MERCURY CIRCLE – „Killing Moons“ Review

(English review down below)

Andere Welten

MERCURY CIRCLE (Facebook, Homepage) aus Finnland sind aus einer Idee des Produzenten und Musikers Jaani Peuhu entstanden. Jaani Peuhu hatte früher mal eine Darkwave-Band gegründet und war seit 2015 solo unterwegs. Im Jahre 2019 schloss er sich der mehr als bekannten Band SWALLOW THE SUN an. Jaani hatte bei der Produktion des Albums „Thornstar“ von LORD OF THE LOST ebenfalls seine Finger im Spiel. Und da Jaani Visionen hat und auf Herausforderungen steht, keimte in ihm die Vorstellung, dass er eine eigene Band gründen wollte, um einen ganz neuen Sound zu erschaffen.

Er scharte einige Musikerkollegen um sich, um dieses Ziel zu erreichen, die da sind: Jaska Raatikainen (Drummer CHILDREN OF BODOM), Juppe Sutela (Gitarrist TO DIE FOR), Jussi Hämäläinen (Gitarrist HANGING GARDEN) und Ande Kiiski (Bassist SLEEP OF MONSTERS)

Und nun dürfen wir ab dem 08.10.2021 die Früchte seiner und die seiner Bandkollegen in Form des Albums „Killing Moons“ genießen.

Atmosphäre ohne Ende

Man sollte an dieses Album völlig unvoreingenommen herangehen, denn tatsächlich ist es anders. Fernab von Gitarrenwänden, Double Bass und ähnlichen wilden massiven Erscheinungen ist das Album die Verwirklichung einer Vision, die eben genau diese Andersartigkeit zum Ziel hat. Das Album entfaltet sich am besten, wenn man Zeit ganz für sich hat. Am besten nimmt man sich hochwertige Kopfhörer, um sich von störenden Umwelteinflüßen abzuschotten. Dann tauchen wir ein in die Welt von „Killing Moons“….

Der Vorhang öffnet sich mit „The Gates Wide Open“ und Ihr werdet umgehend von sphärischen Keybordklängen umworben, die sich anschmiegen und Euch träumen lassen werden. Ein mystische Aura mit teils indigen anmutenden Klängen greift nach Euch, um Euch in eine andere Welt zu geleiten. Also stimmt Euch schon mal ein…

Ein Meer von Klängen,

in dem sich der Mondschein geheimnisvoll spiegelt. Die Klangwellen bewegen sich teils ruhig sanft und wiegen Euch behutsam hin und her. Der Sound ist generell von sphärischen Synthies umgeben. Hier werden die Ursprünge von Jaani in der Darkwave-Szene mehr als deutlich. Die Gitarren werden, auch wenn sie hin und wieder dominanter auftreten, meist dezent eingesetzt und sind mehr als feine Untermalung im Hintergrund zu hören. Doch auch abseits von monströsen Gitarrenwänden lässt sich eine monumentale überragende Kulisse aufbauen. Und so können sich die Klangwellen auch gewaltig auftürmen, sich über Euch ergießen und in die Tiefe ziehen. So auch beim Track „Black Mirrors“, der deutlich massiver und rockiger als der Opener auftritt.

Ein begnadeter Gesang

fügt sich wunderschön in die Soundkulisse ein und malt die Szenarien mit einem in melancholisch träumerischen Farben getauchten Pinsel aus. Mit einem Maximum an Gefühl in seiner Stimme verzaubert Jaani ein ums andere Mal und man kann gar nicht genug davon bekommen. Gerade in den mächtigen Refrains schafft es Jaani mit genialen Melodien zu begeistern. Ein perfektes Beispiel dafür wäre der Song „You Open Up The Earth“.

Der Ausnahmesong „Like Matches“

ist für mich ein besonderes Highlight auf dem Album. Und er hat mir so gut gefallen, dass ich mir ein oder zwei Songs mehr von dieser Art auf dem Album gewünscht hätte. Es ist der mit Abstand rockigste Song auf dem Album, der in einem gesteigerten Tempo mit gefühlvollen Schwingen abhebt und davonfliegt. Geiler eingängiger Song, der dazu noch mit einer schönen weiblichen Stimme verdammt cool rüberkommt. Niemand geringeres als Cammie Gilbert von OCEANS OF SLUMBER hat man für diesen Song gewinnen können. Es wundert mich eigentlich, dass man diesen Song nicht als Single ausgekoppelt hat ,weil er für mich wie ein garantierter Hit klingt. Vielleicht mag es daran liegen, dass er auf dem Album eine Sonderrolle einnimmt.

