Vola mit ihrem Drittling „Witness“

Vola 2021 (c) Nikolai Linares

Heute erscheint bei Macot Records mit „Witness“ das dritte Album von Vola. Das Debüt „Inmazes“ kam vor knapp fünf Jahren auf den Markt und hatte mir damals ausnehmend gut gefallen, wie ihr hier noch einmal nachlesen könnt. Unterstützung bekamen Vola diesmal wieder vom Grammy-nominierten Jacob Hansen. Und wie sich das gelohnt hat, zeigt schon das Video zum Opener „Straigh Lines“. Viel Spaß damit und danach stelle ich euch den Rest von „Witness“ vor.

Pop, Djent, Hip Hop und jede Menge Groove

Der Opener „Straight Lines“ nimmt einen sofort gefangen. Auf der einen Seite poppig-betörende Gesangsharmonien und auf der anderen Seite vertrackte Schlagzeugspuren und göttliche Synthesizer. Alleine das Solo am Ende… „Head Mounted Sideways“ schafft den Spagat zwischen harten Grooves und zuckersüßen Refrain. Dabei klingt es so djentig-progressiv, dass es mehrere Anläufe braucht um richtig in den Song abzutauchen. Das geht bei „24 Light-Years“ wieder wesentlich einfacher. Der helle Gesang von Asger Mygind schwebt über poppigen Melodien, während Adam Janzi einen komplexen Beat darunter legt. Als viertes folgt die Kooperation mit Shahmen namens „These Black Claws“. Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Hip Hop meets Metal Sachen. Aber hier passt es einfach perfekt und verleiht dem Song durch den Sprechgesang eine ganz eigene Atmosphäre. „Freak“ ist eine ruhige, zurückgenommene Ballade bestehend aus Akustikgitarren und großartigen Klanglandschaften.

Mehrere Anläufe, die sich lohnen

Futuristische Keyboardklänge prägen „Napalm“ und treffen auf versteckte harte Grooves. Es ist aber trotzdem der erste Song, der bei mir trotz mehrmaligen Hören nicht so recht zünden will. Im Vergleich zum restlichen Album wohlgemerkt. Alleine für sich genommen ist „Napalm“ trotzdem einfach klasse. Für „Future Bird“ habe ich auch mehrere Anläufe gebraucht. Aber die haben sich gelohnt. Ein mächtiger, anschwellender Chorus nimmt den ruhigen, balladesken Teil auf und vermischt ergibt das eine Halbballade oder Powerballade oder was auch immer. Ist auch egal, es ist einfach gut. Härter wird es wieder mit „Stone Leader Falling Down“. Vor allem Liebhaber verzerrter Gitarrenriffs kommen voll auf ihre Kosten. „Inside Your Fur“ beschließt das Album atmosphärisch und mit einem wunderschönen Refrain. Und auch das Ausfaden am Ende passt einfach perfekt und gibt „Witness“ genau den richtigen Abschluss.

Vola – aller guten Dinge sind drei

„Inmazes“ und „Applause Of A Distant Crowd“ waren schon richtige gute Alben. Aber für mein Empfinden schaffen es Vola mit „Witness“ noch einmal eine Schippe draufzulegen. Klar, die helle und bezaubernde Stimme von Asger Mygind ist prägend für den Klang von Vola und vordergründig dominiert der Gesang auch fast die Songs. So dass man beim ersten Hören zustimmend nicken will. Fast poppig-melodiöse Lieder die gut ins Ohr gehen. Aber hört man genauer hin, entdeckt man was sich darunter verbirgt. Komplexes Drumming und vielschichtige Rhythmik, futuristisch-atmosphärige Synthies und jede Menge djentige Gitarrenriffs. Vola schaffen gekonnt den Spagat zwischen melodiös eingängigen Songs und versteckter, djentiger Progressivität. Prog Rock und Prog Metal Fans kommen dieses Jahr definitiv nicht an Vola und „Witness“ vorbei. Und alle anderen sollten mehr als einmal ein Ohr riskieren.

Vola – Line-Up und Kontakt

Asger Mygind – Gesang, Gitarre
Martin Werner – Keyboards
Nicolai Mogensen – Bass
Adam Janzi – Schlagzeug

Mehr zu Vola findet ihr auf der Homepage oder bei Facebook. Wer wissen will, wie das Debüt „Inmazes“ vor knapp fünf Jahren bei uns ankam, kann es gerne hier noch einmal nachlesen. Und natürlich gibt es noch viele weitere News, Reviews und Live-Berichte aus der Szene der harten Töne bei uns. Um ja nichts zu verpassen, abonniert ihr am besten unseren kostenlosen Newsletter oder folgt uns bei Facebook. Die besten Bilder findet ihr dann bei Instagram und unser YouTube Channel hält schon jetzt einiges bereit. Schaut mal rein.

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Bildquellen

  • Vola 2021 (c) Nikolai Linares 720×340: Nikolai Linares/ netinfect

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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