Palace Of The King – Valles Marineris

Bereits im Juli 2016 erschien mit Valles Marineris (Listenable Recoreds) von Palace Of The King der Nachfolger zu ihrem 2015 veröffentlichten Debüt Album White Bird – Burn The Sky. Leider wurde uns von metal-heads.de das Album erst später vorgelegt, so dass es jetzt erst das Review gibt.

Valles Marineris – das Review

Mit orgeligen Klängen geht es los, aber dann wandelt sich „Let The Blood Run Free“ in einen waschechten Rocker mit tollen Chorus und Rock’n’Roll Anklängen. Dann geht es heavy weiter: „Beyond The Valley“ besticht mit einer groovenden Basslinie und ist ein klassischer Hardrock-Song, gut gemacht. Ihre Variabilität zeigen die Jungs von Palace Of The King dann bei „Black Cloud“. Ein funkiger Beginn und mit Mahalia noch eine starke Gastsängerin obendrein. Ein starker Song abseits aller Genregrenzen und eines der Highlights auf diesem Album. Mit „The Bridge Of The Gods“ folgt dann mit über fünf Minuten eine gelungene Mischung aus Hardrock und Seventies-Rock, bei der Orgel schimmern Deep Purple deutlich durch. Aber da gibt es wesentlich schlechtere Referenzen, toller Song! Bei „We Are The Vampires“ glänzt Andrew Gilpin erneut mit seiner Arbeit am Bass. Hier macht das Zuhören, abrocken oder Autofahren richtig Spass. Live funktioniert das bestimmt auch wunderbar. Halbzeit, die erste Hälfte von „Valles Marineris“ hat schon mal richtig gerockt!

Gespür für Melodien und Harmonien

Mit „Empire Of The Sun“ zeigen Palace Of The King nochmals ihre Bandbreite. Ein grooviges, etwas verschachteltes Kunstwerk, das aber trotzdem eingängig bleibt. Die Band hat ein tolles Gespür für Melodien und Harmonien. Auch auf der zweitem Hälfte gibt es mit „Sick As A Dog“ ein Stück mit starken Funk-Einfluss. Ist ok, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu viel in die gut drei Minuten reingepackt. „River Of Fire“ ist abwechslungsreich mit ruhigen und schnellen Passagen und mal nur der Gesang im Vordergrund, bleibt in der Summe bei mir aber nicht so richtig im Ohr. Dafür wird es bei „Throw Me To The Wolves“ wieder catchy. Starker Song, in dem jeder aus der Band nochmal sein ganzes Können zeigen darf.  Zum Abschluss wird es dann mit „Into The Black“ noch atmosphärisch und entlässt den Hörer mit Pianoklängen aus dem Album. Ein stimmiger Abschluss und für mich das zweite Highlight auf dem Album.

Valles Marineris – das Fazit

Palace Of The King haben mit Valles Marineris ein starkes zweites Album abgeliefert. Nach dem Lesen des Promotextes hatte ich eine Band im Stile Airbournes erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Palace Of The King sprengen die Genregrenzen des Bluesrock und Hardrock deutlich. Funk, Soul und eine gute Prise Seventies haben ihre Spuren im Sound hinterlassen. Hinzu kommt mit der einzigartigen Stimme von Sänger Tim Henwood ein hoher Wiedererkennnungswert. Aber auch der Rest der Band kann sich sehen lassen, wobei mich Bassist Andrew Gilpin mit seinen Bassläufen besonders überzeugt hat. Einziger Schwachpunkt sind für mich der etwas sperrige Bandname und das – in meinen Augen – nicht ganz gelungene Cover… Aber das sollte keinen abschrecken. Wer Blues- / Hardrock mag und dabei offen ist für andere Einflüsse, kann hier bedenkenlos zugreifen und bekommt ein tolles Album. Einen Link zum kaufen findet ihr auch ganz unten, es lohnt sich.

Valles Marineris – Tracklist

  1. Let The Blood Run Freevalles-marineris-cover
  2. Beyond The Valley
  3. Black Cloud
  4. The Bridge Of The Gods
  5. We Are The Vampires
  6. Empire Of The Sun
  7. Sick As A Dog
  8. River Of Fire
  9. Throw Me To The Wolves
  10. Into The Black

 

Palace Of The King – Historie und Line-Up

Ende 2012 gegründet beschreiben Palace Of The King ihre Einflüsse selber mit Bands wie  Rival Sons, Graveyard und alten Heroen wie Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin. Mittlerweile können sie auf zwei Alben und Hunderte von Shows zurückblicken. Auch Landsmann Joel O’Keefe von Airbourne zeigt sich begeistert und sagt: „Palace Of The King sind buchstäblich wie ein riesiger, beeindruckender Palast aus Riffs, Soul und Rock‘ n‘ Roll. Die Jungs sind the real fuckin‘ deal!“ Palace Of The King bestehen aus:

Tim Henwood – Gesang, Percussion
Leigh Maden – Lead-Gitarre, Mundharmonika
Matthew Harrison – Rhythmus-Gitarre
Andrew Gilpin – Bass
Anthony Troiano – Drums
Sean Johnston – Keyboards, Orgel

Wie gewohnt findet ihr alles weitere zur Band auf deren Website oder bei Facebook.

 

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Bildquellen

  • valles-marineris-cover: Amazon
  • PLH: (c) Chipsy/www.metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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