Michael Romeo – War of the Worlds/Pt.1 – VÖ: 27.07.18

Michael Romeo War of the Worlds

Michael Romeo

hat sein erstes Soloalbum in den Startlöchern. Am 27. Juli 2018 kann der „War of the Worlds/Pt. 1“ beginnen. Der Titel kommt irgendwie bekannt vor, hat aber nichts mit der 1978er Jeff Waynes Musicalversion der H. G. Wells Geschichte zu tun.

Krieg der Welten

Romeo hat die Zeit nach dem letzten Symphony X Album gut genutzt, sich in seinem Homestudio in New Jersey verbarrikadiert und 10 Tracks aufgenommen und produziert, die auf das neue Album gekommen sind. Gut 18 Monate hat Romeo gebraucht, um alles einzuspielen. Wer jetzt glaubt, dass es sich um ein reines Instrumentalalbum des Symphony X Gitarristen handelt, ist auf dem Holzweg. Neben John DeServio von Black Label Society am Bass und John Macaluso an den Drums, darf Sänger Rick Castellano seine Röhre so richtig aufdrehen.

Michael selbst sagt, dass er alles was er an Musik liebt in einen Mixer geworfen hat. „War of the Worlds/Pt. 1“ stellt des Weiteren eine Hommage an die Filmmusikgiganten Bernard Hermann und John Williams dar, wie Romeo weiter ausführt. Was das bedeutet, erfahrt ihr im Anschluss.

The Music

Die CD geht mit „Introduction“ los. Und was für einer. Es wird sofort klar, was mit der Hommage an Filmmusik gemeint ist. Man fühlt sich sofort in einen Abenteuer-/Science-Fiction Film versetzt. Bombastische Orchestersounds knallen dem Hörer um die Ohren. Mir kommen da sofort Assoziationen zu Filmen wie Star Wars oder ähnlichen. Wer hier die Anlage richtig aufreißt, wird fast von der Couch gefegt.

Dann kommen die ersten Gitarrenriffs vom Meister selbst. Er ist seinem Stil und Sound treu geblieben und kann seine Hauptband nicht verleugnen. Klingt nach Symphony X. Der Mix von harten Gitarren und Filmmusik ist hier absolut gelungen. Weiter geht’s mit „Fear of the unknown“. Ein waschechter Symphony X Song. Hier kann Rick Castellano erstmals zeigen, was in ihm steckt. Klasse. Klingt ein wenig nach Russel Allen, wenn auch weniger rau.

Ist „Fear of the unknown“ noch mehr im Midtempo gehalten, nimmt die Geschwindigkeit bei „Black“ schon ordentlich zu. Treibende Drums mit Double-Bass Attacken und Castellanos Stimme drückt noch etwas mehr. Hier singt er auch rauer als beim Vorgänger. Klingt noch mehr nach Russel Allen. Was seit Jahren bei Smphony X passt, kann ja hier nicht falsch sein.

Video

Einen Eindruck könnt ihr euch selbst verschaffen. Hier ist das Lyricvideo zu „Black“

„F*ckin Robotos“ fällt wieder in die Kategorie Filmmusik meets Metal. Hier die erste Überraschung. Es wird eine Roboterstimme im Song nachgeahmt, die mir eine Gänsehaut beschert. Klingt sehr bedrohlich und böse. Das Ganze wird dann noch mit Ausflügen zum Electro und Dub-Step hin ergänzt. Wer sich jetzt fragt, wie das denn wohl klingt, kann sich nach dem Release überraschen lassen. Meine Meinung: Wahnsinnig gut!

Auch zu „Djinn“ hat Romeo vorab ein Video veröffentlicht.

Der Song ist sehr vielseitig und deckt die ganze Bandbreite ab, die wir von Symphony X kennen. Wahnsinns Soli, coole Riffs, kraftvoller Gesang und abenteuerliche Ausflüge mit orientalischem Touch. Bei „Believer“ wird das Tempo gedrosselt und eine Powerballade im Romeostyle tönt aus den Boxen. Kleine Verschnaufpause, in der auch Romeo zeigen kann, dass er nicht nur flink shredden kann. Klasse gefühlvolles Solo.

Die verbleibenden Songs des Albums schlagen in die gleiche Kerbe, wobei „War Machine“ ein Instrumental darstellt. Man darf vorab ja auch nicht allzu viel verraten, das nimmt dem Hörer die Überraschungen.

Fazit

„War of the Worlds/Pt. 1“ ist ein 1a Album geworden. Tolle Songs, hervorragende Musiker, Filmmusikpassagen, die den Hörer fesseln, das „Kopfkino“ einschalten und einen in fremde Welten entführt. Das Ganze ist fett produziert und knallt in feinstem Sound aus den Boxen. Die Anlage richtig aufdrehen ist Pflicht. Das Teil geht komplett nach vorne und rockt wie die Sau.

Wer Fan von Symphony X oder artverwandten Bands ist, kann hier blind zuschlagen. Auch Gitarristen, die bisher nichts von Symphony X gehört haben, lege ich das Album ans Herz. Michael Romeo gehört für mich zu einem der besten Gitarristen unserer Zeit. Schwer, davon als Musiker nicht begeistert zu sein.

Wer auf das Album steht, kann sich bereits auf Part 2 freuen. Das ist schon so gut wie fertig. Laut Romeo sollen die Fans erstmal den ersten Teil verdauen, dann wird zur gegebenen Zeit auch der zweite Teil veröffentlicht werden.

Tracklist:
01. Introduction
02. Fear Of The Unknown
03. Black
04. F*cking Robotos
05. Djinn
06. Believe
07. Difference
08. War Machine
09. Oblivion
10. Constellations

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Bildquellen

  • Michael Romeo War of the Worlds: amazon.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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