ wartet mit einer schönen Melodie auf und rundet das Eröffnungstrio perfekt ab. Ein mehr als gelungener Auftakt.

Ein wenig Melancholie

Etwas melancholisch in Instrumentalisierung und Gesang wird es dann bei „Echoing„. Ein eingängiger Song, ohne dabei einfach zu sein. Bis hierhin machen Exercise Two ihre Sache richtig gut. Normalerweise nicht meine Baustelle, aber ich bin sehr angetan. Ähnlich in der Grundstimmung ist auch „One Day„, nur dass mir hier der Gesang noch besser gefällt. Die Stimme von Holger Liebig mag ich einfach. Beim Titeltrack „Everything’s Wrong“ wird das Tempo wieder ein bisschen angezogen und der Rest der Band glänzt mit schönen Backing Vocals. Aber irgendwie bleibt ausgerechnet der Song nicht so richtig bei mir hängen.

Das Review Part 2

Die zweite Hälfte startet mit „Revel“ und hier fängt man automatisch an, mitzuwippen. Nice one, I like it. Und schon haben mich Exercise Two wieder gepackt. Bei „Control“ wechseln Exercise Two zwischen gesangsgetragenen Passagen und stärker instrumental betonten Parts. Schön Exercise Twoabwechslungsreich. Mit „Black Robes“ folgt der mit 5:11 Minuten längste Song. Alle anderen bewegen sich zwischen 3 und 4 Minuten. Ein sehr atmosphärischer Song und neben dem Opener mein bisheriger Favorit. Exercise Two haben wirklich ein Händchen für ins Ohr gehende und bleibende Melodien! Bei „You’re Not The One“ changiert der Gesang über einer immer wiederkehrenden Melodie, ohne dabei nervig zu sein. Ansonsten ist er sehr zurückgenommen gehalten, gefällt mir aber nach jedem Hören immer besser.

Nach gut 49 Minuten ist Schluss

Von „Edge“ könnt ihr euch im obigen Video ja selber ein Bild machen, ist aber ausgerechnet ein Song, der mir persönlich nicht so gefällt wie der Rest. Die etwa 49 Minuten werden zum Ende dann mit „Brendan“ voll gemacht, wo mir der Refrain richtig gut gefällt.

Exercise Two mit Everything’s Wrong – mein Fazit

Ich habe mich mit der Rezension der Platte sehr schwer getan und hätte mir gerne noch mehr Zeit genommen. Es ist abseits meiner sonstigen Hörgewohnheiten, gefällt mir aber ausgesprochen gut. Für mich definitiv eine der positivsten Überraschungen dieses Jahres! Exercise Two erinnern mich auf eine sehr angenehme Art und Weise an die 80er. Irgendwie schaffen sie es Punk mit New Wave zu verbinden und das Ganze klingt toll. Es fehlt zwar die Aggressivität des Punks, aber es schimmert in der Instrumentalisierung schon durch. Insgesamt glänzen Exercise Two mit einer Schlichtheit, die aber nie langweilig klingt. Düster treibend trifft es wohl ganz gut.

Überragender Frontmann

Über allem steht für mich der Gesang von Frontmann Holger LiebigExercise Two. Ich habe hin und her überlegt und finde letztendlich, dass die beste Beschreibung für ihn eine Mischung aus Ville Valo und Joey Ramone ist. Klingt komisch, ist aber so. In der Summe für mich das Debüt des Jahres und fernab aller Genregrenzen eine klare Kaufempfehlung! Also, falls noch wer ein Weihnachtsgeschenk sucht, hier ist es.

 Die Tracklist

  1. Ambitiously
  2. Mainstream Rain
  3. Greed
  4. Echoing
  5. One Day
  6. Everything’s Wrong
  7. Revel
  8. Control
  9. Black Robes
  10. You’re Not The One
  11. Edge
  12. Brendan

Line-Up und Kontakt

Holger Liebig (guitars, vocals)
Wolfgang Liedtke (bass, vocals)
Rüdiger Stamer (drums, vocals)

Wer mehr über Exercise Two erfahren will kann dies auf der Website oder bei Facebook tun. Die CD kann über den Link unten direkt bestellt werden.

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Bildquellen

  • exercise-two-treppe: Soulfood Music
  • exercise-two: Soulfood Music
  • exercise-two-band: Soulfood Music Distribution
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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