Filter – Crazy Eyes (VÖ: 08.04.2016)

Filter

Filter – Mastermind Richard Patrick ist zurück

Richard Patrick ist mit seiner Band Filter zurück und veröffentlicht am 08. April das neue Album „Crazy Eyes“. Filter? Die gibt es noch? JA! Denn das Projekt um den ex-Nine Inch Nails-Gitarristen war nie wirklich weg. Die Band bzw. das Projekt gibt es nun seit über 20 Jahren und man veröffentlicht regelmäßig alle 3 Jahre ein neues Album. So auch 2016. Wir von Metal-Heads.de haben es vorab gehört und es für euch analysiert.

Die Fans werden sich freuen

Nach über 20 Jahren und X Veröffentlichungen stellt sich die Frage: Wie schafft man es, eine Band noch weiter zu entwickeln, ohne sich zu wiederholen und die Fans zu enttäuschen? Viele Gruppen stehen vor dem selben Problem und spalten ihre Fans in diverse Lager. Es gibt da die Traditionalisten, die die ersten Alben kennen und auch Live hoffen, viel altes Material zu hören. Dann die Generation Hashtag, die die letzten Alben über Itunes oder illegal aus dem Netz gesaugt haben und die alten Sachen hassen. Oder die Sorte Fan, die – egal was passiert – alles irgendwie gutfinden. Das gute bei Filter ist: egal wann ein Album veröffentlicht wird und egal wie es sich anhört, im Herzen ist und bleibt es Filter und hat alles, was der Fan der ersten Stunde mag. Richard Patrick sagt selbst über das neue Album:

„Ich mache das übergreifend wegen der Musik. Du selbst zu sein ist das aller Wichtigste. Ich habe ganz authentisch Plätze besucht an denen ich vorher noch nie war. Das kam von Herzen. Ich versuche so aufrichtig wie möglich zu sein, was Filter darstellt. Es geht darum verdammt anders, fortschrittlich und originell zu klingen.“

Das Album im Soundcheck

Richard hat für dieses Album mit vielen bekannten Personen aus der Filter- und Nine Inch Nails-Historie zusammengearbeitet. Da wären die namenhaften Produzenten Ben Grosse und Michael „Blumpy“ Tuller sowie ex-Nine Inch Nails-Gitarrist Danny Lohner. Dementsprechend dreht sich das musikalische Klangbild auch um 20 Jahre zurück in die 90er versetzt und repräsentiert den sattesten und fettesten Industrial-Sound, den Filter je bei einem Album hatte.

Der Filter Frontmann begrüßt den Hörer im ersten Lied „Mother E“ mit dem sich 8x wiederholenden und immer lauter werdenden Satz: „I´ve Got My Reasons, And My Reasons Are Sound“. Welcher im Geschrei endet, bevor Richard das 7. Studio-Album Offiziell einleitet. Live, als Opener ein MUSS! „Nothing In My Hands“ lebt von seinem Industrial Beat und schrillen Effekten, ehe unverhofft gegen Ende ein gewaltiger Gitarren-Breakdown kommt, welcher das Lied extrem anzieht. Das Lied hätte problemlos auf die Nine Inch Nails-EP „Broken“ gepasst. Es zeigt sich nicht nur hier sondern auch auf den Alben zuvor, dass Richard eine Menge aus der NIN-Zeit mitgenommen und in die Filter-Welt eingebaut hat. Die nächsten Tracks „Pride Flag“ und „City Of Blinding Riots“ reihen sich nahtlos in die Industrial-Rock Reihe ein, ehe es mit „Take Me to Heaven“ – dem persönlichsten Song vom Album – kommt.

Die letzten Minuten vor dem Tod

Inhaltlich beschreibt das Lied die letzten Minuten, die Richard mit seinem Vater verbracht hatte, bevor dieser starb. Das Album bekommt mit den beiden ruhigeren und fast ballladenhaften Tracks „Welcome To the Suck“ und „Head Of Fire“ einen kleinen Knick und es wird gewaltig Tempo rausgenommen. Dafür werden die Hörer mit Technodrum-Song „Tremors“ entschädigt, ehe es zu meinem Lieblings -Track auf der Platte kommt: „Kid Blue From The Short Bus, Drunk Bunk“. Was für ein Hit-Smasher! Lautes Geschrei, wilde Gitarren und ein Breakdown, der es in sich hat. Wie Richard im Text sagt: „Jesus Christ!“ und legt mit „Your Bullets“ ähnlich aggressiv und laut nach. Auch gegen Ende des Albums wird es wieder etwas ruhiger mit „Under The Tongue“, bevor der Akustik-Song „(Cant´She See) Head Of Fire, Part 2“ das Album sanft ausklingen lässt.

Fazit: Kaufempfehlung!

Tracklist

01.) Mother EFilter - Crazy Eyes Cover
02.) Nothing In My Hands
03.) Pride Flag
04.) City Of Blinding Riots
05.) Take Me To Heaven
06.) Welcome to The Suck (Destiny Not Luck)
07.) Head Of Fire
08.) Tremors
09.) Kid Blue From The Short Bus, Drunk Bunk
10.) Your Bullets
11.) Under Tongue
12.) (Cant´She See) Head Of Fire, Part 2

Label: Candlelight/Spinefarm/Caroline

Veröffentlichung: 08.04.2016

Das Album kann hier vorbestellt werden.

Mehr zu Filter auf der Website der Band oder Facebook.

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Bildquellen

Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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