Fazit

MERCURY CIRCLE sind Ihrem Ziel und Anspruch gerecht geworden. „Killing Moons“ ist ein einzigartiges Hörerlebnis, welches mit atemberaubenden Klangwelten verzaubert. Ein atmosphärischer Kosmos von immenser Größe und Intensität, in dem man scheinbar schwerelos dahinschwebt. Ausgeklügelte Kompositionen verlangen nach ungeteilter Aufmerksamkeit, denn auch wenn die Musik oft zum träumerischen dahinschweben einlädt, so lassen sich immer wieder neue faszinierende Elemente entdecken. Man hört es sich einfach immer wieder und wieder an, weil es so schön ist.

English Review

Other Worlds

MERCURY CIRCLE (Facebook, Homepage) from Finland were born from an idea of producer and musician Jaani Peuhu. A long time ago Jaani Peuhu used to form a darkwave band and had been touring solo since 2015. In 2019, he joined the more than well-known band SWALLOW THE SUN. Jaani also had his hands on the production of the album „Thornstar“ by LORD OF THE LOST. And since Jaani has visions and is into challenges, the idea germinated in him that he wanted to form his own band to create a whole new sound.

He gathered some fellow musicians around him to achieve this goal, which are: Jaska Raatikainen (drummer CHILDREN OF BODOM), Juppe Sutela (guitarist TO DIE FOR), Jussi Hämäläinen (guitarist HANGING GARDEN) and Ande Kiiski (bassist SLEEP OF MONSTERS).

And now we may enjoy the fruits of all this. The new album „Killing Moons“ will be released on 2021-10-08.

Endless atmosphere

One should approach this album completely unprejudiced, because in fact it is different. Far from massive guitar riffs, double bass and similar wild elements, the album is the realization of a vision that has precisely this otherness as its goal. The album unfolds best when you have time all to yourself. It is best to take high-quality headphones to isolate yourself from disturbing outside influences. Then we dive into the world of „Killing Moons“….

The curtain opens with „The Gates Wide Open“ and you are immediately wooed by spherical keyboard sounds that will snuggle up and make you dream. A mystical aura with partly indigenous sounds reaches out to you to guide you into another world. So tune in already…

An ocean of sounds,

in which the moonlight is mysteriously reflected. The sound waves partly move quietly and gently sway you back and forth. The sound is surrounded by spherical synths. Here the origins of Jaani in the darkwave scene become more than clear. The guitars, even if they appear more dominant now and then, are mostly used discreetly and can be heard more as a fine background accompaniment. But even away from monstrous walls of guitars, a monumental overbearing backdrop can arise. And so the sound waves can also pile up tremendously, pour over you and pull into the depths. This is also the case with the track „Black Mirrors“, which is much more massive and rocky than the opener.

A gifted singing

blends beautifully into the soundscape and paints the scenarios with a brush dipped in melancholic dreamy colors. With a maximum of emotion in his voice, Jaani enchants time and again and you can’t get enough of it. Especially in the powerful choruses Jaani manages to inspire with ingenious melodies. A perfect example of this would be the song „You Open Up The Earth„.

The exceptional song „Like Matches“.

is a special highlight on the album for me. And I liked it so much that I would have liked one or two more songs of this type on the album. It is by far the most rocking song on the album, taking off and flying away at an increased tempo with soulful swings. Awesome catchy song that comes across very cool with a beautiful female voice to boot. No one less than Cammie Gilbert of OCEANS OF SLUMBER has been won for this song. I’m actually surprised that this song has not been released as a single, because it sounds like a guaranteed hit to me. Maybe it’s because it has a special role on the album.

Conclusion

MERCURY CIRCLE have lived up to their goal and claim. „Killing Moons“ is a unique listening experience, which enchants with breathtaking soundscapes. An atmospheric cosmos of immense size and intensity, in which you seem to float weightlessly. Sophisticated compositions demand undivided attention, because even if the music often invites you to dreamy floating along, new fascinating elements can be discovered again and again. You just listen to it again and again, because it is so beautiful.

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Bildquellen

  • MERCURY CIRCLE Cover+Infos-1-: Cover+Infos-->All Noir Promotion//Background etc.--> Pixabay
  • Mercury Circle Titelbild: Foto-->All Noir Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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